Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
Chamomilla10
13.02.2019, 18:22
Was haltet ihr denn eigentlich vom Lasern? Nachdem ich mich bzgl. Kontaktlinsen etwas ertappt gefühlt hab, weil ich sie doch eigentlich fast täglich trage, ist der Gedanke wieder aufgetaucht.. Ist das "besser" für die Augen? Wäre halt echt praktisch und Wahnsinn, wenn man plötzlich aufwachen und alles scharf sehen würde. :-oopss
Feuerblick
13.02.2019, 18:26
Nö, wieso sollte ein operativer Eingriff am Auge, bei dem man Hornhautsubstanz weglasert (mit allen Risiken wie Infektion, Narbenbildung, Keratektasie und Co) besser sein als vernünftig getragene und gepflegte (wenn möglich formstabile) Kontaktlinsen?
“Lasern“ kann man machen lassen, aber wenns in die Hose geht (passiert selten, passiert aber), dann ist die Kacke meistens richtig am Dampfen. Und rückgängig machen lässt sich da nix.
Ich mag es immer noch, dazu Prof. Holz (Chef der Augenklinik aus Bonn) zu zitieren, der genau das in einer Vorlesung gefragt wurde.
Und seine Antwort war, dass er sich nicht lasern lassen würde, solange auf Augenarzt-Kongressen noch so viele Leute mit Brille rumlaufen.
Feuerblick
13.02.2019, 19:04
Joa... DAS Argument bringen viele Professoren. Allerdings nicht diejenigen, die sich mit refraktiver Chirurgie beschäftigen :-))
Ich kenne auch durchaus Leute, eine Kollegin beispielsweise, die eine ReLEx Smile hat machen lassen und jetzt trotz 1,0 sc schlechter sieht als zuvor mit KL, was sich auch nicht korrigieren lässt. Sie ist dennoch zufrieden, weil bei vorher -8dpt ohne KL/Brille ja wirklich nix möglich war. Aber mir operativ einen Zustand unnütz herbeizuführen, dessen funktionelles Outcome schlechter ist als zuvor mit Hilfsmitteln? Hm, meins wäre es nicht.
Feuerblick
13.02.2019, 21:05
Die SMILE wurde kürzlich bei einer Veranstaltung als überschätzteste Lasermethode der letzten Jahre bezeichnet. Nichts von dem, was man sich als Vorteil erhofft habe, sei eingetreten. Okay, sie sei in allem der LASIK nicht wirklich unterlegen, aber eben auch nicht so überlegen, wie alle gedacht hätten.
WENN ich mich hätte an meiner Hornhaut vergreifen wollen, dann nur mittels LASIK oder sogar LASEK. Aber da ich schon mit KL schlechter sehe als mit Brille und ein Refraktions-Pienzchen bin, ist es wohl besser, einen Operateur nicht auch noch damit in den Wahnsinn zu treiben :-))
Chamomilla10
13.02.2019, 21:14
Okay, danke für eure ehrlichen Antworten, klingt ja tatsächlich nicht so überzeugend..
belanglosigkeiten
13.02.2019, 22:08
Danke, dass du gefragt hast (und danke für die Antworten)! Ich denke auch oft und viel darüber nach, meine KV würde es sogar zahlen. Allerdings bin ich immer wieder davon abgekommen, da ich nach anderen OPs ewige Wundheilungsstörungen unklarer Genese hatte. Die würde ich auf Haut notfalls wieder in Kauf nehmen, aber meine Augen sind mir dann doch zu schade, v.a. bei einem elektiven Eingriff...
Thomas24
14.02.2019, 21:04
Die SMILE wurde kürzlich bei einer Veranstaltung als überschätzteste Lasermethode der letzten Jahre bezeichnet. Nichts von dem, was man sich als Vorteil erhofft habe, sei eingetreten. Okay, sie sei in allem der LASIK nicht wirklich unterlegen, aber eben auch nicht so überlegen, wie alle gedacht hätten.
WENN ich mich hätte an meiner Hornhaut vergreifen wollen, dann nur mittels LASIK oder sogar LASEK. Aber da ich schon mit KL schlechter sehe als mit Brille und ein Refraktions-Pienzchen bin, ist es wohl besser, einen Operateur nicht auch noch damit in den Wahnsinn zu treiben :-))
Eben! Wer mich in der Anamnese/ Beratung schon in den Wahnsinn treibt (z.B. der sprichwörtliche Audi- Ing., der nicht verstehen kann/will, dass biologisches Material nicht ein auf den Mikrometer genau vorhersagbares Verhalten zeigen wird) oder mir ein schlechtes Bauchgefühl verursacht, den pack ich nicht an :-D Wie hat weiland unser Chirurgie Prof. gesagt? In den ersten Jahren lernt ihr, wie ihr operiert. Aber viel wichtiger ist zu lernen, von wem man die Finger lässt :-D
Feuerblick
14.02.2019, 21:11
In der Tat....
Ich hab mal eine Frage an die Schamanen hier; Muss die Pupille bei den Routineuntersuchungen im Rahmen eines Typ 1 Diabetes weit getropft werden oder kann ich danach noch Auto fahren/arbeiten?
Feuerblick
16.02.2019, 12:34
Ja, muss sie. Nein, Auto fahren darfst du mit weiter Pupille nicht.
Wie lange hält das ca. an?
Feuerblick
16.02.2019, 12:40
Wenn du Glück hast, zwei Stunden, wenn du Pech hast länger...
WackenDoc
16.02.2019, 12:44
Wie schafft man es beim Fernvisus bei der Testung der einzelnen Augen 50% zu haben und mit beiden zusammen 100? Und das ohne bekannte Kurzsichtigkeit, dafür beginnender Altersichtigkeit.
Bei welchen Konstellationen sollte man zu einer zeitnahen augenärztlichen Abklärung raten?
Bisher empfehle ich erstmal einen Besuch beim Optiker um zu sehen was mit Korrektur erreichbar ist und wenn da was nicht stimmt, zeitnah zum Augenarzt. Weiss aber nicht, ob die Taktik so passt.
Das ist in der Regel im Rahmen der normalen arbeitsmedizinischen Vorsorge ohne Perimetrie.
Dr. Auge
05.03.2019, 12:57
Hallo zusammen!
Würde gerne einmal Eure Meinung dazu hören, was dafür/dagegen spricht, die 5 Jahre Weiterbildungszeit in Praxis bzw. Klinik zu absolvieren. Für die Klinik spricht sicherlich Interesse an Forschung/Lehre, breiteres Spektrum etc. Was ich vor allem interessant finde...was spricht für oder sogar GEGEN einen Teil der Weiterbildung als Assistent in einer Praxis?
Liebe Grüße :)
Feuerblick
05.03.2019, 14:43
Gegen einen Teil in der Praxis spricht sicher nichts. Das halte ich sogar für sinnvoll, weil das tägliche Business in der Praxis schon anders aussieht als in der Klinik.
Die komplette Weiterbildungszeit in der Praxis (war in der neuen WBO vorgesehen, oder?) finde ich persönlich problematisch, weil man in Kliniken oft ein sehr viel breiteres Spektrum an Erkrankungen sieht und als frischgebackener Assistenzarzt nicht wirklich beurteilen kann, ob die Praxis oder der Klinikverbund ein solches Spektrum bieten können. Man sollte aber eben ein breites Spektrum gesehen haben, damit man als Facharzt sinnvoll zwischen Pillepalle und „da ist was Schlimmeres“ unterscheiden kann. Nettes Beispiel sind da die Keratitiden... sehen alle ähnlich aus, aber man sollte schon praktisch erfahren haben, was eine simple Sache ist und was richtig blöd ausgehen könnte, wenn man es nicht erkennt. Nicht umsonst werden Pilz- und Akanthamöben-Keratitiden erst mit einer gruseligen Latenz wirklich erkannt...
Krokofant
06.03.2019, 13:04
Hey alle zusammen,
bin ganz neu und habe gleich mal diesen interessanten Thread aufgetan (ok, erste Frage: warum "Schamanen"?).
Ich bräuchte von den erfahrenen Spezialisten hier einen "Vorstellungs-Realitäts-Abgleich":
Ich steh kurz vor meinem PJ Augenheilkunde (nachdem ich mein ganzes Studium über wechselnd Radiologe, wegen der breiten Diagnostik bzw. Chirurg, der Handwerklichkeit wegen, werden wollte). Nach einem überragend präsentierten Praktikum in der Augenheilkunde im 9en Semester solls jetzt vermutlich das werden.
Also, zu meiner Vorstellung von diesem Fach:
- viele unterschiedliche Erkrankungen
- sehr breite diagnostische Möglichkeiten, auch sehr innovativ
- gefragte Facharztrichtung
- operativ
- unterschiedlichstes Patientengut
- Behandlung des "schönsten Organs" (ich meine wer sagt auch: Mensch hast du aber schöne Nieren:) )
- gute Work-Life-Balance (zumindest in der Praxis)
- anständiger Verdienst (heißt nicht reich werden, sondern das Übliche: Frau, Kind, Haus im Grünen, Auto, Urlaub)
- und ich stelle mir das in hohem Maße befriedigend vor, wenn man anderen Menschen das Augenlicht erhalten oder gar wiedergeben kann
Das ist zumindest meine romantische Vorstellung von diesem Fach, bzw. so wurde es von unseren Augenheilkundlern angepriesen :) Mich würde jetzt mal die Realität interessieren, von Leuten die tatsächlich schon (länger) in diesem Gebiet tätig sind.
Würde mich ja freuen, wenn jemand ein bisschen was dazu schreiben könnte. Und ich entschuldige mich schonmal, ein paar Sachen sind sicher schonmal aufgetaucht, aber ich wollte jetzt nicht 216 Seiten durchlesen um genau das zu finden :)
Liebe Grüße
Liebe Schamanen,
gibt es Zahlen und Messanweisungen für Buphthalmus? ich habe heute eine U8 gemacht (3 J 11 M) und die Oma berichtete, dass sie zufällig mit beim Augenarzt war und der die Augen so groß fand und sie nun einen Termin in der Augenklinik wegen Glaukom haben. Das Kind ist sehr zart von Geburt an und hat sicher große Augen, die ich aber nie pathologisch wahrgenommen habe. Ich habe sogar ein was auch immer Ding, an dem mit so einer halben Rundung vergleichbar ist, wie groß der Durchmesser der Iris ist. Das waren heute 12 oder eher 13 mm.
Ich hoffe sehr, dass nichts rauskommt, weil ich das echt verpasst hätte.
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