Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
Japp ;-) Ich mag ja immer wieder gerne diese herablassende Art bevorzugt internistischer Kollegen, wenn man sich mit einer aus ihrer Sicht völlig banalen Frage an sie wendet und dann so tolle Antworten wie "Sie haben doch selber mal Medizin studiert" bekommt anstelle einer hilfreichen. Gleichzeitig wird aber bei einem Hyposphagma das Notfallkonsil ausgestellt. Ich mag so was nicht. Wir haben nun mal unterschiedliche Fachrichtungen mit unterschiedlichen Kompetenzen und das ist auch gut so und sollte sich im optimalen Fall vernünftig ergänzen. In der Praxis ist mir solch ein Schmuh übrigens noch nicht untergekommen. Allesamt tolle Kontakte zu den niedergelassenen Kollegen auf Augenhöhe, so macht das Arbeiten Spaß :-top
erdbeertoertchen
30.09.2014, 19:59
Meine Bedenken sind einfach Fachidiot zu werden, gerade am Anfang,wenn ich eben gleich in ein so spezielles Fach gehe. Aber Innere liegt mir nicht wirklich, daher bin ich im Zwiespalt.
In der Praxis ist mir solch ein Schmuh übrigens noch nicht untergekommen. Allesamt tolle Kontakte zu den niedergelassenen Kollegen auf Augenhöhe, so macht das Arbeiten Spaß :-top
Da haste bisher Glück gehabt, was sich die niedergelassenen Kollegen hier schreiben, geht oft auf keine Kuhhaut vor Arroganz. Habe gerade wieder mit einem rheumatolog. Kollegen telefonieren müssen, dessen Ton nicht mehr haltbar war...
][truba][
30.09.2014, 19:59
Da war dann wohl die antihypertensive Therapie oder die Gerinnungstherapie nicht so ganz in Ordnung der Kollegen (man beachte das ich mir etwas aus dem Blockpraktikum Auge gemerkt habe um hier neunmalkluge Sprüche reißen zu können ;-) )
erdbeertoertchen
30.09.2014, 20:06
Alle drei zur gleichen Zeit!
Alle drei zur gleichen Zeit!
Nur scheinbar. Oder kennst Du unsere momentanen Geschwindigkeiten?:-D
Wenn Du Innere magst, dann mach das! Ich wollte nur sagen, dass als einzige Motivation, kein "dummer Schamane" zu werden, mir das nicht reichen würde und es meiner Meinung nach den Schritt nicht rechtfertigen würde.
Feuerblick
30.09.2014, 21:04
Japp ;-) Ich mag ja immer wieder gerne diese herablassende Art bevorzugt internistischer Kollegen, wenn man sich mit einer aus ihrer Sicht völlig banalen Frage an sie wendet und dann so tolle Antworten wie "Sie haben doch selber mal Medizin studiert" bekommt anstelle einer hilfreichen. Gleichzeitig wird aber bei einem Hyposphagma das Notfallkonsil ausgestellt. Ich mag so was nicht. Wir haben nun mal unterschiedliche Fachrichtungen mit unterschiedlichen Kompetenzen und das ist auch gut so und sollte sich im optimalen Fall vernünftig ergänzen. In der Praxis ist mir solch ein Schmuh übrigens noch nicht untergekommen. Allesamt tolle Kontakte zu den niedergelassenen Kollegen auf Augenhöhe, so macht das Arbeiten Spaß :-top
Dieses "Sie haben doch selbst Medizin studiert" habe ich gerne bei Hyposphagma-Notfallkonsilen auch mal zurückgegeben :-)) So ein Gezicke hab ich in der Praxis auch nie erleben müssen. Im Gegenteil - das war ein kollegiales Miteinander. Geht also auch :-)
Mystique
07.10.2014, 11:30
Hallo liebe Mitschamanen,
Bin im 4. Weiterbildungsjahr Augenheilkunde und war bis jetzt an einer größeren nichtuniversitären Augenklinik angestellt. Würde jetzt aus privaten Gründen den Wohnort wechseln und am liebsten in einer Praxis die Weiterbildung beenden. Zum Einen weil ich später ambulant tätig sein möchte, zum Anderen weil ich die ständigen Überstunden und Dienste irgendwie satt habe. Habe aber Angst, dass in einer Praxis/MVZ nicht so viel lerne und mir evtl. spätere Karrierechancen damit verbaue, weil Chefs vielleicht eher Leute nehmen, dir komplett 5 Jahre in der Klinik waren. Ich würde später gern kleine OPs wie Lider oder evtl. Katarakte machen, ist aber für mich kein Muss, könnte mir auch eine rein konservative Tätigkeit vorstellen. Was meint ihr, was ist besser: nochmal in die Klinik gehen oder Praxis? Hatte schon am neuen Wunschwohnort ein Bewerbungsgespräch in einer größeren Klinik und hab erfahren, dass ich 60+ Wochenstunden hätte, Überstunden werden nicht bezahlt... Darauf habe ich eigentlich null Bock, obwohl ich sicher viel lernen würde..
Thomas24
07.10.2014, 12:21
Du möchtest dein jetziges Haus verlassen, weil dir die Dienste und die Überstunden auf die Nerven gehen- und das Gespräch im nächsten Haus offenbart dir: 60+ Wochenstunden, die alle unbezahlt sind. Na das beantwortet deine Frage doch schon von selbst, oder?^^
Wenn deine mittelfristige Karriereperspektive/ Karriereplanung sich um eine überwiegend konservativen Tätigkeit in einer Praxis drehen, warum willst du dir solche Konditionen noch antun? Das macht nur Sinn (falls überhaupt), wenn man noch hungrig genug ist, diese Bedingungen "zu ertragen", um im Gegenzug ein breiteres Spektrum, komplexere Pathologien, ggf. auch Operationen mitnehmen zu können. Und das auch nur, um dann sein eigenes Op Zentrum zu eröffnen oder operativer Teilhaber eines gutgehenden Zentrums zu werden, oder eine ltd. Position in einem Krankenhaus anstrebt. Aber das willst du ja gar nicht.
Die Frage ist somit: brauchst du das/ willst du das, wenn du dich in einigen Jahren in einem überwiegend konservativen Spaltlampenjob in einer Praxis siehst? Die Antwort: eher nein. Und was die derzeitige Einstellungspolitik angeht: der Markt an Leuten, die konservative Tätigkeiten für Filalpraxen/ MVZ etc. durchführen wollen ist derzeit *komplett leergefegt*. Mittlerweile werden sogar Bewerbungen durchgelesen, die früher sofort in der "runden Ablage" gelandet wären. Deutschkenntnisse und vier Jahre Ausbildung in einer deutschen Klinik? Herzlich Willkommen, wann können Sie anfangen? Unterschreiben Sie bitte hier.
Das war vor ein paar Jahren noch anders, und wird vielleicht in einigen Jahren auch wieder anders werden- aber derzeit ist alles bene. Es ist ein bequemer Job, in Anstellung oft auch recht angenehme Arbeitszeiten, die Vergütung ist komfortabel. Aber jedwede Weiterentwicklungsperspektiven jenseits der "angestellter Dienstleister für die operativen Eigentümer" zu sein, sind mau.
Wenn du etwas anderes anstrebst, wie Ophthalmo*chirurgin* zu werden (und damit meine ich nicht ein paar Lider und Schieler, auf die die High Volume Operateure keine Lust haben, weil es unlukrativ ist), sondern "richtige" intraokulare Chirurgie von der Pike auf erlernen möchtest - dann musst du natürlich einen ganz anderen Weg einschlagen und noch in so manche saure Zitrone beissen und hast noch ca. weitere 5 Jahre Ausbildung vor dir- wenn es gut läuft.
Feuerblick
07.10.2014, 17:32
Wenn du keinen Bock mehr auf Klinik, Dienste und Überstunden hast und dich sowieso später in der Praxis siehst, dann würde ich dir auch zu einem Wechsel in eine Praxis raten.
Und eins ist sicher: Eine Augen(!!!)Klinik, die dir 60 + Stunden/Woche mit unbezahlten Überstunden und Diensten anbietet, die solltest du direkt in Rundablage P ablegen. Sowas ist in Zeiten des AZG ja wohl eine Frechheit! Sklaverei wurde schon vor langer Zeit abgeschafft...
Mystique
08.10.2014, 07:29
Ich war auch ziemlich erschrocken, wie die Assis dort schuften müssen. Eine Assistentin erzählte mir, sie hätte "mehrere hundert" Überstunden. Und der Chef sagte, dass die Überstunden von der Verwaltung nicht bezahlt werden würden, und eingeklagt werden müssten. Ein Freizeitausgleich ist wegen personaler Engpässe nur begrenzt möglich. Und ich dachte, ich bin mit meinen 200 Überstunden schon schlecht dran. :-( Die Klinik hat auch ein ziemlich blödes Dienstsystem.. also alles ingesamt nicht so vielversprechend.
Gestern hatte ich dann noch ein Vorstellungsgespräch in einem MVZ. Die würden mich am liebsten ab gestern nehmen. Allerdings ist das Spektrum sehr begrenzt: fast nur Netzhaut- und Kataraktsprechstunde, kein Laser, keine Sehschule, keine OPs als Assi, keine Glaukome, dafür keine Überstunden und keine Dienste.. Gehalt richtet sich nach TV- Ärzte/ Marburger Bund. Da ich aber aktuell durch die Dienste mehr verdiene, müsste ich auf über 1000 Euro brutto verzichten, und dass obwohl ich von Ost nach West wechseln will.. Also insgesamt hat mich diese Option auch nicht begeistert.
Wird mich wohl weiter bewerben müssen, bis ich was Passendes finde. Denn aktuell bin ich mit meiner Klinik dann doch am besten beraten. Das bedeutet aber auch weiter Fernbeziehung.. ach Mann, ist grad echt blöd.
Feuerblick
08.10.2014, 21:32
Nee, finde ich auch nicht so prickelnd, was das MVZ da anbietet. Als MVZ sollte zumindest mal das gesamte konservative Spektrum drin sein...
Thomas24
09.10.2014, 22:48
Gestern hatte ich dann noch ein Vorstellungsgespräch in einem MVZ. Die würden mich am liebsten ab gestern nehmen.
Und was die derzeitige Einstellungspolitik angeht: der Markt an Leuten, die konservative Tätigkeiten für Filalpraxen/ MVZ etc. durchführen wollen ist derzeit *komplett leergefegt*. Mittlerweile werden sogar Bewerbungen durchgelesen, die früher sofort in der "runden Ablage" gelandet wären. Deutschkenntnisse und vier Jahre Ausbildung in einer deutschen Klinik? Herzlich Willkommen, wann können Sie anfangen? Unterschreiben Sie bitte hier.
Allerdings ist das Spektrum sehr begrenzt: fast nur Netzhaut- und Kataraktsprechstunde, kein Laser, keine Sehschule, keine OPs als Assi, keine Glaukome, dafür keine Überstunden und keine Dienste.. Gehalt richtet sich nach TV- Ärzte/ Marburger Bund.
Es ist ein bequemer Job, in Anstellung oft auch recht angenehme Arbeitszeiten, die Vergütung ist komfortabel. Aber jedwede Weiterentwicklungsperspektiven jenseits der "angestellter Dienstleister für die operativen Eigentümer" zu sein, sind mau.
Quod erat demonstrandum.
Falls es dich tröstet: in knapp einem Jahr hast du deinen FA. Nach dem FA sind die Angebote deutlich anders, als zu Assistentenkonditionen. Erst heute gesehen: 28h/ Woche, ca. 10 Wochen Urlaub im Jahr. Übertarifliche Bezahlung. Der Haken: Stelle ist auf dem platten Land (im Westen). Bei etwaigem Interesse: PM an mich.
Hallo an alle Augenschamanen,
ich würde gerne wissen wie in der Regel so eine Augenärztliche Weiterbildung aussieht bzw organisiert ist - bzw wie es bei EUCH "damals" war.
Hab mir schon die WBO angeschaut, allerdings kann ich mir da nichts über die (sinnvolle) Reihenfolge/Organisation herleiten?
Einarbeitung in der Ambulanz/Station? Ab wann Dienste? Rotationen? Wann lernt man üblicherweise die Laser kennen? Ist es üblich schon kleinere Eingriffe/Lider zu machen? Intraokuläre OPs gibts ja idR nur nach dem FA, oder? :-heul
2. Mache ich mir etwas sorge wegen der (vor allem praktischen) Vorkenntnisse, die erwartet werden - muss ich zum Beispiel schon gut indirekt Ophthalmoskopieren können? Oder reichte es erstmal ne Spaltlampe (einigermaßen) bedienen zu können? :-?
Danke schon mal für die Antworten
Wenn Du Vorerfahrung im Sinne des PJs oder einer Famulatur hast, ist das toll, aber auch dann erwartet man nicht, dass Du perfekt den Fundus beurteilen kannst, keine Sorge. Augenheilkunde IT ein furchtbar frustrierend Fach am Anfang, weil man einfach nix sieht und wenn man irgendwann man relativ sicher eine Papille und die Makula einstellen kann, heißt das ja noch lange nicht, dass man das Ödem auch sieht oder die CDR beurteilen kann ;-)
erdbeertoertchen
10.10.2014, 13:28
Muri, wird eigentlich in Augenheilkunde auf die Note geschaut? Oder ist es wichtiger famuliert oder pj gemacht zu haben?
][truba][
10.10.2014, 14:35
Hast du dich schon beworben? Da kommt ja anscheinend wirklich die nächste Schamanin :-)
erdbeertoertchen
10.10.2014, 15:16
[truba][;1783855']Hast du dich schon beworben? Da kommt ja anscheinend wirklich die nächste Schamanin :-)
Nein, hab mich noch nicht beworben, werd erstmal meine Doktorarbeit machen und dann schauen.
Und du, du treibst dich desöfteren hier rum, kann man dich noch zum schönsten Fach bekehren? ;)
][truba][
10.10.2014, 18:21
Neee, dass wird wohl leider nix. Ich habe zwar meine Meinung ziemlich geändert und finde da einige Sachen durchaus interessant und gut zu wissen aber für mich ist das Fach nix :-)
Ich werd mal eins der Ekelfächer machen ;-)
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