Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
Differenzialdiagnose
21.10.2018, 08:21
Ich hocke gerade an meiner Diss. Ich schreibe in Word auf MacOS.
Blöderweise habe ich erst mit dem intelligenten Inhaltsverzeichnis angefangen, so dass ich jetzt gucken muss, wie ich die drei Seiten Titelblatt usw. davor reinkriege und die Seitennummerierung erst ab 1. Einführung hinkriege.
Ich kriege die Blätter nicht vor das Inhaltsverzeichnis kopiert, eine vorherige Seite lässt mich Word nicht erstellen.
Dann habe ich probiert es andersrum zu machen und ein neues Dokument anzulegen, so dass die Titelblätter schon fertig sind und ich alles Andere reinkopiere.
Nun kann ich aber das Inhaltsverzeichnis einfach nicht kopieren.
Weiß jemand wie ich da am besten vorgehe? :(
Also eines von deinen Problem hatte ich auch. Du kannst das Dokument in verschiedene Abschnitte einteilen und dann die Nummerierung für die Abschnitte festlegen. (https://support.office.com/de-de/article/hinzuf%C3%BCgen-unterschiedlicher-seitenzahlen-und-zahlenformate-zu-verschiedenen-abschnitten-bb4da2bd-1597-4b0c-9e91-620615ed8c05)
Gibt es keine Vorlage deiner Uni? Ich finde du machst dir das Leben ganz schön schwer indem du selbst Erbe Vorlage erstellst.
Differenzialdiagnose
21.10.2018, 09:04
Danke, das habe ich so gemacht. Vorlage hatte ich. Ich wusste nur nicht, dass man das intelligente Inhaltsverzeichnis "einfach" ausschneiden konnte, via der drei Punkte oben wenn's markiert ist. Hab's nun ausgeschnitten, neue Seiten angelegt, alles davor reingepackt und verschiedene Abschnitte erstellt, so dass die Seitennummerierung auch passend bei Einleitung 1.1 anfängt.
Jetzt packe ich da nichts mehr an. :D
Bin froh, wenn nun die Formatierung, das Inhalts-, Bilder-, Tabellen- und Zitateverzeichnis heile bleiben.
Choranaptyxis
21.10.2018, 09:08
Zur Seitennummerierung tippe ich, dass du da so etwas schon probiert hast?
https://support.office.com/de-de/article/sp%C3%A4teres-beginnen-mit-der-seitennummerierung-in-ihrem-dokument-c73e3d55-d722-4bd0-886e-0b0bd0eb3f02#startlater
Bei dem Rest bin ich auch überfragt, bei uns gibt es da eine Formatvorlage.
Ich hatte mir auch über den Sommer eine Diss geangelt, aber jetzt erst mich langsam dran gewagt , klinisch prospektiv, nicht in einem Fach (plus Querschnitt mit einem Anderen), in dem ich später arbeiten möchte, aber sehr interessant.
Bevor es jetzt überhaupt losging gemerkt, dass die Patientenzahlen nicht zu erreichen sind, maximal die Hälfte, also muss die Testung abgeändert werden und ob dann noch eine Aussagekraft besteht, mal schauen. Von organisatorischen Probleme ganz zu schweigen (und die hätte man vorher sehen können).
Ärgert mich selbst etwas, dass ich so naiv war. Hatte zwar gefragt, ob die Zahlen realistisch sind, wurde mir auch mit Zahlen untermauert und bejaht, aber zwischen vorhandenen Daten und passenden Studienteilnehmern, die noch erreichbar sind, klafft halt eine Lücke.
Bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt, und hoffe einfach, dass es sich alles irgendwie klärt.
ehem-user-11022019-1151
24.10.2018, 22:05
Nun kann ich auch langsam hier einziehen.
Ich habe jetzt doch mein Thema geändert und mich an eine experimentelle ohne Freisemester gewagt.
Wie habt ihr, die ihr das auch ohne Freisemester gemacht habt, das so hinbekommen?
Und eine Frage in die Runde: wer von euch fällt unter die neue Promotionsordnung?
Da muss man ja dieses Punkte sammeln, glücklicherweise bietet unsere Uni Workshops an, um die Hälfte der Punkte zu sammeln. Die Dozentin tut mir Leid, so ungefähr 99% der Anwesenden sind nur körperlich da.. :D
Nun kann ich auch langsam hier einziehen.
Ich habe jetzt doch mein Thema geändert und mich an eine experimentelle ohne Freisemester gewagt.
Wie habt ihr, die ihr das auch ohne Freisemester gemacht habt, das so hinbekommen?
D
Nicht gut, tu das nicht. Ich habe mich immer für sehr stressresilient gehalten, aber das hat mich psychisch irgendwann fertig gemacht und ich musste dann ein Freisemester nehmen um wieder klar zu kommen.
Absolute Arrhythmie
25.10.2018, 07:53
Ich hab auch eine experimentelle ohne Freisemester gemacht. Daneben hab ich noch 10h/Woche gearbeitet.
Hat ewig gedauert und war ziemlich anstrengend, ich kann auch nicht behaupten dass es meinem Privatleben besonders gut getan hätte.
Fazit: kann man machen, muss man aber nicht.
Nun kann ich auch langsam hier einziehen.
Ich habe jetzt doch mein Thema geändert und mich an eine experimentelle ohne Freisemester gewagt.
Wie habt ihr, die ihr das auch ohne Freisemester gemacht habt, das so hinbekommen?
Ging. Wie bei vielen anderen auch ;-) Kommt aber wirklich total auf die Arbeit an. Ich habe Experimente mit Geweben gemacht und die haben auch auf mich gewartet wenn ich mal keine Zeit hatte (im Gegensatz zu Zellkulturen). Ehrlicherweise fand ich das machbar. Habe auch nebenbei noch ein paar Stunden gearbeitet, trotzdem noch Freunde und Hobbies.
Was mich viel mehr angekotzt hat war das eigentlich schreiben. Und die Auswertung kostet auch nochmal ganz viel Zeit. Das hat mich dann insgesamt jetzt 10 Monate gekostet. Man hätte es konsequenter machen können, aber das ist nochmal sehr zeitintensiv.
Und ich habe das Gefühl, dass wenn man ein Freisemester nimmt, dann laufen die Versuche auch nicht besser oder schneller. Der Betreuer hat ständig neue Ideen was man noch untersuchen könnte. Ich denke es geht ohne Freisemester. Und ob ein Freisemester besser ist kann ich zumindest nicht wirklich abschätzen.
Nicht gut, tu das nicht. Ich habe mich immer für sehr stressresilient gehalten, aber das hat mich psychisch irgendwann fertig gemacht und ich musste dann ein Freisemester nehmen um wieder klar zu kommen.
Hast du das noch im Studium genommen? Und ist die Arbeit dann auch in dem Zeitraum fertig geworden?
Fazit: kann man machen, muss man aber nicht.
Dem würde ich mich so anschließen. Bin mir aber wirklich nicht sicher, ob ein Freisemester besser ist.
Ich habe eine experimentelle mit wöchentlichem auch zeitlich in engen Spielräumen fixen Aufgaben gemacht. Versuche gingen über anderthalb Wochen. Von Start bis Ende meist so 40h+ in der Zeit, dann drei Tage Pause und von vorne. Ich habe das ohne Freisemester gemacht, hat aber viel Organisiererei verlangt, um Kurse zu tauschen etc. In den Ferien wurden es dann auch noch immer mehr Stunden, da dann zusätzliche Aufgaben anstanden. Ich hätte niemals ein Freisemester genommen, ging ohne. Hätte ich es, so hätte ich das aber mit meinem Arbeitsaufwand (insbesondere wenn ich idealerweise da schon geschrieben hätte bzw damit begonnen hätte) gut rechtfertigen können.
Arrhythmie
26.10.2018, 11:28
Ich habe jetzt doch mein Thema geändert und mich an eine experimentelle ohne Freisemester gewagt.
Wie habt ihr, die ihr das auch ohne Freisemester gemacht habt, das so hinbekommen?
Ich hab eine klinisch-experimentelle ohne Freisemester und mit Kind + pendeln gemacht.
Ja, ist schon stressig, bin halt in keine VL (mach ich aber eh nicht) - morgens in die Klinik zu meinen Pat & nachmittags in die Uni; alle Fehltermine genutzt, Laufzettel auch mal Freunden mitgegeben in Kursen wo es möglich war ;-) etc... Hab es irgendwie hinbekommen. Aber Stresslevel war schon am oberen Limit :-)) Würde es trotzdem genau wieder so machen. Hab kein Bock auf Freisemester, da würde ich zu sehr zur "laid back person" mutieren ;-) Das tut mir nicht gut. Wäre evtl stressfreier gewesen aber das war es mir nicht wert. Und ich bin super froh es so hinbekommen zu haben.
Nun kann ich auch langsam hier einziehen.
Ich habe jetzt doch mein Thema geändert und mich an eine experimentelle ohne Freisemester gewagt.
Wie habt ihr, die ihr das auch ohne Freisemester gemacht habt, das so hinbekommen?
Und eine Frage in die Runde: wer von euch fällt unter die neue Promotionsordnung?
Da muss man ja dieses Punkte sammeln, glücklicherweise bietet unsere Uni Workshops an, um die Hälfte der Punkte zu sammeln. Die Dozentin tut mir Leid, so ungefähr 99% der Anwesenden sind nur körperlich da.. :D
Ich bin ja erst seit Mai dran, aber plane eigentlich auch ohne Freisemester hinzukommen. Neben den Famulaturen war es etwas stressig aber so unterm Semester geht es ganz gut mit den Experimenten. Ich gehe in der Regel zwei bis drei mal die Woche ins Labor und kann auch vieles zu Randzeiten machen. Außerdem bearbeite ich vieles zusammen mit einer anderen Doktorandin und die BTA nimmt uns auch schon mal was ab. Die Betreuung ist außerdem top und es wird schon geschaut, dass die Sachen im Zeitplan bleiben. Ich arbeite auch mit fertigem Gewebe und nicht mit Zellkulturen sodass da nix stirbt wenn ich es mal einen Tag nicht schaffe rüber zu fahren. Wie gut das alles im Verlauf klappt wird sich dann zeigen ;-)
Und welche neue Promotionsordnung? :-oopss Wir können über die Research School Credits sammeln, die dann auch der Urkunde drauf stehen, aber Pflicht ist das nicht.
Jeder Fachbereich hat halt seine eigene Promotionsordnung... :-p
Jeder Fachbereich hat halt seine eigene Promotionsordnung... :-p
Ja, ich weiß. Deshalb war ich ja irritiert :-)) ob ich jetzt irgendeine Deutschlandweite Änderung verpasst habe oder so...
ich hätte ohne Freisemester die Arbeit niemals so gut voran bringen können, für mich war das Gold wert. Das hängt aber ganz von der Art der Arbeit ab, welche Experimente usw. Und zuletzt welcher Typ Mensch du bist.
roxolana
27.10.2018, 06:09
Bei mir wäre es ohne Freisemester auch nicht gegangen. Alleine schon fürs Paper schreiben war es genial. Außerdem konnte ich so mit abgeschlossenem experimentellen Teil ins PJ gehen.
Ich hatte eine experimentelle Arbeit ohne Freisemester gemacht. Publizieren, Dissertation schreiben und Verteidigen fielen dann in meine Assistenzarzt, was ich eben nebenbei machen musste. Retrospektiv war es die schlechtere Lösung, da man einfach Ressourcen für eine gute Facharztausbildung wegnimmt. Eigenstudium ist sehr wichtig, denn Oberärzte können dir nicht alles vorkauen. Die Zeit kriegt man nicht wieder. Falls ein Freisemester notwendig ist, damit man vor Arbeitsbeginn die Arbeit zum ersten mal einreichen kann (Korrekturen können auch parallel zur Arbeit gemacht werden), würde ich das Freisemester nehmen. Wenn man früh genug anfängt (so 5.-6. Semester) klappt es auch je nach Versuchsaufbau auch ohne Freisemester. Man muss aber bedenken, dass das Schreiben etwa ein Jahr dauert (weil man ständig auf den Betreuer warten muss) und die Einreichung ebenfalls bis 1 Jahr dauern kann (wenn Formalien korrigiert werden müssen, der Korreferent Einwände hat, die Prüfer keinen gemeinsamen Disputationstermin finden). Muss man noch an eine Publikation mitarbeiten, kann das mit etlichen Reviews auch noch viele Monate dauern. Und wenn man für die Prüfungen Pause machen will, verlängert es sich auch noch etwas.
Also wer im 8. Semester mit eine experimentelle Arbeit anfangen will, sollte sich überlegen, ob ein Freisemester doch nicht eine angenehmere Lösung darstellt.
ehem-user-11022019-1151
30.10.2018, 09:39
Danke euch für alle Tipps und Erfahrungen. Ich denke, ich muss einfach mal sehen, wie ich das organisiert bekomme.
@trenn: ich bin im 6. Semester, ich hoffe, dass mir die Zeit reicht. Im 8./9. hätte ich auch keine Motivation für eine experimentelle Arbeit. Glücklicherweise ist dieses Semester sehr entspannt und ich habe, wenn ich beginne, nur noch Patho als regelmäßige Pflichtveranstaltung
@Arrythmie: zum Glück gehe ich auch zu keinen VL :D
@Migole: okay, ich habe mich bisschen erkundigt. Das ist tatsächlich nur an meine Uni so. Die Doktorarbeit an der med. Fakultät ist nun ein Promotionsstudiengang, d.h. wir müssen 18 LP sammeln; außerdem müssen wir mindestens 2 Semester immatrikuliert sein, wenn wir den Antrag stellen.
Verdammt. Es wird ernst.
Mein Doktorvater hat mir mehr oder minder das Okay zum Einreichen gegeben.
Gut, ja, es waren noch einige Kleinigkeiten, und ich bin gerade dabei, noch mal Wort für Wort durchzusehen, um sicher zu sein, dass ich nicht irgendwelche dummen, peinlichen Rechtschreibfehler übersehen habe...
Aber echte To-Dos habe ich irgendwie nicht mehr...
Fühlt sich gerade etwas beunruhigend an ;-)
Absolute Arrhythmie
05.11.2018, 14:44
Oh wow, ich habe gerade die ersten zwei Seiten Material und Methoden geschrieben und fühle mich, als hätte ich mir den Literatur-Nobelpreis verdient :-))
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