Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
WackenDoc
20.12.2020, 12:35
Der Film heisst Triage.
Edit: Bei dem Film geht es nicht um eine Pandemie.
Allgemein ein gut gemachter Virus-Pandemiefilm ist Contagion (https://www.imdb.com/title/tt1598778/).
Heerestorte
20.12.2020, 13:07
Allgemein ein gut gemachter Virus-Pandemiefilm ist Contagion (https://www.imdb.com/title/tt1598778/).
Leider auch der einzige Film in die Richtung, der nicht mit Menschen als Zombies endet...
Wobei Outbreak.... der geht in eine ähnliche Richtung, ist aber halt reißerischer als Contagion.
tragezwerg
20.12.2020, 13:38
Contagion fand ich richtig gut gemacht. Outbreak war da nicht so beängstigend.
Warum lassen wir zumindest nicht die Risikogruppen selbst autonom agieren? Warum so paternalistisch?
Weil die Risikogruppen den Krankheitsverlauf und den möglichen Tod nicht autonom durchziehen. Erkrankte ältere Patienten werden nicht zuhaus die Krankheit aussitzen, sondern Krankenhauskapazitäten und Intensivbetten binden.
und bestellt noch ganz gemütlich Elektrik Kolos an.
Ich dachte, die Erotik-Branche ist gerade im Lockdown? :-))
Ich dachte, die Erotik-Branche ist gerade im Lockdown? :-))
:D
Die agiert jetzt in Kreiskrankenhäusern unter dem Deckmantel „notwendige medizinische Maßnahmen“ :-))
Die agiert jetzt in Kreiskrankenhäusern unter dem Deckmantel „notwendige medizinische Maßnahmen“ :-))
Dazu fällt mir spontan folgendes ein:
Die englische Königin ist auf Staatsbesuch in Kanada. Man zeigt ihr bei dieser Gelegenheit einige Einrichtungen – unter Anderem auch das größte Krankenhaus der Stadt. Beim Durchgehen sehen sie, wie sich ein Mann in seinem Zimmer einen runterholt. Die Queen ist total konsterniert aber der Arzt erklärt ihr: “Der Mann hat eine schwere Krankheit. Sein Körper produziert soviel Samen und Samenflüssigkeit, er muss das mehrmals am Tag machen sonst würde es ihn zerreißen“. Die Queen versteht und sie gehen weiter. Da sehen sie wie in einem Zimmer eine Krankenschwester einem Mann einen bläst. Die Queen ist wieder total konsterniert aber der Oberarzt erklärt ihr: “Der Mann hat dieselbe Krankheit wie der von vorhin – aber er ist privat zusatzversichert.“
:-))
ARDS Patienten werden doch alle Nase lang verlegt? Ist halt sehr aufwendig (Intensivtransport, ggf. Heli und/oder ECMO).
ARDS Patienten verlegt man als Kliniker ausgesprochen ungern...
Melina93
20.12.2020, 17:16
Triage ist aber nicht, wenn du dich aus medizinischer Sinnhaftigkeit oder bei Aussichtslosigkeit gegen eine Therapie entscheidest. Die Ressourcen wären bisher ja da gewesen. Aktuell gibt es wohl eine Art Mischentscheidung. So richtig geht es los, wenn man Patienten nicht behandeln kann, obwohl sie realistische Chancen haben, weil es eben jemanden mit besseren Chancen gibt der die Ressource braucht.
Ich kann euch übrigens den gleichnamigen Film zum Thema empfehlen.
Ich wollte eigentlich nur erwähnen, dass der Begriff aktuell sehr weit gefasst bis missverständlich und falsch verwendet wird
Die Triage, vor der sich alle fürchten, gilt es selbstverständlich zu verhindern. Aber dass wir in Deutschland nun jetzt wie in Italien eiskalt Menschen vor die Hunde gehen lassen stimmt einfach nicht.
Und ob man de 85 Jährige Oma Erna noch groß verlegen muss etc ist eben eine generelle Diskussion.
WackenDoc
20.12.2020, 17:39
Es wird wohl eher schleichend kommen. Auch dass man aufpassen muss, Covidpatienten nicht gegenüber anderen Patienten zu privilegiern. Irgendwann hast nämlich die Entscheidung Tumor-OP vs. Covid. Ich glaube auch nicht, dass es uns flächendeckend trifft, aber regional schon. Sachsen ist ja noch lange nicht durch.
Und eiskalt trifft niemand die Entscheidung.
Choranaptyxis
20.12.2020, 18:34
Dachte ja erst, das ist länger her, kam aber vor einen Tag erst. Da falle ich vom Glauben ab, und man achte mal auf das Alter der Passagiere. Video (https://www.facebook.com/rbb24.de/posts/2878014325809126)
Eigentlich müsste man die auch an der Grenze zurückschicken und sagen, ihr triftiger Grund aus dem Haus zu gehen kann sich unmöglich binnen weniger Stunden in Luft aufgelöst haben. Und bei den Begründungen, ist ja alles zu, Auto schon nciht bewegt, geht mir ja die Hutschnur hoch.
Nicht jeder hospitalisierte COVID-Patient hat ein fulminantes ARDS. Und theoretisch könnte man auch andere Patienten die leichter transportfähig wären in andere Kliniken verlegen um Betten zu schaffen für sich rapide verschlechternde COVID-Patienten die schnell ihre Transportfähigkeit verlieren. Nicht jede ITS hat ausschließlich Patienten mit schwerem ARDS, egal wie heftig die Pandemie regional ausgeprägt ist. Es bestehen also noch Kapazitäten wie es scheint, und von der Notwendigkeit einer Triage ist man sicher noch ein ganzes Stück weit entfernt.
GelbeKlamotten
20.12.2020, 20:16
Die Notwendigkeit zur Triage wird schleichend kommen. Jetzt nach einem Jahr Pandemie ist es zwar noch nicht annähernd soweit, aber bestimmt wird der schleichende Beginn jeden Moment beginnen :-))
Problematisch wird es spätestens dann, wenn die Arbeitslosigkeit so hoch ist, dass die Steuer- und Sozialeinnahmen nicht mehr ausreichen, um das medizinische Personal zu bezahlen. Ich würde zumindest, wenn ich Intensivmedizinerin wäre, nicht langfristig ohne Bezahlung auf der Corona Intensiv arbeiten. Aber bestimmt sehen andere Ärzte und Pfleger das völlig anders. Vor allem die Pflege ist ja bekannt dafür, liebend gern kostenlos überstunden zu machen ;)
Problematisch wird es spätestens dann, wenn die Arbeitslosigkeit so hoch ist, dass die Steuer- und Sozialeinnahmen nicht mehr ausreichen, um das medizinische Personal zu bezahlen.
Da musst du dir keine Sorge machen. Die Zentralbanken (allen voran die FED und natürlich auch die europäischen Zentralbanken) drucken schon lange Billionen ohne Gegenwert. Die paar Milliarden zur Finanzierung des Gesundheitssystems aus dem Staatshaushalt (Zuschüsse zur GKV gibt's schon lange) fallen da auch nicht ins Gewicht.
Die begleitende Inflation ist da eher das Problem.
GelbeKlamotten
20.12.2020, 21:23
Da musst du dir keine Sorge machen. Die Zentralbanken (allen voran die FED und natürlich auch die europäischen Zentralbanken) drucken schon lange Billionen ohne Gegenwert. Die paar Milliarden zur Finanzierung des Gesundheitssystems aus dem Staatshaushalt (Zuschüsse zur GKV gibt's schon lange) fallen da auch nicht ins Gewicht.
Die begleitende Inflation ist da eher das Problem.
Meine Sorge bezog sich selbstverständlich nicht rein auf das nominale Lohnniveau.
ehem-user-02-08-2021-1033
20.12.2020, 21:47
Keine Sorge, das steigt... ;-)
Problematisch wird es spätestens dann, wenn die Arbeitslosigkeit so hoch ist, dass die Steuer- und Sozialeinnahmen nicht mehr ausreichen, um das medizinische Personal zu bezahlen.
Im produzierenden Gewerbe (z.B. Metallbranche) sieht es gar nicht so schlecht aus mit der Auftragslage. Andere (Möbel...) wissen gar nicht, wie sie mit den Aufträgen hinerherkommen sollen...Die Arbeitslosigkeit ist neben bestimmten Branchenzweigen (Luftfahrt, Messebau usw.) in erster Linie im Reise/Hotel/Gastgewerbe/kultureller Bereich und demnächst vielleicht auch innerstädtischer Einzelhandel zu finden... alles Bereiche, wo man schon vorher wenig bis gar nicht in die Sozialversicherungen eingezahlt hat und auch dementsprechend wenig Leistungen zu erwarten sind.
Da sind schon ganz andere Posten im Sozialetat versenkt worden. Was man staatlicherseits macht, um Kosten zu sparen, kann man ja im "Selbstständig im Impfzentrum" Thread verfolgen...
FirebirdUSA
21.12.2020, 05:31
Nicht jeder hospitalisierte COVID-Patient hat ein fulminantes ARDS. Und theoretisch könnte man auch andere Patienten die leichter transportfähig wären in andere Kliniken verlegen um Betten zu schaffen für sich rapide verschlechternde COVID-Patienten die schnell ihre Transportfähigkeit verlieren. Nicht jede ITS hat ausschließlich Patienten mit schwerem ARDS, egal wie heftig die Pandemie regional ausgeprägt ist. Es bestehen also noch Kapazitäten wie es scheint, und von der Notwendigkeit einer Triage ist man sicher noch ein ganzes Stück weit entfernt.
Klar du bist an einem kleinen peripheren Haus, mit zu wenig Personal und wirst dann die "leichten" ITS Fälle verlegen damit du nur noch schweres ARDS bei dir liegen hast... ne, das läuft anders.
Natürlich gibt es verlegungsfähige Patienten (Heidelberg hat erst einen ganzen ITS Bus voll nach Ulm gefahren) nur löst dass das die lokalen Probleme nicht.
urinbeutel
21.12.2020, 19:54
Hi!
Ich bin aktuell als Nicht-Internist für die Betreuung von Coronastationen eingeteilt. Verbringt ihr Weihnachten ganz normal mit der Familie? Habe irgendwie Angst, dass ich mich und dann andere anstecke. Überlege, ob ich Weihnachten mit Maske auftauchen soll.
Rettungshase
21.12.2020, 20:03
Hi!
Ich bin aktuell als Nicht-Internist für die Betreuung von Coronastationen eingeteilt. Verbringt ihr Weihnachten ganz normal mit der Familie? Habe irgendwie Angst, dass ich mich und dann andere anstecke. Überlege, ob ich Weihnachten mit Maske auftauchen soll.
Denkst du denn, man kann Weihnachten "ganz normal" mit der Familie dieses Jahr verbringen?
Ich betreue auch Covid-Patienten und werde meine Angehörigen nicht unnötig in Gefahr bringen...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.