Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
erdbeertoertchen
24.01.2015, 09:28
Doppelt
erdbeertoertchen
24.01.2015, 09:29
Milana, magst du ihn nicht lieber anrufen? Es ist einfach immer noch petsönlicher als eine Email und du hast gleich eine Antwort.
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Literaturrecherche kann so anstrengend sein. Mir raucht immer noch der Kopf. Wie verfeinert ihr die Suche bei Pubmed?
Milana, magst du ihn nicht lieber anrufen? Es ist einfach immer noch petsönlicher als eine Email und du hast gleich eine Antwort.
Hm, zum einen ist er sehr viel unterwegs d.h. man müsste sich einen Termin zum Telefongespräch geben lassen. Und zum anderen bin ich telefonphob, ich vermeide das, wenn immer es geht :-D Aber bei unserem letzten Termin habe ich das schon angesprochen und es war ein jaja, das kommt dann noch (das war Anfang November), ich solle jetzt erst mal das Paper fertig schreiben.
Auf ein neues! Nach 3 faulen Tagen muss es mal wieder weitergehen. Wollte eigentlich den Ergebnisteil bis morgen fertig haben, aber das ist wohl nicht machtbar :-/
Relaxometrie
24.01.2015, 10:29
Hi Milana,
danke für die Glückwünsche :-)
Daß man an der Wortwahl in einer solchen Mail lange „rumformuliert“ kann ich seeeehr gut nachvollziehen. Bei mir war der Dr.-Vater gleichzeitig der Betreuer. Das ist daraus entstanden, daß er in meiner Diss-Anbahnungsphase noch nicht habilitiert war, dies aber sehr bald folgte und er mir dann, bevor ich die Arbeit im Dekanat angemeldet habe, die Entscheidung freigestellt hat, ob er über den Betreuerstatus hinaus auch mein offizieller Dr.-Vater werden soll. Also…..besagter Dr.-Vater ist einfach in Arbeit ertrunken, war aber immer fair. Deswegen ist es auch nie zum Eklat gekommen, obwohl ich auf seine Antwort auf die erste geschriebene Hälfte der Arbeit ein Jahr lang (!!!!) gewartet habe. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit auch 2x die Stelle gewechselt, so daß es mir einerseits egal war, daß er so lange gebraucht hat, weil ich ja eh erstmal auch andere Dinge zu tun hatte und nicht weitergeschrieben hätte. Aber irgendwann hat es mir dann doch gereicht, und dann habe ich halt auch an solchen Mails gegessen, wie Du sie jetzt schreiben möchtest.
Daß die Betreuer und Dr.-Väter teilweise so lange für die Korrekturen und Rückmeldungen brauchen, ist echt einer meiner großen Kritikpunkte an dem ganzen System. Erst halsen sie sich Doktoranden und Forschung auf, aber sobald es über impactfaktorenträchtige Publikationen hinausgeht, ist dann oft Schmalspurbetreuung und Desinteresse vorhanden. Ich habe da auch mehrfach geschwankt zwischen „super, daß überhaupt noch jemand die Forschung vorantreibt, sich habilitiert und Doktoranden betreut“ und „Laßt es doch einfach sein, wenn es zeitlich nicht hinhaut.“.
Aber jetzt zu Deiner Mail, die ja einerseits nicht unterwürfig klingen sollte (Du verlangst ja nichts Unverschämtes), aber andererseits auch nicht zu fordernd. Deswegen habe ich auch nach dem Verhältnis zwischen Euch gefragt, um abschätzen zu können, ob vielleicht auch eine etwas saloppere Mail möglich wäre. Aber es scheint ja ein zwar freundliches, aber dennoch auf den offiziellen Teil der Arbeit eingegrenztes Verhältnis zu sein.
Ach……..noch eine Frage. Hast Du schon eine Stelle, oder könntest Du jetzt in ein paar freien Wochen volle Kanne an der Arbeit weiterschreiben, wenn Du endlich eine Rückmeldung bekommen würdest?
Oh, so eine lange durchdachte Antwort, voll nett :-blush
Ja, er ist auf jeden Fall fair, hat mir auch die Entscheidung überlassen, ob ich das Paper als Erstautor schreiben will, ob ich einen Kongress machen will usw. Er ist schon echt ein guter Forscher und seine Kommentare sind schon immer auch Gold wert. Aber es braucht halt alles ewig, Termine muss man mindestens zwei Monate im Voraus planen usw... Mal einfach so vorbeischneien ist nicht, das ist halt das nervige.
Ich schreibe an sich gerne salopp, aber ich hab halt schon auch echt Respekt und alles (das liegt halt auch daran, dass meine Betreuerin irgendwie richtig Schiss hat vor ihm und immer um ihre Vertragsverlängerungen bangt, weil sie Wissenschaftlicher Mitarbeiter ist und wir dann halt immer jeden der seltenen Termine wochenlang en detail vorbereitet haben. Hat sich scheinbar auf mich übertragen). Aber eigentlich ist er schon nett und hilfsbereit, wenn man ihn denn zu fassen bekommt.
Ich hab im November erst das PJ angefangen, aber sobald man anfängt zu arbeiten hat man ja viel weniger Zeit und Muße. Ich bin schon bereit jetzt die nächsten Wochen/Monate auch mit Nachmittagen und Wochenenden zu investieren, Hauptsache alles ist in trockenen Tüchern, bevor ich für die Mündliche anfangen muss zu lernen. Mein Plan wäre also alles bis Juni druckreif zu haben. Und da muss ich ja auf jeden Fall noch eine zweite "Lesephase" für ihn und natürlich ein evtl. sehr zeitaufwändiges Review des Papers einrechnen...
Puh, strammer Zeitplan bei der Vorgeschichte. Es ist wirklich ärgerlich, wenn man sich selber so bemüht, alles gut und zügig voran zu bringen, wenn man dann so sabotiert wird. Bei mir war es genau andersherum. Die Laborarbeit ging mir sehr leicht von der Hand, auch wenn es zwei Jahre quasi Vollzeit neben dem Studium waren. Aber das Schreiben... ich habe immer mal wieder Phasen gehabt, in denen ich reingehauen habe und es super voran kam, und dann lag es wieder nicht nur monate- sondern auch jahrelang. Mein Doktorvater hingegen hat meine komplette 160 Seiten Arbeit in nicht mal drei Wochen korrigiert gehabt. Zum Dank lag es dann wieder bei mir Ewigkeiten. Echt peinlich.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg, das alles noch gut ist die Bühne zu bringen!
Relaxometrie
24.01.2015, 11:37
Ja, er ist auf jeden Fall fair, hat mir auch die Entscheidung überlassen, ob ich das Paper als Erstautor schreiben will
Dann ist er aber wirklich ok. Da gibt es ja auch viel Ellenbogenmentalität und Ärger, was die Erstautorenschaften angeht. Meine Dr.-Arbeit war "nur" eine statistische, da hatte ich mit dem Erstautorenzeug nichts zu tun, da wir uns direkt am Anfang der Diss gegen eine Publikation entschieden haben, da es wohl kompliziert gewesen wäre, die Arbeit bei einem Journal unterzukriegen. Trotzdem habe ich zur Genüge von dem Ärger, den man sich da einhandeln kann, mitbekommen.
Ich hab im November erst das PJ angefangen
Ups. Aus Deiner Bemerkung der HexLernerei habe ich geschlossen, daß Du mit dem Studium fertig bist. Ich habe vergessen, daß das Hex ja jetzt wieder vor dem PJ ist.
Also....lange Vorrede, kurze Mail :-))
Sehr geehrter Herr Prof. (oder PD) xyz,
haben Sie sich den ersten Entwurf meiner Dr.-Arbeit schon durchgelesen? Da ich gerade mit dem PJ angefangen habe, ist es für mich jetzt der ideale Zeitpunkt, die Arbeit abzuschließen, was jedoch erst möglich ist, wenn ich Ihre Korrekturen vorliegen habe.
Mit freundlichen Grüßen
Milana
Puh, strammer Zeitplan bei der Vorgeschichte. Es ist wirklich ärgerlich, wenn man sich selber so bemüht, alles gut und zügig voran zu bringen, wenn man dann so sabotiert wird. Bei mir war es genau andersherum. Die Laborarbeit ging mir sehr leicht von der Hand, auch wenn es zwei Jahre quasi Vollzeit neben dem Studium waren. Aber das Schreiben... ich habe immer mal wieder Phasen gehabt, in denen ich reingehauen habe und es super voran kam, und dann lag es wieder nicht nur monate- sondern auch jahrelang. Mein Doktorvater hingegen hat meine komplette 160 Seiten Arbeit in nicht mal drei Wochen korrigiert gehabt. Zum Dank lag es dann wieder bei mir Ewigkeiten. Echt peinlich.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg, das alles noch gut ist die Bühne zu bringen!
Und dann sagen alle Naturwissenschaftler, wir machen eine 3-Monate-Promotion. Nein, bei uns dauert es auch vom Beginn bis Ende 3-XX Jahre. :-D
Meine Arbeit liegt erst einen knappen Monat beim Doktorvater in der ersten Version vor und ich kann kaum erwarten, dass er mir die Korrektur schickt. Aber wenn ich hier die Berichte lese, ist es wohl klüger, arbeiten zu gehen........
@ Milana: Gibt es eine Möglichkeit einer Publikationspromotion zu machen? Eventuell einfach einreichen, dann von den Reviewern "korrigieren" lassen und dann nochmals einreichen oder woanders einreichen.
haben Sie sich den ersten Entwurf meiner Dr.-Arbeit schon durchgelesen? Da ich gerade mit dem PJ angefangen habe, ist es für mich jetzt der ideale Zeitpunkt, die Arbeit abzuschließen, was jedoch erst möglich ist, wenn ich Ihre Korrekturen vorliegen habe.
Dass ich nicht selbst drauf gekommen bin, einfach nachzufragen, ob er das schon gelesen hat - das ist echt gut, das mach ich so :-D
Ich hatte ja lange mit dem Gedanken gespielt auch Forschung zu machen (und auch mit dem Fernziel das Studium mal angefangen und die experimentelle Diss gewählt) - aber dieses Ellenbogengemache und das Leute aus der Autorenschaft schubsen und wer darf wo stehen und wieviel genau muss man dafür einbringen... Das ist so überhaupt gar nicht meine Welt, da hab ich null Bock drauf.
@Muri
Ja, ich weiß, mir wird auch ganz anders, wenn ich schon dran denke, wie viel Arbeit da noch auf mich zukommt. Aber es muss meiner Ansicht nach jetzt echt noch im PJ fertig werden, allein die Vorstellung, dass ich das mit ins Arbeitsleben nehme, nein Danke!
Und der erste Entwurf steht mit über 80 Seiten ja auch eigentlich schon recht ausführlich, ich hoffe einfach, dass er nicht sooo viel zu nörgeln hat. (wird er eh haben, denn er ist wirklich, wirklich gründlich bei sowas...)
@Trenn
Da könnte ich Feuer speien, wenn mir sowas wer vorhält. Ich kenne echt niemanden, dessen Diss <2 Jahre gedauert hätte. Ich war 2,5 Jahre an den Experimenten, nachmittags, am Wochenende, Vorlesungen geschwänzt... Und die NaWis, die Vollzeit dran arbeiten widmen sich ihrer Diss auch nicht den ganzen Tag, sondern machen Lehre usw usf, kriegen aber dafür dann Gehalt ^^
Ich konnte in unserer Promotionsordnung keine Möglichkeit zur Publikationspromotion finden, aber jetzt ist ja auch schon eine ewig lange Einleitung usw geschrieben und ein anderes Paper ist auch schon aus den Daten hervorgegangen, was ich schon reingepackt hab.
@DrHonigtau: Vielen Dank für deine Antwort!! :)
Relaxometrie
24.01.2015, 12:15
Dass ich nicht selbst drauf gekommen bin, einfach nachzufragen, ob er das schon gelesen hat - das ist echt gut, das mach ich so :-D
Oder Du schreibst:
Sehr geehrter Herr Prof. xyz,
Relaxo ausm Forum sagt: "Sie sollen meinen Entwurf der Dr.-Arbeit endlich mal lesen. Kann doch nicht so schwer sein, ey!!!"
MfG
Milana
Dann bist Du aus der Nummer raus und ich übernehme die Verantwortung fürs Nachfragen und Quengeln :-D
Kurze Frage in die Runde: Macht es Sinn die Diagramme des Ergebnisteils (Boxplot-Diagramme und Korrelationskurven) eher klein in den Ergebnisteil zu packen oder groß (ca. 1/2 Seite pro Diagramm) als Anlage? Ich habe die jetzt im Ergebnisteil und finde die Lesbarkeit recht schlecht.
Relaxometrie
24.01.2015, 14:02
Kurze Frage in die Runde: Macht es Sinn die Diagramme des Ergebnisteils (Boxplot-Diagramme und Korrelationskurven) eher klein in den Ergebnisteil zu packen oder groß (ca. 1/2 Seite pro Diagramm) als Anlage? Ich habe die jetzt im Ergebnisteil und finde die Lesbarkeit recht schlecht.
Warum nicht einfach direkt groß in den Ergebnisteil?
Was auch zu bedenken ist: in welcher Größe (DIN A 4/5?) ist die Arbeit laut Promotionsordnung bei Euch zu drucken? Wir müssen die beiden Gutachterexemplare in A4, die endgültigen Arbeiten zum Abgeben in der Bibliothek aber A5 drucken. Deswegen habe ich die Diagramme und Tabellen direkt groß genug in den Ergebnisteil gestellt.
Ich weiß nicht... habe jetzt 6 Seiten mit großen, halbseitigen Boxplots. Das ist zwar das Ende des Kapitels und man kann die Ergebnisse vorher in Text und Tabellen schon nachverfolgen, aber ich werd einfach schauen was der Betreuer sagt. Das Verschieben zu den Anhängen wäre ja schnell erledigt.
Heute werde ich das Ergebnisteil abschließen und morgen geht es dann an die Einleitung :-) Bisher bin ich im Zeitplan.
Dein Tipp mit der Veröffentlichung in A5 war gut... es werden tatsächlich 25 Exemplare in DinA5 angefordert (oder digitale Veröffentlichung und vier Exemplare A5).
Falls ich dich richtig verstehe und du die gleichen Ergebnisse sowohl als Tabelle als auch als Boxplot dargestellt hast solltest du wirklich was in den Anhang verschieben. Man stellt ein Ergebnis immer nur auf die eine oder andere Weise dar. Ich hatte auch beides im Ergebnis-Teil und habe am Ende die ganzen Tabellen in den Anhang verschoben. Genaue Nachkomma-Werte interessieren häufig eh nicht, die graphische Darstellung ist da sinnvoller. Und ich hatte auch jeweils zwei Abbildungen pro DIN A4-Seite, jeweils nah am Textbezug.
Danke dir! Es sieht nun deutlich besser aus. Unsere Promotionsordnung und die Richtlinien für die Dissertation schweigen sich darüber aus, ab wievielen Anhängen würdet ihr ein Anhangsverzeichnis erstellen? Würde die sonst am Ende des Inhaltverzeichnisses stellen...
Entschuldigt diese Detailfragen, bin gerade gut im Schreibefluss und da tauchen immer wieder fragen auf, die ich nicht direkt an den Betreuer stellen will. Letztenendes werde ich bei der Korrektur seine Meinung schon mitbekommen :-)
Ich hatte viel im Anhang, habe aber kein gesondertes Anhangsverzeichnis gemacht, sondern die dortigen Tabellen und Diagramme in das Tabellen-, bzw. Abbildungsverzeichnis integriert. Meine Abbildungen waren nach Kapitel bezeichnet (also alle in der Einleitung als "Abb. 1.1", "Abb. 1.2"..., in der Methodik "Abb. 2.1..."), die Abbildungen im Anhang hatten dann eine Bezeichnung "Abb. A.1" etc.
Damit ist auch im Text schön zu unterscheiden wo man die Abbildung findet, sofern du doch mal auf eine Abbildung im Anhang verweisen musst.
Ich denke, das sollte auch mit Word so gehen, ich hatte in LaTeX geschrieben. Viel Spaß beim weiteren Schreiben, so macht das doch Spaß ;-)
Geht mit Word, habe ich genauso gemacht.
Relaxometrie
25.01.2015, 12:12
Dein Tipp mit der Veröffentlichung in A5 war gut... es werden tatsächlich 25 Exemplare in DinA5 angefordert (oder digitale Veröffentlichung und vier Exemplare A5).
Bei uns gibt es im Dekanat eine ziemlich unübersichtliche Vielfalt an Hinweisblättern, die mehr oder weniger aktuell die verschiedenen Vorgaben für die Promotion abhandeln. Da stand auch, daß man daran denken soll, daß insbesondere Abbildungen und Tabellen in A5 lesbar sein müssen.
Ich habe mich dann zugunsten der Lesbarkeit für eine größere Darstellung entschieden, was an manchen Stellen dazu geführt hat, daß ich die Absätze und Seitenumbrüche anders gestaltet habe, als ich es von der Logik her gerne gemacht hätte. Auf Spielerein, wie "ach, dann mache ich die Schriftgröße an der ein oder anderen Stelle mal eine halbe Schriftgröße kleiner, damit der Absatz noch auf eine Seite gequetscht werden kann" habe ich aufgrund der Vorgabe für die Schriftgröße auch verzichtet.
Die eierlegende Wolmilchsau gibt es bei den vielen Formatierungsvorgaben, die man erfüllen soll, halt nicht.
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