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Rettungshase
18.06.2017, 12:19
@ Heerestorte:
Was mir vorher nicht klar war: Vieles aus den Ernährungswissenschaften hat die mörderische Bias, dass Übergewichtige oft ihr Essverhalten unterschätzen und ihren Bewegungsumfang überschätzen. Dadurch sind viele Studien einfach Müll und man recherchiert sich Vieles ja auch nach eigener Gefälligkeit zurecht. Ich war zum Beispiel vor FLÜ lange davon überzeugt, dass Low Carb das einzig Wahre zum Abnehmen ist. Entsprechend viele passende Studien hab ich dazu gefunden.
Für mich waren die 10€ die Investition wert, weil mir das ein oder andere Lichtlein aufgegangen ist, auch wenn es nix revolutionär Neues bereithält.
Absolute Arrhythmie
18.06.2017, 12:21
Skyr enthält halt nochmal weniger Fett und Kohlenhydrate, dafür aber mehr Eiweiß als das Joghurt / Quark -Gemisch. Aber ansonsten natürlich gleichwertig von Geschmack und Konsistenz.
WackenDoc
18.06.2017, 12:30
Viele Übergewichtige denken wirklich, dass sie wenig essen und ganz viel Sport machen.
Und auch, dass man mit irgendwelchen Tricks abnehmen kann.
Ich kenn das Buch zwar nicht, aber von dem was ihr so schreibt, scheint das tatsächlich mit den üblichen Mythen aufzuräumen und scheint auch fundiert zu sein.
Ich hab jetzt endlich meinen Schlingentrainer von meinem lieben Freund installiert bekommen.
Für die Kalorienbilanz dürfte es egal sein, ob ich da dreimal am Tag für 10 Minuten dran herumturne oder einmal für 30min, oder?
Wahrscheinlich schon. Hab aber gerade gestern gelesen, dass das fürs Laufen nicht so gilt, ab 30min scheint es da eine Grenze zu geben, also 40min am Stück sind effektiver als 2x20min, weil erst nach 30min die langsamen Muskelfasern in anaerobe bereiche kommen.
Ich bin jetzt etwas ernüchtert, da ich festgestellt habe, dass ich, sobald ich in 4,5kg mein Zielgewicht erreicht haben werde, täglich nur 1600kcal essen darf,um das Gewicht zu halten. Ich hatte insgeheim ja irgendwie auf 2000kcal gehofft. Naja...
Das kommt mir aber auch extrem wenig vor. 1600 sollen dein Gesamtumsatz sein? Aber du bewegst dich doch im Alltag auch viel oder nicht?
Heerestorte- also mich hat FLÜ total motiviert, es war weniger der einzelne Erkenntnisgewinn als das Gesamtpaket. Sehr spannend fand ich auch die psychologischen Ansätze zb dass wir so oft Übergewichtige im Alltag sehen, dass uns schlanke Normalgewichtige schon als zu dünn erscheinen (weil selten und damit gleich unnormal) und sich damit schleichend das eigene Selbstbild verschiebt.
Oder dass das Gewicht ganz häufig als schicksalshaft gegeben gesehen wird. Es wird dir so häufig "Fettlogik" von unnützen Diäten etc erzählt, dass du irgendwann selbst anfängst zu glauben, du könntest nichts tun.
Und dieses Bild rückt das Buch eben wieder gerade.
WackenDoc
18.06.2017, 12:36
Zu den 1600kcal kommen aber noch die Kalorien durch Sport dazu. Und ja, das ist tatsächlich so wenig.
Ach je, ja ich hab grad gesehen, wenn ich tatsächlich mein Standard-Idealgewicht erreiche, hab ich auch nur noch einen Gesamtumsatz von 1735kcal/Tag.
Ich habe durchaus Lerneffekte in dem Buch, die mir völlig neu waren. Auf der anderen Seite sind mir Fettlogiken aufgeräumt worden, die auch ich dachte. Insgesamt habe ich dadurch eine hohe Motivation und die Basis erhalten, die ich vorher nur ansatzweise hatte. Es wiederholt sich mit der Zeit zwar und es ist auch sicher keine hohe Literatur in der Sprache, es ist mit den genannten Studien und eigenen Beispielen sehr gut verständlich und eingängig.
Ich habe das Kalorienzählen vorher im Rahmen eines Threads in einem Forum praktiziert und habe dort lange nicht alles angenommen, was mir aber im Buch dann doch überzeugend klar gemacht wurde. Z.B. dass ich das Eiweiß brauche, dass ich Muskelaufbau machen muss.
Bei meinen 1,60 m habe ich bei leichter Tätigkeit und etwas Sport auch nur 1700 kcal/Tag. Mit meinem jetzigen Sport kann ich 2000 kcal gut essen und es reicht mir jetzt auch. Ich muss eher aufpassen, dass ich sie auch ausfülle. Wobei mir es da leichter fällt, am Wochenende mal drüber zu gehen und im Alltag drunter zu bleiben. Meine Ernährungsumstellung ist so in mich über gegangen, dass ich auf diese Weise immer weiter abnehmen würde. Zum Glück kommen aber immer welche mit Kuchen oder Grilleinladungen vorbei oder Stammtische finden in der Pizzeria statt, usw.
Rettungshase
18.06.2017, 13:26
Wahrscheinlich schon. Hab aber gerade gestern gelesen, dass das fürs Laufen nicht so gilt, ab 30min scheint es da eine Grenze zu geben, also 40min am Stück sind effektiver als 2x20min, weil erst nach 30min die langsamen Muskelfasern in anaerobe bereiche kommen.
Das kommt mir aber auch extrem wenig vor. 1600 sollen dein Gesamtumsatz sein? Aber du bewegst dich doch im Alltag auch viel oder nicht?
(...)
Das mit dem Joggen habe ich so auch gelesen. "Sportlogiken überwinden" wäre auch ein lesenswertes Buch für mich :)
Tatsächlich bewege ich mich aktuell nicht so viel.
Im Alltag versuche ich, mich viel zu bewegen, also Fahrradfahren statt Straßenbahn, Treppe statt Aufzug, aber das lässt sich nicht so richtig tracken i.S.v. "Die Fahrradfahrt zum Bäcker hat mir jetzt noch mal 40kcal eingebracht". Auf der Arbeit versuche ich zwar, die meiste Zeit im OP zu stehen, wodurch pro Woche wohl bis zu 600kcal extra verbraucht werden können (wobei ich die natürlich nicht einrechne), aber es ist schon ein Unterschied zum Rumgerenne mit Röntgenschürze und Gegenziehen im UC-OP.
Durch den Wechsel des OP-Bereichs habe ich pro Tag knapp 300kcal weniger, die mir zur Verfügung stehen bei gleichbleibender Abnehmgeschwindigkeit.
Ich würde das Buch eher als Motivationshilfe als als Sammlung neuer wissenschaftlicher Aspekte sehen. Trotzdem ist es ganz praktisch in gesammelter Form zu haben. Und als Ebook glaube ich auch nicht sehr teuer.
Für mich war es gut das nochmal als Bestärkung zu haben bzgl Nichtexistenz von "Hungerstoffwechsel" und niedrigem Normalgewicht als Ziel.
Absolute Arrhythmie
18.06.2017, 13:59
Also in einer Hinsicht hat sich das Buch schon gelohnt. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass ich bei früheren Diäten immer deutlich zu wenig Eiweiß und zu viele Kohlenhydrate gegessen habe. Ich hatte quasi immer Hunger und habe auch wirklich ständig gegessen. Ich dachte immer ich sei einfach willensschwach und könnte deshalb nicht weniger essen.
Seit einem Monat ernähre ich mich jetzt "High Protein", also bei meinem Gewicht von ca 75 kg 80-120g Eiweiß am Tag. Ich hab über 3kg abgenommen ohne auch nur einmal Heißhunger zu haben. Im Gegenteil, ich bin von den Mahlzeiten so lange satt, dass ich manchmal schauen muss dass ich irgendwie das restliche Eiweiß noch rein bekomme (und dafür nehme ich die Shakes).
Kalorien sind gar nicht sooo im Vordergrund, da lande ich meistens irgendwo um 1350 kcal (mit einer Streuung von 1000 kcal an einem sparsamen Tag und 1600 kcal nach dem Grillen und einer Flasche Bier).
Und ich fühle mich mit so wenig Kalorien DEUTLICH besser und fitter als jemals zuvor.
Ich hab mir auch immer nur mittelmäßige Ziele gesetzt, also abnehmen auf 70kg und dann gut. Mein Ziel jetzt ist in erster Linie die deutliche Reduktion des Körperfetts :-)
Ich bin ja jetzt offiziell skinny fat :-))
Mein Freund zieht jetzt auch super mit, er hat in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen und trackt jetzt auch wieviel Eiweiß er aufnimmt. Das war nämlich auch immer zu wenig. Sein KFA ist mit 16% allerdings ganz gut :-))
Also von daher haben sich die paar Euro für das Buch schon gelohnt. Besonders motiviert hat mich, dass die Autorin genau meine Körpergröße hat und am Ende mit 63kg echt klasse aussieht :-top
Ihr habt mir zu viel geredet, habe mir das Buch jetzt auch eben gekauft und schon ein Drittel gelesen ;-) Das Meiste dürfte einem an sich klar sein, aber sicherlich nicht alles und ich kann mir gut vorstellen, dass so manch einer da etwas herausziehen kann, wenn er sich denn darauf einlässt. Ich glaube, ich sollte auch mal den KFA bestimmen... habe nur gar nicht so eine Waage, ich fürchte Skinny fat könnte wohl auch hinkommen hier. BMI immer super bei 21, aber bei null Sport (außer meinen 8000-10000 Schritten am Tag, sofern meine App da richtig ist) mag das wohl sein ;-)
WackenDoc
18.06.2017, 17:46
Ein Märchen was sich auch gerne verbreitet ist, dass Kraftsport Frauen zum Hulk mutieren lässt und zur Gewichtszunahmen führt. Und das stimmt einfach auch nicht.
Alleine schon aus hormonellen Gründen mutieren wir nicht zum Hulk. Man nimmt auch nicht automatisch zu, sollte aber ggf. zunehmenden Appetit im Auge behalten. Auch wird das Fett nicht in Muskeln umgebaut und führt so zur Gewichtszunahme. Das eine wird abgebaut und das andere aufgebaut.
Aber das coole- da Muskeln eine höhere Dichte als Fett haben, sieht man bei gleichem Gewicht mit mehr Muckis schlanker aus.
Funktionelles Training finde ich klasse. Da kann man nicht soo viel falsch machen wie beim Gerätetraining im Fitti. Und neben der Optik sind die Muskeln besser koordiniert. Und das wieder hilft einem im Alltag und später im Alter weiter.
Und das coole- Frauen können genauso trainieren wie Männer. Man kann ein unisex-Programm nehmen und passt ggf. den Schwierigkeitsgrad der Übungen an. Z.B. haben wir Frauen eher mal Probleme mit Liegestützen- die aber nicht als Frauenliegestütze auf den Knien machen- da nimmt man der Rumpfmuskulatur die Anforderung weg- sondern einfach die Hände so erhöhen, dass es passt und nach und nach weiter runter gehen und irgendwann dann die umgekehrte Richtung- nämlich die Füße erhöhen.
Ich war heute nochmal schwimmen. Schwimmen ist gut für mich... auch wenn es meist mir für 30 Minuten langt. Besser als nichts...
Rettungshase
18.06.2017, 18:29
@ Muriel: Whooop! Willkommen im Club :D
Falls du jemals die im Buch vorgestellten Waffeln nachbäckst und die was werden, schreib mir doch bitte mal.
@ Wacken: Aha, funktionelles Training schnell gegoogelt -> "Training, das mehr als eine Muskelgruppe auf einmal beansprucht".
Beim Schlingentraining finde ich so fein, dass man hier ganz einfach die Schwierigkeit verändern kann, indem man sich z.B. näher an den Fixpunkt stellt und somit weiter in Instabilität gerät.
Sicherlich empfiehlt sich hier aber, wenigstens einmal unter Aufsicht trainiert zu haben, da man doch ein paar Fehler initial machen kann.
Ich hab vor über einem Jahr mal für eine Weile Gerätetraining gemacht, aber parallel keine Ernährungsumstellung durchgezogen, sodass ich abgesehen vom Kraftzuwachs im Wesentlichen überhaupt keine Unterschiede wahrgenommen habe, insbesondere nicht, "bulky" geworden zu sein.
Beim Gerätetraining ist ganz nett, dass man hier rasch zu Beginn Fortschritte sieht, wenn man wöchentlich 2-3x trainiert, allerdings wird es - je nach Typ - irgendwann langweilig.
Absolute Arrhythmie
18.06.2017, 18:34
Puh, mein Freund hat mir eben gezeigt wie ich die Arme mit Hanteln trainiere... jetzt bin ich platt. Ich wette morgen kann ich die Flügel nicht mehr heben:-))
@ Muriel: Whooop! Willkommen im Club :D
Immerhin habe ich dieses Dings mit hinsetzen und aufstehen ohne Zuhilfenahme der Arme noch geschafft :D
Muriel - dabei waren wir ja nicht mal anti :-)) https://www.facebook.com/340529256155469/photos/a.545370859004640.1073741911.340529256155469/545370879004638/?type=3&theater
(Die Nadja Herrman macht ja "nebenberuflich" diese wunderbaren Comics :-love )
WackenDoc
18.06.2017, 20:57
Schlingentrainer ist ne coole Sache. Bringt nochmal zusätzliche Schwierigkeit, weil das Ding sich ja bewegt. Gut für die Haltemuskulatur.
Viele haben über das Mark Lauren Buch auch gesagt "Hä, das sind doch alles altbekannte Übungen, für was brauch ich da ein Buch". Aber er hat eben einiges über die Progression und die einzelnen Trainingsarten geschrieben, warum Periodisierung wichtig ist. Und es gibt eben die Pläne, die dann jeder anhander der Infos auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.
Also auch alles nicht das Hexenwerk. Aber eben nochmal schön zusammengefasst. Und jetzt kann ich endlich Liegestütze.
Muriel - dabei waren wir ja nicht mal anti :-)) https://www.facebook.com/340529256155469/photos/a.545370859004640.1073741911.340529256155469/545370879004638/?type=3&theater
(Die Nadja Herrman macht ja "nebenberuflich" diese wunderbaren Comics :-love )
Isch abe gar kein Facebook (kann das nicht sehen) ;-)
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