Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
erdbeertoertchen
20.02.2015, 20:16
Sehr gut Daisy! Wie gehts mit dem Patient weiter?
Wegen der NNO, gibts auch Ansätze nicht zu therapieren, wenn die Studienlage sagt, Outcome ist gleich?
Espressa
20.02.2015, 20:24
naja das wäre ja mal ein Beispiel gewesen, darauf zu verzichten... Würde mich aber auch interessieren wie der Fall ausgeht.
Hoppla-Daisy
20.02.2015, 20:25
Mein urologischer Befund im Brief ist weitaus kürzer als der ophthalmologische...... Hihi
Ich hab natürlich auch das Stichwort Mackullaaaah erwähnt. Böser Amsler-Gitter-Test, grins. Der Patient meinte noch, er würde doch nie so schnell nen Termin beim Augenarzt bekommen. "Doch, glauben Sie mir, DAS Stichwort öffnet Ihnen sofort die Tür!"
Feuerblick
20.02.2015, 20:29
Sehr gut Daisy! Wie gehts mit dem Patient weiter?
Wegen der NNO, gibts auch Ansätze nicht zu therapieren, wenn die Studienlage sagt, Outcome ist gleich?
Wir haben es eigentlich immer so gehalten, dass wir den Patienten erklärt haben, dass man therapieren kann, aber nicht zwingend muss. Da die meisten aber das Gefühl brauchten, dass etwas getan wird, wollten fast alle die Steroide. :-nix
erdbeertoertchen
20.02.2015, 20:34
naja das wäre ja mal ein Beispiel gewesen, darauf zu verzichten... Würde mich aber auch interessieren wie der Fall ausgeht.
Mir gings Auch eher um die Therapie, wenn nichts gegen Prednisolon spricht.
Daisy, kommt der Patient nochmal zu dir?
Hoppla-Daisy
20.02.2015, 20:39
Nee, bei uns ist die Therapie leider beendet. Aber ich werde ihn mal in ein paar Wochen anrufen.... Bin doch zu neugierig
Die primäre Erholung des Visus geht statistisch betrachtet schneller und Rezidive treten wohl eher später auf, aber in der gleichen Häufigkeit. Wenn keine KI vorliegen, spricht ja nichts gegen eine Decortintherapie. Aber in dieser Konstellation für mich absolut kontraindiziert. Selbst wenn die Gynnies ja sagen, ist ja immer noch erstens die Frage, was man denen zur Dringlichkeit erzählt hat und zweitens ist eine low Dose Therapie sogar eher mit einem schlechteren Outcome verbunden und damit ja eigentlich noch schlechter.
Ich selbst hätte auch kein Cortison gegeben und erst mal abgewartet. Habe die Patientin zur Absicherung der Diagnose in die Klinik geschickt. Denke aber, dass man so oder so richtig liegt, entweder viel Cortison oder nichts tun. Hoffe nur ,dass das Cortison gut vertragen wird und das MRT nicht zuviel zeigt!
Feuerblick
20.02.2015, 21:37
Die primäre Erholung des Visus geht statistisch betrachtet schneller und Rezidive treten wohl eher später auf, aber in der gleichen Häufigkeit. Wenn keine KI vorliegen, spricht ja nichts gegen eine Decortintherapie. Aber in dieser Konstellation für mich absolut kontraindiziert. Selbst wenn die Gynnies ja sagen, ist ja immer noch erstens die Frage, was man denen zur Dringlichkeit erzählt hat und zweitens ist eine low Dose Therapie sogar eher mit einem schlechteren Outcome verbunden und damit ja eigentlich noch schlechter.Jepp. Entweder ganz oder gar nicht... Low Dose hätte bei uns niemand gemacht!
Espressa
21.02.2015, 09:19
Für die Schwangerschaft ist alles über 10 mg/ d zuviel. Low-Dose geht ja gewichtsadaptiert bzw bis 200 mg, 500 mg dürften für eine schlanke Frau eh auch schon als hochdosiert gelten. Wobei man dann grad schon das Gramm hätte geben können... Naja eigentlich alles Mist.
Vor allem bei der Indikation.
Hallo liebe Schamanen,
achtung ein Roman :)
Wir sind als niedergelassene Pädiater ja nun in der Pflicht der Vorsorgeuntersuchung fürs Sehen. Uns ist klar, dass es besser wäre, wenn diese Untersuchung als Screening beim Augenarzt liegen würde, aber so ist es halt leider nicht. Wir haben vor Ort keine Augenarztpraxis, die sich um kleine Kinder kümmert und schon gar keine mit Orthoptistinnen. Erlebnis letztens: 12 Monate alter Junge wechselt Kinderarzt zu uns. Mir fällt beim ersten Kontakt Einwärtsschielen links auf. Die Mutter sagt, dass auch der vorherige Kinderarzt das festgestellt und auch mit dem Plusoptixgerät (das wir uns bisher nicht leisten konnten) gesehen hat. Dieser hat zum Augenarzt überwiesen. Dazu kommt einseitige Ambylopie beim Vater und viele Strabismus-Fälle in der väterlichen Familie inkl. Schiel-OPs. Dann ruft die Mutter bei der Augenarztpraxis an und will einen Termin vereinbaren. Dort wird ihr gesagt, dass das Kind zu jung sei und sie in 1-2 Jahren erst kommen soll. :-wand Das nimmt die Mutter so hin, da sie es halt nicht besser weiß.
Die einzige Praxis mit Orthoptistinnen in Reichweite ist ne halbe STunde Autofahrt entfernt und nimmt gerade niemand neuen auf, da sie einfach total voll sind. Die Sehschule der Uniklinik hat unendliche Wartezeiten, aber dahin überweise ich dann natürlich.
Wir brauchen nun einfach eine gute Vordiagnostik, um nicht jeden schicken zu müssen. Und dann auch handfeste Sachen, die auf der ÜW drauf stehen, damit klar ist, dass da schon einiges auffällig ist.
Bei Praxisübernahme erfolgte der erste Sehtest mit 5 Jahren, eine Sehtafel mit Bildern für 5 m in einem Raum mit 3 m Länge, was wir leider erst jetzt bemerkt haben. Irgendwie hinterfragt man halt nicht alles, was jahrzehntelang geklappt hat.
Wir haben jetzt den Lea-Fern-Test für 3 m Testentfernung angeschafft und unsere Arzthelferinnen üben gerade sehr engagiert. Ziel wäre es, ihn ab der U7 mit 2 Jahren einzusetzen, aber erstmal Zwischenziel ist die U7a mit 3 Jahren. Außerdem haben wir Lang 1 als Stereotest, den sie schon gut ab 3 Jahren einsetzen, nun auch mit 2 Jahren begonnen haben. Ab 5 Jahren haben wir noch Farbtafeln dazu, leider mit Zahlen und nicht mit Bildern, sodass es mit 4 Jahren nicht gut klappt. Da müssen wir auch nochmal investieren.
Unsere ärztliche Untersuchung beschränkte sich bisher auf den Hirschberg-Test und halt Beobachten, wie das Kind Sachen verfolgt, Kopf dreht und hält, kleine Sachen greift, usw.
Wir haben nun ein Ophthalmoskop, mit dem wir nur leider nicht gelernt haben umzugehen. Auf einer Fortbildung zu Augenheilkunde in der kinderärztlichen Praxis hatten wir leider einen schlechten Vortragenden, der ziemlich chaotisch verschiedene Tests dargestellt hat, die aber zum großen Teil wirklich spezielle Orthoptistinnen-Tests waren und von denen er auch gar nicht so richtig viel aus der Durchführung wusste.
Er sagte, der Brückner-Test sollte aus 2 m Entfernung gemacht werden. Ich finde aber auch im Netz Beschreibungen, dass es aus 20cm, 40 cm, 1 m, 2m und 3m gemacht werden soll. Was sehe ich mit den unterschiedlichen Entfernungen? Wir finden, es blendet schon arg, sodass wir befürchten, dass die Kinder nicht lange hinschauen. Wir haben auch Sorge, dass es lange dauert, bis wir unterschiedliche Farben überhaupt erkennen. Dass wir pathologisches nicht erkennen oder alles pathologisch finden.
Dazu wollen wir den Abdecktest üben, auch mit dem Ophthalmoskop, weil das gut für kleine Kinder geeignet wäre. Ist das so? Wir müssen halt auch erstmal lernen, zu erkennen, wie diese Einstellbewegungen aussehen. Wir kennen alles nur theoretisch.
Was haltet Ihr davon? Fehlt was wichtiges, ist was Quatsch bei uns angesiedelt? Können wir uns das überhaupt selbst beibringen?
LG
Annekii
Feuerblick
23.06.2015, 11:11
Selbst beibringen finde ich nicht so prickelnd...Am liebsten würde ich mich ins Auto setzen und mit euch nen Crash-Kurs machen. Ich schreibe dir nachher mal ne PN.
Jule-Aline
23.06.2015, 19:36
Unser Kind war mit 6 Mo beim Augenarzt.Eben weil es etliche Astigmatismus Fälle in unserer Familie gibt.Mit einem Jahr erfolgte eine Sehschule,in 6 Mo wird diese wiederholt.
Espressa
30.07.2015, 21:33
Ich bin grad zu doof, bitte Hilfe.
Hab mich an den CME-Fortbildungen vom Ophthalmologen versucht, nur wie in aller Welt kriege ich das irgendwo eingegeben?
Hab mich auch schon bei Springer registriert.
Muss ich da auch noch ein e.Med-Abo abschließen?
Nee, du musst bei springermedizin registriert sein, den Ophthalmogen dort aufsuchen und den in Deine Abos innerhalb des Portals schieben. Dafür brauchst Du die Abonummer, die auf dem Klebchen mit der Adresse der Printausgabe steht. Die Punkte werde dann, wenn Du die entsprechende Anmeldung gemacht hast, auch automatisch mit ein paar Tagen Verzögerung auf dein Konto der Ärztekammer übertragen. Also zumindest in Nordrhein.
Feuerblick
31.07.2015, 05:00
In Hessen auch :-)
Espressa
31.07.2015, 11:29
Hmm, ich musste den Kundendienst kontaktieren. Durch den Wohnsitz im Ausland sieht das Postetikett anders aus, und die Zahlen drauf hat das System nicht geschluckt. Naja.
erdbeertoertchen
18.12.2015, 16:50
Eine Frage wie lange sollte man sich nach Cat Op krankschreiben lassen, besonders wenn man viel bei der Arbeit schwer tragen soll?
Hallo liebe Schamanen,
darf ich eine Frage in eigener Sache stellen? :-blush
Mein Mann hat seit etwa fünf Monaten Probleme mit dem rechten Auge. Es fing ziemlich akut an mit einer Refraktionsänderung von "ohne Brille problemlos scharf gesehen" auf -4,75 dpt. Mit entsprechender Brille vollständig ausgleichbar, also kein Visusverlust involviert. Nach wenigen Tagen war das Auge genauso plötzlich bei -0,5 dpt. Die Verdachtsdiagnose damals lautete Akkomodationskrampf. Seither schwankt die Refraktion manchmal minimal, er sieht mit der verordneten Brille von -0,75 dpt rechts aber ganz überwiegend gut.
Seither ist das rechte Auge jedoch mal mehr mal weniger gerötet, im Verlauf insgesamt progredient. Seit einigen Wochen kommt eine Bindehaut-Chemosis hinzu, ebenfalls mal mehr mal weniger ausgeprägt, nicht lageabhängig, es kommt meist einige Stunden nach dem Aufstehen. Begleitet von Juckreiz. Das linke Auge ist auch ein wenig gerötet, der Seitenunterschied ist aber deutlich. Kein Schmerz, keine Hirnnervenausfälle, kein Exophthalmus (in meinen Augen; wurde allerdings nicht objektiv untersucht soweit ich weiß).
Der vor zwei Monaten konsultierte Schamane hat im OCT ein subretinales Bläschen rechts gesehen, den Verdacht auf eine Retinopathia centralis serosa geäußert und Nepafenac-Augentropfen für acht Wochen empfohlen. Hat zu keiner Befundänderung geführt. Eine RCS erklärt auch nicht die Schwellung und Rötung der Bindehaut, oder? Und würde die nicht zu einer Hyperopisierung statt einer Myopisierung führen? Sonst sei wohl "alles" unauffällig gewesen, ich war bei der Untersuchung nicht dabei.
Ich mache mir nun große Sorgen wegen Abflussstörung/Raumforderung... Berechtigt? Was wäre da denn Diagnostik der Wahl? MRT? Oder ist das übertrieben? Geht es doch eher Richtung Allergie? Aber ist da die Einseitigkeit plausibel?
Wäre für einen Ratschlag sehr dankbar :-)
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.