Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hammerexamen April 2013.... oder "Ich dreh durch"
Hexenkind
10.04.2013, 08:52
Q, ich finde die auch echt frech... vor allem check ich echt nicht, wie die auf die Antwort kommen.
Hexenkind: Hab ich auch falsch gekreuzt, ich denke, der Witz an der Frage ist die INTRAMURALE Lage des Tumors, da der GIST ja aus den Cajal-Zellen der MagenWAND besteht und nicht wie das normale Magen-Ca ein Aden-Ca ist, aber ich finds auch ne absolute Frechheit. Wenn sie schon auf so nen bloeden Kolibritumor raus wollen, sollen sie wenigstens die histologischen Marker oder irgendwas dazu schreiben.
frech fand ich auch die Frage 1.39 mit dieser ultra schlechten Schrägaufnahme der Wirbelsäule, auf der man eine Spondylolyse sehen sollte...
frech fand ich auch die Frage 1.39 mit dieser ultra schlechten Schrägaufnahme der Wirbelsäule, auf der man eine Spondylolyse sehen sollte...
Vor allem weil die bloede Schraegaufnahme zur Spondylolysediagnostik seit gefuehlten 300 Jahren vom CT abgeloest ist.
Das gute an solchen Fragen ist nur: Man kann da die Lyse auch ohne das Bild ankreuzen, weil es eigentlich nur eine sinnvolle Indikation fuer Schraegaufnahmen gibt (Strahlenbelastung ist ja doch nicht unerheblich...).
aber selbst wenn se sowas bringen, dann wirds doch wohl möglich sein, n Röntgenbild aufzutreiben, das qualitativ einigermaßen gut is.... *argh*
Nu seid mal nicht so kleinlich. Ihr könnt doch nicht vom IMPP erwarten, dass es sinnvolle Fragen stellt, nach wirklich indizierten Therapien und ebensolcher Diagnostik fragt. "Was tut man am ehesten"-Fragen mit Auswahlmöglichkeiten ab der eigentlich dritten Wahl sind doch super. Die erste und zweite Wahl kennt jeder, Ihr werdet richtig gefordert und könnt stolz verkünden, den umfassende den Überblick zu haben. Undankbares Pack, Ihr!
So Kinners, und nicht vergessen: gerade in den letzten Tagen sind die Pausen das Wichtigste. Sauna, Kaffee, Spaziergang... Ihr könnt Euch eh nimmer Sinnvolles in die Birne kloppen.
Nu seid mal nicht so kleinlich. Ihr könnt doch nicht vom IMPP erwarten, dass es sinnvolle Fragen stellt, nach wirklich indizierten Therapien und ebensolcher Diagnostik fragt. "Was tut man am ehesten"-Fragen mit Auswahlmöglichkeiten ab der eigentlich dritten Wahl sind doch super. Die erste und zweite Wahl kennt jeder, Ihr werdet richtig gefordert und könnt stolz verkünden, den umfassende den Überblick zu haben. Undankbares Pack, Ihr!
:D:D:D
subiculum
10.04.2013, 09:07
:-top
Diese epidemiologischen Fragen zu irgendwelchen Verhaeltnissen und Risiken kann sich das IMPP auch an die Backe tackern. :scotty:
Hexenkind
10.04.2013, 09:23
Ja stimmt, die Lyse hab ich nicht mal nach dem Lesen des Kommentars gesehen.
Äh ja Pause klappt grad ganz gut, das Proble ist eher die Zeit dazwischen :-blush
Da wir hier ja so viele Ortho- und Unfallchirurgie-Fans haben... :-)
Habt ihr einen Tip wie man sich am besten die ganzen verschiedenen Verfahren bei den Brüchen usw. merkt? Mal sind es Schrauben, dann doch wieder Drähte, oder ein Nagel aber die Platten kommen ja auch mal vor....
Gibt es da ein grobes Schema?
Ja gibt es.
Also ganz grob gesagt:
Metaphysenfrakturen an langen Roehrenknochen wenn es geht immer nageln wegen der Stabilitaet. Allerdings nicht bei Polytraumatisierten, da ist eine primaere Nagelung streng kontraindiziert!
Alles was gelenknah ist eher verplatten, Humeruskopffrakturen, proximale Tibiafrakturen etc.
Abrisse von Knochenvorspruengen, dem Olecranon z.B. kann man auch mal zuggurten, das ist allerdings nicht so stabil wie eine Plattenversorgung. generell: Roentgenbilder von Dingen mit Draehten sind nie belastungsstabil und auch fast nie uebungsstabil und muessen immer noch mit einem Gips oder einer Schiene versorgt werden.
Am Schenkelhals kommt es ein bisschen aufs Alter an: junge Patienten kriegen ne DHS oder einen proximalen Femurnagel/Gammanagel, aeltere Patienten entweder die Duokopfprothese oder gleich die TEP.
Bei den Polytraumafragen immer aufs Becken gucken: Ist es kaputt, hier zuerst versorgen, des Blutverlustes wegen. Alles andere erstmal primaer im Fixateur stellen. Treat first what kills first. Gibt auch so nen Fall mit einer massiven Hirnblutung, da kommt natuerlich zuerst die Trepanation.
Bei kindlichen Frakturen Platten und Naegel vermeiden (ausser Pivot-Naegel, aber das fuehrt zu weit...) und die Draehte bevorzugen, da die das Knochenwachstum nicht so stark beeintraechtigen. Und das Metall so frueh wie moeglich rausmachen. Wobei bei kindlichen Frakturen oft auch die konservative Versorgung reicht, leichte Achsabweichungen werden toleriert, Rotationsfehler aber nicht.
Wirbelsaeulenversorgungen, sei es von ventral oder dorsal, gehen immer mit einer Spondylodese, sprich einer Versteifung des versorgten Segments einher.
Klavikulafrakturen koennen sowohl mit einer Platte als auch mit einer Zuggurtung versorgt werden, allerdings werden die nur bei drohenden Komplikationen operiert (Durchspiessung, Pneu etc.). Sonst Rucksackverband.
Bei den Unterschenkelfrakturen wird die Fibula eher nicht versorgt.
Syndesmosensprengungen im Rahmen der Weberfrakturen immer mit Stellschraube festmachen und 6 Wochen entlasten. Und bei Weberfrakturen immer das Knie mitroentgen wegen der Maisonneuve-Fraktur.
Das sind so die Frakturen, die mir beim IMPP aufgefallen sind.
Habt ihr einen Tip wie man sich am besten die ganzen verschiedenen Verfahren bei den Brüchen usw. merkt? Mal sind es Schrauben, dann doch wieder Drähte, oder ein Nagel aber die Platten kommen ja auch mal vor....
Gibt es da ein grobes Schema?
Man unterscheidet Osteosynthesen mit absoluter Stabilität, die zur primärer Knochenheilung führen, also ohne Kallusbildung, von Osteosynthesen mit relativer Stabilität, die zu sekundärer Heilung führen, mit Kallusbildung.
Zur absoluten Stabilität zählen:
- Zugschraube: Frakturen im Gelenkbereich, knöcherne Bandausrisse, Röhrenknochen. Das Prinzip: man bohrt mit großem Durchmesser an und dann mit kleinem Durchmesser weiter.
- Zuggurtung: Zuggkräfte werden in Kompressionskräfte umgewandelt, z.B. bei Patellafrakturen.
- (Kompressions)Platten: Rundlochplatten, DCP, LC-DCP, Abstützplatten, LISS, winkelstabile Platten (=Fixateur interne). V.a. greeignet bei osteoporitischem Patient oder bei extrem komplexen Frakturen.
Zur relativen Stabilität:
- überbrückende Platte
- intramedulläre Verfahren: Vorteile: kleine Inzision, geringerer Schaden des Frakturbereichs, allerdings Röntgen-intensiver, Fettemboliegefahr. Deshalb KI bei Thoraxtrauma
- Fixateur externe: v.a. bei großer Weichteilverletzung, Polytrauma usw.
Wichtig bei Frakturversorgungen: Achse, Länge und Rotation muss wieder hergestellt werden.
So mal das Grobe, was ich mir merke.
Vielen lieben Dank euch beiden!! Das hilft mir wirklich schon mal weiter. Ich werde versuchen mir das jetzt mal so zu merken :-)
Ach Q, bestaende das Examen doch nur aus Knochen... *seufz* :grins:
Ne ne....bloß nicht....;-) wobei...mit eurer Hilfe, jetzt mal schauen, ob es nun besser klappt :-)
subiculum
10.04.2013, 09:57
danke das war mir auch schon immer ein Rätsel :-)
Ach Q, bestaende das Examen doch nur aus Knochen... *seufz* :grins:
Dann würde ich mit ziemlicher Sicherheit durchrasseln... :-))
Habe gestern als Probeexamen H08 gekreuzt (ich hatte mir 3 Examen aus der Mitte aufgehoben) und v.a. dieser Knochentumorfall hat mich echt reingeritten. Ich war gute 10% schlechter als in den anderen Examina.
Bin ich froh, dass die nicht nur Knochen fragen :-)
Dann hätte ich auch weniger Probleme. Ich fände es zwar langweilig nur Knochen jeden Tag vor mir zu haben, aber in der Prüfung wäre es toll. Da muss man nicht so viel anderen Kram beachten, ob die Niere schlechter wird, wenn ich 10mg mehr gebe...
Ich habe eben ein paar Samen in die Balkonkästen gebracht und nun geht es an den zweiten Tag (und letzten) H12.
Die Antidepressiva bei Medipods sind wirklich gut. Die habe ich in Endlosschelife gehört und nun kann ich sie. Sie hat auch eine schöne Sprechmelodie und dadurch bleibt es besser drin. Auch die Eselsbrücken sind gut ... im klo für die Trizyclika, die weder sedieren noch aktivieren.
Von den Antibiotika bin ich nicht so überzeugt, aber vielleicht habe ich da einfach eine innere Abwehr.
Was ich mir dringend noch von Pharma angucken muss: sind: Antibiotika, die UAW von Chemotherapeutika, DMard, wann was, Virostatika welche UAW und wann was, und wer verschiebt wo die Elektrolyte (von allen Pharmaka)
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