Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
@kra:
Promotionsvorgang muss schrecklich sein, 3x eine Art Prüfung, wenig Hilfe von seiten der INstitution Uni, zB keine SPSS Lizenz, keinen Zugang zum PC, Bibausweis, wenn man in Bln gemeldet ist... sonst eher in Abhängigkeit der Bibliothekarin etc. Aber die Bibs sind wenigstens gut. Aber ohne Studausweis ist man eben nix. Stat Beratung lala, eher wenig hilfreich, der Rest dürfte am Institut hängen.
Soooo... bin jetzt seit knapp 2 Monaten dabei und kann o.g. nicht bestätigen. Die Betreuung bei mir ist dermaßen klasse, dass es besser nicht sein könnte. Ich rede eigentlich jeden Tag mit meinem Betreuer, mit dem ich alles abspreche (bzw. der mir sagt, was ich zu tun habe); mehrmals im Monat gibt es Dokorandentreffen, bei der auch die Chefin anwesend ist und bei Fragen Rede und Antwort steht. 3x muss man seine Arbeit bzw. die Studie bei diesen Treffen vorstellen und "übt" somit für die eigene Verteidigung. Bibausweis, PC-Zugang, eigene Mailadresse, Doktorandenbescheinigung... alles kein Problem. Bis jetzt sieht alles ziemlich gut aus! :)
Diese Diss kotzt mich langsam sowas von an. Hab direkt nach dem Physikum angefangen und hatte vor dem PJ die erste Version fertig. Jetzt ist fast ein Jahr nach dem PJ und ich warte auf die ZWEITE Korrektur...ggrrr...Veröffentlicht ist ja schon alles nur davon hab ich ja nix.
Hab mich heute bei Praktiker schon nach einer Kettensäge umgesehen :-angel
Jetzt macht mir doch keine Angst hier! Ich freu mich gerade so, dass ich die erste Version fertig habe! Das Gröbste ist doch damit geschafft, oder?? :-oopss
Jetzt macht mir doch keine Angst hier! Ich freu mich gerade so, dass ich die erste Version fertig habe! Das Gröbste ist doch damit geschafft, oder?? :-oopss
das wahrscheinlich schon Lava...aber ich bin halt nicht der geduldigste.-) Glückwunsch an Dich zur Fertigstellung!
Boah, endlich ist das Hauptexperiment durch, und es hat tatsächlich ein Ergebnis gebracht - yippieh :-)) Das mit der Signifikanz kann da keiner abstreiten, ich muss es nur noch mit MyStat technisch darstellen - nur wie?! Auch egal, da hab ich noch genug Zeit für...
Yippieh :-))
Ohje, habe mir heute gefühlte 1000 Seiten Paper ausgedruckt, wie soll ich das denn bitte alles lesen??! Habt ihr ein paar Tipps, wie ich da mit etwas Struktur rangehen kann? Soll ich mir gleich zu jedem Paper ein paar Notizen machen, wenn ich was potentiell verwertbares finde (Zitate o.Ä.)? Wie habt ihr das gemacht?
Muss die Gasleute der Charité hier noch mal loben, ich werde so toll betreut und bekomme wirklich kompetente Hilfe angeboten. Was für ein Glücksgriff! Kann die Abteilung echt empfehlen (falls noch wer was suchen sollte).
Ohje, habe mir heute gefühlte 1000 Seiten Paper ausgedruckt, wie soll ich das denn bitte alles lesen??! Habt ihr ein paar Tipps, wie ich da mit etwas Struktur rangehen kann? Soll ich mir gleich zu jedem Paper ein paar Notizen machen, wenn ich was potentiell verwertbares finde (Zitate o.Ä.)? Wie habt ihr das gemacht?
Muss die Gasleute der Charité hier noch mal loben, ich werde so toll betreut und bekomme wirklich kompetente Hilfe angeboten. Was für ein Glücksgriff! Kann die Abteilung echt empfehlen (falls noch wer was suchen sollte).
Überleg erstmal, was WIRKLICH für DEIN THEMA relevant ist, streich es dir im Text an und eventuell woher es stammt (Referenz zum Literaturverzeichnis). Beim Schreiben dann in "portionierten" Abschnitten jeweils einen Punkt der Gliederung abarbeiten. Am Besten als eigene Datei für jeden neuen Teil. So ist es übersichtlicher und man kann sich leichter zum Anfangen motivieren.
Besonders hilfreich sind meist ähnliche Doktorarbeiten, am Besten solche vom selben Doktorvater oder aus dem selben Institut. Da hast du kompakt zusammengefasst, was du brauchst. Zitieren ist da denke ich kritisch, aber für einen Überblick und bessere Orientierung was wichtig ist unerlässlich!
Uff, wage mich ja kaum an den Stapel ran. Ich glaub ich kauf morgen erstmal ordentlich Post-Its! :D
Also ich hab erstmal alle Paper als PDF angeschaut und geguckt, was mich davon interessiert. Nur wenn es ein wirklich wirklich durch und durch relevantes Paper war, habe ich es auch ausgedruckt. Die habe ich gelesen, markiert und am Rand immer kurz zusammen gefasst, worum es in dem abschnitt geht. Was ich evtl. verwenden wollte, hab ich mit Pfeil oder Ausrufezeichnen gekennzeichnet. Ich hab übrigens gleich parallel zur Literaturrecherche geschrieben, dann hat man noch im Gedächtnis, was man gerade gelesen hat. :-)
Also hast du dann praktisch mit der Einleitung angefangen? Weil für die anderen Abschnitte braucht man ja eher weniger Literatur, oder? Wollte zuerst "Material & Methoden" schreiben, das sei wohl am einfachsten.
Also hast du dann praktisch mit der Einleitung angefangen? Weil für die anderen Abschnitte braucht man ja eher weniger Literatur, oder? Wollte zuerst "Material & Methoden" schreiben, das sei wohl am einfachsten.
Schreib auf jeden Fall Material und Methoden während Du noch im Labor arbeitest (wenn Du eine experimentelle Arbeit machst). Sonst vergisst Du schnell was bzw. kannst auch nicht mal eben nachschauen, von welcher Marke nochmal welches Reagenz war etc.
Ich habe dann auch recht schnell die Einleitung geschrieben (anhand der von mir als wichtig erachteten Literatur) und mir parallel schon überlegt, welche Paper ich (auch) für die Diskussion brauche und z.T. auch schon an der Diskussion geschrieben. Schließlich kannst Du ja schon schreiben, was andere, die ähnliche Experimente gemacht haben oder auf deren Arbeiten Du aufbaust, an Ergebnissen hatten. Ob Deine dann damit übereinstimmen oder nicht etc. kannst Du dann ja später dazuschreiben.
LG,
Ally
Ich mache eine klinische Arbeit. Aber vielen Dank für die vielen Tipps, werde nächste Woche mit der Schreiberei anfangen. Die ersten Daten hab ich ja schon, wenn welche dazukommen kann ich den Text ja einfach ergänzen.
Schreib auf jeden Fall Material und Methoden während Du noch im Labor arbeitest (wenn Du eine experimentelle Arbeit machst). Sonst vergisst Du schnell was bzw. kannst auch nicht mal eben nachschauen, von welcher Marke nochmal welches Reagenz war etc.
Tja, kann einem nicht passieren, wenn man ein ordentliches Laborbuch führt. :-D
Ich hab natürlich Material, Methoden und Ergebnisse zuerst geschrieben. Das zähle ich praktisch gar nicht zur Doktorarbeit. :-)) Was den Aufbau meiner Einleitung und Diskussion betrifft, gab es einige Paper zu dem Thema von meinem Betreuer. Da hatte ich schonmal eine grobe Richtung. Interessanterweise ist meine Diskussion dann doch ganz anders geworden. Hat sich einfach so ergeben im Schreibfluss. :-))
Also hast du dann praktisch mit der Einleitung angefangen? Weil für die anderen Abschnitte braucht man ja eher weniger Literatur, oder? Wollte zuerst "Material & Methoden" schreiben, das sei wohl am einfachsten.
Einleitung sollte einen historischen Rückblick und allgemeines, z.B. grundlegende Pathophysiologie zum jeweilen z.B. Tumorprotein/Erkrankung/je nach Thema beinhalten (evtl mit Epidemiologie, Prognose etc)...
Geschickt wäre es, sofern du noch keine verwertbaren Ergebnisse hast, das in die Diskussion zu packen und mitzuschreiben...so kann man auch mal bei anfänglich langen Durststrecken schonmal was schreiben...
Material und Methoden sollten auch schon bei Beginn bekannt sein...da sieht man sich am besten wieder ähnliche Arbeiten an, da Publikationen meist sehr speziell gehalten sind...oder eben Labormanuals...
Falls du schon Ergebnisse hast, kannst du schonmal ein paar Datentabellen machen und Methoden überlegen, wie du sie auswerten möchtest (frag diesbzgl am besten deinen Doktorvater oder Labor/Klinikmitarbeiter)...
Ich würde mir übrigens auch noch mein Laborbuch kopieren und verwenden (Original besser im Labor lassen, damit es nicht verloren geht)...
P.S.:
Was allerdings momentan wohl beim Schreiben hindern dürfte sind Klausuren, die ja nun bald überall anlaufen...ich würde auf jeden Fall momentan für die lernen, da man mit Nachklausuren unterm Strich mehr Zeit verliert als wenn man halt mal ne Lernphase macht und während des Semesters und in den Ferien dann mehr Energie in die Doktorarbeit packen kann...
Dr. Pschy
10.01.2009, 16:51
Schreibt ihr (bzw. habt geschrieben) eure Arbeit auf Deutsch oder Englisch?
Deutsch!!!! Ich kenn eigentlich nur eine einzige Person, die das auf englisch gemacht hat :-))
Ich schreib auf Deutsch.
@Evista: das Problem mit Klausuren hab ich zur Zeit nicht, hatte nur einen Teilstudienplatz und stehe momentan ohne Studienplatz da. Und um keine Zeit zu verschwenden mache ich die Arbeit schon jetzt (hab im September 08 erst Physikum gemacht). :)
Dr. Pschy
10.01.2009, 22:12
D.h. in Deutschland ist es nicht unbedingt usus, die Doktorarbeit auf englisch zu verfassen, wenn man ein "ordentliches" Thema, evtl. auch mit Publikation, gemacht hat und als Ziel eine Unikarriere hat?
Nicht, dass ich wüsste. Publizieren kannste natürlich auf englisch. :-) Aber die Doktorarbeit liest doch kein Mensch mehr, da kann die ruhig auf deutsch sein. ;-)
Dr. Pschy
10.01.2009, 23:38
Naja, ganz so laeuft das hier nicht, da man in Oesterreich eine Arbeit machen MUSS, um das Studium zu beenden, differenziert sich die Qualitaet nicht nur in Hinblick auf die Art der Arbeit, sondern eben auch ob man sich das Ganze auf deutsch oder englisch antut. Mich hat im Prinzip nur interessiert ob die Abfassung in englischer Sprache auch in Deutschland ein Qualitaetsmerkmal darstellt. Persoenlich hab ich kein Problem damit, da die mit der Arbeit verbundenen Publikationen und Kongresse eh auf englisch abgehalten werden spielts fuer mich keine Rolle mehr.
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