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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread



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Laura12
06.09.2016, 18:20
Ich habe heute meinen Material und Methoden-Teil von meinem Betreuer wiederbekommen. Irgendwie haben er und ich nicht immer die gleiche Vorstellung vom Sprachstil ;)
Naja, eig. ist es ja ganz nett von ihm, dass er sich so viel Mühe gibt und eine Menge Kommentare an meine Texte schreibt, aber manchmal verunsichert mich das trotzdem. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Ich werde jetzt mal versuchen seine Korrekturen einzuarbeiten und dann sollte meine Einleitung bald auch so weit sein, dass mein Betreuer sie bekommen kann. Weiter bin ich noch nicht, da mir noch einige Studienpatienten fehlen bis ich mich an die Auswertung begeben kann und bald hab ich eh wieder weniger Zeit für die Doktorarbeit, da mein Studium weitergeht. Ich bin mal gespannt wie gut das klappt, wenn man parallel studieren und an der Doktorarbeit arbeiten muss.

Melina93
08.09.2016, 08:01
Mal ne Frage an diejenigen, die mal eine Arbeit abgebrochen haben oder Ähnliches. Woran habt ihr das damals fest gemacht?
Ich kann es null einschätzen, inwiefern meine Diss erfolgsversprechend ist und ob sie überhaupt so zu realisieren ist.

Sahni
11.09.2016, 16:24
Huhu Alle,

ich schließe mich hier mal an. Nach Datenerfassung und Auswertung bin ich seit einigen Wochen am schreiben. Nun blüht mir in einigen Wochen eine Festanstellung und der dadurch induzierte Stress die Dissertation halbwegs fertigzustellen ist ernorm.
Geht es einigen von Euch auch so? Ich hoffe zwar, neben der Arbeit noch einwenig Kraft zu haben weiter zu schreiben, bezweifel das aber. Mein Urlaub im Januar widme ich dann der Dissertation statt Freunden und Beziehung. :-dagegen

Melina93: Zu deiner Frage: Viele Arbeiten sind unsicher und sehr speziell. Oft hilft es ehemalige Doktoranden der Arbeitsgruppe zu fragen, die ggfs. schon fertig sind oder weiter, wie die Betreuung ist und inwiefern es gut gelang, die Daten zur Promotion zu verwenden. Literaturrecherche und Umhören in der AG und Umfeld kann manchmal etwas helfen. Auch kann man den Doktorvater/Betreuer offen legen, dass man sich unsicher über die Thematik und das Outcome ist. Das ist ganz menschlich und man sollte in der Regel erwarten können, dass die Betreuenden die Frage/Sorge ernst nehmen und sie Dir auch nehmen können.

Pampelmuse
20.09.2016, 15:48
Wann fängst Du denn an zu arbeiten?

Ich sitze auch gerade dran und versuche, vorwärts zu kommen. Fertig bekomme ich sie vor Arbeitsbeginn wohl nicht mehr. Irgendwie kenne ich da wenige, bei denen das geklappt hat. :-(( Ich hatte mir ja auch vorgenommen, im PJ das meiste zu machen, aber daraus wurde nichts, da ich leider keinen PJ-Platz hatte, wo man um 12 Uhr abhauen durfte, und abends war ich dann meistens müde. Leider befürchte ich, dass das dann im Job auch nicht besser wird.

Im Moment habe ich ja hin und wieder ein Bewerbungsgespräch, und die Chefs reiten soooo auf der Diss rum. Ganz schlimm. Auch an nicht-universitären Häusern. Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, es wäre weniger schlimm, gar keine Doktorarbeit angefangen zu haben (wie viele meiner Freunde) als eine unfertige zu haben. :-nix

Gesocks
20.09.2016, 16:56
Mal ne Frage an diejenigen, die mal eine Arbeit abgebrochen haben oder Ähnliches. Woran habt ihr das damals fest gemacht?
Ich kann es null einschätzen, inwiefern meine Diss erfolgsversprechend ist und ob sie überhaupt so zu realisieren ist.
Ich habe meine abgebrochen, als klar war, dass die wichtigsten Materialien defekt (weil stümperhaft hergestellt) waren. Damit war meine Arbeit wissenschaftlich völlig für die Katz. Promotion wäre laut Dr.-Vater zwar auch damit möglich gewesen, darauf habe ich aber verzichtet.
Das war die Spitze des Eisbergs. Rückblickend würde ich deutlich großzügiger auch bei begründeten Zweifeln an der Versuchs-, Projektplanung oder Vorergebnissen abbrechen.

Nessiemoo
21.09.2016, 20:57
Hm, Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Hab nur noch ein Unterkapitel der Einleitung übrig. Sie ist inhaltlich eigentlich fertig, aber irgendwie kriege ich nicht hin es irgendwie fließend zu formulieren, so dass es nicht wie eine Aneinanderreihung von Fakten, sondern wirklich ein zusammenhängender Text wird. :/ Ich kann auch schlecht mehr Inhalt hinzufügen, weil irgendwannmal hat es eben nur sehr peripher was mit meiner Doktorarbeit zu tun und geht sehr tief in die Zellbiologie, womit ich mich auch nicht wirklich auskenne, es wird auch immer nur länger aber nicht besser. Sitze schon seit ewigkeiten an diesem einen Kapitel und bin nicht wirklich weiter.

Ideen, was man in solchen Situationen machen kann?

THawk
22.09.2016, 02:21
Alles löschen.
Versuch nicht, das Unterkapitel zu verbessern, denn dann bist du immer in der gleichen Denkrichtung, die augenscheinlich nicht funktioniert. Fang neu an und versuch nicht an dem gleichen Punkt zu beginnen. Bevor du das machst könntest du noch einen Freund drüber lesen lassen (möglichst mit Forschungserfahrung), manchmal erscheint es nur einem selbst so schlimm. Aber wenn derjenige es auch nicht gut findet - dann geh's von neuem an.

Nessiemoo
23.09.2016, 21:25
Das ist ein brutaler Rat. :-oopss Aber vielleicht muss ich es wirklich machen, einfach komplett neu anfangen.

THawk
24.09.2016, 04:44
Sorry ;-) Ging mir mit meiner Diskussion so. Nach 6 oder 7 Seiten zeigte ich es meinem Doktorvater und der hat es mehr oder minder vor meinen Augen zerrissen. Ich habe es einmal ausgedruckt, dann alles gelöscht und von vorne angefangen. Wurde danach viel besser - aber es war nicht gerade der beste Tag meiner Doktorarbeit-Karriere ;-)

Sahni
27.09.2016, 10:30
Wann fängst Du denn an zu arbeiten?

Ich sitze auch gerade dran und versuche, vorwärts zu kommen. Fertig bekomme ich sie vor Arbeitsbeginn wohl nicht mehr. Irgendwie kenne ich da wenige, bei denen das geklappt hat. :-(( Ich hatte mir ja auch vorgenommen, im PJ das meiste zu machen, aber daraus wurde nichts, da ich leider keinen PJ-Platz hatte, wo man um 12 Uhr abhauen durfte, und abends war ich dann meistens müde. Leider befürchte ich, dass das dann im Job auch nicht besser wird.

Im Moment habe ich ja hin und wieder ein Bewerbungsgespräch, und die Chefs reiten soooo auf der Diss rum. Ganz schlimm. Auch an nicht-universitären Häusern. Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, es wäre weniger schlimm, gar keine Doktorarbeit angefangen zu haben (wie viele meiner Freunde) als eine unfertige zu haben. :-nix

Ich fange Mitte Oktober an. Ich denke nicht, dass ich bis dahin alles fertig haben werde. Ich tue mir schwer mit Graphen und Layouts, sowie der korrekten Umschreibung. Es gibt nicht soviele Beispieldissertationen, um mir die Strukturierung abzuschauen und mein Betreuer ist da auch keine große Hilfe. Ich habe das Glück einen kompetenten Doktorvater zu haben, dem ich die Monografie mal vorlegen werde. Jedoch bin ich aktuell an einem Punkt an dem ich denke, dass es noch zu früh ist, da ich nicht einfach etwas dahingeschriebenes vorlegen möchte.

Die Erfahrung mit der Doktorarbeit habe ich zum Glück nicht gemacht, dass sie in dem Bewerbungsgespräch das ich führte nur in sofern eine Rolle spielte, dass der Arbeitsbeginn zu einem späteren Zeitpunkt sein sollte. Jedoch belastet mich die Arbeit selber sehr. Wenn am Ende während der klinischen Arbeit diese auf der Strecke bleibt, wäre Freisemester und die mehr als 1000 Stunden Zeit einfach fehlinvestiert worden.

Pampelmuse
27.09.2016, 16:19
Das verstehe ich total. Geht mir auch so. Abbrechen ist keine Option.

Aber irgendwie schaffen wir das schon! Wenn Du Lust hast, können wir uns ja hier im Thread gegenseitig "anfeuern". Ich fand unseren Examensthread während der Lernphase auf die M3 schon echt motivierend, und ich war damals auch irgendwie froh, nicht alleine Panik zu schieben. :-))

Sahni
27.09.2016, 20:45
Sehr gern!
Ich bin wie gesagt aktuell beim Ergebniss-Teil und ziemlich unzufrieden mit meinem Text und unsicher, was Grafiken angeht. Ich durchforste dementsprechend alle möglichen Dissertationen, um mir ein paar neue Einblicke zu ermöglichen. Ich bin kein großer Schreiber und besonders mit Aufbau und Struktur mache ich es mir doch oft schwer.
Pampelmuse überlege sinnvoll, was du mit deinem 1000. Beitrag so anstellst. ;-)

Sahni
28.09.2016, 22:08
So um gleich weiterzumachen: Nach einer 3-stündigen Finanzberatung heute :-keule bin ich bis jetzt an der Diss gewesen.
Fazit: Ich habe einen Teil der Ergebnisse runtergeschrieben, dazu ein paar Grafiken angefertigt und mich gefragt, inwiefern es meinen Betreuer und Doktorvater gefällt. Hab mir nun einfach mal raus genommen, anzufragen. Da alle weiteren Ergebnisse genauso runtergeschrieben werden müssten, will ich nicht gleich alles doppelt und dreifach machen. Bei den Grafiken und bei den Text tue ich mir extrem schwer. Ich nutze entgegen der Empfehlung nur Grafiken und keine tabellarische Ergebnisseauflistung und schreibe im Fließtext von ganz vielen Mittelwerten und Standardabweichungen. Der Text liest sich so trocken und die Wörter wiederholen sich wieder und wieder.
Hatte gehofft bald mit der Einleitung fortzufahren und verbrauche nun doch mehr Zeit über den Ergebnissen als gedacht. Denke am meisten stört die Unsicherheit, wobei alle Ergebnisse schon ausgewertet vorliegen.
Aber was muss, muss. :-oopss

Krötino
04.10.2016, 12:41
Mal ne Frage an diejenigen, die mal eine Arbeit abgebrochen haben oder Ähnliches. Woran habt ihr das damals fest gemacht?
Ich kann es null einschätzen, inwiefern meine Diss erfolgsversprechend ist und ob sie überhaupt so zu realisieren ist.

ich habe mein Thema (bin allerdings an dem Lehrstuhl angestellt und betreue mehrere kleine Projekte) abgebrochen, als für mich klar war, dass die Vordaten aus diesem Projekt äußerst fragwürdig von dem "Vorbearbeiter" generiert wurden und sich meine Auswertungen nicht mit denen dieser Person decken und es auch technisch Probleme gab. Das Thema wurde dann auf Eis gelegt als ich mich geweigert habe meinen Namen da drauf zu schrieben. Ich bearbeite jetzt einfach an anderen Projekten weiter.. (ich weiß nicht mit der normalen Situation vergleichbar).

Ein Freund hat eine Dr. Arbeit abgebrochen bzw abgelehnt bevor er richtig tief drin gesteckt ist weil das Studiensetting richtig mies war (keine Kontrollgruppe, Erwartungen zu Ergebnissen die man nur mit Kontrollgruppe bekommen kann etc.)

Manchmal frag ich mich schon ob sich bei diesen Sachen überhaupt jemand vorher Gedanken gemacht hat...

Miniwini
01.11.2016, 15:41
Hallo :-stud

Ich dachte ich schreibe hier mal ein bisschen, bin gerade fleißig am experimetieren und schreiben. Gibt es hier einige, die auch mehr oder weniger eine experimentelle Doktorarbeit schreiben?

Kensington
01.11.2016, 20:07
Hallo :-stud

Ich dachte ich schreibe hier mal ein bisschen, bin gerade fleißig am experimetieren und schreiben. Gibt es hier einige, die auch mehr oder weniger eine experimentelle Doktorarbeit schreiben?

Jop, schreibe gerade am Paper zu meiner exp. Diss. Habe schon meine Masterarbeit zu dem Thema gemacht (Schweiz :) ).

Miniwini
02.11.2016, 13:29
In welchem Fachbereich bzw. zu welchem Thema schreibst du?

Ich schreibe in der Neurochirurgie (und Anatomie) über Glioblastomzellen :)

Melina93
02.11.2016, 16:40
ich habe mein Thema (bin allerdings an dem Lehrstuhl angestellt und betreue mehrere kleine Projekte) abgebrochen, als für mich klar war, dass die Vordaten aus diesem Projekt äußerst fragwürdig von dem "Vorbearbeiter" generiert wurden und sich meine Auswertungen nicht mit denen dieser Person decken und es auch technisch Probleme gab. Das Thema wurde dann auf Eis gelegt als ich mich geweigert habe meinen Namen da drauf zu schrieben. Ich bearbeite jetzt einfach an anderen Projekten weiter.. (ich weiß nicht mit der normalen Situation vergleichbar).

Ein Freund hat eine Dr. Arbeit abgebrochen bzw abgelehnt bevor er richtig tief drin gesteckt ist weil das Studiensetting richtig mies war (keine Kontrollgruppe, Erwartungen zu Ergebnissen die man nur mit Kontrollgruppe bekommen kann etc.)

Manchmal frag ich mich schon ob sich bei diesen Sachen überhaupt jemand vorher Gedanken gemacht hat...

Mein Betreuer ist eigentlich ganz erfahren mit solchen Arbeiten. Bei mir ist es ne klinische Studie mit 30 Patienten ( ist ne seltene Krankheit) und dann halt noch die Kontrollgruppe. Die Daten zu erheben ist recht aufwändig und ich habe eigentlich nur Bedenken, dass man am Ende die Daten nicht verwenden kann. Die Art und Weise wie wir Daten erheben ist schon öfter mal verwendet worden und die Doktorarbeit ist eigentlich ganz spannend. Aber es kann halt sein, dass ich mich total verrenne und dann im PJ ohne Arbeit da stehe. Aber ne andere Arbeit zu suchen ist ja auch irgendwie keine Lösung und in Ulm auch echt nicht einfach -.-

Pampelmuse
03.11.2016, 16:25
Ich habe in den letzten Tagen tatsächlich ein paar Sätze geschrieben- trotz Arbeiten. Juchu!

Aber es könnte schneller gehen... :-(

Miniwini
03.11.2016, 19:35
Ohja das mit den paar Sätzen das kenne ich... habe das Gefühl ich komm nicht wirklich weiter und könnte auch schon weiter sein...