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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread



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Gast26092018
20.07.2013, 16:07
Bekommt jemand von euch auch monatlich Geld für die Arbeit ?
Ich kenne jemanden der 700EUR monatlich für eine experimentelle Arbeit vom Klinikum bekommt, aber ich glaub das ist eher eine Ausnahme oder?

Gesocks
20.07.2013, 16:30
Joh, da kenne ich auch einige.

Bei uns gibt's Graduiertenkollegs, die jährlich meist einjährige Stipendien mit monatlicher Förderung von € 800 an Doktoranden vergeben. Davon unabhängig werden immer mal wieder Doktorarbeiten angeboten, die von den bzw. über die einzelnen Instituten gefördert werden. Ansonsten gibt es noch diverse Möglichkeiten sich über das Institut oder eigenständig bei Exzellenzförderungsprogrammen, Stiftungen usw. um ein Stipendium zu bemühen.

milz
23.07.2013, 13:25
Ich habe diese Woche frei und werde die Arbeit diese Woche noch fertig machen ... oder nie. Warum ist das so verdammt schwer sich dazu zu motivieren? :-???

Muriel
23.07.2013, 14:21
Ich weiß, was Du meinst... Labor 2003-2005, im PJ 2005 mal ein kleines bisschen geschrieben, laaaaange nix gemacht, 2007 im Urlaub etwas hinbekommen, wieder liegen geblieben, 2008 im Sommer komplett fertig geschrieben, korrigiert vom Dr-Vater innerhalb von drei Wochen wieder bekommen mit wirklich extrem wenigen Anmerkungen, dennoch liegen geblieben, Ende 2010 durch den völlig überraschenden Tod meines Laborkollegen wieder Elan bekommen und dann Mitte 2011 endlich eingereicht, Januar 2012 verteidigt. Neun Jahre... Wäre auch deutlich schneller gegangen ;-) das Peinliche: die allerletzten Korrekturen haben dann tatsächlich genau zwei Nachmittage in Anspruch genommen, dafür hat das drei Jahre fast gelegen...

Zünder
24.07.2013, 00:06
Es gibt aber nicht viele Betreuer/Doktorväter die sowas mitmachen, irgendwann gibt es einen Tritt und dann hat sich die Sache erledigt...:-((

milz
24.07.2013, 16:42
Ich habe auch vor über 7 Jahren angefangen. Und jetzt komme ich nicht über 4 Seiten Diskussion hinaus... Wie kann man Forschung nur mögen !? :eek:

MissGarfield83
24.07.2013, 17:41
Ich verzweifle grad an meiner Statistik ... bäh. Ich bin für sowas nicht gemacht - mochte Mathe noch nie.Aber wie es ausschaut wird es eh noch ewig dauern bis meine Datensätze komplett sind *seufz* Warum hab ich nicht einfach was nettes schnuckliges einfaches gemacht ... stattdessen direkt mal ne Multi-Center Studie ... meine Mum hat schon Recht wenn sie meint : "Wenn es einen einfachen und einen schweren Weg gibt, dann nimmst du immer den Schweren. Das war als Kind schon so." Danke Mama.

Coxy-Baby
24.07.2013, 17:44
Hihi Garfield selber schuld, ich müßte mich auch mal animieren weiter zu schreiben........

MissGarfield83
24.07.2013, 17:46
Coxy, wart nur ab, ich komm dir gleich dahin ... :-D

rirateme
24.07.2013, 22:32
Ich wünschte ich hätte endlich genug Ergebnisse um zur Schreibphase zu gelangen .... :-? :-nix

MissGarfield83
25.07.2013, 04:19
Material & Methodik , sowie Einleitung hast du schon ?

rirateme
25.07.2013, 09:01
Einleitung habe ich schon ein bisschen was, aber zum eigtl. Schreiben von Material & Methoden habe ich momentan keine Zeit weil ich einen sehr straffen Zeitplan für den exp. Teil habe und noch jede Menge Daten generieren muss... außerdem habe ich mich ein bisschen gescheut M&M sofort zu schreiben da ich noch gar nicht so sicher bin was genau von den Experimenten überhaupt in die Diss kommt und was nicht.... die Ergebnisse sind nämlich teilw. etwas widersprüchlich :-oopss

milz
25.07.2013, 13:03
Wir groß macht ihr denn die Grafiken. Mit voller Seitenbreite werden es 2 Grafiken pro DINA4-Seite, aber das sieht mir so oversized aus. Oder 2 nebeneinander? Dann passen vielleicht 4 oder 6 auf eine Seite.

THawk
25.07.2013, 13:14
Ich würde 2 nebeneinander nehmen oder (wenn nur 1 Grafik auf die Seite soll) diese trotzdem auf die halbe Seitenbreite skalieren und zentriert setzen.

Muriel
25.07.2013, 13:22
Meine sind eine ganze Seitenbreite ausfüllend. Schmaler wäre zumindest bei mir viel zu unübersichtlich geworden.

abi07
25.07.2013, 13:34
Wo hier wieder so schön "Leben" in der Bude ist: Ich bin beim Schreiben meiner Diss, genauer gesagt beim Ergebnisteil. Leider ist noch während der Datenerhebung meine Betreuerin abgesprungen, ersatzlos. Und seitdem läuft es nicht mehr rund, mein Doktorvater hat jetzt mehrmals unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich keine Fragen stellen soll. Einen neuen Betreuer gibt es aus finanziellen Gründen nicht, nur einen "Pseudobetreuer" in einem anderen Institut, der von der wichtigsten Methode der Arbeit keinen blassen Schimmer hat. Die statistische Auswertung hat mein Doktorvater praktisch ohne jeden Kommentar gemacht (ich saß dumm daneben) - dazu muss man sagen, dass er ein totaler Chaot ist. Mit der Auswertungsdatei bin ich null zurechtgekommen und musste bei jedem neuen Versuch frustriert aufgeben. Also habe ich trotz seiner Äußerungen bzgl. Fragen ein paar ganz einfache gestellt (nur mit ja oder nein zu beantworten). Zuerst kam zurück: "verstehe die Frage nicht", nachdem ich sie anders formuliert hatte, meinte er: "für mich schwierig zu beantworten, machen Sie, wie Sie denken". Jetzt weiß ich wirklich nicht mehr weiter. Hatte schon vor Monaten um einen neuen Betreuer gebeten, aber angeblich würde ein Betreuer ja auch keine Fragen beantworten und somit bräuchte ich auch keinen.
Inzwischen sind die Fronten total verhärtet und dieser Schrott kostet mich tagtäglich den letzten Nerv. Nur habe ich nun schon über 3 Jahre und ein ganzes Freisemester investiert (indem ich überhaupt nicht vorangekommen bin, weil immer wieder Dinge aufgetaucht sind, für die ich einen Ansprechpartner gebraucht hätte) und gerade mal den M&M-Teil fertig. Ich könnte kotzen.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Aber der Abbruchgedanke, wird mit jedem Tag und jeder Woche, die vergeht, stärker.

par
25.07.2013, 13:49
@abi :-keks
kannst du dich nicht unformal (einfach komplett loslösen von der offiziellen Administration und Bürokratie) an jemanden (mehrere) wenden, der sich mit dem Thema auskennt/kennen bzw. deine Fragen beantworten könnte/n?
Kennst du profs (muss nicht mal in der Nähe sein - zB aus vergleichbaren Arbeiten), postdocs, die du anschreiben/ansprechen (noch besser) könntest? "viele" sind sehr offen und helfen gerne: oft ist Zeit ein Problem, aber wenn du deine Fragen konkret formulieren kannst und es für die evtl. auch etwas dabei zu gewinnen gibt (zB mit auf Autorenliste, wenn Publikation geplant) sieht es gar nicht so schlecht aus.
Ich kenne eine ziemlich schlecht betreute PhD (!)-Studentin, die hat sich dann gegen Ende (war auch zu weit fortgeschritten) an jmd. anderes gewendet, den sie an einem talk kennen gelernt hatte und diesen auch auf das paper gesetzt (natürlich zusätzlich zur offiziellen "hilfreichen" Betreuung);
Wenn dir prinzipiell was am Thema liegt, würd ich das vllt. auch noch probieren - du hast so viel Zeit/Energie reingesteckt :-)

still-waiting?
25.07.2013, 21:32
@abi: Oh nein! Davor hab ich ja auch den totale Horror. Das hab ich jetzt schon von so vielen gehört. Ich drück dir feste die Daumen, dass dus irgendwie doch noch gebacken bekommst.
Hast du denn schon alle Daten und brauchst "nur" noch Hilfe bei der Interpretation/ statistischen Auswertung? Da gibt es (zumindest bei uns) ein Institut für, dass dich da kostenlos berät. Also wie man mit den Dateien umgeht und was man für Ergebnisse aus gewissen Statistiken ziehen kann. Vielleicht könnte das ja helfen.
Wenns um Fachliches geht finde ich den Vorschlag von Par auch super. Ein Bekannter wollte auch fast hinschmeißen und ist dann durch Zufall auf eine andre Arbeitsgruppe gestoßen die ein ähnliches Thema untersucht. Die haben ihm sehr gut weiterhelfen können.

Zünder
25.07.2013, 22:22
Ich würde irgend versuchen das alles zu Papier zu bringen. Wenn nötig geh zu den Mathematikern an Deiner Uni oder häng denen was ans Brett und lass die die stat. Auswertung gegen Kohle machen. Dann schreibst Du Deine 65 Seitige Dissertation zu dem Thema und legst es Deinem Doktorvater auf den Tisch. Lesen muss er das ja eh, und wenn ihm was nicht passt soll er das eben korrigieren. Ich denke so fährst Du da am Besten. Ich würde da nicht anfangen den groß zu nerven.

Evtl. ist Deine ehemalige Betreuerin gnädig und hilft bei einem Manuskript oder beim Gegenlesen...

abi07
26.07.2013, 07:30
Danke für eure Tipps. An die Statistikersache habe ich auch schon gedacht, aber die Statistik an sich ist nicht so das Problem, sondern die spezielle Auswertung genau dieses Messverfahrens, die eben mein Dr-Vater gemacht hat. Da könnte ich mich eigentlich nur an jemandem aus dem Institut wenden und die unterstehen leider alle ihm - das würde er zu Ohren bekommen und das wäre sicherlich nicht gut. Ist ja nicht so, dass das Problem erst seit gestern besteht - seit Monaten habe ich das Gefühl, mehr darum zu kämpfen, von irgendwoher Hilfe zu bekommen als tatsächlich voranzukommen.
Ich hatte ihm, meiner ehemaligen Betreuerin und auch dem "Pseudobetreuer" geschrieben. Den beiden Letzteren auch, ob sie nicht jemand anderen kennen, der mir ein bisschen was erklären/Fragen beantworten könnte. Der Pseudobetreuer hat darauf gar nicht reagiert, meine Ex-Betreuerin meinte, ich solle den Dr-Vater alles fragen.

Problem ist auch, dass ich das Gefühl habe, dass sich in den Monaten die "Fronten" jetzt schon ziemlich verhärtet haben. Wie gesagt, er hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er von mir eigentlich nichts mehr hören will. Der Pseudobetreuer wollte, dass ich auf einem Kongress ein Poster vorstelle und meinte dann aber plötzlich, dass er mit meinem Dr-Vater gesprochen hätte und der davon nicht begeistert ist. Das ist doch alles seltsam, oder?

Mittlerweile habe ich halt immer mehr den Gedanken, dass ich jetzt zwar schon wahnsinnig viel Zeit und Mühe reingesteckt habe, aber die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ich noch viel mehr Zeit reinstecken werde und es trotzdem nicht zu einem guten Ende kommt...:-(