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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke



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mhu60
06.07.2023, 12:46
Super, vielen Dank für die Info!
Tatsächlich dauert es noch ein klein wenig, ich werde mich im Herbst/Winter für die Prüfung anmelden.
Habt ihr allgemeine Tipps zur Vorbereitung? Welches Buch ist neben den Leitlinien zu empfehlen? Den Kanski lieber nochmal in der aktuellsten Fassung anschaffen?

vitalis20
22.08.2023, 21:04
Hallo, gibt es ein Lehrbuch als Audio? ( Lernen bei langen Autofahrten). Dankeschön danke 🙏 ☺️ 🤩

Mazungu
23.08.2023, 20:14
Podcasts halt... Auf Deutsch und auf Englisch gibt es reichlich, viel interessanter als Lehrbücher

vitalis20
23.08.2023, 20:22
Podcasts halt... Auf Deutsch und auf Englisch gibt es reichlich, viel interessanter als Lehrbücher

Welche würdest Du mir empfehlen? :) ich kenne schon 4-5 aber über weitere Empfehlungen würde ich mich sehr freuen!
Liebsten Dank

Mazungu
23.08.2023, 20:59
3353933540335413354233543

Mazungu
23.08.2023, 21:01
3354433545335463354733548

Thomas24
09.11.2023, 12:15
Na großartig- nicht nur, dass bislang schon im "besten Deutschland aller Zeiten" die Kinderaugenheilkundliche Versorgung verbessert werden müsste, in Bezug auf Dichte und Zugänglichkeit. Nein, unser heißgeliebtes BMG setzt noch einen drauf.
Ab Januar 2024 werden Schieloperationen nur noch ambulant (!!!) vergütet, nicht mehr stationär.

Jeder, der auch nur eine Sekunde seiner Weiterbildung in einer Sehschule gewesen ist oder sich nur ein klitzekleines bisschen mit der Vergütungsstruktur der amb. Operationen, weiß dass das eine gaaanz große Schnappsidee ist.
Der zeitliche Aufwand für eine ordentliche Versorgung inkl. Orthoptistin und Strabologen steht in keinem Verhältnis zu der Vergütung.
Nicht umsonst bieten immer weniger Praxen eine dezidierte Sprechstunde für Kinder an. Wenn jetzt auch noch alle Schieloperationen ambulant zu erfolgen haben (auf deutsch: inkl. Vor- und aufwändiger Nachbehandlung), aber nicht mehr stationär- dann fallen diese Kinder einfach hinten drüber. Kein ambulantes Op Zentrum kann es sich leiten, Operationen inkl. fachlich adäquater Vorbereitung und langfristiger Nachbetreuung anzubieten, wenn die Operation nicht wenigstens kostendeckend gegenfinanziert wird und eine schwarze Null produziert. Bislang ist die Strabologie aber ein deutliches Minusgeschäft.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/augenheilkunde-warum-kinder-beim-augenarzt-benachteiligt-werden-19287987.html

Aber wie bereits in der Vergangenheit gerichtlich festgestellt worden ist: der Kassenarzt hat keinen rechtlichen Anspruch darauf, dass seine Leistungen auch kostendeckend vergütet werden...

Dreimal dürft ihr raten, wer die Leidtragenden dieser grandiosen Neuregelung sein werden. Richtig, die Kinder.

Nefazodon
09.11.2023, 12:39
Ab Januar 2024 werden Schieloperationen nur noch ambulant (!!!) vergütet, nicht mehr stationär.

Jeder, der auch nur eine Sekunde seiner Weiterbildung in einer Sehschule gewesen ist oder sich nur ein klitzekleines bisschen mit der Vergütungsstruktur der amb. Operationen, weiß dass das eine gaaanz große Schnappsidee ist.

Ich sehe den zunehmenden Trend zur Ambulantisierung insgesamt kritisch. Nicht nur im Bezug auf dieses Beispiel.
Klar spart das Gesundheitssystem als Ganzes dadurch Geld aber gerade die Kinder und die Alten und die Multimorbiden leiden darunter und werden schlechter versorgt, weil niemand mehr die Zeit bzw. die Mittel hat.

Feuerblick
09.11.2023, 12:40
@Thomas: Nein, das stimmt SO allerdings nicht. ;-) Aber ja, das finden alle besch***… aber es gibt genug Kliniken die diese Entwicklung vorausgesehen und schon lange bei den OPs, die ambulant vergütet werden, auf ambulant umgestellt.

Thomas24
09.11.2023, 12:52
@Thomas: Nein, das stimmt SO allerdings nicht. ;-) Aber ja, das finden alle besch***… aber es gibt genug Kliniken die diese Entwicklung vorausgesehen und schon lange bei den OPs, die ambulant vergütet werden, auf ambulant umgestellt.

Danke für die Richtigstellung! Aber meines Wissens nach, werden Schieloperationen ohnehin nur noch von knapp unter 30 Zentren in Deutschland durchgeführt- also eine recht überschaubare Versorgungslandschaft, mit allen Konsequenzen (Wartezeiten, Anfahrt etc.). Könnte mir durchaus vorstellen, dass die Änderung der Vergütung dazu führt, dass sich diese Klientel auf noch weniger Schultern verteilt, weil die wenigen Zentren, die die (bereits jetzt defizitär finanzierte) Leistung noch anbieten, sich nicht darum reißen, noch mehr ihrer begrenzten ambulanten Op Kapazitäten von nicht üppig- aber wenigstens auskömmlich finanzierten Leistungen umzuwidmen für nicht auskömmlich finanzierte Leistungen. Was meinst du? Die Situation der Kinderaugenheilkunde ist einfach be...

Feuerblick
09.11.2023, 13:19
Ist sie, keine Frage. Ob das aber was an den OP-Kapazitäten ändert, wird sich zeigen.

Espressa
09.11.2023, 13:34
Es ist ja ok, wenn „ambulantisiert“ wird. Aber dann bitte mit Erhöhung der Vergütung!

Bei uns wurde die Sehschule leider auch wegrationalisiert. Bzw. als unsere Orthoptistin ging, wurde nicht nachbesetzt, weil Chef fand es ist nicht lukrativ.

Was mich zur Frage führt: wo in D könnte ich als motivierter Hospitant etwas orthoptische Skills lernen?

Feuerblick
09.11.2023, 13:53
Im Prinzip in jeder großen Augenklinik. Z.B. Tübingen, Köln.

Und ja, rein technisch finde ich es okay, unkomplizierte Schieloperationen ambulant zu machen. Aber die Vergütung ist und bleibt eine Frechheit.

][truba][
09.11.2023, 17:12
Gehört zwar nicht in euren Thread aber da ich bei uns die DRG Dinge mitbetenden, habe ich gesehen dass auch viel in der Augenheilkunde ambulantisiert wird. Bei uns (Uro) auch. Besonders schön wenn das Haus dann auch vorgibt „keine ambulanten Sachen. Zu teuer“

davo
09.11.2023, 17:22
Im Prinzip ist es ja auch notwendig, dass Krankenhäuser und Praxen dann ganz klar sagen - lohnt sich nicht, machen wir nicht. Denn nur so werden die Kassen dazu gezwungen, die Vergütung zu erhöhen.

Wenn sich die Berufsgruppe konsequent ausbeuten lässt, wird sie garantiert auch ausgebeutet werden.

Das ist für die Patienten zwar bitter, aber ist zu 100% von Politik und Kassen verschuldet, nicht von der Ärzteschaft.

Espressa
09.11.2023, 18:43
Sowas gibts doch schon mit den Paukenröhrchen, will auch keiner machen wenn er noch drauflegen muss. Aber ich weiß nicht wie schnell sich da was ändert…

Feuerblick
09.11.2023, 20:45
Mir sagte mal ein Kollege vor vielen Jahren: „Das deutsche Gesundheitssystem ist wie einer dieser Riesen-Tanker auf dem Meer. Selbst wenn du am Ruder drehst, dauert es ewig, bis das Ding sich bewegt.“

Kandra
09.11.2023, 23:24
Sowas gibts doch schon mit den Paukenröhrchen, will auch keiner machen wenn er noch drauflegen muss. Aber ich weiß nicht wie schnell sich da was ändert…

Da hat sich bisher nix bewegt, auf die Polypen-OP warten die Patienten jetzt 6-12 Monate. Jetzt sind die Kiddies bald also nicht mehr nur taub sondern auch blind, cool cool. Wird den Bildungsstandort Deutschland sicher voran bringen :scotty:

Feuerblick
10.11.2023, 06:05
Von einer nicht-durchgeführten Schiel-OP wird niemand blind. ;-)

Kandra
10.11.2023, 08:53
Von einer nicht-durchgeführten Schiel-OP wird niemand blind. ;-)

Keine Amblyopie?

Aber ja, war natürlich ein bisschen polemisch ;)