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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread



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nie
31.03.2022, 21:03
Puh, meine Doktorarbeit ist aus diversen Gründen in den letzten 2 Jahren nur so sinnlos dahingedümpelt und eigentlich hatte ich mich geistig schon von dem Projekt verabschiedet. Zumal ich es von Anfang an nur halbherzig angegangen bin.

Jetzt hat der Chef aber entschieden, dass das Ding doch noch fertig werden soll und ich habe eine neue Betreuerin bekommen. Die hat innerhalb von 15 Minuten das ganze Projekt aus links gedreht, Struktur reingebracht und ein zielführendes Konzept erstellt. Jetzt ist tatsächlich Licht am Ende des Tunnels und ich bin sogar wieder motiviert, die Arbeit fertig zu machen. Mal gespannt wie lange das Zwischenhoch anhält bevor ich wieder kein Bock mehr habe :-oopss

NitroBacter
12.08.2022, 15:53
Ich habe endlich meinen Verteidigungstermin für Oktober bekommen :-bee

D.Hollywood
13.08.2022, 08:19
Glückwunsch! Wann hast du abgehoben ? Ich warte noch -.-

Coxy-Baby
13.08.2022, 10:50
Ich habe endlich meinen Verteidigungstermin für Oktober bekommen :-bee

Harvard des Ostens..... habe ich ja schon ewig nicht gelesen ;-)
Viel Erfolg bei der Verteidigung.

NitroBacter
15.08.2022, 18:32
Ich habe alle meine Unterlagen im Februar eingereicht, die Arbeit ist schon seit fast 3 Jahren fertig. :D

Dragonheart
20.09.2022, 15:06
Und schon wieder rund ein halbes Jahr Pause seit dem ich das letzte mal an dem Mist dran sahs... irgendwas ist doch immer... sei es Examen und jetzt die ersten Monate im Job. Bin ja mal gespannt ob irgendwann ein Licht am Ende des Tunnels auftaucht.

vkg55
29.09.2022, 15:21
Hallöchen ihr Lieben,

nach langer Zeit krieche ich mal wieder aus meinem Loch und hoffe hier ein wenig Motivation abzustauben...
Rund 1,5 Jahre habe jetzt nicht in meiner Dissertation rein geguckt... es war mir aus persönlichen Gründen und dem PJ einfach nicht möglich mich daran zu machen... nun quäle ich mich damit wieder einen Einstieg in das Thema und die Arbeit zu finden.
Eigentlich wäre vielleicht gar nicht mehr sooo viel zu machen, die Arbeit war bereits zur (ersten) Kontrolle bei meiner Doktormutter und die meisten Dinge hatte ich schon vor der großen Pause korrigiert...
Aber jetzt fällt es mir so unglaublich schwer mich da wieder dran zu setzen :-wand

Uff ich kann es mir soooo gut vorstellen. :-keks Ich kann mich nichtmal mehr daran erinnern, wann ich hier reingeschaut habe vor lauter Vermeidung o.o
Ich bin jetzt glaube sei ca. 4 Jahren am "nur noch Schreiben" und konnte neben der Arbeit, ohne Arbeit, mit halber Arbeit mich einfach nicht überwinden diese elendige Doktorarbeit zu finalisieren. Immerhin hast du das Schlimmste schon hinter dir! :) Ist doch Super, wenn die Diss schon so gut wie steht :-top

Ich habe mich die letzten Wochen sehr zusammengerissen und jetzt EEEEENDLICH einen (wenn auch extrem stümperhaften) Erstentwurf erstellt, der noch sehr viel Arbeit benötigt, aber immerhin steht erstmal überall was. Keine Ahnung ob das so üblich ist oder nicht, aber ich habe mir vorgenommen diesen Entwurf morgen mal zu meinem Doktorvater zu schicken (nach locker einem Jahr Funkstille :-oopss ) um mir zumindest den "roten Faden", die Fragestellungen und das Inhaltliche erstmal grob absegnen zu lassen, bevor ich weitermache.

Wie war das denn bei euch? Hat euer Doktorvater so halbgewalgte Versionen auch gelesen oder nur finale Dokumente? Und hattet ihr vorher gemeinsam einen roten Faden und die konkreten Fragestellungen festgelegt? Mir ist zwar klar, was ich für Experimente und warum gemacht habe und der interne Grund, aber wie man das nach außen verkauft und was jetzt offiziell da stehen darf/soll, haben wir nie besprochen. :/

Ich scheine ja aber leider nicht die einzige zu sein, die einfach ewig braucht............

Mistermeo
30.09.2022, 10:09
Ich komm nicht aus dem Quark. Ich muss auch "nur noch schreiben". Frustrierend..

xpt21
06.12.2022, 14:13
Hi ihr,

ich habe jetzt mein M3 fertig :-dance, und jetzt steht auch bei mir das Thema Doktorarbeit erneut an... ich habe experimentell im Labor gearbeitet, mit 3 Freisemestern usw., da ist die Diss leider immer noch nicht fertig geworden, vor lauter Datenerhebung habe ich tatsächlich noch nicht viel an der Doktorarbeit geschrieben.
Insgesamt würde ich in der Rückschau sagen, dass das Thema durch meinen Doktorvater VIEL zu weitläufig gewählt wurde und er möchte mich jetzt quasi mit den Daten, die ich dazu erhoben habe, noch zu einer Publikation "zwingen".

Durch mein Engagement in den Freisemestern kam ich tatsächlich noch zu einer geteilten Erstautorenschaft in einem leicht anderen Themenbereich, und möchte jetzt gerne die Doktorarbeit "einfach" nur abschließen, möglichst schnell und ohne den erneuten Stress einer Publikation mit monate- bis jahrelangem peer review ...
Habe das meinem Doktorvater so vor einer Woche (erneut) gesagt, und er wurde sehr sauer - ich habe jetzt Angst, dass ich an keiner anderen Uni (kleines Fach) einen Job bekommen könnte, da mein Doktorvater mit sehr vielen anderen Chefärzten in dem Fach bekannt ist.
Forschung an sich hat mir eigentlich Spaß gemacht, deswegen möchte ich auch an einer Uniklinik anfangen, aber eben nicht in der Abteilung meines Doktorvaters und auch eher mit klinischer als mir experimenteller Forschung....

Was würdet ihr mir raten? Nochmal eine Publikation anstreben, wahrscheinlich mit langem Zeitverlust und Stress? Oder hoffen, dass er mich im Schreib- und Verteidigungsprozess trotzdem unterstützt und mir keine Steine in den Weg legt für das weitere Berufleben?

Bonnerin
06.12.2022, 15:04
Wenn Du den Hauptteil der Arbeit gemacht hast, dann das Paper raushauen, aber unbedingt auf einer alleinigen Erstautorschaft bestehen. Gerade wenn es ein kleines Fach ist, was Du machen willst, dann ist es doch umso besser, wenn vernünftig was publiziert worden ist anstatt nur ne Monographie, die am Ende ohnehin im Mülleimer landet und nie wieder gelesen wird. Vor allem, wenn die Daten gut sind würde ich immer eine Veröffentlichung wollen.

Je nach Richtlinien der Uni kannst Du ja dann das Schreiben der Dissertation selbst auch massiv verkürzen. Das wird sich alles so oder so hinziehen, egal ob bei der Publikation oder bei der Monographie...

Kiddo
06.12.2022, 19:59
Ich würde das auch handhaben, wie Bonnerin vorgeschlagen hat. Gerade in kleinen Fächern kann eine Publikation mehr am Ende den Ausschlag geben, zumal du zukünftig Forschung ja nicht ausschließt.

Knicks
11.12.2022, 17:10
Ich reihe mich hier nun auch mal ein, auch ich muss "nur noch schreiben" (und die ganze Literaturrecherche machen tbh). M3 ist vorbei und ich hätte die doofe Diss gerne vor dem Berufstart abgegeben, mal sehen, ob mein Schweinehund und ich das schaffen. :D

Bonnerin
11.12.2022, 20:44
Ich kann dir nur raten, es unbedingt so zu machen. Sonst wirst du diesen Betonklotz vermutlich wirklich nicht mehr los...gibt ja genug Beispiele hier in diesem Thread...

Ich hatte 2 Monate Zeit zwischen M3 und Jobbeginn und war dann tatsächlich auch fertig. Die Annahme des Papers hat sich dann leider verzögert, aber die erforderliche revision und Anpassung der Diss (Publikationsdissertation) gingen dann problemlos neben der Arbeit mal an einem langen Wochenende.
Eine Freundin hatte ein bisschen mehr Zeit als ich, die war an gleichen Punkt wie du und musste "nur noch" ihre Monographie schreiben. Auch bei ihr war dann aber der erste Entwurf komplett fertig und sie musste lediglich Korrekturwünsche einarbeiten.

Aber that's it. Der Rest hängt seit Jahren am "nur noch Schreiben". Man möchte aber verständlicherweise halt doch lieber Freizeit haben wenn man mal Urlaub hat, statt sich mit der Diss rumzuprügeln...es ist nicht unmöglich, das parallel zur Arbeit zu machen, empfehlen würde ich es aber niemandem.

][truba][
12.12.2022, 07:44
Ich habe es parallel gemacht. Nach zwei komplett brach liegenden Jahren noch zwei zähe Jahre im
Anschluss. Tritt deinem Schweinehund in den arsch oder die Chance ist leider gut, dass es nichts mehr oder nur mit langer Verzögerung etwas wird.

Bender B. Rodriguez
12.12.2022, 07:59
Ja, bei mir war's ähnlich. Spät im Studium angefangen, zunächst sehr motiviert (auch extrinsisch weil der Betreuer seine Daten wollte), mit Beginn des PJ dann nur noch verschoben.

Ich bin meinem Dr.vater heute dankbar dass er mir nach drei Jahren Leerlauf ein Ultimatum gestellt hat. Da hab ich's dann fertig gemacht was wirklich keine Freude war neben der Intensivrotation.

Ein Freund aus der gleichen Arbeitsgruppe mit ähnlichem Thema hat in der Zeit abgebrochen. Der hatte bis dahin wohl ähnlich viel Arbeit reingesteckt wie ich. Ärgerlich!

Dragonheart
14.12.2022, 13:56
Hallöchen ihr Lieben...

ich krieche auch mal wieder aus der Versenkung... bin ja seit nun fast 10 Monaten im Job und wie das so ist, neben Stationsarbeit / (Nacht-)Diensten und dem wenigen Privatleben bleibt natürlich keine Zeit .... nun hab ich aber endlich mal wieder meinen Hintern hoch bekommen und hab mich mit den Formalien der Einreichung / Eröffnung des Promotionsverfahrens auseinander gesetzt.
Daher lese ich heute den Driss "final" durch und werde dann heute Abend die Mail schreiben welche (zumindest wenn ich die Infos auf der Homepage der Uni dazu richtig verstanden / gelesen habe) die Eröffnung des Promotionsverfahrens ins rollen bringt...
Also vielleeeeeeicht ist so langsam ein Ende in sicht...

Absolute Arrhythmie
16.12.2022, 09:27
Bei mir läuft gerade die Frist des zweiten Zweitgutachters... Nachdem der erste ja zweimal acht Wochen hat verstreichen lassen. Ich hoffe dass das Ding dann bald endlich mal durch ist, ich hab schließlich Anfang Februar eingereicht...
Und ab April muss ich wieder arbeiten, wäre super wenn ich vorher noch die Verteidigung fertig hätte...

Ich hab übrigens auch "nur noch schreiben" müssen während der Arbeit... War ätzend, kann ich nicht empfehlen! Ich hab echt oft im frei nach Dienst an der Diss gesessen, aber man kommt einfach nicht richtig voran wenn man immer wieder längere Pausen hat. Ich hab dann im Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft das Ding in zwei Wochen "Vollzeit-Schreiben" fertig gemacht. Hat sich gelohnt, jetzt mit Kind wäre daran nicht mehr zu denken!

Bonnerin
16.12.2022, 10:14
Das ist ja wohl nicht wahr bei dir?!? Du hast schon wieder so ein Pech mit dem Zweitgutachten? :(

Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen, dass das Gutachten schnell kommt und dann alles reibungslos geht. Hast du dich schon für ein Zweitfach entschieden?

Dragonheart
16.12.2022, 17:11
Heute wollte ich schon den Tag im Kalender rot anmalen, dachte es wäre der Tag der Tage und ich könnte endlich das Promotionsverfahren eröffnen und endlich alles einreichen...
Na klar... Pustekuchen...
Zum Glück im Kleingedruckten der drölftausend Formulare gelesen...
"Vor Einrichen der Arbeit ist diese zuvor zur Abschlusskontrolle an das Statistik Institut zu schicken"... joa die Mail mit der Schrift ist zwar schon raus, kann ich jetzt auch nicht mehr ändern. Muss man nicht verstehen warum das ganz am Ende, ganz klein steht...
Naja, macht man nix außer doch nochmal ewig zu warten und viel Kaffee zu trinken..

kombinat100
16.12.2022, 21:23
Liebe Mitleidenden - ich sitze nach monatelanger Pause wieder am schreiben und hoffe so sehr es Anfang nächsten Jahres endlich fertig zu haben. Ich habe parallel zum Job 2019 angefangen zu promovieren, die Datenerhebung ist seit 2020 fertig - aber schreiben neben der Arbeit fällt mir so unfassbar schwer, und das schreiben an sich sowie so....den letzten Aufsatz hab ich in der 13. Klasse geschrieben und das macht sich jetzt bemerkbar ;)
Ich hab eine kleine Frage - habt ihr Eure Arbeit bevor ihr sie abgegeben habt einer Plagiatprüfung unterzogen? Wenn ja, wo?