Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hammerexamen April 2013.... oder "Ich dreh durch"
mcmedsol
20.04.2013, 11:18
Hallo Leute,
ich hab laut Dozentenauswertung genau 192 Punkte, sprich 60%. Jetzt mal ne Frage: Wie ist eure Einschätzung, kann ich sicher sein dass ich bestanden habe??
Danke...
Ich drücke dir die Daumen.. Ich denke schon, ein Kumpel von mir hat 193 und er glaubt kräftig daran dass er bestanden hat... alles gute
Mir macht die Entwicklung auch Angst...
Und irgendwie beruhigend, dass das wahre Leben jetzt erst beginnt. So ganz ohne Noten, aber mit echten Menschen...
Und irgendwie beruhigend, dass das wahre Leben jetzt erst beginnt. So ganz ohne Noten, aber mit echten Menschen...
und die reden diese Patienten...
Taribari
20.04.2013, 11:22
Chapeau Sebastian! Eine außergewöhnlich gute Punktzahl, für eine außergewöhnlich gut durchdachte und vor allem mit eiserner Disziplin verfolgte Lernstrategie.
Meine Meinung zum Thema "Erhöhung der Selektivität" geht dahin, dass diese eher über ein vermehrtes Abfragen von "Transferaufgaben" und unkonventionellem Denken erreicht werden sollte, als über die Wiedergabe von immer spezieller werdenden Fakten, die teilweise auch zu unreflektierten lernen und denken verleiten könnte. Vermutlich sind solche Fragen vom IMPP auch eher als testtheoretische Notwendigkeit einzustufen. Aber auch hier sollte man differenzieren, denn viele Fragen, (wie zB. die nach der 17p-Deletion) waren sicherlich auch mit etwas Nachdenken zu erraten. Ich würde mir trotzdem in der Hinsicht einen spürbaren Paradigmenwechsel wünschen.
"Mein Vorschlag hierzu wäre (bei gleich bleibender Schwierigkeit des Examens) eine Bestehensgrenze von 208 Punkten (65%) festzusetzen und dann für jeweils 3 Punkte mehr eine Zehntelnote besser zu erteilen, sodass man die 1,0 mit 298 Punkten (> 93%) erreicht."
Schon klar...
Taribari
20.04.2013, 11:30
Wäre an und für sich nicht unfair.
Fair wäre es, wenn solche Überlegungen aus Rücksicht auf unsere Kollegen, die ums Bestehen bangen hier nicht so ausgebreitet würden. Zumindest nicht jetzt.
Ein klein bisschen Mitgefühl den anderen gegenüber macht es denen dann vielleicht auch leichter sich für die tollen Ergebnisse mitzufreuen. Respekt ist da so ein Zauberwort...
IrisIsis
20.04.2013, 12:08
Mein Vorschlag hierzu wäre (bei gleich bleibender Schwierigkeit des Examens) eine Bestehensgrenze von 208 Punkten (65%) festzusetzen und dann für jeweils 3 Punkte mehr eine Zehntelnote besser zu erteilen, sodass man die 1,0 mit 298 Punkten (> 93%) erreicht.
Dein Engagement in allen Ehren, aber ich finde das Studium ist anstrengend und schwer genug (wenn man nebenbei noch ein Sozialleben haben möchte). Ich für meinen Teil finde die 60% Bestehensgrenze gerechtfertigt, hochsetzen muss echt nicht sein, wir werden eh schon genug gesiebt im Studium. Und meine in der Freizeit trainierte Sozialkompetenz ist glaube ich mindestens genau so wichtig später wie mein Faktenwissen, Fakten kann man im Gegensatz zu Sozialkompetenz immerhin nachschlagen.
arveladse
20.04.2013, 12:15
Hallo Leute,
ich hab laut Dozentenauswertung genau 192 Punkte, sprich 60%. Jetzt mal ne Frage: Wie ist eure Einschätzung, kann ich sicher sein dass ich bestanden habe??
Danke...
Mit 192 bist Du durch, solange Du keinen Übertragungsfehler gemacht hast, egal ob Fragen aus der Wertung genommen werden oder nicht. Sicher ist es jedoch erst nach Bekanntgabe durch das IMPP, ich hatte vor 3 Jahren 195 Punkte, eine Kommilitonin auch 192, wir hatten beide keine Übertragungsfehler und die Antworten von IMPP und MediLearn stimmmten zu 100% überein! Also sei guter Dinge, eion gutes Pferd springt nicht höher als es muss
Das ist doch alles ein fake, oder?!
Nein, ganz bestimmt nicht. Er studiert mit mir. Wenn ich jemals fachlich auf dem Schlauch stehen würde und ich dürfte kein Buch und kein PubMed verwenden könnte wäre er der erste, den ich anrufen würde. Die Analyse von ihm ist auf den Punkt.
Dass sich jetzt ein paar Leute mit schlechteren Noten darüber aufregen, verstehe ich ja persönlich. Aber: da draußen gibt es real kranke Menschen, denen es real schlecht geht. Zum Arztberuf gehört sicher Empathie, aktives Zuhören, ein freundlich-bestimmtes Auftreten etc. Das nutzt halt nur nichts, wenn man wenig Ahnung hat. Klar gehen die Patienten lieber zum netten, ahnungslosen Hausarzt, als zum forschen, sachkundigen Arzt, weil die Konsequenzen oft erst sehr spät klar werden oder ein vermeidbares Leiden/Frühableben als schicksalhaft wegdiskutiert wird. Sebastian wünscht lediglich eine Prüfung, die das abbildet, was in der Approbationsordnung steht. D.h. die Prüfung soll bestehbar sein, wenn man das Wissen hat, um keinen umzubringen und den meisten zu helfen. Ich versteh nicht, was daran falsch sein soll.
Ich wünsche all denen, die knapp an der Bestehensgrenze knabbern, viel Glück, dasse es noch klappt. Man wird deshalb nicht automatisch ein schlechter Kliniker werden. Vielleicht wird man sogar ein besserer Kliniker als der 1er-Kandidat, weil das Wissen eher breit ist, das Denken eher strategisch als inhaltlich ausgelegt ist und man eher die aktuelle Evidenz nachschlägt anstatt die einst auswendig gelernte, veraltete Evidenz umzusetzen.
Nur muss man soviel Selbstreflexion besitzen um sich klarzumachen, dass man ein richtig schlechtes Ergebnis nicht allein mit sozialen Fähigkeiten ausgleichen kann. Da belügt man sich selbst zur Gewissensberuhigung. Wäre ich durchgefallen, wär ich stinksauer gewesen, hätte das IMPP verflucht und mir in vier Wochen überlegt, wie ich die Prüfung richtig angehe.
Hexenkind
20.04.2013, 12:40
Wie bitte soll man die Deletion 17p durch Nachdenken logisch lösen können? :-D Entweder man hats gelesen und weiß es oder man hats wieder vergessen...
Nein, ganz bestimmt nicht. Er studiert mit mir. Wenn ich jemals fachlich auf dem Schlauch stehen würde und ich dürfte kein Buch und kein PubMed verwenden könnte wäre er der erste, den ich anrufen würde. Die Analyse von ihm ist auf den Punkt.
Dass sich jetzt ein paar Leute mit schlechteren Noten darüber aufregen, verstehe ich ja persönlich. Aber: da draußen gibt es real kranke Menschen, denen es real schlecht geht. Zum Arztberuf gehört sicher Empathie, aktives Zuhören, ein freundlich-bestimmtes Auftreten etc. Das nutzt halt nur nichts, wenn man wenig Ahnung hat. Klar gehen die Patienten lieber zum netten, ahnungslosen Hausarzt, als zum forschen, sachkundigen Arzt, weil die Konsequenzen oft erst sehr spät klar werden oder ein vermeidbares Leiden/Frühableben als schicksalhaft wegdiskutiert wird. Sebastian wünscht lediglich eine Prüfung, die das abbildet, was in der Approbationsordnung steht. D.h. die Prüfung soll bestehbar sein, wenn man das Wissen hat, um keinen umzubringen und den meisten zu helfen. Ich versteh nicht, was daran falsch sein soll.
Ich wünsche all denen, die knapp an der Bestehensgrenze knabbern, viel Glück, dasse es noch klappt. Man wird deshalb nicht automatisch ein schlechter Kliniker werden. Vielleicht wird man sogar ein besserer Kliniker als der 1er-Kandidat, weil das Wissen eher breit ist, das Denken eher strategisch als inhaltlich ausgelegt ist und man eher die aktuelle Evidenz nachschlägt anstatt die einst auswendig gelernte, veraltete Evidenz umzusetzen.
Nur muss man soviel Selbstreflexion besitzen um sich klarzumachen, dass man ein richtig schlechtes Ergebnis nicht allein mit sozialen Fähigkeiten ausgleichen kann. Da belügt man sich selbst zur Gewissensberuhigung. Wäre ich durchgefallen, wär ich stinksauer gewesen, hätte das IMPP verflucht und mir in vier Wochen überlegt, wie ich die Prüfung richtig angehe.
Ich gönne ja auch die 1 und 300 richtige Fragen, ich versteh nur nicht wie sich jemand, der´s offenbar voll drauf hat sein Ego durch ne IMPP Prüfung aufpolieren lassen muss...
Also ich sitze ja hocherfreut in der Sonne und genieße das Post-Examen! Um hier mal den Grundton wieder rumzureißen. :)
Meine muendliche ist am 13./14.05., ich fange also Montag an, Fallbuecher zu bearbeiten. Und keine Minute eher. :grins:
Hexenkind
20.04.2013, 13:24
boah du hast sonne... bei mir ist es mega kalt
An der Ostsee ist strahlender Sonnenschein. :D
Ich gönne ja auch die 1 und 300 richtige Fragen, ich versteh nur nicht wie sich jemand, der´s offenbar voll drauf hat sein Ego durch ne IMPP Prüfung aufpolieren lassen muss...
Das stellst Du jetzt sehr polemisch dar. Er hat vier Jahre durchgelernt, wer hätte da nicht eine Eins gewollt, als Bestätigung für die Mühen?
Also ich sitze ja hocherfreut in der Sonne und genieße das Post-Examen! Um hier mal den Grundton wieder rumzureißen. :)
Meine muendliche ist am 13./14.05., ich fange also Montag an, Fallbuecher zu bearbeiten. Und keine Minute eher. :grins:
Meine is ne Woche früher. Vor Montag fass ich nichts an, was mit Medizin zu tun hat! Und hier in Würzburg stinkt das Wetter. Schick mal n bisschen Sonne her.
Miranda1110
20.04.2013, 13:39
Oh wie beruhigend, da schließe ich mich guten Gewissens an :-) Montag ist wieder Medizin angesagt, heute eher ein Outfit fürs mündliche finden... Komme gerade aus dem Fitnessstudio, oh ist das schön! Wetter ist hier auch mies, wieso freut sich das Wetter nicht mit uns ;-)?
Thunderstorm
20.04.2013, 13:43
Bin gerade über diesen wunderschönen Link gestolpert - entspannt ein paar Minuten nach all dem HEX-Stress: http://www.youtube.com/watch?v=oIPFo7z-m2E
Hallo!
Montag schon Mündliche- lag gestern mit Fieber, Kopfschmerzen und Thoraxschmerzen im Bett und bin heute noch schlapp:(
Weiß echt nicht wie ich das alles noch zu kurzfristig schaffen soll, aber ich gebe nicht auf und kämpfe weiter!....
LG
CD95
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