Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
roxolana
10.06.2018, 14:24
Bei mir ist gerade auch sehr zäh. Material und Methoden habe ich vor 2,5 Monaten an meinen Doktorvater geschickt und bislang gab es Null Rückmeldung.
Sitze gerade an den Ergebnissen und habe irgendwie das Gefühl, dass es zu wenige sind... :-oopss Wie lang ist bei euch der Ergebnis-Abschnitt?
Ich dachte auch immer, dass ich die Seiten nicht vollbekomme und quasi nichts zu sagen habe. Nach ein paar Korrekturen sind es mittlerweile aber fast 15 Seiten Ergebnisteil (bei einer retrospektiven Arbeit). Wenn du die Formstierungen umsetzt (Blocksatz, Zeilenabstand 1,5 zumindest bei mir an der Uni) hat man das super schnell. Dann noch ein paar Tabellen, ein paar Abbildungen (bei mir Kaplan-Meyer-Kurven) und schon hat man echt einiges. Und ich war wirklich überrascht, was man aus meinem Datensatz alles rausholen konnte. Was machst du denn für eine Arbeit?
Mein neuer Plan ist jetzt, Ende Juli die Arbeit endlich einzureichen. Das wäre perfekt, weil ich danach für meine erste Stelle umziehen muss. Bisher sieht es gut aus :)
Mein Ergebnisteil hat sage und schreibe 33 Seiten, allerdings sind alle Ergebnisse in Tabellen abgebildet (so war die Vorgabe) mit dann Erklärungen darunter im Text, da kommt natürlich schnell viel zusammen.. Irgendwann war bei mir aber auch der Damm gebrochen und ich hätte weiter und weiter auswerten können, schon wahnsinn, was man mit so einer Datenbank alles machen kann.
Bei mir geht es so langsam (Klopf auf Holz) auch auf das Ende zu.. hab in den letzten Wochen als letztes die Einleitung geschrieben, meine Betreuerin war sehr zufrieden. Jetzt muss das Ganze noch zum Doktorvater, hoffentlich lässt der sich nicht allzu viel Zeit beim Korrigieren, damit ich das Ding noch vor Arbeitsbeginn durch hab!
Arrhythmie
29.06.2018, 06:54
So... Es geht in den Endspurt was meine Patienten angeht. In wenigen Wochen ist die Datensammlung also abgeschlossen. Mit dem Schreiben hab ich wie gesagt begonnen. Heute wollte ich mich mal wieder ran setzen. Allerdings muss auch für Klausuren gelernt werden.
Der Tag hat zu wenig Stunden...
Quellen verfolgen ist ein Spaß.
1. Quelle deutschsprachig verweist auf englisch sprachige Quelle 2
2. Quelle verweist auf 3. Quelle
3. Quelle verweist auf 4. Quelle (gleicher Autor wie Quelle 3)
4. Quelle hat tatsächlich das untersucht und eine der beiden Zahlen wurde dort "herausgefunden", für die andere Zahl wird auf Quelle 5 verwiesen
5. Quelle gibt eine andere Zahl an und keine Quelle
Dann nehme ich wohl nur die eine Zahl mit auf, aber bestimmt werden beide Zahlen auch weiterhin verwendet ohne das jemand das nachprüft. Nur ich Depp mache mir die Mühe und verfolge das bis zu einem Paper aus dem Jahr 1992.
MissUmbrella
12.07.2018, 10:38
Hallöchen,
ich geselle mich mal dazu.
bin seit 2 Wochen mit dem Studium fertig und setze mich jetzt ans Schreiben der Diss. Bis Anfang September will ich das machen bevor ich paar Wochen verreise und dann hoffentlich zum 1.10. mit dem Job starte. Wenn ich nix finde, dann mache ich halt weiter Doktorarbeit. Leider sind Sommerferien, sodass ich meinen Doktorvater und Betreuerin nicht persönlich sehen werde aufgrund von Urlaub, aber sie werden mich trotzdem iwie unterstützen ( habe eine gute Betreuung, ist jetzt halt echt blöd mit den Ferien). Na ja..dachte ich schreibe mal hier rein, da ich mich echt motivieren muss mich hinzusetzen und mich wieder einzuarbeiten, nachdem ich monatelang nix gemacht habe aufgrund des 3. Stex.
Ka , wieviel ich schaffen werde, aber dann muss ich halt neben der Assizeit weiterschreiben...Ergebnisse und Tabellen habe schon alle (und auch vom Doktorvater so abgesegnet), Literaturrecherche auch, also jetzt heisst wirklich nur schreiben. Wenigstens den Methoden- und Ergebnisteil will ich in den 6 Wochen schaffen.
wie lange schreibt ihr denn jetzt schon?
Seit Dezember 2017 schreibe ich. Allerdings mal mehr und mal weniger motiviert. Anfang des Jahres musste ich dann nochmal ziemlich viel an der Auswertung arbeiten. Dann habe ich auch die noch die Abbildungen erstellt. Das hat einiges an Zeit gekostet. So richtig motivieren an der Arbeit etwas zu machen kann ich eigentlich auch weiterhin nicht. Musste die Einleitung nochmal umschreiben, das hat mich jetzt nochmal richtig viel Zeit gekostet. Material und Methoden ist soweit fertig (ein paar kleine Änderungen muss ich wohl noch machen). Die Abbildungen stehen so weit. Jetzt heißt es Einleitung fertig machen. M&M schnell überarbeiten. Ergebnisse runterschreiben und mich dann an die Diskussion setzen. Theoretisch soll es Ende des Monats fertig sein, ich denke Mitte August ist realistisch.
Sind die Abbildungen schon mit deinen Betreuern abgesprochen? Dann würde ich mich jetzt an den M&M Teil setzen und das runterschreiben. Danach Ergebnisse. Dann eher Diskussion und am Ende Einleitung.
MissUmbrella
12.07.2018, 11:36
Wow, dann hast du es ja bald geschafft!
Du bist wahrscheinlich schon mit dem Studium einige Zeit fertig, oder? Arbeitetst du denn auch nebenbei?
Ja, Abbildungen sind schon besprochen... ja, genau so hatte ich das vor: erst M& M , dann Ergebnisse...Diskussion und Einleitung zum Schluss.Mein Ziel ist in den 6 Wochen M& M und Ergebnisse soweit fertig geschrieben zu haben. Das ist glaub ich das nervigste...
mh,Ich denke mir gerade ich hätte mich evtl.einfach noch nicht bewerben sollen zum 1.10. und mir einfach noch paar Monate nehmen sollen für die Arbeit..aber Hartz 4 ab Oktober wär dann halt nicht so geil und nur Doktorarbeit monatelang schreiben find ich blöd, da dauernd Verzögerungen schon allein durch die Korrekturen kommen und man deshalb ehe praktisch Stillstand hat..ausserdem hab ich Lust auf Arbeiten.
Gut, dass ich eigentlich sehr dispzipliniert bin..werd ich wohl brauchen für die Assizeit^^
wie lange schreibt ihr denn jetzt schon?
Wirklich mit Schreiben angefangen habe ich im November 2016. Und dann gab es große und größere Unterbrechungen. ("größere und kleinere" trifft es leider so überhaupt nicht.)
Aber im Moment scheint sich tatsächlich mal richtig was zu bewegen.
Mitte Juni ist mein erster Entwurf halbwegs in Form gekommen, mein Doktorvater hat ihn jetzt durchgesehen und mir viele kleine und leider auch einige sehr große Macken genannt, die ich jetzt ausbessern muss. (Und ich soll mir Vorschläge für Zweitgutachter überlegen. Das ist so ziemlich das Schwierigste an der Sache.)
Aktueller Fahrplan: Zumindest in diesem Jahr offiziell einreichen.
Vorzugsweise vor meinem nächsten Weiterbildungsgespräch (Mitte/Ende Oktober), damit ich meinem Chef auf die Gretchenfrage "Wie halten Sie's mit der Promotion?" endlich mal substantiiert antworten kann. Und nicht dieses blöde "Hm, ja, mhm, ich bin am Schreiben, aber..."
Letztendlich wird es danach mutmaßlich problemlos weiterlaufen. Wenn mein Doktorvater mich es einreichen lässt, wird sicherlich auch der Zweitgutachter es mittragen können. Auf Summa/Magna habe ich es eh nicht abgesehen.
Und anschließend... naja. Zurücklehnen und auf die mündliche Prüfung warten. Schließlich haben unsere Ergebnisse zwei peer reviews überlebt, dass der Promotionsausschuss sich querstellt, wenn die Gutachter einverstanden sind, ist fast sicher auszuschließen.
Und ich habe noch niemanden getroffen, der auch nur davon gehört hätte, dass jemand die mündliche Prüfung verdusselt hätte.
Aber trotzdem. Allmählich wird's ernst.
MissUmbrella
12.07.2018, 13:08
Hui, dann bist du ja ein Beispiel für Doktorarbeit neben der Assizeit... und finde 2 jahre nebenbei jetzt auch nicht langsam..letztendlich muss man - neben den Anspruch selber- es ja nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben ( ausser man ist an der Uniklinik), das macht mir echt Mut!
Wie hast du das denn alles geschafft? Hast du dich jeden Tag nach der Arbeit hingesetzt und bissl geschrieben?
Ich arbeite ja noch nicht und will wie gesagt ja auch viel schaffen vorher, aber zur Not setze ich mich jeden Tage auf den A*** und schreibe ne Stunde.
Wie hast du das denn alles geschafft? Hast du dich jeden Tag nach der Arbeit hingesetzt und bissl geschrieben?
Schön wärs. Hätt ich bloß. Ich wäre schon im ersten Weiterbildungsjahr fertig gewesen.
Ich hatte immer wieder so Phasen plötzlicher Motivation, wo ich dann richtig was geschafft habe. Und danach wieder lange nix.
Zum Beispiel meine Einleitung. Die ist mit ihren fast vierzig Seiten in knapp drei Wochen entstanden. (Da hatte ich allerdings auch Urlaub.) Ich hab danach immer wieder Kleinigkeiten verändert, aber halt nichts Weltbewegendes.
Dann gab's noch mal so eine Phase, wo ich den Methodenteil geschrieben habe. Die hat nicht annähernd so lange angehalten.
Und mit Ergebnissen und Diskussion hab ich mich bei weitem am schwersten getan. Das ist auch immer noch der mit gigantischem Abstand schwächste Teil der Dissertation. Mal schauen, wie es nach den Nachbesserungen aussieht. Zum Glück arbeite ich ums Monatsende nicht mehr so viel und habe im August noch mal zwei Wochen frei, da sollte also was gehen.
Mein Grundproblem ist halt, dass die Promotion immer nur Mittel zum Zweck war.
Ich meine, ja, die Fragestellung ist ne relativ interessante. Eine, die ich in zwei, drei Sätzen selbst einem medizinischen Laien erklären kann, noch dazu.
Aber die Promotion war nie "Selbstzweck".
Im Moment habe ich drei Haupt-Motivations-Komplexe.
1. fertig werden. Einfach um sagen zu können, ich habe es geschafft. Jetzt hinschmeißen wäre einfach unendlich peinlich.
2. Um diese nervige Frage aus dem Weiterbildungsgespräch verbannen zu können. Ich hasse das. Aber ich kann jetzt einfach nicht mehr sagen "Ich hab abgebrochen. Wurde mir zu blöd." Siehe 1.
3. Ich hab einen nach WissZeitVG befristeten Vertrag. Nach insgesamt sechs Jahren ist Schluss. Wenn ich promoviere, bekomme ich neun Jahre obendrauf. Die würden dicke reichen, um alle meine Weiterbildungsziele hier entspannt erreichen zu können und nebenbei ein halbes Jahr Vollzeit Notarzt zu fahren. Ohne Promotion ist nach sechs Jahren Schluss. Das reicht für den Facharzt. Aber schon die spezielle Intensivmedizin würde nicht so ohne Weiteres klappen. Und die will ich. Wenn ich mich dann doch entscheiden sollte, zu gehen, okay. Aber ohne Promotion muss ich für die woanders hin.
MissUmbrella
12.07.2018, 15:52
mh, okay, aber bis zum 6. Jahr hast du es dann aber hoffentlich mit der Diss;) Vielleicht ist es ja auch gar nicht schlecht das du dadurch Druck hast?
Ich habe festgestellt , wenn ich Fristen bekomme stresst das total , aber es bringt mich voran. Hatte das jetzt par Mal mit Präsentationen der Diss ( auch während des PJs) und es hat immer iwie geklappt. Mein Doktorvater ist auch eher jemand, der sowas fordert..
Na ja..hab heute noch anderen krams gemacht, der wirklich erledigt werden musste, ab morgen kann ich mich dann endlich nur auf die Diss konzentrieren..hab heute nur ein bissl was gemacht.
Bin gespannt, wie es in 6 Wochen aussieht.Zuviel Druck bringt ja auch nichts...
Arrhythmie
13.07.2018, 06:10
Ich schreibe seit Februar. Jetzt bin ich dann mit den Patienten durch und hab dann auch alle Daten.
Für mich geht nächstes Jahr das PJ los und vor dem PJ will ich durch sein. Auf das "Drama" diesen Schrott neben der Assi-Zeit zu schreiben hab ich keine Lust. Zumal ich noch ein Kind hab.
MissUmbrella
13.07.2018, 12:44
Das war auch damals mein Plan- tja, dann kam das Leben dazwischen;)
Aber mit Kind ist das ja nochmal was anderes.. als "Drama" sehe ich das persönlich nicht..ist halt nicht optimal, aber so ist es dann halt. Mit einer positiven Einstellung wird das schon irgendwie klappen. Ich bin vor allem durch das letzte Jahr so abgehärtet und hab viel Schlimmeres hinter mir- da erscheint mir das nicht so arg ( jetzt zumindest :-D )
Nundenn, ich arbeite mal weiter...
roxolana
14.07.2018, 21:59
Ich schreibe so seit zwei Jahren etwa... Naja, am Anfang habe ich das Paper geschrieben. Im PJ dann zu nix gekommen. Ersthaft an der Diss sitze ich wie Miss_H so seit Dezember 2017. Habe auch Kind und Arbeit und die Befürchtung, dass ich auch dieses Jahr nicht fertig werde mit dem Mist...
Nessiemoo
16.07.2018, 09:18
Noch eine Korrekturrunde. Schrecklich. Ich werde nie fertig. :-wand
MissUmbrella
26.07.2018, 13:38
Sagt mal was nutzt ihr denn für ein Programm für Erstellen von Flussdiagrammen, Tabellen etc. Für Abbildungen(z.B. Balkendiagramme) nutze ich Excel und dann Einsetzen in Word. Aber mit Excel kann man ja auch nicht alles erstellen und Word ist für sowas ja ehe kaum zu gebrauchen. Dieser ganze graphische Krams dauert echt lange :/
Sagt mal was nutzt ihr denn für ein Programm für Erstellen von Flussdiagrammen, Tabellen etc. Für Abbildungen(z.B. Balkendiagramme) nutze ich Excel und dann Einsetzen in Word. Aber mit Excel kann man ja auch nicht alles erstellen und Word ist für sowas ja ehe kaum zu gebrauchen. Dieser ganze graphische Krams dauert echt lange :/
Habe GraphPad Prism für die Abbildungen genutzt. Ist aber leider kostenpflichtig. Für Studenten aber günstiger. Außerdem wurde es mir von meinem Institut erstattet.
Ansonsten nutze ich Powerpoint zum Basteln von Abbildungen :-D Das hat mir in meiner Bachelorarbeit schon gute Dienste geleistet.
Und ja das Basteln von Abbildungen dauert sehr lang. Auch aus diesem Grund hat sich alles ziemlich verzögert.
Hier auch Prism. Aber schau doch mal, was euer Rechenzentrum an Campus-Lizenzen zu bieten hat - bei uns gab's da zum Beispiel SigmaPlot, das taugt auch gut.
R, worin ich aber auch die Auswertungen mache.
Für Flussdiagramme kann ich draw.io (https://www.draw.io/) empfehlen.
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