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Relaxometrie
24.03.2021, 18:51
Sie müssen sich selbst finanzieren (wie z.B. die Freikirchen) und dürfen Nicht- oder Andersgläubige nicht belästigen (z.B. durch Muezzinruf/ Glockengeläut).

hiddl
24.03.2021, 18:53
Spätestens jetzt ist klar, wes Geistes Kind du bist...

@hiddl: Mir reichen ja dritte Welle plus britische Mutation völlig als Begründung für den Zeitpunkt. Egal, welches wichtige christliche Fest gerade stattfindet - die Situation hat sich geändert. Btw. hätten auch Weihnachtsgottesdienste nicht stattfinden dürfen.
Nein, die Kirchen werden nicht voller sein. Blöderweise ist die Mutation ein klein wenig ansteckender als das, was wir bisher hatten. Ergo kann eine viertelvolle Kirche problemlos zum Superspreaderevent werden. Ja, doofer Zeitpunkt für gläubige Christen, aber man könnte ja auch einfach mal Vernunft walten lassen. Gott wird es sicher verzeihen. :-nix
Die Mutation ist aber an Palmsonntag nicht weniger ansteckend. Ich habe wenig dagegen, jetzt zu sagen - die aktuellen Maßnahmen reichen nicht, darum müssen wir uns mehr einschränken, keine Präsenzgottesdienste (oder nur noch sicherer, nach Schnelltest z.B.), keine Bundesliga, keine Friseure, strengere Homeoffice-Pflicht, Testpflicht in Unternehmen. Und das als ganzes Konzept. Aber relativ wahllos über Ostern Pause zu machen, am wichtigsten christlichen Feiertag die Präsenzgottesdienste auszusetzen, die man davor und danach aber lustig wieder feiern kann (und das, wo es ohne Christentum diese Feiertage gar nicht gäbe und jetzt kommt mir nicht mit germanischem Frühlingsfest) und viele andere Bereiche unbeeinträchtigt zu lassen - das geht nicht. Da kann ich die Kirchen gut verstehen, dass sie darauf verschnupft reagieren.

FirebirdUSA
24.03.2021, 18:59
Auf Staat und Kirche. Wir sind ja säkularisiert. Es gibt für die Kirchen aber natürlich noch historische Privilegien. Das darf man aber nicht mit der Religionsfreiheit verwechseln.
Auch Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass man alles tun kann und sollte und es werden im Moment auch andere Grundrechte eingeschränkt. Solange es begründet ist und ueitlich begrenzt sehe ich da kein "das Grundrecht mit Füßen treten".
Aber es täte den Kirchen gut von sich aus auf die Situation einzugehen und Lösungen/Alternativen anzubieten (im Freien, Live Übertragung, etc.). Mit neuen Wegen tut sich die Kirche aber schwer und die fehlende Konstante mag für manche tatsächlich auch psychisch problematisch sein. Aber auch bei dieser Diskussion sind beide Seiten im Forum sehr schwarz/weiß geprägt.

Feuerblick
24.03.2021, 19:00
Die Mutation ist aber an Palmsonntag nicht weniger ansteckend. Ich habe wenig dagegen, jetzt zu sagen - die aktuellen Maßnahmen reichen nicht, darum müssen wir uns mehr einschränken, keine Präsenzgottesdienste (oder nur noch sicherer, nach Schnelltest z.B.), keine Bundesliga, keine Friseure, strengere Homeoffice-Pflicht, Testpflicht in Unternehmen. Und das als ganzes Konzept. Aber relativ wahllos über Ostern Pause zu machen, am wichtigsten christlichen Feiertag die Präsenzgottesdienste auszusetzen, die man davor und danach aber lustig wieder feiern kann (und das, wo es ohne Christentum diese Feiertage gar nicht gäbe und jetzt kommt mir nicht mit germanischem Frühlingsfest) und viele andere Bereiche unbeeinträchtigt zu lassen - das geht nicht. Da kann ich die Kirchen gut verstehen, dass sie darauf verschnupft reagieren.Du hast völlig recht, dass alleine eine Pause zu Ostern Quatsch ist. Das meinte ich aber gar nicht. Ich wäre dafür, bis auf weiteres Präsenzgottesdienste generell auszusetzen, Unternehmen zu gerne täglichen Tests zu verpflichten (täglich zumindest da, wo die Leute zwangsläufig aufeinanderhocken, ansonsten zumindest mehrfach wöchentlich), keine Bundesliga, Homeoffice-Pflicht statt Bitte, kein Malle... Ich glaube, wir sind da im Prinzip auf einem Nenner. ;-)
Was mich nur stört, ist die Bockigkeit mancher Kirchenoberen, auch nur über ein Aussetzen der Präsenzgottesdienste nachzudenken, weil man doch Hygienekonzepte habe, die die ganze Zeit funktioniert hätten. Haben sie... aber die Situation ist nun offensichtlich anders und darüber müssen auch Kirchen nachdenken. Nicht nur über Ostern sondern für längere Zeit.
Und ja, nicht nur die Kirchen.

hiddl
24.03.2021, 19:07
Aber es täte den Kirchen gut von sich aus auf die Situation einzugehen und Lösungen/Alternativen anzubieten (im Freien, Live Übertragung, etc.). Mit neuen Wegen tut sich die Kirche aber schwer und die fehlende Konstante mag für manche tatsächlich auch psychisch problematisch sein. Aber auch bei dieser Diskussion sind beide Seiten im Forum sehr schwarz/weiß geprägt.
Das ist jetzt irgendwie witzig, weil es genau das alles gibt. Es werden seit Monaten Gottesdienste gestreamt, sie teilweise draußen abgehalten - es ist doch nicht so, dass die Gottesdienst-Landschaft völlig unverändert zur Vor-Corona-Zeit wäre. Es gibt viele neue Formate und natürlich auch viele Regeln, wie z.B. die mit dem Singen und der stark reduzierten Teilnehmerzahl. Leider habe ich immer wieder den Eindruck, dass sich Leute über "die Kirche" beklagen, die überhaupt keine Vorstellung haben, wie Gottesdienst im Moment abläuft.

Und @Feuerblick: Ja, ich glaube, im Grundsatz sind wir uns einig. Nur dass ich weiterhin in die Kirche gehe ;-). Das Konzept bei uns vor Ort ist aber tatsächlich so, dass ich keine Sorge habe, mich anzustecken. Da wird peinlich genau auf die Einhaltung aller Regeln geachtet.

Und in meinen Augen gehört Glaube natürlich in die Öffentlichkeit, vom Dialog über Sinnfragen und Werte können alle nur profitieren.

Relaxometrie
24.03.2021, 19:44
Und in meinen Augen gehört Glaube natürlich in die Öffentlichkeit, vom Dialog über Sinnfragen und Werte können alle nur profitieren.
Ein Dialog über Ehtik und Sinnfragen gehört auf jeden Fall in die Öffentlichkeit. Glaube meiner Meinung nach aber absolut nicht.

pineapple
24.03.2021, 20:05
Hier gibt es auch keine Gottesdienste, das letzte Mal, das einer stattfand, war im Sommer, als alle Welt wieder auf Reisen ging. Und dann auch nur im Freien mit Ticketvorbestellung oder im eigenen Auto. Das hat wirklich gut funktioniert. Seither alles nur online. Ich finde es verständlich,, dass sich der Rest des Landes darüber aufregt, wenn das Fußballstadion geschlossen hat, manche Kirche aber nicht. Es geht nämlich wirklich anders.


Auch Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass man alles tun kann und sollte und es werden im Moment auch andere Grundrechte eingeschränkt. Solange es begründet ist und ueitlich begrenzt sehe ich da kein "das Grundrecht mit Füßen treten".
Aber es täte den Kirchen gut von sich aus auf die Situation einzugehen und Lösungen/Alternativen anzubieten (im Freien, Live Übertragung, etc.). Mit neuen Wegen tut sich die Kirche aber schwer und die fehlende Konstante mag für manche tatsächlich auch psychisch problematisch sein. Aber auch bei dieser Diskussion sind beide Seiten im Forum sehr schwarz/weiß geprägt.

daCapo
24.03.2021, 20:44
Der Atheist, der sich über die Gläubigen beschwert sollte aufgrund seines Social Distancing eigentlich keiner Gefahr einer Ansteckung unterliegen und da man als Atheist sowieso ein Freund Darwins ist, gibt es doch kein Grund zur Sorge...

Nein das hast du dir ausgedacht. Hier geht es nicht gegen Gläubige, sondern Leute, die meinen "das Coronavirus macht bei uns ne Ausnahme und wir können uns das rausnehmen". Glaubst du denn alle anderen finden es toll wenn ihre Veranstaltungen geschlossen sind? Und diegleichen Probleme haben natürlich auch andere Relgionsgemeinschaften, aber sagen zumindest in DE nicht: "Für uns gilt das nicht"


Es geht um Katholiken für die der sonntägliche Gottesdienstbesuch eine Konstante in ihrem Leben ist. Nicht um, "ich war auch schonmal in der Kirche...lohnt sich eigentlich nicht"
Ja es gehen auch Juden wöchentlich in die Synagoge und Muslime in die Moschee; für die ist das auch nicht so toll. Mal ein bisschen den Horizont erweitern.
Manche gehen auch ins Solarium, Fitnessstudio, Therme, Schwimmbad, Urlaub...das geht alles nicht und wir ertragen es.


Aus welcher Freikirche bist du denn ausgebrochen?
Wenn ich meinen Sport und meine Hobbys nicht mehr ausüben darf, dann ist das ok. Aber wenn der Gottesdienst mal ausfallen muss ist es Volksverhetzung?

Damit erfüllt dieser "Autor" auch noch sämtliche Klisches. :-nix


https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html[/url]
Das Grundgesetz kennt auch die Religionsfreiheit.

Euer Geschwafel zeigt eigentlich nur, dass die Gesetze unseres Landes derzeit Makulatur sind und manche gerne auf den Rechtssstaat scheißen....
.

Das ist der falsche Ton. Die Relgionsfreiheit endet hier vor dem Infektionsschutzgesetz. Wenn es nicht passt, bitte vor Gericht klagen, aber nicht "eigene Gesetze" machen.



Meine beiden Großmütter wollten nie einen Gottesdienst verpassen. Es war ihnen wichtig. Der Staat hat ihnen dieses Recht im Grundgesetz verankert.

Ja so ist nunmal, Infektionsschutzgesetz geht vor.
Ist das dir noch nie passiert? Du wolltest etwas und hast es dann doch nicht bekommen?


Gut, dass ich das gleiche Parteibuch habe wie der besagte Politiker...
Ich finde es eine Frechheit, wie niveaulos du argumentierst, nur weil für mich das Grundgesetz sogar wichtiger als die Bibel ist.

Leider das Grundgesetz nicht ganz verstanden, hier kollidiert Religionsfreiheit mit dem Infektionsschutzgesetz. Und da zieht sie Religionsfreiheit den kürzeren.
Das Grundgesetz garantiert auch freie Berufswahl: z.B. Restaurantbesitzer; die Berufswahl ist natürlich jetzt eingeschränkt durch die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes. Aber macht der Restaurantbesitzer sich jetzt sein eigenes Gesetz und öffnet mit der Begründung "freie Berufswahl"?


Klar, die soll man abschaffen. Da bin ich bei dir.
Was aber trotzdem übrig bleibt ist die Religionsfreiheit. Oder willst du die auch abschaffen? Sonst reden wir aneinander vorbei.:)
Nee, das kannst du gerne per Zoommeeting bzw. Telegottesdienst, weil das Infektionsschutzgesetz über der freien Religionsausübung steht. Niemand will dir deine Religion nehmen, nur momentan möchte man die Verbreitung des sog. Coronavirus verhindern, alle müssen darunter leiden, viele Rechte werden durch das Infektionsschutzgesetz eingeschränkt, auch schon seit längerer Zeit. Wir reden hier aneinandervorbei.

hiddl
24.03.2021, 21:45
Leider das Grundgesetz nicht ganz verstanden, hier kollidiert Religionsfreiheit mit dem Infektionsschutzgesetz. Und da zieht sie Religionsfreiheit den kürzeren.

In dieser Grundsätzlichkeit sieht das Bundesverfassungsgericht das anders.
In der Pressemitteilung zum Beschluss vom 10.04.2020 (in dem das Gottesdienstverbot zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich bestätigt wird), heißt es:
"Bei jeder Fortschreibung der Verordnung muss mit Blick auf den mit einem Gottesdienstverbot verbundenen überaus schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit eine strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit erfolgen und untersucht werden, ob es angesichts neuer Erkenntnisse etwa zu den Verbreitungswegen des Corona-Virus oder zur Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems verantwortet werden kann, das Verbot von Gottesdiensten unter - gegebenenfalls strengen - Auflagen und möglicherweise auch regional begrenzt zu lockern."

GelbeKlamotten
24.03.2021, 21:56
In dieser Grundsätzlichkeit sieht das Bundesverfassungsgericht das anders.
In der Pressemitteilung zum Beschluss vom 10.04.2020 (in dem das Gottesdienstverbot zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich bestätigt wird), heißt es:
"Bei jeder Fortschreibung der Verordnung muss mit Blick auf den mit einem Gottesdienstverbot verbundenen überaus schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit eine strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit erfolgen und untersucht werden, ob es angesichts neuer Erkenntnisse etwa zu den Verbreitungswegen des Corona-Virus oder zur Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems verantwortet werden kann, das Verbot von Gottesdiensten unter - gegebenenfalls strengen - Auflagen und möglicherweise auch regional begrenzt zu lockern."

Jo wenn es neue Erkenntniss zu Verbreitungswegen gibt, die besagen, dass ein großer Haufen Rentner aus dutzenden verschiedenen Haushalten in einem Raum kein Problem mehr ist, dann kann man die Gittesdienste ja wieder erlauben. Und bei der Gelegenheit dann bitte auch die Biergärten und Gyms öffnen.

Mukopolysaccharid
24.03.2021, 21:58
Das ist der falsche Ton. Die Relgionsfreiheit endet hier vor dem Infektionsschutzgesetz. Wenn es nicht passt, bitte vor Gericht klagen, aber nicht "eigene Gesetze" machen.



Grundrechte sind keine Geschmacksache. Aber nach dir dürfte man wohl auch die Demonstrationsfreiheit ohne Weiteres einschränken, oder ?

daCapo
24.03.2021, 22:01
In dieser Grundsätzlichkeit sieht das Bundesverfassungsgericht das anders.
In der Pressemitteilung zum Beschluss vom 10.04.2020 (in dem das Gottesdienstverbot zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich bestätigt wird), heißt es:... strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit erfolgen und untersucht werden, ob es angesichts neuer Erkenntnisse etwa zu den Verbreitungswegen des Corona-Virus...

Ganz im Gegenteil und du missinterpretierst dieses Urteil: Die aktuell verbreitete britische Version ist ansteckender und gefährlicher als das Original, daher ist die Verhältnismäßigkeit gerade in Anbetracht der neuen Erkenntnisse zur britischen Version weiterhin gegeben. Das Infektionsschutzgesetz schränkt nicht nur die Relgionsfreiheit massiv ein, auch andere Bereich des öffentlichen Lebens. Daher gilt die andauernde Prüfung der Verhältnismäßigkeit für alle Einschränkungen.

Hier stellt sich eher die Frage:
Besteht noch Verhältnismäßigkeit der einschränkenden Maßnahmen bei geimpften Personen?


Grundrechte sind keine Geschmacksache. Aber nach dir dürfte man wohl auch die Demonstrationsfreiheit ohne Weiteres einschränken, oder ?

Es geht hier nicht nach mir, ich habe das Infektionsschutzgesetz nicht geschrieben. Wenn Demonstationen nicht mit dem Infektionsschutzgesetz im Rahmen des Infektionsgeschehens vereinbar sind, sind sie nicht genehmigungsfähig.


Jo wenn es neue Erkenntniss zu Verbreitungswegen gibt, die besagen, dass ein großer Haufen Rentner aus dutzenden verschiedenen Haushalten in einem Raum kein Problem mehr ist, dann kann man die Gittesdienste ja wieder erlauben. Und bei der Gelegenheit dann bitte auch die Biergärten und Gyms öffnen.

Ja bitte. Und auch Schwimmbäder/Thermen.
Aber wie kann man in dieses eindeutige Urteil reininterpretieren, dass Gottesdienste wieder möglich sind??? Ein bisschen wie bei der Bibel/Koran...Interpretation ist da immer "etwas" anders.

Evil
25.03.2021, 04:55
Grundrechte sind keine Geschmacksache. Aber nach dir dürfte man wohl auch die Demonstrationsfreiheit ohne Weiteres einschränken, oder ?
Ohne weiteres sicherlich nicht, aber auf jeden Fall dann, wenn das Tragen von NMH und Mindestabstände nicht eingehalten werden. Es gibt mittlerweile mindestens 1 belegtes Superspreader-Event, was so ausgelöst wurde.

Mukopolysaccharid
25.03.2021, 05:01
Hier stellt sich eher die Frage:
Besteht noch Verhältnismäßigkeit der einschränkenden Maßnahmen bei geimpften Personen?



Es geht hier nicht nach mir, ich habe das Infektionsschutzgesetz nicht geschrieben. Wenn Demonstationen nicht mit dem Infektionsschutzgesetz im Rahmen des Infektionsgeschehens vereinbar sind, sind sie nicht genehmigungsfähig.



Ja bitte. Und auch Schwimmbäder/Thermen.
Aber wie kann man in dieses eindeutige Urteil reininterpretieren, dass Gottesdienste wieder möglich sind??? Ein bisschen wie bei der Bibel/Koran...Interpretation ist da immer "etwas" anders.


Ich wundere mich nur. Über fridays for Future zerreißt sich hier niemand das Maul. Aber wenn’s um ein anderes Gut geht, das mindestens so hoch ist, aber weniger Mainstream und nicht gefällt, darf man es verbieten. Das ist also ein Rechtsstaat.

Ich schätze man kann Gottesdienste mit genau der gleichen Begründung stattfinden lassen, wie Demonstrationen oder mehrtägige Staatsexamina mit 250 Leuten.

Kandra
25.03.2021, 06:04
Ich wundere mich nur. Über fridays for Future zerreißt sich hier niemand das Maul.

FFF tragen bei ihren Demos Masken und halten wo möglich den Mindestabstand ein. Eben genau das, was die Querdenker nicht tun und weswegen die Demos auch rigoros aufgelöst gehören.

ehem-user-02-08-2021-1033
25.03.2021, 06:55
Genau rigoros auflösen... Erinnert mich an den Stuttgarter Schloßgarten
https://img.welt.de/img/bildergalerien/mobile149000006/4691621947-ci23x11-w1300/Stuttgart-21-Demonstrant-droht-zu-erblinden.jpg
Oder die WAA
https://www.spiegel.de/politik/wer-cs-einsetzt-nimmt-den-tod-in-kauf-a-9f76b5b0-0002-0001-0000-000013521387

daCapo
25.03.2021, 09:38
Genau rigoros auflösen... Erinnert mich an den Stuttgarter Schloßgarten
https://img.welt.de/img/bildergalerien/mobile149000006/4691621947-ci23x11-w1300/Stuttgart-21-Demonstrant-droht-zu-erblinden.jpg
Oder die WAA
https://www.spiegel.de/politik/wer-cs-einsetzt-nimmt-den-tod-in-kauf-a-9f76b5b0-0002-0001-0000-000013521387

Das hat nix mit dem Thema zu tun. Eine nicht genehmigte Demonstration kann nicht statt finden. Wie eine nicht genehmigte Demo aufgelöst wird, ist ein anderes Thema.
Über diesen Bahnhof ist letztendlich auch abgestimmt worden mit klarem Ergebnis. Auch ganz praktisch, wenn das kein Kopfbahnhof mehr ist und man so Zeit spart (ebenso nachgewiesen).


Ich wundere mich nur. Über fridays for Future zerreißt sich hier niemand das Maul. Aber wenn’s um ein anderes Gut geht, das mindestens so hoch ist, aber weniger Mainstream und nicht gefällt, darf man es verbieten. Das ist also ein Rechtsstaat.

Ich schätze man kann Gottesdienste mit genau der gleichen Begründung stattfinden lassen, wie Demonstrationen oder mehrtägige Staatsexamina mit 250 Leuten.

Möglicherweise erstmal informieren: Friday for future halten sich an die Abstandsregeln und tragen Maske, auch ihre Demos sehen entsprechend leergefegt aus, sprich auch die haben Nachteile. Demonstrieren die etwas Ostern?

Wenn es nach dir geht, kann man doch eigentlich alles stattfinden lassen bei steigenden Infektionszahlen an Ostern, die gewählte Politik sieht das anders. Fände ich auch super toll wieder ein normales Leben zu führen anstatt über Gottesdienste an Ostern zu diskutieren, leider nicht vereinbar mit dem Infektionsgeschehen.

ehem-user-02-08-2021-1033
25.03.2021, 10:08
Das hat nix mit dem Thema zu tun. Eine nicht genehmigte Demonstration kann nicht statt finden. Wie eine nicht genehmigte Demo aufgelöst wird, ist ein anderes Thema.


Und das ist immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
"Rigoros" auflösen hört sich cool an, ist aber wenig differenziert.


Über diesen Bahnhof ist letztendlich auch abgestimmt worden mit klarem Ergebnis.


Richtig, das ist der wichtige Punkt.
Derzeit finden viele Entscheidungen in der Exekutive über Verordnungen statt. Die Parlamente bleiben außen vor. Von Volksbegehren etc. gar nicht zu reden.

cartablanca
25.03.2021, 10:17
die gewählte Politik sieht das anders.

Soweit ich mich erinnere lehnen in Umfragen inzwischen weite Teile der Bevölkerung die Coronapolitik der Regierung ab.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89703154/corona-politik-umfrage-mit-diesem-politiker-sind-die-deutschen-unzufrieden.html

daCapo
25.03.2021, 10:50
Soweit ich mich erinnere lehnen in Umfragen inzwischen weite Teile der Bevölkerung die Coronapolitik der Regierung ab.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89703154/corona-politik-umfrage-mit-diesem-politiker-sind-die-deutschen-unzufrieden.html

Aha, was sagt uns das jetzt? Gewählt sind sie, ihre Umfragen im Keller, über jede Coronamaßnahme eine Volksabstimmung ist kaum durchführbar.
Zufrieden mit der Coronapolitik bin ich auch nicht.

Hier ging es um die einschränkenden Maßnahmen an Ostern. Wenn die Kirchen ihre Gottesdienste feiern, dann sollte auch jeder Biergarten öffnen können. Und wenn die Krankenhäuser überlastet sind, wird wieder alles geschlossen.

Zumindest Möglichkeiten für Leute mit Impfung sollte man anbieten. Und in Gebieten mit wenig Infektionen mit Tests.