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WackenDoc
15.04.2017, 12:56
Die schlechte Nachricht: Es gibt keinen Trick, um abzunehmen. Es ist ausschließlich eine Frage der Kalorienbilanz. Die Tricks bestehen eher darin, die Kalorienbilanz passend zu halten.
Low Carb hat innerhalb der ersten 12 Monate einen Vorteil gegenüber anderen Ernähungsformen, aber danach gleicht es sich aus UND es nicht für jeden geeignet.
Interessant ist die aktuelle Forschung zu intermittierendem Fasten.
Rettungshase
15.04.2017, 13:25
Low Carb hat innerhalb der ersten 12 Monate einen Vorteil gegenüber anderen Ernähungsformen, aber danach gleicht es sich aus UND es nicht für jeden geeignet.
Für junge, gesunde Leute, die allenfalls leichtes Übergewicht haben und gern zügig Ergebnisse sehen wollen und anschließend die Ernährung dauerhaft (!) auf gesundes, ausgewogenes Essen umstellen wollen, erscheint mir das als Einstiegsoption nett.
Ich hatte das mit Almased und zu der Zeit ausschließlich Ausdauersport umgesetzt. Die Almased-Rezepte waren wirklich sehr kleine Portionen und ich bin schon kein besonders großer Mensch, was neben der Kohlehydratrestriktion zu nachhaltiger Gereiztheit und einer gewissen Schlappheit geführt hat. Was das mit einem 2m großen Mann macht, kann ich mir grob vorstellen...
WackenDoc
15.04.2017, 19:06
Mit "nicht geeignet" meinte ich eher, dass es Menschen gibt, die nicht besonders gut damit klar kommen, aggro werden, kognitive Einbußen haben.
Ja, es ist eine Option, es geht aber auch ohne.
Almaseed finde ich ganz nett kurzfristig z.B. um für Dienste mitzunehmen.Ab und zu mal ne Mahlzeit damit ersetzen. Schmeckt aber mäßig und so richtig satt wird man auch nicht unbedingt.
Ich habe langsam mein Essen umgestellt und bin jetzt an einem Stand, den ich auf Dauer machen kann. Es ist ja auch nun schon der achte Monat seit Beginn, meiner Meinung nach keine Radikalkur.
Erstaunlicherweise bin ich auch ganz anders als gedacht angekommen. Von 5 Mahlzeiten auf 2-3 reduziert, Frühstück lasse ich fast immer bis auf einen Schwarztee mit Milch weg, weil ich es einfach nicht brauche. Ich habe morgens keinen Hunger und dann esse ich auch nicht. Habe ich Hunger, frühstücke ich. Und Sonntags frühstücke ich auch, weil das unser gemütliches Familienfrühstück ist. Man kann es auch intermittierendes Fasten nennen, weil ich ja dann 19/20-13/14 Uhr nichts esse.
Rettungshase
15.04.2017, 23:40
@ Wackendoc: Ah, ich dachte, das sei der natürliche Nebeneffekt dazu. Parallel hatte ich aber das Rauchen aufgegeben, daher hat sich da vielleicht sogar etwas addiert.
Mit Backkakao und Milch - wahlweise mit weiteren Gewürzen wie Zimt oder Spekulatiusgewürz - fand ich es geschmacklich sogar akzeptabel, wobei es die besten Ergebnisse ja beim Auflösen mit Wasser erreichen soll laut Hersteller.
Ansonsten:
Am Ende von Tag 1 habe ich den Eindruck, dass das ganz schön wenig ist; schließlich hab ich vorher gegessen, wie ich wollte. Naja... mal schauen, was die nächsten Tage so bringen.
Anne1970
16.04.2017, 06:13
@anneki: das liest sich sehr vernünftig... hab auch "das Buch" gelesen und es hat mich in einigen Ansichten revidiert in anderen bestätigt bzw. (hab einige der Quellen nachverfolgt, Funkelchen) mir die Grundlage für einige Ansichten genommenen und für andere geschaffen :grins:
Vor allem hilft es mir, die ganze Abnehmsache gelassen und ohne schlechtes Gewissen anzugehen. Ein gutes Gefühl!
Mit dem Frühstück mach ich das genau so wie du. Viel besser so!
Das intermittierende Fasten vertrag ich gut. Bin durch das Buch "Morgen kann ich essen was ich will" darauf gekommen (das ist etwas schräg geschrieben und hat einige Schwachpunkte:z.b. die Ansicht über das Ausmaß des "Herunterfahrens"des Grundumsatzes :-) ; kann auch das jetzt weniger dogmatisch (siehe Annekis Post )angehen.
Absolute Arrhythmie
17.04.2017, 20:48
Da hier ja einige so begeistert sind, habe ich mir auch mal "Fettlogik überwinden" für meinen Kindle als Abendlektüre geholt. Ich bin mal gespannt, ob ich noch etwas neues daraus erfahren kann. Ich bin nämlich eigentlich der Meinung, dass ich mich recht gut mit Ernährung auskenne, leider hapert es ja aber immer an der Umsetzung.
Vielleicht gibt es ja aber etwas, was ich bisher nicht bedacht habe was mich immer scheitern lässt.
Ich träum ja nach wie vor von den U70 (auf 176cm), auch wenn ich mich in den letzten Monaten eher davon entfernt als darauf hin gearbeitet habe.
Rettungshase
17.04.2017, 21:53
Ich träum ja nach wie vor von den U70 (auf 176cm), auch wenn ich mich in den letzten Monaten eher davon entfernt als darauf hin gearbeitet habe.
Dann wird dir das Buch, denke ich, nette Inhalte vermitteln, die du vielleicht eh schon weißt und nur mal verbalisiert vor dir haben musst :)
Meinen Partner kann ich leider noch nicht so ganz überzeugen mitzumachen. Das würde es etwas leichter gestalten, aber ohne intrinsische Motivation bringt's nix.
Ich folge der Fettlogik-Autorin auf Facebook (die macht übrigens auch ganz nette Comics ;-) ) und finds durchaus interessant was sie so schreibt. Bisher konnte ich mich aber noch nicht dazu aufraffen, das Buch anzuschaffen.
Im Prinzip gehts mir da ähnlich wie AA: eigentlich was ich um was es geht und da Buch erzählt mir nichts neues aber ich bin schlicht zu faul, es dauerhaft umzusetzen und zu inkonsequent zum Kalorienzählen.
Vom Abnehmerfolg des letztes Sommers ist dank einem wirklich miesen Winters (in allen Dimensionen) nichts mehr da und ich bin nur noch 2 kg von meinen Maximalgewicht entfernt, das ich letztes Jahr im Mai hatte.
-5 kg müssens also definitiv wieder werden. Wenns mehr wäre, wärs aber auch nicht schlimm. Mal sehen, wie es so läuft. Immerhin hab ich mich an Ostern nicht völlig überfressen und auch nur wenig Süßkram bekommen.
Rettungshase
18.04.2017, 18:46
Die Autorin schreibt an einer Stelle, dass Übergewichtige i.d.R. nicht die sind, die den ganzen Tag über 8 Nutellabrötchen, 3 Schnitzel, 1kg Pudding und 3 Colas verzehren, sondern dass es reicht, 250kcal (was in etwa einem trockenen Brötchen entspricht) über dem täglichen Bedarf zu essen. Damit hat man in einem Monat +1kg, in einem Jahr +12kg.
Dazu kommt, dass man fast immer unterschätzt, wie viele Kalorien man tatsächlich zu sich nimmt, und überschätzt, wieviel man durch Sport wieder negativ bilanziert.
Da ich nicht wahnsinnig viel wiege, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich - wenn ich es mit den Kalorien allein durch schätzen versuche - quasi gar nicht richtig liegen kann.
Außerdem - so argumentiert sie - beobachtet man ja auch seinen Bankaccount mit Zu- und Abgängen. Das sei beim Kalorienzählen nicht groß anders - trotzdem kann man genussvoll auch mal was Nettes kaufen. Mir hilft das, die Sinnhaftigkeit dahinter zu sehen :)
Relaxometrie
18.04.2017, 21:59
...........sondern dass es reicht, 250kcal (was in etwa einem trockenen Brötchen entspricht) über dem täglichen Bedarf zu essen. Damit hat man in einem Monat +1kg, in einem Jahr +12kg.
Die Rechnung habe ich, als mir die vielen extrem übergewichtigen Patienten mal wieder aufgefallen waren, mal für den Fall aufgestellt, daß man jeden Tag nur 100 kcal über dem Bedarf liegt (ergibt dann +5kg in einem Jahr). Und 100 kcal über dem Soll wirkt ja erstmal sehr wenig. Seitdem ich das mal errechnet habe, finde ich es irgendwie erstaunlich, daß man überhaupt normalgewichtig sein kann; denn das setzt ja eine stetig passend zugeführte Kalorienmenge voraus, die -über einen langen Zeitraum gesehen- in ganz engen Grenzen liegt.
Bei mir (BMI seit Jahren 22,5; ohne besonders auf irgendetwas zu achten) ist es rückwirkend über die letzten Jahre betrachtet so, daß sich Phasen, in denen ich (zumindest gefühlt :-)) )wie ein Scheunendrescher esse mit Phasen, in denen ich eher wenig esse, abwechseln, ohne darüber nachzudenken. Aber die meiste Zeit esse ich wohl eher "normale" Mengen, so daß das mit dem BMI irgendwie automatisch passt.
Colourful
19.04.2017, 06:02
Guter Punkt, Relaxo! Heißt ja im Umkehrschluss auch, dass man gar nicht viel weniger essen muss, um langsam und stetig abzunehmen.
WackenDoc
19.04.2017, 08:25
Das hab ich den Patienten im Adipositasprogramm auch immer gesagt. Ging da aber mehr um Ernähung während Feiertagen etc.
Also der Cappucchino zwischendurch haut langfristig mehr rein als Feiertagsschlemmereien. Zumal man bei besagten Schlemmereien eher einen "Gegenwert" in Form von Genuss hat und meistens kurz darauf die guten Vorsätze in Form von mehr Sport einsetzen.
Dieses langsame Zunehmen ist auch in sofern tückisch, als es nicht so auffällt.
Ja, man kann natürlich auch abnehmen, wenn man dauerhaft etwas unter seinem Bedarf bleibt. Leider erreicht man einen Überschuss leichter als ein Defizit. Aber die meisten wollen halt nicht nur 5kg/1Jahr abnehmen und Gewohnheit ist tückisch.
Was aber ganz gut geht- bei weitestgehend ausgeglichener Kalorienbilanz kann man durch Sport eher sein Gewicht halten. Und halt regelmäßig wiegen um leichten Veränderungen früh entgegenwirken zu können- 2-3kg bekommt man halt leichter weg als 10.
Funktioniert zumindest für Essgesunde ganz gut. Für Essgestörte ist das alles nochmal viel komplizierter.
Relaxometrie
19.04.2017, 10:10
Guter Punkt, Relaxo! Heißt ja im Umkehrschluss auch, dass man gar nicht viel weniger essen muss, um langsam und stetig abzunehmen.
So herum kann man es auch sehen :-)
Allerdings ist ja genau dieser vermeintlich minimale, tägliche Kalorienüberschuß das tückische.
Und wenn man abnehmen möchte, ist es so, wie Wacken schon geschrieben hat, daß man eher mehr als 5kg/Jahr abnehmen möchte.
Colourful
19.04.2017, 10:37
Ich finde da ja diese japanische Regel "Iss nur soviel, bis du 80% satt bist" da sehr hilfreich. Wobei ich auch mal 1-1,5kg zunehme und dann esse ich meist einfach wieder etwas weniger und dann passt das sehr schnell wieder.
Und ich habe die Restkilos nach der SChwangerschaft auch so innerhalb eines Jahres wieder abgenommen, das waren auch nur 2-3, aber für mich war das sehr ok so.
PillePalli
19.04.2017, 11:49
Die Rechnung habe ich, als mir die vielen extrem übergewichtigen Patienten mal wieder aufgefallen waren, mal für den Fall aufgestellt, daß man jeden Tag nur 100 kcal über dem Bedarf liegt (ergibt dann +5kg in einem Jahr). Und 100 kcal über dem Soll wirkt ja erstmal sehr wenig. Seitdem ich das mal errechnet habe, finde ich es irgendwie erstaunlich, daß man überhaupt normalgewichtig sein kann; denn das setzt ja eine stetig passend zugeführte Kalorienmenge voraus, die -über einen langen Zeitraum gesehen- in ganz engen Grenzen liegt.
Bei mir (BMI seit Jahren 22,5; ohne besonders auf irgendetwas zu achten) ist es rückwirkend über die letzten Jahre betrachtet so, daß sich Phasen, in denen ich (zumindest gefühlt :-)) )wie ein Scheunendrescher esse mit Phasen, in denen ich eher wenig esse, abwechseln, ohne darüber nachzudenken. Aber die meiste Zeit esse ich wohl eher "normale" Mengen, so daß das mit dem BMI irgendwie automatisch passt.
Finde ich einen interessanten Punkt! Obwohl man wegen den 100kcal täglich dazu sagen muss, dass der tägliche Bedarf ja mit zunehmendem Abnehmen auch sinkt. Sprich, wenn jetzt jemand zu Beginn des abnehmens täglich 100kcal unter seinem Bedarf liegt wird er damit zwar erstmal stetig und gesund abnehmen, relativ bald würde es ohne erneute Umstellung dann aber trotzdem wieder stagnieren, weil sein Bedarf ja auch weniger geworden ist...
Das mit dem halbwegs gleichbleibendem Gewicht finde ich aber auch erstaunlich, hab mal gelesen, dass tatsächlich jeder Mensch ein unterschiedliches Level hat, was der Körper als Idealgewicht anerkennt. Gibt wohl Rezeptoren im Gehirn, die das je nach Fülle der Fettspeicher registrieren und bei dem einen ist ein bestimmtes Level wohl ok für das Gehirn, bei einem anderen ist der Körper bei gleichem Fettspiegel hingegen stets darauf aus das Gewicht zu steigern. Fand ich spannend... Finde den Artikel aber leider gerade nicht mehr :(
Mein Ziel sind jetzt 7kg bis Ende Jahr. Schneller mus es für mich gar nicht gehen...
WackenDoc
19.04.2017, 12:29
Ach. das sollte machbar sein. Ich hoffe ja auf 20 bis Ende des Jahres.
Was machst du so an Sport @Eilika? Das (also Sport) plus ein bisschen auf die "Sünden" achten- dann wird das schon.
Aktuell renne ich auf dem Spielplatz meinem Sohn hinterher. Sonst warte ich mit Sport bis nach der Rückbildung. Das fängt übernächste Woche an. Mittelfristig wollte ich wieder öfter schwimmen gehen. Geht aber auch erst, wenn die Kleine so viel Rhythmus hat, dass ich weiß, wann sie mal 2 Stunden ohne mich auskommt. Aber da wir kein Auto haben, mache ich immerhin viele Wege zu Fuß...
WackenDoc
19.04.2017, 14:31
Ach- daran hatte ich gar nicht gedacht. Das wird schon. VIelleicht mal bei Darebee nach kurzen Kraft- Workouts schauen. Die kann man alle zu Hause machen.
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