Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was wiegt ihr? Und was tut ihr dafür?
Die Niere
07.02.2011, 14:02
Ich finde es auch immer wieder extremst anstrengend, wenn die Menschen das Tuscheln und Mutmassen beginnen sobald man sich ausserhalb der Range bewegt. Ist jemand übergewichtig und langt mal bei einer Pizza zu, dann "ist ja klar, dass die so fett ist, wenn die immer wie nen Scheunendrescher frisst". Auf der anderen Seite werden Frauen (eigentlich immer nur Frauen, bei den Männern kommt fast nie jemand auf die Idee), die schlank sind, immer gleich eine Essstörung andiagnostiziert, obwohl ich so einige kenne, die allein von ihrer Konstitution nun einmal bei 17 - 19 liegen und das noch lange keinen Krankheitswert haben muss.
Ich denke auch, dass eine Diagnose dieser Art ohne den Menschen zu kennen schwachsinn ist.
gruesse, die niere
Colourful
07.02.2011, 17:53
Auch, wenn viele das immer nicht hören wollen - Menschen haben nun mal eine unterschiedliche Konstitution - oder will mir hier jemand erzählen, dass Haile Gebrselassie so aussehen würde die Wladimir Klitschko, wenn wer nur trainieren würde?
Oder dass Wladimir nur abnehmen und trainieren muss, um einen Marathon WR zu laufen?
Deswegen ist Emilia genauso normal wie z.B. ich mit einer Konstitution, die eben etwas kräftiger ist. Das ist alles normal und gesund.
Variabilität und nein, Gewicht, Muskeln und Körpergröße sind eben nicht endlos beeinflussbar.
LG!
Mit ausreichendem medizinischen Fortschritt ist alles beeinflussbar. Der jetzige Stand reicht halt nur bei weitem noch nicht aus. Vielleicht änderst du, der die "coolste Diss schreibt", das ja demnächst.
Extreme Werte müssen einfach differentialdiagnostisch abgeklärt werden. Es kann physiologisch sein, muss aber nicht. Wichtig ist auch der Verlauf; trat vor kurzem eine starke Zu-oder Abnahme auf, sollte man doch zumindest mal ein TSH abnehmen lassen. Und eine übersehene Sprue kann zu einem MALT-Lymphom führen. Genau so wie man nicht unbedingt bis zu einer möglichen Addisonkrise warten muss.
Psychosomatisch ist dagegen eine andere Ecke; das kann man sowieso nicht richtig therapieren, insofern ist es auch von keiner praktischen Relevanz, ob es Veranlagung oder psychisch bedingt ist. Schon gar nicht per Ferndiagnose; aus den gemachten Angaben kann ich keine validen Schlussfolgerungen ziehen, da vieles auch nicht verifizierbar ist. Alles was ich an nützlichem Kommentar abgeben kann ist der Vorschlag, mal ein Blutbild machen zu lassen, sofern irgendein Messparameter per definitionem pathologisch erscheint.
dreamchaser
08.02.2011, 10:15
Psychosomatisch ist dagegen eine andere Ecke; das kann man sowieso nicht richtig therapieren, insofern ist es auch von keiner praktischen Relevanz, ob es Veranlagung oder psychisch bedingt ist.
Ähm, ich sehe das anders als du - und meines Wissens nach arbeitest du nicht schon Jahre in der Psychosomatik. Ich würde dich also bitten, solche zu allgemeinen Äußerungen zu unterlassen über Gebiete, von denen du wahrscheinlich nicht so viel weisst (wenn du nur die Kurse an der Uni gemacht hast, dann ist das gleich Null). Bin zwar nicht selbst betroffen, aber ich kenne einige, die in der Psychosomatik arbeiten - da bekommt man zumindest etwas Einblick in die Materie.
Relaxometrie
08.02.2011, 10:24
Ähm, ich sehe das anders als du - und meines Wissens nach arbeitest du nicht schon Jahre in der Psychosomatik. Ich würde dich also bitten, solche zu allgemeinen Äußerungen zu unterlassen über Gebiete, von denen du wahrscheinlich nicht so viel weisst (wenn du nur die Kurse an der Uni gemacht hast, dann ist das gleich Null). Bin zwar nicht selbst betroffen, aber ich kenne einige, die in der Psychosomatik arbeiten - da bekommt man zumindest etwas Einblick in die Materie.
Da ich zu faul bin, auf Kommentare von Personen (MRSA), die noch nicht mal im PJ sind (oder zumindest mit dem Studium noch nicht fertig sind), aber trotzdem großartige Thesen verbreiten, einzugehen, sage ich einfach nur ganz kurz zu dreamchaser:
:-meinung
Nennt mir eine einzige randomisierte, kontrollierte klinische Studie von ausreichender Validität(Evidenzgrad I), die eindeutig den Effekt einer Psychotherapie nachweist; Fakt ist: Es gibt keine, ebenso wenig wie für Homöopathie.
Dass es Leute gibt, die von selbigem leben, schließt nicht aus, dass es sich um Maßnahmen ohne jegliche Evidenz handelt, die auf nichts weiter als auf Glaubenssätzen basieren.
Was ich damit ausdrücken will: Ohne Wirkungsnachweis kann ich einer "Therapie" keinen Effekt zuschreiben.
Das geht jetzt aber stark OT, so dass ich vorschlage, das wenn dann in einem separaten Thread auszudiskutieren. Ich weiß, dass es auch sehr viele Kritiker der EBM gibt.
Espressa
08.02.2011, 22:52
Extreme Werte müssen einfach differentialdiagnostisch abgeklärt werden. Es kann physiologisch sein, muss aber nicht. Wichtig ist auch der Verlauf; trat vor kurzem eine starke Zu-oder Abnahme auf, sollte man doch zumindest mal ein TSH abnehmen lassen. Und eine übersehene Sprue kann zu einem MALT-Lymphom führen. Genau so wie man nicht unbedingt bis zu einer möglichen Addisonkrise warten muss.
bla bla bla.
"Extreme Werte" - ist doch alles nur der Neid der Moppel auf die gertenschlanken Leute - die sich dafür zu allem Überfluss noch nicht mal Mühe geben müssen.
MRSA - du wirst noch lernen, dass Krankheiten eben doch in den allermeisten Fällen auch subjektive Beschwerden machen. Und dass wirklich kranke Leute eben was merken. Und dass wenn nicht, auch nicht immer unbedingt Therapiebedarf besteht.
Ich hoffe, dass erzählst Du nicht Deinen Glaukompatienten, die Gott sei Dank noch keine riesigen Skotome haben ;-)
bla bla bla.
"Extreme Werte" - ist doch alles nur der Neid der Moppel auf die gertenschlanken Leute - die sich dafür zu allem Überfluss noch nicht mal Mühe geben müssen.
Worauf soll man neidisch sein, wenn man selbst in jene Kategorie fällt?
Espressa
10.02.2011, 06:32
Worauf soll man neidisch sein, wenn man selbst in jene Kategorie fällt?
Vielleicht auf die schlanken Hunde der anderen? :-))
@Muri - man beachte die Worte "allermeisten" und "nicht immer unbedingt".
Als Gegenbeispiel fallen mir die vielen einzig vom Operateur bemerkten vermeintlich vorhandenen Katarakte ein...
Kackbratze
10.02.2011, 08:26
Nennt mir eine einzige randomisierte, kontrollierte klinische Studie von ausreichender Validität(Evidenzgrad I), die eindeutig den Effekt einer Psychotherapie nachweist; Fakt ist: Es gibt keine, ebenso wenig wie für Homöopathie.
Dass es Leute gibt, die von selbigem leben, schließt nicht aus, dass es sich um Maßnahmen ohne jegliche Evidenz handelt, die auf nichts weiter als auf Glaubenssätzen basieren.
Was ich damit ausdrücken will: Ohne Wirkungsnachweis kann ich einer "Therapie" keinen Effekt zuschreiben.
Gääähn. Viel lernen Du noch musst, junger Padawan, sofern sich schon ein Meister für Dich erbarmt hat.
Zuviel Wut und ungezügelte Leidenschaft.
Um zum Thema zurückzukommen:
Meine Waage ist kaputt.
Wie soll ich jetzt kontrollieren, wie es mir geht? :-oopss
Flemingulus
10.02.2011, 08:42
Ich hab gar keine Waage. Ich kontrolliere meine Energiebilanz durch Abschätzung des Bauchumfangs. :-)
Colourful
10.02.2011, 10:03
Sehr sinnvolle Diskussion, gerade! :-)
Apropos back to Topic - ich habe eine ganz böse Muskelverhärtung im Triceps Surae - nichts mit Marathontraining, das ich mit meinen moppeligen 51kg bestreite.
(Und ja, bei mir sind 51kg moppelig, glaubt mir das mal. ;-))
DrSkywalker
10.02.2011, 10:15
Worauf soll man neidisch sein, wenn man selbst in jene Kategorie fällt?
Also auch ne Essstörung? :-oopss
:-top :-top BÄÄÄM, der war gut! :-))
Uh oh, ich werd alt; nur 2 warme Mahlzeiten am Tag und mehrere Nebenmahlzeiten, und schon steigt mein BMI auf 24,8 :-))
Ich hab gar keine Waage.
Ich auch nicht :-) So was ist doch völlig überflüssig. Ich gehe ungefähr drei Mal im Jahr bei meinen Eltern auf die Waage. In der Schwangerschaft war ich so oft wie nie zuvor in meinem Leben auf der Waage, alle vier Wochen :-))
@Espressa: Du meinst die V=1,0er Cataracte mit dem Hauch einer vorderen Schalentrübung? ;-)
Keine Waage? Gut so; Screening bringt ohnehin nichts, man entdeckt damit nur Krankheiten, die man nie "gehabt" hätte, wenn man nicht gescreent worden wäre. Spart dem Gesundheitswesen eine Menge Geld; beziehungsweise in dem Fall einem selbst(ja, Diätmittel sind teuer, ebenso wie Fitnessgeräte).
Ich merke schon, ich bin irgendwie zu sehr studiumsgeschädigt. In letzter Zeit war es echt schlimm, muss langsam wirklich aufpassen, nicht zu den genannten Zeitgenossen zu zählen, die sich, nachdem einem kurzen verwunderten Nachdenken, wo ihr Leben geblieben sei, wieder "besinnen" und dann doch erstmal lieber ein Kapitel im Herold wiederholen(ein anderer Thread...).
Das ist echt traurig, ich weiß; so was hat dann schon ganz andere Problemdimension als ein paar Kilo hin oder her...fürchte ich muss etwas ganz anderes abtrainieren als Gewicht...
Schimmelschaf
11.02.2011, 00:05
Wenn man dem so sagen will.. Sport ist auch gut für die Psyche ;-)
Weiss ja nicht, ob du was mit Kampfsport anfangen kannst.
Mir hilft Krav Maga und etwas Kickboxen neben dem Training im Fitnesscenter extrem. Nur übertreiben und die Verhatensregeln + Instruktionen in den Wind schiessen sollte man nicht.
Sonst einfach einen erfahrenen Gegner suchen, der treibt einem die Flausen schon aus dem Kopf.
Mittlerweile kenne ich auch ein paar Leute, allerdings überwiegend Frauen, die schon davon berichtet haben, dass sie viel besser schlafen können und allgemein viel gelassener sind, seit sie im Kampfsport aktiv sind.
Kackbratze
11.02.2011, 07:59
Keine Waage? Gut so; Screening bringt ohnehin nichts, man entdeckt damit nur Krankheiten, die man nie "gehabt" hätte, wenn man nicht gescreent worden wäre. Spart dem Gesundheitswesen eine Menge Geld; beziehungsweise in dem Fall einem selbst
Liest Du auch was Du postest oder vergisst Du bloss irgendwelche dünnsinnigen Smilies am Ende?
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