Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread
Melina93
09.11.2015, 16:24
Glückwunsch, AA. Psychiatrie finde ich persönlich auch total spannend. Kann nicht verstehen, warum das Fach so unbeliebt ist :)
War jetzt im Labor und habe mir alles angeguckt und fleißig Fragen gestellt. Das Labor ist super organisiert, die Leute mega nett und die Themenbereiche einfach total toll. Wäre wirklich ein Traum, wenn es klappen würde. Weis aber nicht, ob die mich so toll fanden. Ich glaube nicht, dass ich jetzt einen besonders guten Eindruck hinterlassen habe :) Will dann auch nicht nervig sein und ständig fragen, ob sie jetzt für nächstes WiSe eine Arbeit haben, aber ich glaube ich werde in dem Leben nicht mehr froh, wenn ich am Ende woanders lande :D :D
Habe theoretisch eine halbe Zusage für eine andere experimentelle Diss, kann das aber nur sehr bedingt schieben, wann ich mich entscheide. Was meint ihr? Sollte ich es riskieren und abwarten? Kenne mich mit solchen Dingen irgendwie null aus und möchte eigentlich schon eine Arbeit schreiben, die mir auch inhaltlich zusagt. Aber vielleicht idealisiere ich den Dr. Titel auch und es ist eh egal -.-
Ich hasse meine Diss jetzt schon. Manchmal denke ich, ich sollte einfach zum GTE Institut gehen und gut ist :P
Also mit GTE hast du glaub ich mehr Arbeit an der Backe als woanders :-)) Zumindest danach zu urteilen, was die bei uns da so an Arbeiten raushauen. Ist dann halt mehr so geisteswissenschaftlich=lang.
Und ich finde es sehr berechtigt, was machen zu wollen, was einem inhaltlich und menschlich zusagt, immerhin wird man damit sehr, sehr viel Zeit verbringen!
Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung :)
Richtig. Sehe ich aktuell (also seit sieben Jahren oder so) bei einer Freundin... Was die da für Arbeit reinsteckt, eieiei. Auch in AC. Zumal ich diesediese Art der Datensammelei deutlich anstrengender finde alsals Laborarbeit.
Pampelmuse
12.11.2015, 17:07
Boah, Leute! Ich komme mir echt so unfähig und dumm vor.
Tolle Ratschläge von Freunden (die haben es z.T. schon hinter sich) wie "einfach drauflos schreiben" bringen mir halt leider gar nichts. :-((
Ist ganz normal, der Anfang ist immer am schwersten. Ich habe mir meine Bachelorarbeit nach Kapiteln aufgeteilt und immer abwechselnd eins bearbeitet bis ich entweder keine Konzentration mehr hatte oder nicht mehr weiter wusste. Wenn mir nichts mehr eingefallen ist oder ich eine Schreibblockade hatte, hab ich entweder ein anderes Kapitel bearbeitet oder was anderes gemacht. Damals hab ich noch WoW gespielt, die Kombi 2 Quests - 1 Kapitel - 2 Quests - 1 Kapitel hat recht gut funktioniert ;) :D
Pampelmuse
12.11.2015, 18:06
Echt jetzt?! Also ich glaube, das klappt bei mir nicht. Das würde mich noch mehr verwirren.
Ich hab einfach keine lange Konzentrationsspanne, ich brauche immer Abwechslung ^^ Was ich am Anfang auch noch gemacht habe, war mir zu den einzelnen Kapiteln stichpunktartig hinschreiben, was ich ca. erzählen möchte. Und daraus wurden dann nach und nach ganze Sätze und so..
Was hast du denn schon geschrieben bisher? :)
Mir hat geholfen, erst mal ganz stumpf Tabellen und Beschreibungen für Material und Methoden zu machen und das dann ordentlich zusammenzufügen/zu gliedern. Dann ist Teil 1 schon mal abgearbeitet. Dann Ergebnisteil: das sollte auch schnell gehen, wenn man alles zusammen hat. Habe für mich zum Überblick handschriftliche Notizen gemacht und dann stumpf beschrieben - Diskussion kommt da ja noch nicht. In dem Zuge kann man schon mal schön Abbildungen basteln, dann hat man etwas Abwechselung.
Und für den Rest braucht es dann Motivation und Paper lesen, leider. Aber wenn man weiß, dass man schon 2 von 4 großen Kapiteln hat, geht das besser!
Bei mir gibt es ENDLICH Neuigkeiten - Sie ist durch mit lesen und ich soll einen Termin machen, sobald ich weiß, wie es im PJ aussieht mit Feierabend. Hoffentlich ist das Kind dann in trockenen Tüchern, morgen früh lasse ich nämlich das Zeugnis beglaubigen und dann brauche ich nur noch ihren Segen :-angel
kann man in endnote eigentlich sehen, welches paper man schon zitiert hat?
das würde es irgendwie übersichtlicher machen und helfen, dass keine paper "verloren" gehen.
und ich habe aus Versehen auf diesen button "do not display again" gedrückt als ich bei edit references was geändert hab - weiß einer wie das wieder rückgängig geht :D? also dass endnote wieder nach Bestätigung fragt vor jeder Änderung.. das "do not display again" ist ja schnell gedrückt, aber finde ich quasi "do display again" ;D?
Pampelmuse
13.11.2015, 20:34
Saublöde Frage: darf ich aus Wikipedia zitieren? :-blush Also jetzt nicht andauernd, sondern nur 1, 2 mal...
Oder ist das ein No-Go?
(Ihr seht, ich habe echt keine Ahnung... :-( )
erdbeertoertchen
13.11.2015, 20:36
Saublöde Frage: darf ich aus Wikipedia zitieren? :-blush Also jetzt nicht andauernd, sondern nur 1, 2 mal...
Oder ist das ein No-Go?
(Ihr seht, ich habe echt keine Ahnung... :-( )
no-go, keine sichere und zuverläsdige Quelle. Eine Möglichkeit wäre, in derQuellenangabe des jeweilgen Wikipediaartikels zu gucken, ob die Quelle brauchbar ist, meist leider nicht.
Ich würds einfach deshalb nicht machen, da man den Autor nicht kennt, und da das ja fast nie die ursprüngliche Quelle ist. Am besten also jene Quelle zitieren, auf die sich die Wikipedia-Information bezieht. Falls man das nachvollziehen kann. Wenn nicht: noch ein Grund Wikipedia nicht zu zitieren :-p
Pampelmuse
14.11.2015, 14:34
no-go, keine sichere und zuverläsdige Quelle. Eine Möglichkeit wäre, in derQuellenangabe des jeweilgen Wikipediaartikels zu gucken, ob die Quelle brauchbar ist, meist leider nicht.
Ja, das dachte ich mir...
Zum Glück gibt's in dem Fall gute Links zu seriösen Artikel.
KirstenP
19.11.2015, 20:18
Puh, ich würde so gerne noch mal ein Jahr Vollzeit ins Labor gehen, wenn ich dafür ums Schreiben drum rum käme. Das nervt mich so an. Während meines Freisemesters hat sich in mir der Wunsch nach Verbindung Klinik/Forschung ja ganz klar gefestigt und ich würde im Moment sogar so weit gehen, zu sagen, dass ich, sollte ich mich entscheiden müssen, derzeit Forschung der Klinik vorzuziehen würde Aber wenn ich an die ganzen rauszuhauenden Paper denke, so graut es mir. Ich bin da eher der Praktiker, weniger der Zusammenschreiber *sfz*
ehemaliger User_13052016-1
21.11.2015, 11:30
Leute, ich arbeite an meiner Diss seit 2012 (mit Labor angefangen)...Jetzt kam endlich die erste Korrektur zurück und Gott sei dank nur wenige Änderungen, aber ich finde dass die Diss überheblich lange in Anspruch genommen hat :( Hoffentlich kann ich nächstes Jahr noch verteidigen...aber 4 Jahre für eine medizinische Diss find ich irgendwie zu lange, da würde jeder sagen-ist nur eine medizinische, aber ich habe glaub ich Ergebnisse für eine naturwissenschaftliche... :P Naja, mein Doktorvater ist sehr penibel, das musste ich schon vorher wissen :P
aber 4 Jahre für eine medizinische Diss find ich irgendwie zu lange, da würde jeder sagen-ist nur eine medizinische, aber ich habe glaub ich Ergebnisse für eine naturwissenschaftliche... :P
Du machst das freiwiliig und du kannst entscheiden wie lange du für eine Doktorarbeit brauchst. Gut möglich, dass du gute Ergebnisse hast und auch publizieren kannst. Aber vergleichbar mit einer naturwissenschaftlichen Doktorarbeit ist es trotzdem nicht oder warst du 4 Jahre vollzeit im Labor? Das ist nämlich der Standard bei naturwissenschaftlichen Arbeiten.
ehemaliger User_13052016-1
21.11.2015, 13:22
Naja, Vollzeit 1 Jahr und dann 2 Jahre nebenher, immer wieder neue und neue Experimente, das machte mir schon Spaß, aber ich will das Thema einfach schon durch haben, denn es ist wie gesagt nur eine medizinische...ich meine ich kenne Leute die mit 12 Monaten all around eine summa haben, bei mir hat sich das glaub ich einfach mega in die Länge gezogen :( gut, jetzt pflege ich die Korrekturen ein und schick es zurück, mal sehen, was kommt...
KirstenP
23.11.2015, 20:23
Du machst das freiwiliig und du kannst entscheiden wie lange du für eine Doktorarbeit brauchst. Gut möglich, dass du gute Ergebnisse hast und auch publizieren kannst. Aber vergleichbar mit einer naturwissenschaftlichen Doktorarbeit ist es trotzdem nicht oder warst du 4 Jahre vollzeit im Labor? Das ist nämlich der Standard bei naturwissenschaftlichen Arbeiten.
Eins vorneweg, ich möcht emitnichten hier die ewige und müßige Diskussion bzgl der "Wertigkeit" der verschiedenen Doktoren lostreten. Meine Frage ist völlig ohne Hintergedanken ernst gemeint. Ich kenne es so aus dem Bekanntenkreis bei Biologen, Chemikern und Ingenieuren, dass sie durchaus im Schnitt etwa vier Jahre (manche drei, manche fünf) an der Promotion arbeiten, dabei aber durch Studentenkurse oder deren Betreuung und Aushelfen bei anderen Projekten etc maximal die Hälfte der Zeit eher weniger mit der eigenen Promotion verbringen. Wie sind da Deine Erfahrungen? (Du kommst doch auch aus den Naturwissenschaften, oder verwechsel ich Dich?)
Du bekommst als PhD Student typischerweise 50% Stellen. Du verbringst einen nur kleinen Teil deiner Zeit damit Kurse und Seminare zu leiten (ich sag mal weniger als 10h). Teilweise kannst du deine Lehrverpflichtungen in Form von 1-2 Wochen Blockpraktikabetreuung abarbeiten und bist damit komplett frei von Lehraufträgen für den Rest des Semesters.
Formal wirst du aber nur für universitäre Angelegenheiten entschädigt. Deine Doktorarbeit schreibst du ja für dich selber - daher die halben Stellen (geile Logik oder? :D). Praktisch hast du typischerweise 60h+ Wochen, wobei auch das je nach Arbeitgeber und Fachrichtung stark streut. In jedem Fall arbeitest du aber min. 40h die Woche an deiner Arbeit.
Ein weiterer wesentlicher weiterer Unterschied zu Promotionen in anderen Fachbereichen ist, dass die Eingangsvorraussetzung für eine PhD-Stelle der Master ist. D.h. eine solche Arbeit kann und darf nicht parallel zum Hauptstudium geschrieben werden, sondern erst danach.
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