Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
Meine wichtigste Entscheidung, ziemlich zu Anfang, war wohl mich auf das Credo unseres "Scientific Writing" Dozenten einzulassen: Erstmal drauf los schreiben, dann stufenweise ausfeilen. Erstmal ungeachtet von Form und Rhetorik den train of thought hinballern, viel mit Anmerkungen arbeiten und dann bei Gelegenheit ausformulieren... :-)
Absolute Arrhythmie
02.03.2018, 20:29
Meine wichtigste Entscheidung, ziemlich zu Anfang, war wohl mich auf das Credo unseres "Scientific Writing" Dozenten einzulassen: Erstmal drauf los schreiben, dann stufenweise ausfeilen. Erstmal ungeachtet von Form und Rhetorik den train of thought hinballern, viel mit Anmerkungen arbeiten und dann bei Gelegenheit ausformulieren... :-)
Klingt nach einem guten Konzept! Danke für den Tipp! :-top
agouti_lilac
03.03.2018, 08:41
Klingt, als ob wir bei demselben Dozenten waren. :-D
Genau, erstmal den roten Faden zu Papier bringen.
In Form bringen kann man das später. Man wird das eh öfter durchlesen, umfeilen, neu formulieren,... spätestens, wenn der Betreuer es liest. Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Aber dann wird es besser, wenn man sich in das Thema etwas eingearbeitet hat. Ich habe einfach zu jeder Überschrift was geschrieben - letztendlich passte das insgesamt natürlich nicht zusammen, aber dann setzt man sich hin, ergänzt hier und da noch einen Satz, wie man von A auf B kommt... der unbedarfte Leser muss das ja kapieren.
Und wenn mal ein Tag schei**e lief, dann ist das so. Abhaken und weiter. :-)
Ich persönlich finde ja verbessern, umformulieren, ergänzen etc viel schwieriger als komplett neu machen. Ich plädiere also für das absolute Gegenteil ;-)
Differenzialdiagnose
03.03.2018, 11:18
Ich fand‘s ganz gut erstmal natürlich die Standardeinteilung zu machen und sich für die jeweiligen Unterkapitel Überschriften zu überlegen. Das gibt einem ja auch schon einen gewissen Plan vor, an dem man sich langhangeln kann. Selbst wenn man zwischendurch Pausen macht, weiß man später noch was man wollte.
Ich fand das schwierigste war erstmal das recherchieren von Literatur und das richtige zitieren zu lernen.
Und so Sachen wie schöne Graphen und Tabellen sind auch Kleinkram der richtig viel Zeit kostet.
Differenzialdiagnose
03.03.2018, 13:44
Das Recherchieren fand ich auch schwierig. Aber irgendwann hat man ja seine 10-20 Artikel gelesen und darauf weiter aufgebaut. Insbesondere wenn die sich untereinander zitieren und beziehen. Ich habe jetzt alleine für die Einleitung knapp 60 Artikel auf die ich mich beziehe.
Für hübsche Grafiken bin ich zu unfähig. Da müssen die Standarddinger aus SPSS reichen. :x
Rettungshase
03.03.2018, 14:04
Leute, ich bin durch.
Das Rigorosum letzte Woche war ein Witz.
Nachdem meine Arbeit knapp 4mal länger gedauert hat als primär veranschlagt und ich bestimmt 100 graue Haare im Verlauf des Trainings der Steigerung meiner Frustrationstoleranz bekommen habe, kann ich nur sagen: Es ist irgendwann vorbei :)
Fazit:
- Man muss nicht unbedingt mit LaTeX schreiben, am Schluss sieht es aber schick aus, man kann sich einbilden, sich außerhalb der Komfortzone weitergebildet zu haben, und man bekommt den ein oder anderen Ausraster weniger als bei Word, bei dem man auf Seite 50 keinen harten Zeilenumsprung hat, weil man auf Seite 2 ein überflüssiges Leerzeichen löscht :p (naja... wobei die Gesamtsumme der Ausraster nicht signifikant unterschiedlich sein dürfte).
- Graphiken mit Excel sind etwas hübscher als die mit SPSS, sind aber unwesentlich mehr Arbeit. Meine Betreuerin wollte das so.
- Ein Hoch auf die Youtube-Statistiker - neben Andy Field.
Differenzialdiagnose
03.03.2018, 15:09
Inwiefern war das Rigorosum ein Witz?
Die geilsten Grafiken gibt's natürlich mit R. Aber damit ist auswerten aufwändiger als mit SPSS weil man jeden Schritt selbst überlegen muss.
Rettungshase
03.03.2018, 20:32
In meinem Fall war es so, dass ich einen Kurzvortrag über meine Arbeit halten sollte und anschließend noch ein paar sehr wohlwollende Fragen beantworten sollte. Der Zweitprüfer hat gelegentlich auch nur so halb aufgepasst.
Pampelmuse
05.03.2018, 12:33
Gratulation!!!!!
Herzlichen Glückwunsch ☺️
Rettungshase
05.03.2018, 19:33
Vielen Dank :)
Nessiemoo
06.03.2018, 09:05
Herzlichen Glückwunsch! jetzt ab in das Freude-Thread damit ich hier weiter meine Frust über das Schreiben verbreiten kann :-))
Ich bin ja jetzt seit einem Monat in Schichtsystem, dass Vor- und Nachteile hat, als Vorteil ist auf jedem Fall mehr Freizeit zu bezeichnen, so dass ich auch viel mehr Zeit für meine Doktorarbeit habe. Nichtdestotrotz sitze ich vor einem RiesenBerg von Arbeit, dass gefühlt nicht weniger wird. Und mittlerweile ist man ja echt so aus dem Thema raus. Bin ziemlich frustriert.
Pampelmuse
06.03.2018, 17:38
Ja, das mit dem "Raussein" kenne ich. :-(
Respekt, dass Du trotz Schichtarbeiten noch was schaffst. Bei mir war der Schlafrhythmus während meiner Zeit in der NA total durcheinander, und ich habe dort massig Überstunden gemacht, sodass ich quasi nichts geschafft habe "nebenher". Ich wünsche Dir, dass es besser läuft für Dich!!!
Ich sitze auch gerade wieder dran.
Bei mir läuft es nicht. Die Einteilung meiner Gruppen ist noch nicht durch den Pathologen abgenickt, daher kann ich die Auswertung nicht machen. Insgesamt habe ich das Gefühl nicht zu wissen was und warum ich was gemacht habe. Ich finde die Versuche schlecht konzipiert. Und für die Einleitung habe ich auch keine Idee. Ich muss nochmal einen Versuch wiederholen, ist zwar nur ein Tag, aber ich wohne nicht mehr am Studienort. Grrrr....
Luffy123
13.03.2018, 19:00
Hallo zusammen,
kennt jemand eine gute Freeware, mit der man zeichnen kann? Ich meine damit nicht sowas wie Paint oder ähnliches.
Ich benötige das für meine Diss, ich möchte damit biochemische Prozesse darstellen, z.B. auf mein Thema bezogen die Abspaltung des Amyloid-Precursor-Proteins durch verschiedene Enzyme, oder das Prinzip der immunhistochemischen Färbung mit Primär- und Sekundärantikörper.
Könnt ihr mir da etwas empfehlen? Was benutzt ihr so?
https://draw.io für Flussdiagramme etc unschlagbar mMn.
roxolana
15.03.2018, 13:19
Wenn du LaTeX nutzt, kannst du solche Diagramme auch direkt damit machen. Ich habe Flowcharts z.B. mit tikz erstellt.
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