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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesund in den Sommer/durch den Winter oder Der-Abnehm-Thread



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Moorhühnchen
15.09.2017, 11:32
Ich find Euch alle so bewundernswert! :-))
Nach der "Völlerei" in den 3 Wochen Urlaub reicht es bei mir motivationsmäßig nur für eine Salatwoche in der Kantine. Was eigentlich nur heißt, daß ich dort statt eines normalen Gerichts halt nur Salat futtere. Aber schon gestern hab ich gemerkt, daß das meine Geschmacksnerven nicht durchhalten - gerade wenn es so wie gestern rundherum nach lecker Schnitzel mit Pommes riecht. :-oopss

Behaupte ja immerhin, daß ich im Urlaub gute Sachen gegessen habe und nicht viel Ungesundes (außer den Bacon-Burger auf Sylt). Die 6-Gänge-Menüs im ersten Hotel waren wirklich fein, alles kleine Portionen, aber am Ende war man durch das lange Warten doch immer satt. Problem war nur: die hatten so leckeren Bergkäse da und obwohl der Nachtisch schon durch war, konnte ich nie daran vorbeigehen, ohne mindestens ein Käsescheibchen mit Baguette und Feigensenf und Trauben zu holen. Immerhin jetzt nach einer Woche Kantinen-Salat wieder vor-Urlaubs-Gewicht. :-D

annekii
15.09.2017, 12:48
Ich bin jetzt 1 Jahr nach Beginn der Abnahme angekommen und seit Mai/Juni in der Erhaltung. Seit Anfang des Jahres ist der BMI unter 23 und ab da kamen dann wirklich viele Kommentare, dass ich doch mal aufhören soll und dass es auch wirklich jeder kommentiert hat, dass ich ja sehr viel abgenommen habe. Das hat sich nun deutlich beruhigt, auch bei den Patienten habe ich bald alle durch ;) So manche kommen jetzt zur U und waren ein Jahr nicht da, weil die Kinder halt gesund waren. Die kommentieren auch oft fast entsetzt, dass ich ja abgemagert sei. Allerdings habe ich nun auch viele neue Baby-Eltern, die mich anders nicht kennen. Die können das gar nicht glauben, wenn es ihnen andere erzählen. Es kommen auch schon Kommentare wie "Sie können ja sicher essen, was sie wollen" oder "bei Ihren Genen haben Sie ja Glück", usw.

Nun habe ich einen Monat keine Kalorien aufgeschrieben und habe immer noch das selbe Gewicht, es ist vieles lockerer geworden und hat sich eingespielt.

Ich habe im Umfeld auch einige angesteckt und alle sind froh damit, so einfach und logisch Gewicht zu verlieren, ohne eine "echte Diät" zu machen.

altalena
15.09.2017, 16:09
Was mir hier immer so auffällt: Viele von euch orientieren sich so an ihrem Gewicht. Habt ihr nicht so was wie den "Wohlfühl"-Faktor? Also, dass ihr euch nach einem Gewichtsverlust einfach wohlfühlt und sagt: "Ok, das reicht, mir geht's super, so wie es jetzt ist. Die 3-4 Kilo, die mir bis zum ursprünglichen Zielgewicht noch fehlen, lass ich gut sein, denn ich fühle mich aktuell wohl." Finde das, was ich hier lese zum Teil echt n bissl beängstigend. :-meinung

Colourful
15.09.2017, 17:05
Geht mir ähnlich, altalena! Ich habe mich seit Monaten heute das erste Mal auf die Waage gestellt - ein normales Gewicht gesehen - und das war es. Wenn ich mich wohl fühle und leistungsfähig bin, dann sind mir 2kg mehr oder weniger total egal.
Mich reizt diese Diskussion hier auch immer, auf der einen Seite bewundere ich die Disziplin hier, auf der anderen Seite
kann ich aber seit Jahren einen niedrig normalen BMI locker halten ohne, dass ich je Kalorien gezählt habe oder mich irgendwie einschränke. ;-) Ich hab das für meinen 22er BMI mit ordentlich Muskelmasse locker im Gefühl und mich befremdet dieses genaue Gezähle auch. Ich würde dann wieder zu zwanghaft werden und das tut mir nicht gut. ;-) Jeder so wie er kann und mag.

Rettungshase
15.09.2017, 17:07
Inwiefern denn beängstigend?

Bei mir fehlen zum ursprünglich gesetzten Zielgewicht noch 2(-4kg). Eigentlich sollten es 54kg Zielgewicht sein, zwischendurch hatte ich es dann auf 52kg gesetzt (im Vergleich mit Prominenten, die auch 1,62m groß sind, hat mir das einfach am besten gefallen).
Naja... in letzter Zeit lass ich es abends einfach zu oft krachen lassen und hab am Wochenende auch oft ohne zu zählen lecker gegessen. Bis auf Weiteres bin ich mit meinen 56kg zufrieden; zumal ich, wenn ich weiter abnehme, meine Kleidung umnähen lassen muss und dafür fehlt mir momentan das Geld.

annekii
15.09.2017, 17:09
Mein Ziel war ein BMI von 21,0, das wären 53,7 kg (1,60 m) gewesen. Aber so perfekt um die Zahl ging es mir nicht, sondern um ein festes Ziel.

Aber ich habe bei 55 aufgehört und habe jetzt seitdem immer irgendwas mit 54-56. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich nur mit massivem Aufwand noch diese Kilos verloren und einfach keinen Leidensdruck mehr. Ob nun BMI 21 oder 22 ist mir egal, ich bin fit, gefalle mir und esse genussvoll. Aber ich persönlich brauchte ein festes Ziel und das auch in Form einer Zahl. Das hätte auch eine Kleidergröße oder ein Gewicht sein können, aber ich hatte halt einen bestimmten BMI vor Augen.

Absolute Arrhythmie
15.09.2017, 17:10
Ich hab noch über 30% Körperfett. Das ist ungesund, egal wie gut ich mich damit fühle... mein BMI ist 22 und ich bin laut KFA trotzdem übergewichtig... deshalb muss da noch Fett weg! und ich sehe es ja auch im Spiegel. Wieso sollte ich aufhören mit abnehmen, wenn ich noch nicht zufrieden bin? Damit andere sich mit ihrem Wohlfühlspeck besser fühlen?

*milkakuh*
15.09.2017, 17:34
Ich hab leider auch immer noch ziemlich viel Fettgewebe (voraölem am Bauch und der Hüfte und fühle mich daher aktuell noch nicht komplett wohl. Allerdings natürlich schon deutlicher wohler als mit 15kg mehr. Mein BMI ist auch noch bei 26 und mein KFA bei 29-30%. Am wichtigsten ist es mir nicht wieder zuzunehmen. Nach unten hab ich mir schon Ziele gesteckt. Könnte mir vorstellen so bis 55kg noch abzunehmen a er wenn ich mit 60 oder 58kg zufrieden bin höre ich auch einfach dort auf. :-)

Ich bin gerade im Urlaub und lasse es mir hier auch ganz gut gehen. Frühstück gibt es im Hotel und ich greife großzügig zu. Esse dann allerdings tagsüber bis auf eine Kleinigkeit (z.B. ein Eis) gar nichts und gehe dafür abends essen ohne auf die Kalorien zu achten. Ich denke, dass ich so nicht zunehmen sollte und eventuell bin ich sogar leicht im Defizit, weil ich mich viel bewege. Mein Freund hat vor einigen Jahren genauso abgenommen wie ich und wir können uns daher zum Glück gegenseitig unterstützen und er muss genauso aufpassen wie ich.

Colourful
15.09.2017, 18:46
Ja, klar, AA, du darfst nicht mehr abnehmen, damit ich mich mit meinen sehr fetten 48-49kg wohler fühle. ;-)

Fr.Pelz
15.09.2017, 18:53
Was mir hier immer so auffällt: Viele von euch orientieren sich so an ihrem Gewicht. Habt ihr nicht so was wie den "Wohlfühl"-Faktor? Also, dass ihr euch nach einem Gewichtsverlust einfach wohlfühlt und sagt: "Ok, das reicht, mir geht's super, so wie es jetzt ist. Die 3-4 Kilo, die mir bis zum ursprünglichen Zielgewicht noch fehlen, lass ich gut sein, denn ich fühle mich aktuell wohl." Finde das, was ich hier lese zum Teil echt n bissl beängstigend. :-meinung

Ich hab das nur im Negativen. Also mit dem Schwabbel drumherum hab ich mich unwohl gefühlt. Jetzt ist das Unwohlsein weg- sooo viel toller fühle ich mich jetzt nicht, aber das liegt halt an meinem furchtbaren Bindegewebe. Wenn ich mich nackt im Spiegel ansehe, hängt die Bauchhaut, hängt die Brust. Das stört mich auch. Aber immerhin hab ich meine Skinny Fat-Morbidität reduziert, von daher leb ich lieber mit Hängebrust als mit Schwabbel. Die kann ich verstecken und operieren lassen :-D Nee und im Gesicht finde ich mich schon hübscher.

Absolute Arrhythmie
15.09.2017, 18:57
Ja, klar, AA, du darfst nicht mehr abnehmen, damit ich mich mit meinen sehr fetten 48-49kg wohler fühle. ;-)

Eben, das ist doch total albern!
Es ist doch nicht "zwanghaft" oder "beängstigend", wenn man ein gesundes Gewicht erreichen möchte. Und ein paar die hier schreiben sind ja auch noch im Übergewicht und haben vielleicht sogar im adipösen Bereich gestartet. Das ist doch mit nem Wohlfühlgewicht +/-2kg gar nicht zu vergleichen.
Es verlangt niemand hier von dir oder altalena abzunehmen, wenn ihr zufrieden mit euch seid.
Darum versteh ich diese Seitenhiebe (s.o., zwanghaft etc) nicht!

Colourful
15.09.2017, 19:01
Na ja, ich für meinen Teil kann halt entweder total zwanghaft oder ziemlich Locker und würde da gedanklich auch keinen Mittelweg finden können. (Oder nur sehr schwer.)
Und ich empfinde das als sehr anstrengend so darauf achten zu müssen, aber das hat viel mehr mit mir als mit euch zu tun.

altalena
15.09.2017, 19:17
Inwiefern denn beängstigend?
Weil es manchmal eben doch etwas zwanghaft auf mich wirkt, tut mir Leid. Ich meine jetzt, dass tracken und Kalorien zählen. Ich esse zum Beispiel wahnsinnig gerne, auch hier und da ungesund/fettreich, was auch immer. Wenn ich mir vorstelle, alles, was ich esse, zu dokumentieren/zu berechnen, würde es mir halt die Freude am Essen nehmen. Wenn ich das Gefühl habe, mehrere Tage über die Stränge geschlagen zu haben, mach ich halt etwas intensiver Sport.


..... Wieso sollte ich aufhören mit abnehmen, wenn ich noch nicht zufrieden bin? Damit andere sich mit ihrem Wohlfühlspeck besser fühlen?

Ja, genau DAS wollte ich damit sagen.... :-keks

Naja, war - wie gesagt - mein Eindruck, scheint aber nicht gewünscht zu sein, das hier zu äußern. Dann belasse ich es hiermit dabei.

Absolute Arrhythmie
15.09.2017, 19:25
Hat halt was vom klassischen Krabbenkorb-Phänomen...
Du kannst essen ohne Kalorien zu zählen und nimmst nicht zu - Ist ja auch super! Aber jemand mit nem BMI von 30 oder so wird so nicht abnehmen, sonst wär sie Person ja nie dick geworden...
Um abzunehmen braucht man ein Defizit, da führt kein Weg dran vorbei und die 3 mal 300 kcal die Woche durch ein bisschen Sport bringen mich da auch nicht besonders weit.

Man kann sich auch mit Kalorien zählen was "gönnen" (was auch immer daran erstrebenswert sein soll mich mit Essen zu belohnen?!) - im Gegenteil, ich kann ein gutes Essen viel mehr genießen wenn ich weiß dass es in die Bilanz passt.

Und nein, ich fühle mich nicht wohl nur weil ich ja schon ein paar Kilo abgenommen habe. Das Ziel war ja nicht, nackt noch Speckröllchen an Bauch und Hüfte zu haben, und nen KFA jenseits von gut und böse...

vielleicht solltest du auch mal "Fettlogik überwinden" lesen?

WackenDoc
15.09.2017, 19:26
Bei mir ist alles, was runter geht ein Erfolg. Und Zunehmen ist akutell fast eine Katastrophe.
BMI noch etwas über 32. KFA 40% und nein das ist weder gesund noch hat das was mit wohlfühlen zu tun. Mit mehr Sport ist da auch nicht viel ausgleichbar.

Trianna
15.09.2017, 19:40
@AA

Bei dir ist es eben so eine krasse 180° Wende in deinen Aussagen/Handlungen.

Das hat mich z.B. irritiert.

Schlussendlich musst du dich allerdings wohlfühlen :)

altalena
15.09.2017, 19:43
Hat halt was vom klassischen Krabbenkorb-Phänomen...
Du kannst essen ohne Kalorien zu zählen und nimmst nicht zu - Ist ja auch super!

Stimmt ja so nicht, bzw, hab ich nie so gesagt. Würde ich nur essen, auf was ich Bock hab, dann Gute Nacht. Ich achte durchaus auf meine Ernährung, hauptsächlich darauf, dass Zufuhr und Verbrennen durch Sport sich ungefähr ausgleicht, damit ich mein Gewicht (bzw. mein "Körpergefühl", weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal gewogen habe, muss Jahre her sein) halte.


Man kann sich auch mit Kalorien zählen was "gönnen" (was auch immer daran erstrebenswert sein soll mich mit Essen zu belohnen?!) - im Gegenteil, ich kann ein gutes Essen viel mehr genießen wenn ich weiß dass es in die Bilanz passt.
Das ist es ja, was ich meine: Ich finde ewiges Kalorienzählen bzw das permanente Fixieren darauf, was ich jetzt zu mir nehme so einschränkend bzw so zeitraubend.
ich stelle mir vor, dass ich mich dann z.B. nicht einfach so mit Freunden zum Abendessen treffen kann, oder hier mal nen Kaffee oder n Stück Kuchen essen kann, ohne dass im Hinterkopf immer das Kalorienmessgerät mitläuft. Und das finde ich einfach unsagbar stressig.

Ich achte persönlich wie gesagt auch auf meine Ernährung, aber so wie es sich hier liest, nimmt es meiner Meinung nach manchmal einen viel zu großen Bereich im Leben ein.

Absolute Arrhythmie
15.09.2017, 19:55
@AA

Bei dir ist es eben so eine krasse 180° Wende in deinen Aussagen/Handlungen.

Das hat mich z.B. irritiert.

Schlussendlich musst du dich allerdings wohlfühlen :)
Naja, ich war 10 Jahre unzufrieden und habe vor mich hin diätet und gejojot. Bloß keine Kalorien zählen, bloß nicht zu wenig essen, bloß keine großen Ziele setzen. Und dann hab ich "Fettlogik überwinden" gelesen. Und fast 10kg in 3 Monaten abgenommen, ohne zu hungern, ohne auf Dinge zu verzichten die mir wichtig sind. Einfach durch Prioritäten und ein bisschen Konsequenz. Macht der Schokoriegel mittags zum Kaffee mich wirklich zufriedener? Früher hätte ich ihn gegessen und mich den Rest des Tages über mich geärgert. Heute frage ich mich, ob der Riegel die 200kcal wirklich wert ist. Wenn ja, dann esse ich ihn, und zwar ohne schlechtes Gewissen. Und wenn nicht, dann esse ich ihn halt eben nicht.
Und wenn ich mal einen Tag über meinem Kalorienziel bin ist es auch nicht schlimm, dann nehme ich eben 100g weniger ab diese Woche.

Für die meisten hier scheint Kalorien zählen ganz gut zu funktionieren. Ich versteh also die Intention der Kritik daran nicht?
Wer nicht abnehmen will, der braucht es doch auch gar nicht machen? Wer ohne zu zählen abnimmt, der braucht es doch auch nicht tun?
Was ist also das Problem daran, dass andere es tun und damit ihrem Ziel - oder Wunschgewicht näher kommen?
Ich versteh das einfach nicht :-nix

Fr.Pelz
15.09.2017, 20:14
Ich auch nicht. Wenn es für dich stressig ist, tu es halt nicht. Wenn es dich schon stresst, dass andere davon schreiben, überlies es halt. Ja, es ist natürlich nicht soo gemütlich- andererseits guck ich mir halt auch manchmal an, wie und was andere essen und denke mir immer, dass ich froh bin, dass mich mein Wissen über Kaloriengehälter davon abhält, meine Gesundheit für fraglichen Genuss aufs Spiel zu setzen. In meinem Kollegenkreis ist es zb Gang und Gäbe sich beim Frühstück auf die Scheibe Billig-Salami noch n Tütchen Ketchup draufzuquetschen und auf den Räucherlachs dick Senfsoße... Das sind Kalorien en masse, Lachs und Salami werden völlig ertränkt, die Geschmacksnerven mit Glutamat etc abgehärtet...vermutlich würde den Leuten "nur" Lachs gar nicht mehr schmecken.
Ich würde das natürlich niemals kritisieren, jeder soll mit seiner Gesundheit so umgehen wie er will. Ich bin nur einfach wirklich froh, dass ich meinen Weg, Essensverhalten zu reflektieren, gefunden habe.

Colourful
15.09.2017, 20:52
Ja, aber ich denke, dass wir eher den Mittelweg meinen. Also sich gesund ernähren und gesund kochen und eben trotzdem nicht auf jede Kalorie zu schauen.
Das hat ja mit Salami und Ketchup nichts zu tun - das hat eher was damit zu tun, ob ich mir den Reis zu meinem veganen Kichererbsengemüse abwiege oder nicht. Und das finde ich stressig. Und ich glaube auch nicht, dass man das ewig macht.

Übrigens in meinem Freundeskreis bin ich diejenige, die bei weitem am strengsten mit ihrer Ernährung und ihrem Sportverhalten ist. ;-)