Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
@annaly das klingt doch gut
Wenn ich an meinen m&m teil denke dann wird mir ganz schwummerig
ich hab keine ahnung was ich da rein schreiben soll (...ich habe wochen und monatelang nach alten akten gesucht, habe dann schlechte, ungenaue und teilweise sich wiedersprechende briefe gefunden, habe wochenlang auf die retouren meiner briefanfragen gewartet obwohl ich alle patienten vorab telefonisch gesprochen habe und alle gesagt haben sie schicken die post zügig zurück......) ????
Ich weiß immer nicht wie genau ich das machen soll... also wir haben Sono genutzt. Wie ausführlich soll ich das bitte beschreiben? Genau so die Labortests. Die haben unsere Labormediziner gemacht. Ich weiß nur wie derTestkit heißt. Ich bastel erstmal weiter Tabellen. Viele Seiten mit wenig überlegen:-D
Amygdala88
11.01.2015, 08:36
Ich fand den M&M-Teil eigtl ganz charmant, er erforderte kein exzessives Paper-Lesen im Vorfeld und ich habe, da ich Immunhistochemie gemacht habe, im Prinzip aus meinem Laborbuch das Immunhistochemie-Protokoll letztlich wie ein Kochrezept verschriftlicht und ein paar Zeilen zur Art und Weise meiner statistischen Auswertung mit der Negativ-Binomial-Regression dazu gesetzt. ;-)
Literaturrecherche für Einleitung und Diskussion finde ich deutlich schlimmer. :-? Habt Ihr da zufällig noch ein paar praktische Tipps? Wenn ich ein Paper lese, beschränke ich mich schon wenn möglich auf Abstract, Discussion und Conclusion und versuche, wenn ich den Eindruck habe, dass das betreffende Paper für mich nützlich sein könnte, im Literaturnachweis weitere Paper aufzutun, um bei der Recherche nicht wieder von null anzufangen. Trotzdem ist meine Suche bisher aber gefühlt wenig ergiebig und irgendwie ein bisschen frustrierend:-oopss
Zur Literaturrecherche:
Ich habe ein Heft angelegt, in dem ich zuerst die grobe Outline meiner Einleitung/Diskussion aufgeschrieben habe und dann doppelseitenweise jeweils einen Unterabschnitt, den ich schreiben möchte. Auf diesen Doppelseiten sammle ich die Referenzen, die wahrscheinlich hineingehören: Ein guter Ausgangspunkt ist immer ein gutes Review, da kann man schonmal aus dem Literaturverzeichnis zusammensammeln, welche Zitate interessant wären. Diese sortiere ich zu den passenden Unterabschnitten, erstmal ohne sie gelesen zu haben, und notiere Autor/Jahr/Journal und einen Satz zur vermeintlichen Kernaussage. (Achtung, manchmal stimmt es gar nicht, was laut zitierendem Autor da drin steht... :-peng) Gute Referenzen findet man oft auch in der Einleitung von Papern zum Thema.
Wenn ich dann für den anstehenden Abschnitt passable Referenzen zusammen habe, lade ich mir die runter, lese sie (beschränke mich auch meist auf Abstract und Discussion und suche weitere Infos dann ggf gezielt raus) und schreibe dann den Abschnitt.
Aufwendige Methode, aber anders behalte ich den Überblick nicht, und sie hat den Vorteil, dass man schonmal Literatur für Teile, die man für später erst geplant hat, sammeln kann, wenn man zufällig darüber stolpert. Die würde ich sonst auf nimmerwiedersehen aus den Augen verlieren... Wenn man dann dahin kommt, hat man schonmal einen Ausgangspunkt. :-)
rirateme
12.01.2015, 00:38
Bin heute am Tag mal wieder zu nichts gekommen was die Diss betrifft...daher sitze ich jetzt in der 24h-Bib und lege eine Nachtschicht ein.
Ist jemand dabei ???
@rirateme Ihr habe eine 24h Bib?? Krass und irgendwie cool.
Gestern hat mein inneres Faultier ganz stark auf einen typischen Sonntag bestanden, ergo ich habe nciht viel geschafft.
Ich werde also heute evtl eine Nachtschicht einlegen, allerdings muss ich mich langsam wieder an das frühe Aufstehen rantasten, ab Freitag heißt es 7 Tage am STück arbeiten.
Ich habe gestern Nachmittag drei Stunden die ersten Sachen vom Ergebnisteil umstrukturiert. Irgendwie ist das ziemlich doof, aber Ergebnisse vom Western Blot kann man wohl nicht schön und ästhetisch formulieren, oder? Vor allem, wenn bei manchen Zelllinien oder Zusätzen einfach nichts signifkantes passiert ist, aber ich das ja trotzdem erwähnen muss... Ach Mann.
Wow rirateme, so spät hätte ich nicht die Konsequenz dazu, was zu tun, schon gar nicht woanders als zuhause!! Respekt!
Jetzt werde ich aber erst mal wieder für die Klausuren lernen.
Zu Studizeiten habe ich unsere Unibin mit Öffnungszeit bis 24 Uhr geliebt... sowas brauche ich hier auch :-) Naja, heute war recht unproduktiv und mein Zeitplan steht endlich. Wenn ich den einhalte kann ich Ende März einreichen.
Kurze Frage: Nutzt ihr Bilder aus Lehrbüchern? (Z.B. anatomische Zeichnungen) und gebt die dann am Ende im Abbildungsverzeichnis an oder bastelt ihr die Abbidlungen selbst?
Relaxometrie
12.01.2015, 19:17
Kurze Frage: Nutzt ihr Bilder aus Lehrbüchern? (Z.B. anatomische Zeichnungen) und gebt die dann am Ende im Abbildungsverzeichnis an oder bastelt ihr die Abbidlungen selbst?
Da wäre ich supervorsichtig! Also entweder den Verlag/ Zeichner anschreiben, ob Du das Bild verwenden darfst, oder die Zeichnung tatsächlich selbst machen.
rirateme
13.01.2015, 00:25
@Ava, annaly: Naja, ich habs ja nur gemacht weil ich am Sonntag so faul war. Tagsüber bin ich produktiver... und leider war ich heute am Tag natürlich ganz schön fertig. Unsere Unibib ist leider keine 24h-Bib (schön wärs), aber die Nachbarstadt zu der Stadt wo ich PJ mache hat zum Glück eine technische Uni mit einer ziemlich modernen (und 24 h geöffneten) Bib. Da geh ich gerne hin !
KirstenP
13.01.2015, 19:19
Wow, hier ist ja richtig was los :-) Ich habe jetzt mal angefangen, die Methoden, die ich verwende, schon mal niederzuschreiben. Denn das sollte ja auch während ich die Laborarbeit noch mache, eigentlich ganz gut möglich sein. Und ich lege mir schon mal eine endnote Bibliothek an, in die ich jedes Paper, dass ich lese, hinterlege. Dann muss ich diesen Kleinkram nicht später machen, wenn er nur noch mehr nervt. Ansonsten bin ich weeeeeeeiiiiiiiit davon entfernt, richtig zu schreiben; -)
Amygdala88
15.01.2015, 04:58
Bin auch noch dabei und sitze im Moment jeden zweiten Abend noch nach der PJ-Arbeit von 17-20 Uhr im Labor. Danach bin ich nur noch todmüde und es geht gar nichts mehr.. ich freu mich ja schon so auf das Wochenende, an dem ich vllt mal ein Stündchen länger schlafen kann..:-keks
so, ich sitze jetzt hier am Schreibtisch und starre ins Leere. es ist so schwer nach einer gefühlten Ewigkeit nochmal in das Thema einzusteigen. ich habe Juni 2013 aufgehört....
ich glaube als erstes werde ich mal alles was ich bisher geschrieben habe durchlesen. ich denke das wäre ein guter start.
ich finde es so schade, ich war mal so gut eingelesen, jetzt weiss ich von dem thema so gut wie gar nichts mehr.
und dann kommt noch dazu: mein doktorvater! jemanden im zeugenschutzprogramm zu kontaktieren wäre vermutlich einfacher.
abgetaucht, verschwunden, er meldet sich NIEEEEE! es ist wirklich zum heulen. ich habe fragen, aber niemand fühlt sich zuständig :heul:
so, ich sitze jetzt hier am Schreibtisch und starre ins Leere. es ist so schwer nach einer gefühlten Ewigkeit nochmal in das Thema einzusteigen. ich habe Juni 2013 aufgehört....
ich glaube als erstes werde ich mal alles was ich bisher geschrieben habe durchlesen. ich denke das wäre ein guter start.
ich finde es so schade, ich war mal so gut eingelesen, jetzt weiss ich von dem thema so gut wie gar nichts mehr.
und dann kommt noch dazu: mein doktorvater! jemanden im zeugenschutzprogramm zu kontaktieren wäre vermutlich einfacher.
abgetaucht, verschwunden, er meldet sich NIEEEEE! es ist wirklich zum heulen. ich habe fragen, aber niemand fühlt sich zuständig :heul:
Irgendwo habe ich das gleiche Problem, dass nach fertiger Datenerhebung die Priorität der Arbeit bei den Betreuern nur noch eine niedrige Stelle einnimmt. Hätte man es vorher gewusst, hätte man den Text vorher schon grob fertig geschrieben. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.
Die einzige Chance sehe ich darin, möglichst viel alleine fertig zu machen, dass der Doktorvater nur noch sehr wenig machen muss.
Habe auch ziemlich lange Pause gemacht zwischen "drauf los schreiben" und "fertig schreiben". Vielleicht hast du schon genug geschrieben, dass nur noch ein Feintuning benötigt wird. Beim ersten Mal lesen fand ich's voll scheiße, wenn man es aber oft genug liest, merkt man, dass es nicht wirklich besser wird und akzeptiert es. Gut, meine Arbeit wurde noch nicht durchgewunken, kann also humbug sein, was ich dir hier schreibe.
Auch wenn dir das alles hier nicht hilft, möchte ich dir mitteilen, dass du definitiv nicht alleine bist mit dem Gefühl.
Danke dir! :knuddel:
Ich kann ziemlich viel alleine fertig machen, das aber halt nur auf gut Glück. Keiner der mal drüber kuckt oder n Rat gibt oder Fragen beantwortet. Es fehlen noch ein paar Daten auf die ich jetzt noch warte. Ein sehr netter arzt wertet für mich nach Jahren Stillstand- ich bin seit 2011 dran und die Studie wurde mittlerweile abgebrochen- Mrt Bilder aus. Das finde ich super, weil denen bringt es ja nichts mehr. Da hatte ich tatsächlich mal Glück. Sonst hätte ich die intensive Arbeit die ich schon gemacht habe vergessen können. Er war echt mein lifesaver sozusagen.
Ich habe schon viele Teile bisher fertig. Da brauchts schon noch etliches an Feinarbeit- vor allem muss ich mittlerweile unaktuelle zahlen - sehr ärgerlich, aber so isses wenn man so lange braucht- aktualisieren. Und aufgrund der bisher unvollständigen Daten muss ich noch den ganzen ergebnisteil/ Diskussion schreiben. Da sehe ich die größte Arbeit.
Das vorher war ja nur zusammentragen von aktuellen lehrmeinungen und der aktuellen Lage. Seht ihr das auch so?
Dass die Studie abgebrochen wurde, muss kein Nachteil sein. Es ist zwar doof, dass man kein Paper als Leitstruktur für die Diskussion hat, aber dafür kann man aus dem Bauch frei heraus schreiben, ohne auf die Argumentationskette vom Erstautor achten zu müssen. Immerhin kannst du schon die Methode sowie den Abbruch diskutieren, einen Ausblick schreiben wie es hätte funktionieren können etc. Die Ergebnisse kannst du auch allgemein diskutieren, die grobe Richtung kennst du ja. (Es wurde abgebrochen, also muss da irgendwas "negatives" rausgekommen sein) Die Zahlen kann man auch später einpflegen. Genauso würde ich es auch mit dem Ergebnisteil machen. Tabellen und Diagramme soweit erstellen, dass sie nur noch mit mehr Daten gefüttert werden müssen.
Ich würde auf eine methodisch saubere Arbeit achten, Ergebnis- sowie Diskussion kann man dir nicht anprangern, es ist nicht deine Schuld, dass die Planung schlecht war bzw. unvorhersehbare Daten erhoben wurden.
Mal off-Topic: arbeitest du schon? Oder willst du erstmal die Promotion durchbringen? Bin auch noch am Überlegen....
Die studie wurde abgebrochen weil ein Teil, das sie beim stenten eingesetzt haben, nicht mehr von der firma produziert wird. ganz "toller" grund also... eher besch... statt 220 nur 56 patienten, repräsentativ ist auch was anderes. aber ergebnis ist halt ergebnis.
ich arbeite noch nicht. ich will das ding jetzt unter dach und fach bringen sonst wird es nie was.
will mich aber nebenbei bewerben. mal schauen was realistisch ist. peile april/mai an. ich hab gottseidank den luxus, dass meine eltern mich unterstützen, sonst müsste ich jetzt schon arbeiten.
Ok, das ist echt mal ein reudiger Grund. Augen zu und durch!
Laut Zeitplan habe ich morgen Abend mein "Material und Methoden" Teil fertig... na dann wieder ran. Sagt mal: Wenn ihr bei einer klinischen Arbeit ein Enzym mittels ELISA testen lasst. Wie ausführlich beschreibt ihr die Methode?
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