Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Praia-do-Forte
21.03.2020, 10:53
Ich muss ja zugeben, ich liebäugele auch ein bisschen mit der niederländischen Lösung, bzw mit der sehr eingeschränkten Testerei.
Man sollte insbesondere die älteren und geschwächten Menschen schützen und separieren, wobei ich häufig sehe dass gerade die in der Bäckerei zusammen hocken oder in Gruppen Wanderungen unternehmen....
Letztendlich ist das Virus nicht nach 5 Wochen verschwunden und ich fände es sinnvoller - als Beispiel- über Monate nur mit Mundschutz Visite im Altenheim zu machen anstatt über Monate alle Leute einzusperren, von ihren Hobbies abzhalten, die Arbeitsplätze zu gefährden etc.
Just my 2 cents.
Ah, und ich wünschte mir einen zuverlässigen Antikörper-Test um eine durchgemachte Infektion nachzuweisen und den IgG positiven Menschen ein normales Leben zu ermöglichen. Mir ist bewusst dass Immunität etc noch nicht ausreichend getestet bzw bewiesen sind weil Forschung fehlt, aber irgendwo muss man "Abstriche machen" ....
WackenDoc
21.03.2020, 11:01
Ich hoffe auch auf Ak-Tests.
Trockene Abstrichtupfer, hygienisch notwendigerweise einwandfrei (steril), ebenso Plastikröhrche zum Versand mit dichtem Verschluss.
Wie für Influenza eben.
edit: Abstrichtupfer, nicht- -röhrchen
Beim RKI (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html) steht was von speziellen Virustupfern und nur im Notfall trockene mit etwas NaCl. Ist hier jemand zufällig vom Labor und kennt sich aus? Auch wie genau diese Kühlung von 4 Grad zwingend eingehalten muss? :-wow
DrSkywalker
21.03.2020, 11:14
Das ist natürlich Unsinn, weil es realitätsfern ist und nicht praktikabel.
In der Praxis tragen ich und meine MFAs alle Mundschutz, und jeder Patient, der auch nur ein wenig erkältet ist, bekommt ebenfalls einen. Außerdem arbeiten wir durchgängig mit Handschuhen und desinfizieren ständig die Flächen.
Unter freiem Himmel ist Abstand essentiell, da braucht es keinen Mundschutz.
Lieber Evil, richtig lesen, dann anderen nicht Unsinn vorwerfen. Die Frage war bezogen auf die Situation in der Klinik, darauf habe ich geantwortet. Du machst es also genau so, wie ich es sage.
AryaStark
21.03.2020, 11:32
Ah, und ich wünschte mir einen zuverlässigen Antikörper-Test um eine durchgemachte Infektion nachzuweisen und den IgG positiven Menschen ein normales Leben zu ermöglichen. Mir ist bewusst dass Immunität etc noch nicht ausreichend getestet bzw bewiesen sind weil Forschung fehlt, aber irgendwo muss man "Abstriche machen" ....
Weiß jemand, wie da der Stand der Dinge ist? Das wäre doch extrem hilfreich, um die Leute langsam wieder ins gesellschaftliche Leben zu lassen, und auch in der Klinik.
edit: Google hilft :-) scheinbar ist er noch in Entwicklung, sieht aber aktuell ganz gut aus:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-testluecke-forscher-kommen-einem-antikoerpertest-nahe-16687111.html
Bonnerin
21.03.2020, 11:36
Weiß jemand, wie da der Stand der Dinge ist? Das wäre doch extrem hilfreich, um die Leute langsam wieder ins gesellschaftliche Leben zu lassen, und auch in der Klinik.
edit: Google hilft :-) scheinbar ist er noch in Entwicklung, sieht aber aktuell ganz gut aus:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-testluecke-forscher-kommen-einem-antikoerpertest-nahe-16687111.html
Keine Ahnung, ob das schon als unzulässige Werbung zählt, aber doccheck hat einen Test im Angebot, die Auslieferung beginnt allerdings erst im April.
https://www.doccheckshop.de/2019-ncov/coronavirus-schnelltest/11820/nal-von-minden-nadal-covid-19-igg/igm-test
Da sind auch die jeweiligen Sensitivitäten und Spezifitäten mit angegeben.
Also das mit der Testknappheit- unsere Laborchefin sprach davon, dass die PCR-Vertiefungen nicht reichen. Also sie kann halt einmal am Tag die PCR mit einer definierten Anzahl an Tests laufen lassen, das wars dann aber und mehr gibt das Gerät nicht her - zumindest hab ich das so verstanden. Kann mir kaum vorstellen, dass Wattestäbchen alle werden.
geisterhome
21.03.2020, 12:01
Hat jemand Daten geshen zur Hospitalisierungsdauer bei Coronainfektionen, konnte da nichts finden.
Dann frag mal die KV Hessen, ob die mittlerweile genug haben. Es wurden alle niedergelassenen explizit darum gebeten, leere Plastikröhrchen abzugeben, „auch kleine Mengen sind hilfreich“ - „wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Röhrchen abzuholen“
FFP3 - Das RKI schreibt das man diese nur im "Notfall" mehrmals verwenden sollte.
Jemand eine fundierte Meinung dazu ob man diese nun an mehreren Tagen verwenden darf oder wird man sich dann erst recht anstecken.
Andererseits sieht es nicht so aus, dass das Virus in Infektionsmenge an Oberflächen über 1 Tag überlebt.
Daraus könnte man doch ableiten, dass die FFP3 am nächsten Tag wieder "sauber" ist?
Autolyse
21.03.2020, 12:35
Bei uns werden auch aus Prinzip keine Mitarbeiter getestet... selbst die, die engeren und längeren Kontakt ohne jeglichen Schutz zu mittlerweile bestätigten Fällen hatten. Normal weiterarbeiten ist die Devise, einen einfachen Mundschutz soll mittlerweile einfach jeder tragen (und hiervon aber bitte einen über mehrere Tage, am besten eine Woche, wiederverwenden). FFP 2/3 ist praktisch komplett aus und wird auch in absehbarer Zeit nicht mehr geliefert.
Immerhin wird auf diese Weise die Anzahl der angesteckten Angestellten im Gesundheitswesen zumindest auf dem Papier sehr niedrig bleiben :-kotz
Mitarbeiter mit ungeschütztem Kontakt dürfen bei uns nur dann weiterarbeiten, wenn kumulativ erfüllt ist, dass der betroffene Patient einen Mund-Nasenschutz getragen hat, der Mitarbeiter symptomfrei ist, einen Mund-Nasenschutz trägt, außerhalb der Arbeit isoliert ist und ein Fiebertagebuch mit mehrmaligem Fiebermessen am Tag führt.
Die Vorgaben waren vorher - kurzzeitig - deutlich laxer, aber das hat das Gesundheitsamt unterbunden.
Positiv getestetes Personal soll weiter arbeiten, solange es von den Symptomen her noch möglich ist, flächendeckend keine ausreichenden Schutzmaßnahmen, sondern nur was "fürs Gewissen" (Mund-Nasenschutz, den man mehrere Tage verwendet), Personal wird grundsätzlich nicht getestet -, dann könnte es doch sein, dass in der Frühphase der Infektion reihenweise medizinisches Personal angesteckt wird, von dem ein Teil so symptomatisch wird, dass er eben ausfällt (wie in jeder herkömmlichen Grippewelle halt auch), ein gewisser (niedriger) Teil wohl auch stirbt, aber dafür hat man dann in zwei, drei Monaten rechtzeitig zum Höhepunkt der Infektionswelle eine praktisch vollständige Durchseuchung des überlebenden medizinischen Personals erreicht, das erste Erfahrungen in der Behandlung gesammelt hat, selbst immun ist, keine Impfung und nicht mal mehr teure Schutzkleidung braucht, niemanden mehr anstecken kann und praktisch vollständig zur Verfügung steht, um die hohen Patientenzahlen zu bewältigen.
Zufall, Absicht oder Nebeneffekt? Ethiker hätten vermutlich helle Freude an dieser Fragestellung.
Dr-Pizza
21.03.2020, 13:08
Ich seh es genauso: die Älteren mit einer Ausgehsperre belegen und die Jüngeren entweder so oder nach Antikörper-Test ihrem Leben nachgehen lassen.
Wenn ältere Menschen isoliert werden, können die Intensivstationen nicht volllaufen und bei den Jüngeren ist die Intensiv-Hospitalisierungsrate zu vernachlässigen.
Sonst dürfen wir noch länger als ein Jahr in Quarantäne verbringen...
WackenDoc
21.03.2020, 13:08
https://bewerbung.dienstleistungszentrum.de/frontend/RKI-BVA-2020/dashboard.html?fbclid=IwAR1Hsd0rzalhkYAbb8xsqdEuSU 6zoqpXcgVyhHY9XOT2vxZUDWCl4Luczew
Das RKI sucht Studenten im Rahmen der Coronabekämpfung.
bei den Jüngeren ist die Intensiv-Hospitalisierungsrate zu vernachlässigen.
Das wird sich im Großen noch zeigen müssen.
Wenn ältere Menschen isoliert werden, können die Intensivstationen nicht volllaufen und bei den Jüngeren ist die Intensiv-Hospitalisierungsrate zu vernachlässigen.
Wie definierst du denn "älter"? Das Sterberisiko steigt ab 50, ab 60 dann deutlich und ab 70 dann sowieso. Welches Sterberisiko ist niedrig genug für dich, um diese Leute nicht in Quarantäne zu stecken? Was ist mit jüngeren, chronisch kranken?
roxolana
21.03.2020, 13:30
Ich sehe nicht, wie man die Älteren wirksam isolieren soll. Wie sollen sie im Pflegeheim, beim Arztbesuch, beim Klinikaufenthalt aufgrund von nicht-Coronaursachen isoliert werden (vor allem wenn das Personal nicht mal getestet wird und fröhlich als Coronamultiplikator fungiert)? Das klappt höchstens bei fitten 50-jährigen ohne Vorerkrankungen, die aber auch ohnehin kein besonders großes Risiko für schwere Verläufe haben.
Wer AK hat, ist selbst immun- aber kann er das Virus weitergeben?
roxolana
21.03.2020, 13:39
Es gibt wohl Leute, die noch ne Weile ausscheiden. Ob diese aber auch wirklich infektiös sind, ist unklar. Die Immunität wird aber höchstwahrscheinlich auch nicht ewig anhalten, bei den anderen Coronaviren sind es wohl nur ein paar Jahre.
FuchsiBuchsi
21.03.2020, 13:45
Ich sehe nicht, wie man die Älteren wirksam isolieren soll. Wie sollen sie im Pflegeheim, beim Arztbesuch, beim Klinikaufenthalt aufgrund von nicht-Coronaursachen isoliert werden (vor allem wenn das Personal nicht mal getestet wird und fröhlich als Coronamultiplikator fungiert)?
Ja, aber genau das Problem besteht jetzt schon trotz Ausgangsbeschränkung. Siehe Würzburger Pflegeheim.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.