Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Schamanenecke
Feuerblick
24.11.2011, 19:57
:-meinung Ganz unbedingt :-meinung !!!!
Thomas24
25.11.2011, 15:26
Non contact Druckmessung, aber ein HRT machen wollen... ts, ts...
@Muri: Genau!
Euch für die Mühe und die Erklärungen noch einmal ganz herzlichen Dank.
Da der Kollege die Kontrolle in einem halben Jahr für ausreichend hielt, war es sicher kein hochdramatischer Befund.
Ich kann dann also vor dem HRT etwas unbequem gezielter nachbohren, da ich ja nun etwas genauer weiß, wonach ich fragen muss.
Gern zu Gegenleistungen in Endokrinologie, Innerer Med. oder Gyn bereit. ;-)
LG
bin zwar keine augenschamanin aber ich lerne gerade auge und habe eine frage zu den papillenpathologien und gesichtsfeldausfällen und wäre dankbar wenn einer von den schamanen mal licht ins dunkel bringen würde bei mir;-)
ist die makula betroffen haben wir ein zentralskotom und somit eine starke visusbeeinträchtigung (zb AMD), bei der chronischen stauungspapille eine vergrößerung des blinden flecks, weil eben die papille betroffen ist.
wenn man jetzt aber eine papillitis/retrobulbärneuritis hat und hier ist ja auch entweder die papille oder der nerv betroffen, soll man ebenfalls ein zentralskotom haben.
da die makula ja eigentlich nicht direkt betroffen ist hab ich mir das jetzt so erklärt, dass bei einem akut inflammatorischen prozess des sehnervs/der papille trotzdem indirekt auswirkungen auf die makula zuerst (? oder hat man auch eine vergrößerung des blinden flecks? nur geht alles so schnell dass man das gar nicht merkt und vom ausmaß zentralskotom -weil ja so schwerwiegend- übersehen wird?) manifest werden, da dort die meisten rezeptoren liegen, der anteil der nervenfasern, die von der makula kommen, im nervus opticus somit prozentual am höchsten ist und somit auch primär auswirkungen auf die makula zu erklären sind.
stimmt das so? wenn ich mir das mit diesem prozentualen anteil der fasern erkläre komme ich allerdings wieder bei der stauungspapille ins schludern: warum hat man dort kein zentralskotom? weil der druck von außen kommt und bei der papillitis alles betroffen ist? sind die nervenfasern da speziell angeordnet?
mittlerweile bin ich gänzlich verwirrt;-)...
Feuerblick
13.12.2011, 18:22
:-wand Und wieder eine Episode aus der Reihe "Was sich so alles Facharzt nennen darf": Überweisung als Notfall... Auf dem Überweisungsträger zunächst die für den Überweiser üblichen Stempel (Makulopathie, Befundbericht erbeten... einer fehlte... das hätte mich schon stutzig machen müssen :-wand ). Dazu die Anmerkung "Bei 2 und 5 Uhr Punktblutung, Sehverschlechterung RA , Visus sc RA 0,5, LA 0,8. Bitte Befundüberprüfung, FAG /OCT."
Ich schreite zum Äußersten und erhebe eine Anamnese. Und was passiert? Der Patient schildert mir wie aus dem schamanischen Bilderbuch eine akute symptomatische hintere Glaskörperabhebung und berichtet, dass er bisher keine Fernbrille habe, ihm aber seit einiger Zeit auffalle, dass er in der Ferne nicht mehr so gut sehen könne. Und siehe da: Nicht nur, dass der Visus selbstverständlich mit einer entsprechenden Fernkorrektur durchaus bei 1,0 lag, NEIN, der Patient hatte in der Tat eine HGA mit wunderhübschem Weiß-Ring und einer klitzekleinen Punktblutung bei 2 Uhr. Und selbstverständlich lag keine Makulopathie vor.
Bis dahin schon peinlich genug für den Niedergelassenen, den Patienten ÜBERHAUPT zu uns geschickt zu haben mit einer Diagnose, die jeder Frischling im ersten Dienst schon auf die Reihe bekommt. Aber es wurde noch peinlicher: Die wirklich heftigst excavierte Papille bei einem Druck von um 20 mmHg und einem nicht mehr so richtig schönen Randsaum hat er uns glatt unterschlagen. Ich hätte es wissen müssen, weil auf der Überweisung der übliche "Glaukom"-Stempel fehlte.Der Überweiser ist ja schließlich bekannt dafür, dass Patienten all das, was auf der Überweisung vermerkt wird, NICHT haben :-wand.
Funkeline: Noch genau 24h Tollhaus, und dann bist Du raus :-top
Feuerblick
13.12.2011, 19:05
Nööö, stimmt so leider nicht... morgen von 10 Uhr bis übermorgen 8 Uhr... und dann bin ich raus. Aber die Pfeife von Zuweiser wird mir ja schon fehlen. Man konnte immer so schön über ihn lästern :-))
Wieso LEIDER? Das sind doch sogar nur noch 22h, also noch viiiiiiiiiiiiiiiiiel besser!
Feuerblick
13.12.2011, 19:46
Naja, aber nicht von jetzt an 24 Stunden :-))
Himmel, Korinthenkackerin! Ca. 35h bis zur Freiheit, ok, davon aber nur 22h im Tollhaus, zufrieden? :-D
Feuerblick
13.12.2011, 20:00
*gacker* Lass mich doch auch mal getrocknete Trauben hervorbringen ;-) Bin halt grad bißchen übermütig...
Hallo ihr Schamanen ;)
Kann ich euch hier als PJlerin mal mit ein paar Fragen auf die Nerven gehen? :D Bzw. weiss ich eigentlich nicht genau, was ich konkret fragen will, ich möchte ein bisschen über eure Arbeit hören!
Habe gerade mein 2. PJ Tertial begonnen und gehöre zu der Sorte PJ, die irgendwie immer noch nicht so richtig weiss, wo es denn danach mal hingehen soll und das auch noch nie wusste... Früher habe ich immer gedacht, ich mache schnell nen Facharzt und gehe dann in eine Praxis, ich mag "Krankenhaus" irgendwie nicht so... %)
Innere finde ich zunehmend langweiliger und arbeitsmäßig unattraktiv... irgendwie denke ich seit dem letzten Unijahr öfters über "Auge" nach ;)
Habe daher nochmal ne zweiwöchige Minifamulatur bei uns an der Uni gemacht, in der Hoffnung, dass ich mich mal für oder gegen irgendwas entscheide - und es war so "mittel". Es hat mir schon gefallen, okay, war sehr kurz, der Chef wusste wahrscheinlich nichtmal, dass ich dort war.. Fürs PJ habe ich mich dann doch nicht für Auge entschieden, sondern gerade Anästhesie gemacht.
Das hat mir wunderbar gefallen und ich bin dem unglaublich verfallen und würde momentan das PJ am liebsten beenden und gleich dort anfangen :-wow Im Hinterkopf habe ich aber immer noch diesen Gedanken, dass ich Anästhesie in einer Famulatur mal recht langweilig fand, dass ich mich vielleicht hier nur habe ködern lassen, weil ich total viel machen durfte und extrem nette Kollegen da waren und es mich einfach reizt da gleich "praktisch" loszulegen. Da habe ich im Moment einfach Lust zu. Allerdings frage ich mich, ob ich später dann nicht doch weg will aus dem Krankenhaus.... so wie früher immer "gedacht"... mit Anästhesie dann ja nicht so der Hit..
Meine momentane Alternative wäre eigentlich Auge. Aber ich weiss nicht, ob ich mich das jetzt noch jemals trauen würde. Die Famulatur war "nett", die Fachrichtung interessiert mich, aber ich hatte das Gefühl, dass ich eigentlich nichts kann oder wirklich dort sehe... ;) Das kann man ja sicher lernen, aber der Bequemlichkeit halber, würde ich wohl momentan Anästhesie machen... Ich habe nur irgendwie Angst, dass ich es bereue.. Klar könnte ich auch Anästhesie machen und immer noch wechseln, aber würde man dann wirklich noch in die Augenheilkunde gehen? Ich finde, das ist dann irgendwie sowas "ganz anderes"..
Also tut mir leid wegen des "Gejammers" :-wow ich konnte mich auch nicht kürzer fassen, aber vielleicht mag jemand von euch irgendwas schreiben :-lesen Wie seid ihr auf Augenheilkunde gekommen, habt ihr da schon PJ gemacht, wollt ihr mal in ne Praxis? Und wie ist der Bürokratie und Papierkram da?
Danke danke :-winky
Feuerblick
28.12.2011, 19:30
Schau doch mal hier (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=64019&highlight=assistenz%E4rzte+interview) nach. Da haben die Forenschamanen auch ihren Senf abgegeben. ;-)
Oh, das ist ja klasse! Vielen Dank! :)
Relaxometrie
03.01.2012, 18:23
Gestern in den Prämedikationsgesprächen......die üblichen Augenpatienten, bei denen die Cataract-OP in Narkose gemacht wird.
Außer ein Patient. Der hatte etwas anderes. Geplant war eine "Fistulierende OP nach Fronimopulus". Leider konnte mir der Patient nicht sagen, was er hat. Dr. Google hat mir "Glaukom-OP" ausgespuckt. Aber angeblich sei diese OP-Methode veraltet?
Was haben die Foren-Schamanen für Erfahrungen mit der Froni-OP?
Feuerblick
03.01.2012, 18:37
Ist das nicht die sonst als Goniotrepanation nach Elliot bekannte OP??? Wenn ja, dann ist die in der Tat veraltet. Macht eigentlich kein Mensch mehr...
Nachdem ich gegoogelt habe, weiß ich jetzt auch, was der Patient bekommen soll :-)) Den Eigennamen kannte ich bisher nicht. Aber jetzt weiß ich, dass es eine Goniotrepanation ist. Es gibt verschiedene Arten von filtrierenden Glaukom-OPs. Allen gemein ist, dass ein Abfluss des Kammerwassers unter die Bindehaut in ein sogenanntes Filterkissens geschaffen wird. Nichtgedeckte Maßnahmen, bei denen eine Öffnung in der Sklera mit direkter Verbindung zur Vorderkammer geschaffen wird, sind heute weitestgehend verlassen worden, da sie deutlich höhere Komplikationen aufweisen (u.a. Infektionen durch die Verbindung, mehr Hypotonien). Bei den gedeckten Vefahren (es wird ein Skleradeckel, der sich ähnlich einem Ventil anheben lässt, präpariert) umgeht man diese Komplikationen deutlich besser, die Druckregulierung ist besser und insgesamt vorzuziehen. Bei diesen Verfahren hat sich im Allgemeinen die Trabekulektomie als meist verbreitetes Vefahren etabliert. Bei der Goniotrepanation nach Frodingsbums wird das Ausschneiden eines Trabekelblocks etwas anders durchgeführt als bei der Trabekulekomie (Ausstanzen vs. Ausschneiden, daher auch die Namensgebung). Ich weiß, dass zumindest unter dem alten Chef (sehr guter Glaukomtherapeut operativ wie konservativ) an der Uni Köln durchaus Goniotreapanationen durchgeführt wurden, wie da heute aussieht, kann ich noch nicht beurteilen.
Relaxometrie
03.01.2012, 18:41
Keine Ahnung :-nix ;-)
Ich habe etwas von "Kammerwasser wird mittels einer Fensterung in die Schicht zwischen Leder-und Bindehaut abgeleitet und kann so besser abfließen" gelesen.
Ups, ich bezog mich auf Feuerblicks Frage. Da kam Muri jetzt dazwischen ;-)
@Funkel: Nee, Elliot ist ja ein nichtgedecktes Verfahren, Froni.... ist gedeckt.
Relaxometrie
03.01.2012, 18:46
Super, danke Muri :-top
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