Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Wir sprechen hier in Summe von weniger als €300. Und selbst bei ca. 500 Dosen ginge es um keinen wirklich großen Betrag. Glaub nicht, dass Geld hier im Vordergrund steht / stehen sollte. Da gehts um ganz andere Themen. Verfügbarkeit, Planbarkeit, Wirksamkeit, etc.
WackenDoc
31.01.2021, 16:47
Ich würde es aus Prinzip machen. Wer sich so mit Absicht den Anweisungen entgegensetzt soll auch für dne Schaden aufkommen müssen.
Relaxometrie
31.01.2021, 16:58
Weil "das muss man so machen, das weiß ich, das mache ich seit 30 Jahren so und da lasse ich mir von ihnen gar nichts sagen!"
Ja klar....die verwendet seit 30 Jahren mRNA-Impfstoffe :-kotz
Die hat sich anscheinden die Fachinfo zu dem Impfstoff null durchgelesen. Braucht sie nicht.......weil macht sie ja seit 30 Jahren. Impft die auch noch in den M. gluteus medius (oder sogar maximus)????
Choranaptyxis
31.01.2021, 17:05
@ davo ich geb dir Recht, dass der Schaden durch ggf fehlende Wirksamkeit, erneutes Einbestellen, Vertrauensverlust etc. den monetären bei weitem überwiegt, aber finde auch, da geht es ums Prinzip. Wenn sie den Fehler schon so nicht einsieht, tut vielleicht wenigstens der Gelverlust weh (und selbst bei netten 10€ pro Dosis gerechnet, könnte da schnell ein vierstelliger Betrag zusammenkommen). Der könnte dann nämlich das Gehalt des Monats zunichte machen.
@dieCaro sie arbeitet auch weiterhin in dem Impzentrum? Will sie es dann wenigstens richtig machen oder weiter wie "schon immer"?
Keine Ahnung, in die Personalplanung v.a. von nicht-ärztlichem Personal habe ich keinen Einblick. Es wurde auf jeden Fall an den ärztlichen Leiter weitergegeben, der wird's an den Kreis melden. Ich glaub' aber nicht, dass es für sie größere Konsequenzen hat.
Sollte sie mir noch mal mit mir zusammenarbeiten, dann darf sie Stühle im Wartebereich desinfizieren. Unter Aufsicht.
Sollte sie mir noch mal mit mir zusammenarbeiten, dann darf sie Stühle im Wartebereich desinfizieren. Unter Aufsicht.
Bei uns kriegen die ärztlichen Kolleg*innen solche Dinge gar nicht mit, wie organisiert ihr das vom Ablauf her? Von der Aufklärung geht es bei uns in die Impfkabine, wo dann "Fachkräfte" warten, also Medizinstudierende ab dem 7. Semester, MFAs, Rettungssanitäter*innen usw. In einem Nebenraum sitzen Servicekräfte, die die Doku machen.
habichnicht
31.01.2021, 17:34
@DieCaro: Wodurch ist das denn jetzt erst bemerkt worden? Hast Du oder hat einer deiner Kollegen sie zufällig beim Schütteln "erwischt"?
Günni Gürtelrose
31.01.2021, 18:08
Das Schlimme ist, dass man ja nicht sicher sein kann, ob sie nicht weiterhin irgendeinen Mist baut, weil die Grundhaltung einfach nicht stimmt. Ihr scheint ja alles egal zu sein.
Ist nur durch Zufall aufgefallen, weil mein Kodanspray leer war. Da mein Springer gerade die EDV einrichtete, hab' ich's selbst geholt und da hab' ich es gesehen.
Den Springern wäre es vermutlich nicht aufgefallen, da hier die meisten keine Einweisung in die Formulierung haben.
Günni Gürtelrose
01.02.2021, 10:03
Und man fragt sich, wieviele da noch so sitzen und genauso denken. Hab ich immer so gemacht, mach ich weiter so 🙄.
habichnicht
01.02.2021, 11:37
Nach unserer Diskussion über einen Impftermin in einem Heim in Stralsund, bei dem eine Schwester anstelle der 0,3 ml den gesamten Fläschcheninhalt in die Spritze aufgezogen hatte, hatte ich ein bisschen mehr über die Aufbereitung des Impfstoffkonzentrats recherchiert und war dabei unter anderem auch auf der Homepage der NRW-Apothekerkammer gelandet.
Wenn ich das richtig verstanden habe, wird die Aufbereitung in Impfzentren in NRW von Pharmazeuten und PTA in Absprache mit den Ärztekammern (als Betreiber der Zentren?) vorgenommen.
(Evil und andere User müssten das genauer wissen.)
Die Apothekerkammer hat dazu gut gebuchte online-Kurse zum Umgang mit dem Impfstoff angeboten.
Damals fand ich das fast ein wenig übertrieben, aber inzwischen überlege ich, ob man die Aufbereitung des Impfstoffs zumindest in den Impfzentren nicht grundsätzlich in Pharmazeutenhände geben sollte.
pineapple
01.02.2021, 14:02
die Euphorie dafür wird sich in Grenzen halten denke ich. Apotheken wollen sich nicht zum Nulltarif mit der unmöglichen Beschaffung des Corona Impfstoffes herumschlagen. Influenza Impfstoff Chaos hat gereicht. Für Masken gibts auch quasi nichts, macht nur Arbeit.
GelbeKlamotten
01.02.2021, 14:16
die Euphorie dafür wird sich in Grenzen halten denke ich. Apotheken wollen sich nicht zum Nulltarif mit der unmöglichen Beschaffung des Corona Impfstoffes herumschlagen. Influenza Impfstoff Chaos hat gereicht. Für Masken gibts auch quasi nichts, macht nur Arbeit.
Öhm? Quasi nichts? Es gibt 6 Euro pro ausgegebene Maske für die Apotheken! Macht 2 x 36 Euro pro Person für „Hier sind Ihre Masken, bitteschön, tschüss“. Die meisten sind schlau genug und geben gleich für beide Coupons Masken aus, obwohl der zweite eigentlich noch gar nicht offiziell gilt. Kann man ja einfach aufheben und später vergüten lassen. Verschiedene Onlineapotheken verdoppeln schon freiwillig die Anzahl an ausgegebenen Masken, weils sich dann immer noch lohnt und man mehr Maskenkunden gewinnt.
Feuerblick
01.02.2021, 14:23
Wenn schon 2x34 Euro, da zwei Euro zugezahlt werden.
habichnicht
01.02.2021, 14:32
Apotheken wollen sich nicht zum Nulltarif mit der unmöglichen Beschaffung des Corona Impfstoffes herumschlagen.
Ich hatte nicht von der Beschaffung des mRNA-Impfstoffs durch Apotheker gesprochen :-(, sondern von der Aufbereitung des Konzentrats in die injizierbare Lösung - die Pharmazeuten nennen es Rekonstitution- in den Impfzentren . Das wird nach meinen Informationen nicht schlecht bezahlt und es gibt durchaus Bewerber für diese Jobs.
Edit.:
Hier noch ein Link zu einem Beitrag vom 14.12.2020 in der Pharmazeutischen Zeitung (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/apotheker-bekommen-bis-zu-140-euro-pro-stunde-122500/).
Und auf der Homepage der Apotherkammer Nordrhein (https://www.aknr.de/) gibts umfangreiche aktuelle Infos zu dem Thema.
Direkter Link zur Seite "Rekonstitution Corona-Impfstoffe":
https://www.aknr.de/apotheker/inhalt.php?id=374
pineapple
01.02.2021, 14:35
Öhm? Quasi nichts? Es gibt 6 Euro pro ausgegebene Maske für die Apotheken! Macht 2 x 36 Euro pro Person für „Hier sind Ihre Masken, bitteschön, tschüss“. Die meisten sind schlau genug und geben gleich für beide Coupons Masken aus, obwohl der zweite eigentlich noch gar nicht offiziell gilt. Kann man ja einfach aufheben und später vergüten lassen. Verschiedene Onlineapotheken verdoppeln schon freiwillig die Anzahl an ausgegebenen Masken, weils sich dann immer noch lohnt und man mehr Maskenkunden gewinnt.
3,30 Euro meines Wissens nach, aber dann ist ja gut.
Ich hatte nicht von der Beschaffung des mRNA-Impfstoffs durch Aportheker gesprochen :-(, sondern von der Aufbereitung (das Verdünnen) des Konzentrats in die injizierbare Lösung. (Die Pharmazeiten nennen es Rekonstitution). Das wird nach meinen Informationen nicht schlecht bezahlt und es gibt durchaus Bewerber für diese Jobs.
In "meinem" Impfzentrum in Bawü ist die Rekonstitution laut Aussage der ärztlichen Leitung eine Aufgabe, die jeder obengenannten Fachkraft, je nach Personalstand, zugewiesen werden kann. Wir haben das einmal trocken an mit NaCl gefüllten Vials geübt, im richtigen Betrieb hat es bisher wohl eine MTA gemacht.
habichnicht
01.02.2021, 15:04
Das ist ja eigentlich auch nicht schwierig, wenn man sich einfach an die sehr detaillierten Vorgaben des Herstellers hält.
Das Problem scheint mir eher darin zu liegen, dass einige der Hilfskräfte wie z. B. die Schwester im Stralsunder Fall oder die Helferin (MFA?) im von "DieCaro" geschilderten Fall bewusst gegen die Vorgaben des Herstellers verstoßen.
Unter der Voraussetzung, dass das keine funktionellen Analphabeten sind, muss man da imho von Vorsatz und Arroganz ausgehen.
Das ganze Procedere müsste IMHO von der Politik überarbeitet und besser geregelt werden.
Es geht ja auch nicht nur um Fehler beim Verdünnen wie Schütteln oder das Aufziehen falscher Volumina, sondern auch um das strikte Einhalten von Hygieneregeln.
Wenn ich mich richtig erinnere, hat Tarumo vor längerer Zeit schon mal gepostet, beim Umgang mit diesen Impfstoffen seien Hygieneproblemen Tür und Tor geöffnet. (Ist kein Zitat, sondern nur sinngemäße Wiedergabe. @Tarumo: Du kannst es ja gegebenenfalls korrigieren.)
Edit.:
3,30 Euro meines Wissens nach, aber dann ist ja gut.
Nö. Meines Wissens bekommen sie (von der GKV?) pro ausgegebener Maske 6 Euro erstattet, also 36 Euro pro Sechserpaket (pro Maskengutschein) oder falls die 2 Euro, die der Kunde pro Paket zahlen muss, abgezogen werden, eben 34 Euro pro Paket.
Auf die 3,30 Euro/Maske soll mal jemand gekommen sein, der von den 6 Euro/Maske die Einkaufskosten von 0,5 bis 1,5 Euro pro Maske plus die anteiligen Betriebskosten für das Ausgeben der Masken wie z. b. das Beratungsgespräch mit dem Kunden etc. abgezogen hat.
GelbeKlamotten
01.02.2021, 17:21
Wie kommt ihr denn drauf, dass die Eigenbeteiligung des Kunden von der Apothekervergütung abgezogen wird? Die bezahlt doch eben der Kunde und nicht der Apotheker? Kann den Gedankengang irgendwie nicht nachvollziehen.
Und selbst wenn 1 euro pro Maske Ankaufspreis gezahlt wird (was bei den großen Mengen, die Apotheken einkaufen wohl kaum der Fall ist), bleiben 30 bzw. 60 Euro Gewinn pro Kunde. Ich missgönne den Apothekern das gar nicht. Aber es ist jetzt nicht gerade ein Hungerlohn.
Und die kompletten Betriebskosten der Apotheke inklusive Labor usw anteilig darauf umlegen? Naja. Das ist ja einfach nur ein Nebenbei-Geschäft. Und großartig kosten verursachen tut es nicht. Vielleicht muss zu Stoßzeiten mal eine MTA mehr da sein, wenn der Anstrum auf die Masken groß ist. Das wird dann aber durch die hohe Maskenabsatzmenge mehr als ausgeglichen.
Also wenn die Apotheken da keinen Bock drauf haben, ich mache gerne jedes Wochenende ganztägig einen Stand zur Maskenausgabe auf für diese Vergütung. Bei 10 Kunden pro Stunde ist das lukrativer als Drogenhandel.
Wenn ich mich richtig erinnere, hat Tarumo vor längerer Zeit schon mal gepostet, beim Umgang mit diesen Impfstoffen seien Hygieneproblemen Tür und Tor geöffnet. (Ist kein Zitat, sondern nur sinngemäße Wiedergabe. @Tarumo: Du kannst es ja gegebenenfalls korrigieren.)
Sinngemäß ging es in meiner Äußerung ja nicht nur um Hygienefehler und falsche Zubereitung, sondern daß ICH als "Honorar" Impfarzt dann auch noch für haften soll. Zumindest im Rahmen dieser unseligen Verträge. Im Alltagsbetrieb kennt man ja zumindest seine Pappenheimer, aber für jemanden, den man nicht kennt, nicht einschätzen kann und vielleicht noch nicht mal visuell auf dem Schirm hat, haften...?
Ansonsten wurde ja auch der Spritzen (Kanülen)mangel schon hier im Thread thematisiert und die Spritzen werden ja auch schon von der KV zusammengebettelt- ich überlasse es jetzt aber anderen, das zu postulieren, sonst heißt es, ich wäre irgendwie verbittert, unzufrieden oder als Funktionär gescheitert. Über den designierten Impfstoff für ärztliches Personal und die Verimpfung in den Praxen reden wir in acht Wochen nochmal...
Übrigens habe ich auch die ersten Schichten zugeteilt bekommen und werde das entsprechend verfolgen und berichten. Natürlich nur, wenn es bis dann genug Banan..ääh, Impfstoff gibt.
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