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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "ich schreibe gerade meine diss" Thread



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Nessiemoo
18.09.2014, 20:38
Ich bin die einzige. Ich glaube noch 2-3 die gerade bei Schreiben sind. Ist aber auch so ein kleineres Labor in einem kleineren Fach. Nicht Kardio o.ä :-D

AK92
18.09.2014, 21:25
läuft es denn bei dir geschmeidig?

rirateme
20.09.2014, 17:12
Oh je. Ist noch jemand hier der für eine Seite Diss eeeeewig (z.B. einen ganzen Tag) braucht ?? Sogar Material und Methoden hat bei mir mehrere Tage gedauert, und ich rede nur von einer Art "first draft" !!
Bin ich zu langsam oder gehts euch genauso??

AK92
20.09.2014, 19:18
Oh je. Ist noch jemand hier der für eine Seite Diss eeeeewig (z.B. einen ganzen Tag) braucht ?? Sogar Material und Methoden hat bei mir mehrere Tage gedauert, und ich rede nur von einer Art "first draft" !!
Bin ich zu langsam oder gehts euch genauso??

naja ich brauch auch mal 3-4 stunden um einen relevanten begriff wirklich präzise zu definieren..aber mirs das iwie zu anstrengend mit med. psychologie. so viel laberrhabarber und 1000 definitionen für ein verdammtes wort. sag mal kannst du mir, bzw generell jemand hier, ein buch zum wissenschaftlichen arbeiten empfehlen? Möglichst in dem geschrieben ist, wie man formal zitieren muss und so? hatte eins von balzert et al.mir gekauft, weil das auf amazon so ne gute rezension hatte, aber ich find das nicht so prickelnd.. oder woher habt ihr euch das angeeignet, wie man richtig zitiert? z.b. die einfachsten dinge: wo man die [...] setzen muss, wenn man etwas irgendwo auslässt beim zitieren. bei internetseiten bin ich immer vorsichtig, wegen referenzen später..

rirateme
20.09.2014, 23:05
Also leider kann ich dir da gar nicht weiterhelfen, ich kenne kein Buch zu dem Thema. Zitieren habe ich auch nie offiziell "gelernt", sondern mir irgendwie so durch das Lesen von Literatur angeeignet. Oft bin ich mir aber auch sehr unsicher (z.B. wenn ich einen Satz in einem Review sehe, der verschiedene Quellen zusammenfasst, und ich was Ähnliches schreiben will - soll ich dann den Review zitieren, oder doch die Originalarbeiten ? Wo genau ist die Grenze zum Plagiat - insbesondere bei Material und Methoden gibt es halt schon mehrere (biolog.) Doktoarbeiten aus meinem Labor und da wurden schon alle möglichen, leicht abgewandelten Formulierungen für die selben Prozeduren verwendet...Ich kann das Rad ja auch nicht neu erfinden, oder ??

Was ist das Problem mit den Klammern ? Zum Beispiel: "AK92 fand heraus, dass obwohl die Rezension eigentlich gut klang, das entsprechende Buch nicht sinnvoll war." => "AK92 fand heraus, dass [...] das [...] Buch nicht sinnvoll war." So würde ich es machen.
Bei Internetreferenzen wäre es jedenfalls wichtig den Stand anzugeben, an dem du das gelesen hast (z.B. www.medi-learn.de, Stand 21.09.14) Oder meintest du dass du Zitierregeln nicht aus dem Internet nachlesen willst ?

AK92
21.09.2014, 00:25
Grundsätzlich gilt IMMER originalquelle einsehen, ich hab da am anfang einen fatalen fehler gemacht und nur sekundärquellen angegeben und die meinungen dort halt auch ''falsch verkauft'' quasi..also wenn sich ein review auf einen anderen autor bezieht, dann wird das review an dieser stelle zur sekundärquelle, der andere autor zur primärquelle. das ist verdammt nervig, aber eben wissenschaftliches arbeiten (in psychologie ist es imo noch 10 mal nerviger, weil wirklich jeder begriffe anders definieren möchte, allein zu resilienz gibt es mehr als 10 grundlegend verschiedene definitionen!). ja ne das meinte ich mit dem internet, ich bin generell nicht so ein fan von wissen aus internetseiten, was das zitieren betrifft, weil sich unis oft quer stellen, wenn man dann darauf verweist, dass man es doch von der und der site hatte..aber ich benutze sie trotzdem, weil google einfach bequemer ist.... :/ Naja und das mit dem zitieren und auslassen, ja genau so mein ich das, aber wie wär das zb wenn ich was am ende weglassen würde? Original: AK92 mag das Buch, weil es schön geschrieben ist, und ich schreibe dann: ''AK 92 mag das Buch [...]''? Ich muss ehrlich sagen, wie krass es ist, dass wir so schlecht bzw gar nciht auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet werden. Oder sehe ich das falsch Leute?

Nessiemoo
21.09.2014, 10:00
Ich hab so ein Schreibkurs an der Uni gemacht, da hat die Dozentin gemeint man kann als Med. Doktorand es auch eher ruhiger mit Plagiat sehen, da im Unterschied zu den geisteswissenschaftlichen Doktoranden kann man ja dann immer nachweisen, das man selber die Daten analysiert hat/Experimente gemacht hat, und darauf kommt es an - die ganzen Plagiaten, die in den Medien diskutiert werden haben ja die Hauptideen/Datenanalyse von jemanden anderen genommen.

Also es kommt nicht darauf an, dass du jetzt unbedingt erfinden musst, wie man PCR komplett neu beschreibst oder so und da soll man sich auch keine Sorgen machen, wenn man jetzt nicht von einer Arbeit alles abtippt oder so.

Kandra
21.09.2014, 10:21
Gerade so Dinge wie der M&M-Teil werden sich immer ähnlich anhören wie in anderen Papers oder Doktorarbeiten. Merkt man ja auch schon alleine, wenn man mehr wie 3-4 Paper gelesen hat, die die gleichen oder ähnliche Methoden verwendet haben ^^ Da kann man das Rad halt nicht neu erfinden. Naturwissenschaftliche Arbeiten haben im Gegensatz zu den "Laberfächern" tatsächlich den Vorteil, dass man, sofern man die Experimente tatsächlich selber gemacht hat ;), im Ergebnis- und Diskussionsteil eigentlich nie wirklich in Plagiatsgefahr gerät, weil die Ergebnisse ja immer individuell sind.

AK92
21.09.2014, 10:32
Ja ich muss sagen, dass ich auch froh bin, nichts geisteswissenschaftliches zu schreiben, weil ich dann echt verrückt werden würde mit dem ganzen ''Labern''. Ich denke auch, dass wir als Mediziner es deutlich einfacher haben, weil die Gefahr, zu kopieren, eigentlich nur im Diskussionsteil gegeben ist, im Ergebnisteil kann man das eigentlich nicht soo falsch machen. Naja okay, man kann schon :D Aber ich gehe einfach davon aus, dass wir nicht so zwielichtig denken.
Ich denke aber dennoch, dass wir einen klaren Nachteil haben, was zum Beispiel Formalitäten und Vorgehensweisen bei einer Dissertation angeht, weil das nie wirklich beigebracht wird. Aber dafür müssen wir zum Glück dann keine Hausarbeiten schreiben :D

Annaly
21.09.2014, 20:40
Ich hoffe ja auch auf eine Eingebung in Sachen Zitieren, sobald ich loslege :-oopss Werd mir aber denk ich mal ein paar Doktorarbeiten aus der Bib ansehen und mit der Doktormutti dann abschnacken, wie sie das machen würde, sie ist da Gott sei Dank sehr hilfsbereit.

Ich hab heut erstmal aus einem urplötzlichen Motivationsschub mir fast 40 Paper zusammengesucht und aufn Stick gezogen, aber auch ungefähr noch mal so viele aufgeschrieben, an die ich nur über die Unilizenz oder Doktormutti rankomme. Morgen werd ich da mal was abarbeiten, speichern und auch ausdrucken (bin ja mehr so der analoge Typ :D )

Wie macht ihr das mit eurer Literatur(recherche)? Viel in EndNote/Citavi? Online lesen? Ausdrucken? Ich bin ja echt Fan vom ausdrucken, weil ich nicht so lang wirklich konzentriert am Rechner lesen kann und auch schneller mal die Übersicht verliere, also lieber per Hand was markiere/dazu notiere... Oder ist das eine total dumme Idee von mir?

Und wie viele Paper/Literaturstellen habt ihr für eure Arbeit/die verschieden Kapitel vorgesehen?

rirateme
21.09.2014, 21:21
@Kandra, Nessiemoo: Ok, danke für eure einschätzungen. Mal sehen wie es wird....
@AK92: So würde ich es machen mit den Klammern, aber keine Garantie !
@Annaly: Das mit dem Ausdrucken habe ich auch eerst gemacht, weil ich auch markieren wollte und Blätter auf dem Tisch liegen angenehmer finde. Aber jetzt beim Schreiben bereue ich es, ich musste alle nochmal runterladen weil es einfach so viele sind dass ich diese Unmengen an Papier nicht handlen, geschweige denn irgendwo mitnehmen könnte ! Das würde jedes Mal ewig brauchen, bis ich was gefunden hätte, und so kann ich ganz schnell eine Datei anklicken und sogar darin markieren, wenn sie nicht schreibgescützt ist.

Annaly
21.09.2014, 21:40
Danke für die Antwort, Rirateme!

Genau davor hab ich ja etwas Angst. Aber irgendwie muss ich die Dinger altmodisch lesen und vollmalen können. Ich denk, ich werd trotzdem erstmal ausdrucken und dann zu jedem Paper ne Seite mit den für mich wichtigen Passagen erstellen und das irgendwie digital einpflegen, dass das beim Schreiben dann leichter geht.
Angeblich bin ich ja in Sachen Organisation recht gut. Nur wie genau ich das in dem Fall mache, muss ich noch herausfinden :-oopss


Ich werd mich mal in Morpheus Arme begeben und wünsche euch eine gute Nacht!

AK92
22.09.2014, 13:55
Danke für die Antwort, Rirateme!

Genau davor hab ich ja etwas Angst. Aber irgendwie muss ich die Dinger altmodisch lesen und vollmalen können. Ich denk, ich werd trotzdem erstmal ausdrucken und dann zu jedem Paper ne Seite mit den für mich wichtigen Passagen erstellen und das irgendwie digital einpflegen, dass das beim Schreiben dann leichter geht.
Angeblich bin ich ja in Sachen Organisation recht gut. Nur wie genau ich das in dem Fall mache, muss ich noch herausfinden :-oopss


Ich werd mich mal in Morpheus Arme begeben und wünsche euch eine gute Nacht!


''Ich werd mich mal in Morpheus Arme begeben.'' aalter! hab ich noch nie gehört diese art zu sagen, dass man schlafen geht :D also ich würd mir da keine gedaknen machen annaly was das papier angeht. ich hab einen doktorarbeit-ordner angelegt (diesen von leitz, der 10 euro kostet aber dafür auch so einstecktaschen und sowas hat) und es einfach sortiert, habe dann vom paper aus alles relevante nochmal digital abgetippt. also so funktioniets auch auf jeden fall, ich bin dann später aufs ipad umgestiegen, einfach weil ich ne app zum markieren gefunden hab :D und das praktisch ist. aber naja , mich quälen die formalitäten trotzdem. und paper habe ich jetzt erstmal 50 da, aber es ist wirklich sehr redundant, man kann wirklich das rad nicht neu erfinden.

Annaly
22.09.2014, 18:34
Wobei Morpheus ja eigentlich für die Träume zuständig ist, im Gegensatz zu Hypnos, seinem Vater, der dann wirklich mal den Schlaf betreut ;)


Also ums Papier gehts mir nicht, sondern echt ums Handling. Aber so wie du das machst, so habe ich das auch gemeint. Hab jetzt schon mal ein bisschen angefangen, zumindest das abheften :D

Irgendwie ist mir grade so nach "Kopf-auf-Tisch" - saß heute hochmotiviert im Labor und hab die letzten Sachen gemacht und ausgewertet, als meine Doktormutter (mit der ich ja morgen einen Termin zum Gespräch hab, ob ich jetzt fertig bin) mal zum gucken ins Labor kam und meinte "ach Frau Annaly, wo ich Sie grade sehe, ich warne Sie schon mal vor, damit Sie morgen nicht traurig sind - fertig sind Sie wohl noch nicht, das ist ja alles grade noch so spannend, da kommen noch Experimente auf Sie zu". Dödööm. Das hat man davon, wenn man innerhalb von noch nicht mal nem halben Jahr das ganze Ding durchprügelt.
Hoffentlich kommt nicht zu viel dazu. Spannend ist es wirklich und ich hab geahnt, dass ich da noch weiter machen darf (hab ich ja auch Lust zu), aber ich hab auch Angst, dass sie sich da jetzt in Euphorie in irgendwelche neuen tollen Sachen stürzt, die theoretisch auch ne neue Arbeit geben könnten.
Naja, morgen Nachmittag weiß ich mehr.

Miss_Verständnis
24.09.2014, 11:26
So, bei mir ist es nun auch so weit. Meine Experimente sind abgeschlossen (hoffe ich zumindest.. ), Auswertung ist erfolgt und ich kann nun mit dem Schreiben beginnen.
Werde mit Material und Methoden anfangen und bin gespannt wie es läuft. Hoffe, dass ich in einem halben Jahr durch bin mit dem Schreiben.
Wie lang habt ihr, die schon fertig sind mit dem Schreiben, denn gebraucht? Habt ihr neben der Arbeit/PJ geschrieben?

AK92
24.09.2014, 15:08
So, bei mir ist es nun auch so weit. Meine Experimente sind abgeschlossen (hoffe ich zumindest.. ), Auswertung ist erfolgt und ich kann nun mit dem Schreiben beginnen.
Werde mit Material und Methoden anfangen und bin gespannt wie es läuft. Hoffe, dass ich in einem halben Jahr durch bin mit dem Schreiben.
Wie lang habt ihr, die schon fertig sind mit dem Schreiben, denn gebraucht? Habt ihr neben der Arbeit/PJ geschrieben?


alle meine kollegen (statistisch, experimentell + klinische studie war alles bei) haben 6 monate (+/- 1 monat, aber das nur wegen dem formatieren) gebraucht fürs reine schreiben :)

Miss_Verständnis
24.09.2014, 19:14
Ok, das klingt ja gut. Dann werd ich das vielleicht auch schaffen, hoffe ich. Deine Kollegen haben vermutlich nicht alle ein Freisemster o.ä genommen zum reinen schreiben, sondern nebenher auch gearbeitet...
Heute hab ich den ganzen Anhang mit techn. Ausstattung, Chemikalien, AK, Abkürzungsverzeichnis usw. geschafft und mir zur Einleitung noch ein paar Gedanken gemacht.
Das Formatieren bringt mich um!!! Ich brauche gefühlte 100 Jahre um rauszufinden, wie man Spalten und Tabellen alphabetisch sortiert und wie man die Seitenzahl ab einer gewissen Seite beginnen lässt. Nächstes Problem: Kopfzeilen entsprechend der Kapitel anpassen... :-keks ist vielleicht auch nicht so hilfreich, dass ich Word 2003 habe.. urgs!!
So oder so, bin ich aber ganz zufrieden mit dem ersten Tag heute..

Laelya
25.09.2014, 13:46
@Miss:
ich hab fürs reine schreiben 2 Monate gebraucht (neben PJ) dann stand die erste version.
die ging zur Korrektur. seit dem dauert es ungefähr nochmal 6 Monate (weil sich die Betreuer nicht einig werden) bis ich endlich drucken darf ;)
gerade jetzt haben sie die hoffentlich letzte korrekturversion vor sich und geben hoffentlich bald (ich rechne mit 2 Monaten) die DA frei....... also liegt es zeitmäßig nicht nur daran wie lange du zum Scheiben brauchst.

AK92
25.09.2014, 16:44
Ok, das klingt ja gut. Dann werd ich das vielleicht auch schaffen, hoffe ich. Deine Kollegen haben vermutlich nicht alle ein Freisemster o.ä genommen zum reinen schreiben, sondern nebenher auch gearbeitet...
Heute hab ich den ganzen Anhang mit techn. Ausstattung, Chemikalien, AK, Abkürzungsverzeichnis usw. geschafft und mir zur Einleitung noch ein paar Gedanken gemacht.
Das Formatieren bringt mich um!!! Ich brauche gefühlte 100 Jahre um rauszufinden, wie man Spalten und Tabellen alphabetisch sortiert und wie man die Seitenzahl ab einer gewissen Seite beginnen lässt. Nächstes Problem: Kopfzeilen entsprechend der Kapitel anpassen... :-keks ist vielleicht auch nicht so hilfreich, dass ich Word 2003 habe.. urgs!!
So oder so, bin ich aber ganz zufrieden mit dem ersten Tag heute..

genau, alle gearbeitet und freunde gehabt :P das geht schon klar, 6 monate sollen sogar eine relativ ''großzügige'' zeitspanne sein, ich kenn auch leute die einfach in den semesterferien 2 monate lang knallhart durchgeschrieben haben. mit laelya wären das dann jetzt 5 :D

rirateme
25.09.2014, 19:15
wie schafft ihr das alle so schnell? Ich sitze schon seit 3 Monaten neben dem PJ abends und an Wochenenden am Schreiben und noch längst nichtzur Hälfte fertig ! Was mache ich bloß falsch ???