Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Matzexc1
18.04.2020, 10:21
Wurde gestern zuhause angerufen, die nette Dame sprach von „muss zuhause bleiben, Sie kriegen das noch schriftlich“.
Nach also, euch beiden alles Gute und vor allem gute Besserung
Nach also, euch beiden alles Gute und vor allem gute Besserung
Vielen Dank! Die eher mittelschweren Verläufe bei unseren älteren Kollegen machen uns schon Sorge. Aber hoffen wir, dass wir als junge gesunde mit Fieber davonkommen.
@Gelbeklamotten: Du unterliegst einem Wahrnehmungsbias durch dein soziales Umfeld. Google mal nach der Einkommensverteilung in Deutschland, da liegst du wahrscheinlich unter den obersten 10%. Oder lies mal so was: https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-08/institut-der-deutschen-wirtschaft-einkommen-singlehaushalt-gehalt
LasseReinböng
18.04.2020, 10:35
Zum Thema:
Weil bei uns die extra eingerichtete Corona-ITS nur zu 25% ausgelastet ist wird sie wieder eingestampft und statt dessen das OP Programm wieder auf 100% hochgefahren. Bei uns ist Corona also durch!
Interessant - in welcher Region bist du grob und wie sieht es bei anderen Usern hier aus ? So mancher fürchtet sich ja schon vor dem Bumerang der aufgeschobenen Eingriffe ...
Autolyse
18.04.2020, 10:53
Die gibt es, und zwar nicht zu wenige davon. Ist wohl eine Folge von langen Wohlstandsphasen ("Good times create weak men=> weak men create hard times, hard times create strong men=> strong men create good times"). Ich sehe die Gefahr, dass der fehlende Biss und Erfolgshunger (aka "Postmaterialismus") uns als Gesellschaft mal auf die Füße fallen, wenn wir von jüngeren, dynamischeren und technologie- affineren Gesellschaften eingeholt werden und global auf die hinteren Plätze durchgereicht werden.[...]
Können wir uns auch darüber unterhalten, dass es auch eure Generation war, die den Aufbau jeglicher "strategic community" verhindert hat, großzügig die Friedensdividende über Jahre kassiert hat und jegliche Diskussion über staatliche Interessen (Causa Köhler etc.) verhindert hat. Die noch ein paar soziale Wohltaten für Muttis Rente rausgehauen hat, aber der mein Arsch nur ein MSA-Wolf wert war, weil es ja nur Smile 'n wave war und nicht etwa Krieg...
GelbeKlamotten
18.04.2020, 10:58
@Gelbeklamotten: Du unterliegst einem Wahrnehmungsbias durch dein soziales Umfeld. Google mal nach der Einkommensverteilung in Deutschland, da liegst du wahrscheinlich unter den obersten 10%. Oder lies mal so was: https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-08/institut-der-deutschen-wirtschaft-einkommen-singlehaushalt-gehalt
Mir ist durchaus bewusst, dass ich zu den Besserverdienern gehöre. Auch hier gilt aber: wenn ich mein Gehalt auf eine 40h Woche normiere, bin ich sehr weit entfernt zu diesen „oberen 10%“ zu gehören.
Es macht aber auch überhaupt keinen Sinn mein Gehalt mit dem von jemandem zu vergleichen, der einen viel geringeren Ausbildungsstand und eine viel geringere Motivation hat. Es ist schon sinnvoll sich mit anderen produktiven akademischen Berufen zu vergleichen (produktiv akademisch, um spaßfächer wie philosophie auszuklammern).
Ich gehöre zu den Menschen, die viel Motivation daraus ziehen, etwas erreichen zu können, auch für mich selbst. Ich würde behaupten, dass ich für meinen ausbildungsstand definitiv zu den engagiertesten und kompetentesten kollegInnen in der abteilung gehöre. Und das „obwohl“ (oder gerade weil?) ich keine altruistische Idealistin bin, sondern überwiegend extrinsisch motiviert bin. Und da bin ich sicherlich nicht die einzige. Das finden jetzt sicher wieder einige Leute ganz ganz schlimm, aber letztendlich profitiert und lebt das System (und die Patienten) von solchen Leuten.
Wenn mir jetzt nur ein Gehalt in Aussicht gestellt wird, das in der Höhe einer Supermarktkassiererin liegt, dann ist für mich der Anreiz, mich weit überdurchschnittlich zu engagieren dahin. Sehr wahrscheinlich würde ich dann, wenn auch auswandern keine option ist, auch den einfacheren weg gehen und mich an die supermarktkasse setzen (und jetzt kommt mir nicht mit „das ist ein genauso harter job“, ich habe das selbst schon mal einige monate lang gemacht).
Naja komm, das "System" profitiert doch eher von Leuten, die den Job für lau machen. Leute, die viel Geld verdienen wollen, befeuern das System, deswegen gibt es dann Zielleistungsvereinbarungen, unter denen dann der menschliche Kontakt oder die Qualität im Gesundheitssystem leiden.
Ich bin auch engagiert im Job, mir macht der spaß und ich kann meine Familie ernähren, das kann ich hier und das konnte ich auch schon bei meinem früheren AG, bei dem ich rund 1000 Euro weniger verdient habe- und ich bin nur Assi- die Forderung nach mehr Geld empfinde ich daher auch nur als Verhöhnung von Geringverdienern. Und wir wissen in D sehr gut, dass das Einkommen an die Bildung und diese hauptsächlich ans Elternhaus gekoppelt ist - und damit per se ungerecht. Klar, per se hat jeder die gleichen Chancen, praktisch ist es aber deutlich schwieriger, als Murat oder Ali einen guten Job zu bekommen, diese Menschen müssen sich also deutlich mehr anstrengen...
Und gelbeKlamotten, verdienst du nicht nach Tarifvertrag? Wenn doch, gehörst du zu den oberen 10%, egal wieviel du da an deinen Stunden herumrechnen willst.
Heerestorte
18.04.2020, 11:58
Auch wenn es jetzt immer weiter ab vom Theman kommt...
Ich muss sagen, laut der Studie aus dem Zeit-Artikel..Ich dachte, die Grenze zur Oberschicht (Was das Einkommen betrifft), wäre höher als die dort veranschlagten 3440€ Netto. Hätte die irgendwo zwischen 4000-5000€ erwartet.
ehem-user-02-08-2021-1033
18.04.2020, 12:00
Ich gehöre zu den Menschen, die viel Motivation daraus ziehen, etwas erreichen zu können, auch für mich selbst. Ich würde behaupten, dass ich für meinen ausbildungsstand definitiv zu den engagiertesten und kompetentesten kollegInnen in der abteilung gehöre. Und das „obwohl“ (oder gerade weil?) ich keine altruistische Idealistin bin, sondern überwiegend extrinsisch motiviert bin. Und da bin ich sicherlich nicht die einzige. Das finden jetzt sicher wieder einige Leute ganz ganz schlimm, aber letztendlich profitiert und lebt das System (und die Patienten) von solchen Leuten.
Mit einer gesunden narzisstischen Grundeinstellung solltest du keine Probleme haben eine Chef-Stelle zu bekommen.
Ich hoffe du bist auch blond, jung, groß und schlank?
Dann wäre das die Top-Kombination!
Einer Karriere in München, Hamburg oder Berlin stünde nichts mehr im Wege!
Das langweilige schlecht bezahlte Dasein einer Assistenzärztin wirst du sowieso irgendwann überspringen.
Parallel gut und immer wichtig ist Networking.
Gesellschaftliches Engagement mit Freunden (Rotary- oder Lions-Club) schadet manchmal sicher auch nicht.
Wichtig ist es nur, dass du dir das alles nicht durch Familie zerstört.
Wenn Familie dann selbstverständlich extrinsisch motiviert, d.h. gute Schwiegereltern, um Networking bis in den tiefsten Bereich des Privatlebens zu praktizieren.
So einfach kann glücklich sein!
Viel Erfolg!
ehem-user-02-08-2021-1033
18.04.2020, 12:02
Auch wenn es jetzt immer weiter ab vom Theman kommt...
Ich muss sagen, laut der Studie aus dem Zeit-Artikel..Ich dachte, die Grenze zur Oberschicht (Was das Einkommen betrifft), wäre höher als die dort veranschlagten 3440€ Netto. Hätte die irgendwo zwischen 4000-5000€ erwartet.
Also die 4000 € knackste doch mit entsprechenden Bereitschaftsdiensten im VKA auch...
Matzexc1
18.04.2020, 12:05
Und wir wissen in D sehr gut, dass das Einkommen an die Bildung und diese hauptsächlich ans Elternhaus gekoppelt ist - und damit per se ungerecht. Klar, per se hat jeder die gleichen Chancen, praktisch ist es aber deutlich schwieriger, als Murat oder Ali einen guten Job zu bekommen, diese Menschen müssen sich also deutlich mehr anstrengen...
.
Wir haben in Deutschland ein kostenloses Bildungssystem, eines mit dem Fehler das es keine Ganztagsschule gibt. Der Grund warum die Bildung vom Elternhaus abhängt ist die Bereitwchaft Bildung zu betrtreiben. Es gibt Kinder,ungeachtet von der ethnischen herkunft, die keine Eltern haben denen Bildung wichtig ist weil sie sich so wie du in ihrem gemütlichen Leben eingerichtet haben, vielleicht sogar nicht wollen das ihre Kinder erfolgreicher als sie selbst sind.
Diesen Umstand kannst du aber nicht mit einem Sack voller Geld aus der Kasse eines "Reichen" lösen
Matzexc1
18.04.2020, 12:08
Mit einer gesunden narzisstischen Grundeinstellung solltest du keine Probleme haben eine Chef-Stelle zu bekommen.
Ich hoffe du bist auch blond, jung, groß und schlank?
Dann wäre das die Top-Kombination!
Einer Karriere in München, Hamburg oder Berlin stünde nichts mehr im Wege!
Das langweilige schlecht bezahlte Dasein einer Assistenzärztin wirst du sowieso irgendwann überspringen.
Parallel gut und immer wichtig ist Networking.
Gesellschaftliches Engagement mit Freunden (Rotary- oder Lions-Club) schadet manchmal sicher auch nicht.
Wichtig ist es nur, dass du dir das alles nicht durch Familie zerstört.
Wenn Familie dann selbstverständlich extrinsisch motiviert, d.h. gute Schwiegereltern, um Networking bis in den tiefsten Bereich des Privatlebens zu praktizieren.
So einfach kann glücklich sein!
Viel Erfolg!
So langsam wird das hier immer persönlicher und weicht vom Thema ab.
Ich habe an eigener Haut erlebt, dass die altruistischen Schreihälse meistens am ehesten bereit sind ihrem Nachbarn in den Rücken zu treten. Da ist die Eintellung von gelbeKlamotten wenigstens ehrlich.
Die Selbstüberhöhung bei ihr stört mich etwas
Vielen Dank! Die eher mittelschweren Verläufe bei unseren älteren Kollegen machen uns schon Sorge. Aber hoffen wir, dass wir als junge gesunde mit Fieber davonkommen.
Ich drücke euch die Daumen! Hoffe es ist schnell überstanden! Hattest du denn bei deiner Tätigkeit irgendeine Schutzausrüstung?
_____
Können wir nicht beim Corona-Thema bleiben und die Geldverteilung in einem anderen Thread besprechen?! :-D
Bei uns sollen jetzt auch wieder geplante, nicht akute Operationen stattfinden. Ich denke, dass wir in 2-3 Wochen zum "Normalbetrieb" zurückkehren..
Matzexc1
18.04.2020, 12:11
Auch wenn es jetzt immer weiter ab vom Theman kommt...
Ich muss sagen, laut der Studie aus dem Zeit-Artikel..Ich dachte, die Grenze zur Oberschicht (Was das Einkommen betrifft), wäre höher als die dort veranschlagten 3440€ Netto. Hätte die irgendwo zwischen 4000-5000€ erwartet.
Man muss auch verstehen das Einkommen etwas andere ist als Gehalt.
Einkommen kann aus Gehalt, Geldanlagen, Vermietungen, Nebentätigkeiten oder weiteren Quellen stammen. Herr zetsche mit seinen 4000€ Rente wird hier als beispiel bezeichnet:
Für ihn ist das ein Nasenwasser, das Einkommen aus anderen Werten(wo kein KV-Beitrag anfällt, weniger Steuern gezahlt werden) ist weitaus höher, das wette ich.
Ich muss auch mal ehrlich sagen, dass ich mich frage wie die das berechnen, das man einfach etwas ändern kann erlebt man doch vschon wenn man die Leitlinien zur Hypertonie der letzten 30Jahre vergleicht
GelbeKlamotten
18.04.2020, 12:21
Und gelbeKlamotten, verdienst du nicht nach Tarifvertrag? Wenn doch, gehörst du zu den oberen 10%, egal wieviel du da an deinen Stunden herumrechnen willst.
Dein übriges sozialistisches Gerede mal außen vor, ist diese Aussage schlichtweg falsch.
Bei einem Brutto-Tarifgehalt von 5373 Euro komme ich als kinderloser Single auf netto 3.084 Euro. Davon gehen noch Dinge wie die Pflichtbeiträge zur höchstwahrscheinlich sinnlosen betrieblichen Altersvorsorge etc ab, aber lassen wir das mal außen vor.
Jetzt normieren wir noch auf 40 Stunden, bei wöchentlich im Schnitt 10 unbezahlten Überstunden ziehe ich also 20% ab und komme auf ein zeitnormiertes Nettogehalt von 2467 Euro für eine übliche 40h Arbeitswoche. Fehlen rund 1000 Euro netto, um zur "Oberschicht" zu gehören. Nicht dass es mich irgendwie interessieren würde, zu welcher "Schicht" ich formal gehöre, ich wollte nur deine Falschaussage so nicht stehen lassen.
Mit einer gesunden narzisstischen Grundeinstellung solltest du keine Probleme haben eine Chef-Stelle zu bekommen.
Ich hoffe du bist auch blond, jung, groß und schlank?
Dann wäre das die Top-Kombination!
Einer Karriere in München, Hamburg oder Berlin stünde nichts mehr im Wege!
Das langweilige schlecht bezahlte Dasein einer Assistenzärztin wirst du sowieso irgendwann überspringen.
Parallel gut und immer wichtig ist Networking.
Gesellschaftliches Engagement mit Freunden (Rotary- oder Lions-Club) schadet manchmal sicher auch nicht.
Wichtig ist es nur, dass du dir das alles nicht durch Familie zerstört.
Wenn Familie dann selbstverständlich extrinsisch motiviert, d.h. gute Schwiegereltern, um Networking bis in den tiefsten Bereich des Privatlebens zu praktizieren.
So einfach kann glücklich sein!
Viel Erfolg!
Wow, was für ein unnötiger Kommentar, Herr Kollege.
Thomas24
18.04.2020, 12:25
Können wir uns auch darüber unterhalten, dass es auch eure Generation war, die den Aufbau jeglicher "strategic community" verhindert hat, großzügig die Friedensdividende über Jahre kassiert hat und jegliche Diskussion über staatliche Interessen (Causa Köhler etc.) verhindert hat. Die noch ein paar soziale Wohltaten für Muttis Rente rausgehauen hat, aber der mein Arsch nur ein MSA-Wolf wert war, weil es ja nur Smile 'n wave war und nicht etwa Krieg...
Sorry to hear- dich unzureichend vor IEDs geschützt in ein Kriegsgebiet zu schicken... Fühle mich da aber persönlich nicht angesprochen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass es richtig ist, seine Streitkräfte so oft zu Tode reformieren und über Jahrzehnte konsequent unterzufinanzieren, dass man am Ende fluguntaugliche Helikopter hat, und Luftwaffenoffiziere ihre Flugstunden beim ADAC absolvieren müssen :-nix. Die Mütter Rente etc. sind natürlich ein ganz großer Schmarrn/ Wahlgeschenk gewesen, die wir alle wieder ausbaden dürfen. Da gebe ich dir völlig recht. Es ist aber politisch so entschieden worden, dass nichtmal 2% des GDP in unsere Streitkräfte fließen und ich muss mich in einer Demokratie dann eben der Mehrheit fügen (auch wenn ich diese Entscheidungen persönlich falsch halte). Aber back to Corona...
Matzexc1
18.04.2020, 12:28
Aber back to Corona...
Wie seht ihr die Einführung einer Maskenpflicht in Sachsen? Ich finde die Idee nicht allzu schlecht, frage mich aber ob die Vorräte überhaupt dafür reichen
Wie seht ihr die Einführung einer Maskenpflicht in Sachsen? Ich finde die Idee nicht allzu schlecht, frage mich aber ob die Vorräte überhaupt dafür reichen
So wie ich das verstehe, reicht es aus, wenn man Mund und Nase bedeckt. Dazu reicht auch ein Tuch oder eine Stoffmaske.
An chirurgischen Mundschutz oder gar FFP-Masken kommt man als Normalbürger auch fast nicht mehr ran.
Mit Maskenpflicht und ohne ausreichende Vorräte erzeugt man letztlich eine Ausgangssperre light ohne sie so zu nennen. ;-)
Matzexc1
18.04.2020, 12:35
Für alle wirtschaftlichen Diskussionen:
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?103469-Realit%E4t-und-Meinung-Die-ewige-Diskussion-um-Geld-und-Wirtschaftliche-Denkweisen
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.