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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hammerexamen April 2013.... oder "Ich dreh durch"



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Alex587
20.04.2013, 08:31
...wir konnten uns bei einer Konversation unter Kommilitonen bei einer Pause während der Prüfung relativ leicht auf den Terminus „lächerlich“ einigen...

Interessant wie unterschiedlich doch in ganz Deutschland bei so einer Prüfung die Verhältnisse sind. Pause oder Konversation war bei uns nicht möglich.

solidus
20.04.2013, 09:02
@rophone

ich tendiere eher zu "verstörend" *gg*

Miranda1110
20.04.2013, 09:07
Hallo, möchte mich nun auch wieder zu euch gesellen :-) Zum Glück ist es nun vorbei, bestanden und das sogar um einiges besser als ich gedacht hatte...
Am 15./16. Mai ist dann mündlich. Wer hat etwa zur selben Zeit und wann beginnt ihr weiter zu lernen? Sonntag/Montag?
Also heute mache ich auf jeden Fall nochmal ein bisschen frei! Ist einfach nötig.
Liebe Grüße an alle, genießt das Wochenende!

JohnnyC
20.04.2013, 09:22
Richtig bestanden ist bestanden. aber Who the f*** want to know, wem wieviele Punkte viele bis zum 1 od 2 Fehlen... wer soviele Punkte hat, hat doch besseres zu tun..

PS: es tut mir leid ich wollte niemand angreifen, aber ich wollte es nur gesagt haben

trolloloooo

JohnnyC
20.04.2013, 09:37
Basierend auf der Medi-Learn-Hochrechnung (Literaturauswertung) von 300 Punkten und einer eigenen Einschätzung nach persönlichem Literaturstudium in mindestens der identischen Größenordnung kann ich relativ sicher davon ausgehen, das vorliegende Examen deutlich im Bereich der Note „sehr gut“ bestanden zu haben.

Glückwunsch! Und meinen Respekt, dass Du soviel Ehrgeiz und Ausdauer hast aktuelle Leitlinien zu diversen Themen zu lernen und ein eigenes 2400 Seiten fassendes Skript zu verfasssen.

Nur aus Interesse würde mich interessieren wieviele Tage du für die Examensvorbereitung aufgebracht hast? Wieviele Stunden hast du pro Tag gelernt?

Meiner Erfahrung nach, ist mit durchschnittlichen Lernaufwand die 80% Grenze gut zu schaffen. Ab 90% steigt der Lernaufwand dann überproportional...
ein Opfer das ich nicht bringen möchte um die up-2-date therapie einer CLL etc zu kennen. Da geniess ich lieber mein Studium bevor ich mit 50 am PankreasCa dahinsieche oder mit dem Sportwagen am Baum klebe...
in meinen Interessengebieten (Kardio/Gastro/Notfall/Anästhesie/Chir) habe ich laut auswertung >95% richtig. Ob ich eine 2nd Line Therapie der Schizophrenie oder ein Augenfundus richtig interpretier, geht mir echt am AA vorbei. Solang ich die red/yellow flags erkenn und einen Spezialisten einschalte erhält der Patient seine EBM. Die Medizin ist heutzutage zu spezialisiert, dass 1 Arzt alles nach Stand der Dinge behandeln könnte...

my 2 cents

Miss_Verständnis
20.04.2013, 09:38
Das ist der legendäre Sebastian W .. der hat uns schon alle während des Studiums etwas "verstört".:-)) Aber Glückwunsch Sebastian, kann mir kaum jemanden vorstellen, der diese Note mehr verdient hat als du!

lupo__
20.04.2013, 10:26
Feixt nur. Sebastian wollte die Eins, hat sie vollkommen zurecht bekommen und hat das volle Studium über drauf hingearbeitet. Keiner kennt sich besser mit den Tiefen und Untiefen dieses Examens aus als er und keiner kann es nüchterner bewerten. Wer unbedingt die Eins will, sollte sich an seinen Ratschlägen entlang hangeln. Mir fehlt dafür einfach die Disziplin und das Interesse (vor allem für irgendwelche kleinen Drecksfächer wie Auge) - ich geh lieber ab und zu bowlen, und die Details kann man dann als Arzt immer noch in der Leitlinie nachschlagen.

Hexenkind
20.04.2013, 10:34
Hey Miranda, ich hab auch am 15. Mai (und am 14.). Mach jetzt auch erstmal Pause bis Mitte nächster Woche... allerdings weiß ich noch nichts mit mir anzufangen in der Zeit. Was hast du denn vor?

Maddiones
20.04.2013, 10:38
Astreiner Text vom Herr Wurster, ich ziehe meinen Hut vor soviel sprachlichem Feinschliff und scharfsinniger Analyse.

Werde jetzt als letzten Akt bezüglich des schriftlichen Examens mein selbst verfasstes Briefchen mit den monierten Fragen zur Post bringen. Einen Versuch ist es wert und kosten tut es ja nur 58 Cent! :-))

Wünsche allen viel Durchhaltevermögen für die restliche Lernzeit und allen, die das WE erstmal durchschnaufen, gute Erholung!

Sebastian Wurster 1987
20.04.2013, 10:44
@ JohnnyC

Mein Lernplan bestand aus mehreren Phasen. Die konkrete Examensvorbereitungsphase nach Ende des PJs umfasste 97 Tage (davon 6 mehr oder weniger lernfreie Tage - definiert als Lernaufwand < 120 min). Der tägliche Lernaufwand wurde sukzessive gesteigert von initial 8 Stunden bis hin zu 14 Stunden in den letzten 1,5 Wochen vor dem Examen, in denen ca. 10.000 IMPP-Fragen der letzten 23 Examina nochmals bearbeitet wurden. Der Gesamtlernaufwand in der konkreten Examensvorbereitungsphase darf somit bei ca. 1000 Zeitstunden verortet werden. Das dürfte sich nicht signifikant von dem allgemeinen Durchschnitt z. B. bei Verwendung des 100-Tage-Lern- und Kreuzplans von Medi-Learn (100 Lerntage a 8-10 Stunden) unterscheiden.

Zuvor wurde während des PJs jeden Tag ca. 6 Seiten (ca. 60 min bei einer Lesegeschwindigkeit von 10 min pro Seite) meines Examensskripts in den (auch für das PJ) wichtigsten Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie und Pharmakologie gelesen und ggf. aktualisiert. Das ergab einen Gesamtaufwand von ca. 300 Zeitstunden, hat aber dazu geführt, dass mein Skript in der intensiven Examensvorbereitungsphase bereits auf dem (nahezu) aktuellen Stand war, was zeitkonsumierende Recherechen dann größtenteils ersparte.

Erstellt wurde das Skript wie bereits erwähnt nicht während der Examensvorbereitungsphase, sondern bereits kontinuierlich während des klinischen Studienabschnitts, sodass es schon für die Klausurvorbereitung verwendet wurde und an einigen Stellen natürlich auch einen Schwerpunkt auf die lokalen Klausurschwerpunkte setzt. Nichts desto trotz war es wie ausgeführt, essentieller Bestandteil meiner Strategie immer schon die IMPP-Fragen in der Klausurvorbereitungsphase zu kreuzen und die über den lokalen Klausurstoff hinaus gehenden und angrenzenden Inhalte einzupflegen. Das war also ein kontinuierlicher Prozess über die Semester hinweg und kein Kraftakt in der unmittelbaren Examensvorbereitungsphase.

Beim Physikum war ich damals leider noch nicht so strukturiert vorgegangen, was das Erreichen des fast punktgenau identischen Ergebnisses damals in der 1. ÄP zu einem wirklich frustrierenden Mammut-Lernprojekts während des 4. vorklinischen Semesters werden hat lassen. Leider habe ich (wie wohl die meisten Medizinstudenten, die über die Abiturnote ihren Studienplatz erhalten haben) in der Schule nie gelernt, strukturiert zu lernen, weil es schlicht nie für das gewünschte Ergebnis nötig war. Das hat sich dann beinahe bei der Eingangsklausur zum Histologie-Kurs im 2. Semester gerächt, als ich die (zum Glück unbenotete) Klausur genau auf der Bestehensgrenze absolvierte. Danach wurden Konsequenzen gezogen und seither mit einer Ausnahme, die aber glücklicherweise keinen Schaden im Notenspiegel hinterließ nie wieder eine (in Punkten messbare) Prüfungsleistung unter 90% belegt. So bin ich den Dozenten des anatomischen Instituts noch heute dankbar für die anspruchsvolle (?) Histologie-Klausur, die mir eine Lektion für das weitere Studierverhalten erteilen sollte.

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20.04.2013, 10:52
Astreiner Text vom Herr Wurster, ich ziehe meinen Hut vor soviel sprachlichem Feinschliff und scharfsinniger Analyse.

Blub. Zweifelslos gute und präzise Analyse! Aber sprachlicher Feinschliff? Das ist extrem gestelzt formuliert, mehr nicht... :-)

Back2Topic: Euch allen Gratulation! ;-)

Absolute Arrhythmie
20.04.2013, 10:54
Beim Physikum war ich damals leider noch nicht so strukturiert vorgegangen, was das Erreichen des fast punktgenau identischen Ergebnisses damals in der 1. ÄP zu einem wirklich frustrierenden Mammut-Lernprojekts während des 4. vorklinischen Semesters werden hat lassen. Leider habe ich (wie wohl die meisten Medizinstudenten, die über die Abiturnote ihren Studienplatz erhalten haben) in der Schule nie gelernt, strukturiert zu lernen, weil es schlicht nie für das gewünschte Ergebnis nötig war. Das hat sich dann beinahe bei der Eingangsklausur zum Histologie-Kurs im 2. Semester gerächt, als ich die (zum Glück unbenotete) Klausur genau auf der Bestehensgrenze absolvierte. Danach wurden Konsequenzen gezogen und seither mit einer Ausnahme, die aber glücklicherweise keinen Schaden im Notenspiegel hinterließ nie wieder eine (in Punkten messbare) Prüfungsleistung unter 90% belegt. So bin ich den Dozenten des anatomischen Instituts noch heute dankbar für die anspruchsvolle (?) Histologie-Klausur, die mir eine Lektion für das weitere Studierverhalten erteilen sollte.

Und wie genau hast du dann während des Studium gelernt? Das würde mich als hoffentlich angehende Studentin sehr interessieren!

JohnnyC
20.04.2013, 10:59
- - -

Miranda1110
20.04.2013, 11:00
Hey, @ Hexenkind, also ich dachte daran am Montag wieder zu beginnen, da bei mir noch 2 Tage für die Prüfungsvorgespräche drauf gehen werden (die Prüfer sind von verschiedenen Lehrkrankenhäusern). Außerdem muss ich noch in die Bib und mir Bücher ausleihen v.a. für mein 4. Fach Ortho. Hat jemand einen guten Buchtipp? Da bin ich leider nicht so fit. Und ich fürchte auch, dass es mir schwer fallen wird wieder in das Lernen hinein zu kommen.
Dachte ich werde mich v.a. an die Protokolle und an Fallbücher halten...

carola23
20.04.2013, 11:06
Hallo Leute,

ich hab laut Dozentenauswertung genau 192 Punkte, sprich 60%. Jetzt mal ne Frage: Wie ist eure Einschätzung, kann ich sicher sein dass ich bestanden habe??
Danke...

doc9!
20.04.2013, 11:08
Blub. Zweifelslos gute und präzise Analyse! Aber sprachlicher Feinschliff? Das ist extrem gestelzt formuliert, mehr nicht... :-)

Back2Topic: Euch allen Gratulation! ;-)

Das ist doch alles ein fake, oder?!

ktg76
20.04.2013, 11:11
Die Entwicklung, die dieser Thread hier in den letzten Tagen nimmt macht mir zunehmend Angst...

Miranda1110
20.04.2013, 11:13
Mir macht die Entwicklung auch Angst...

ktg76
20.04.2013, 11:14
Hallo Leute,

ich hab laut Dozentenauswertung genau 192 Punkte, sprich 60%. Jetzt mal ne Frage: Wie ist eure Einschätzung, kann ich sicher sein dass ich bestanden habe??
Danke...

Die Berechnungen von Medi-Learn sind sehr exakt. Außerdem kann es sein, dass Fragen rausgenommen werden. Insofern kannst Du Dir nicht sicher sein, aber es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Dus gepackt hast. Wird dich vielleicht nicht so sehr beruhigen, aber sicher ist es erst, wenn die offiziellen Ergebnisse da sind.
Drücke Dir die Daumen!

Miss_Verständnis
20.04.2013, 11:17
Das ist doch alles ein fake, oder?!

Nein, das ist ganz sicher kein Fake. :-))