Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
cartablanca
30.12.2021, 02:53
https://m.focus.de/gesundheit/news/nur-zum-teil-durch-corona-erklaerbar-uebersterblichkeit-in-deutschland-ist-viel-hoeher-als-sie-nach-berechnung-sein-sollte_id_24502908.html
Erwartungsgemäß hat das schon jemand gemacht.
Autolyse
30.12.2021, 09:01
1. Wehr- und Zivildienst wieder einführen. Es war ohnehin eine schlechte Idee die Verteidigung einem Berufsheer zu überlassen, das von der Regierung ohne grösseren Widerstand missbraucht werden kann.
[...]
3. Ist das ganz und gar nicht lächerlich. Es ist ein Gebot der VERHÄLTNISMÄßIGKEIT die Frage nach einer deadline zu stellen. Man muss schauen welchen Preis man zahlt, um 500.000 im Schnitt 82 Jährige zu retten. Ab einem bestimmten Punkt ist es vielleicht besser sich einzugestehen, das man die Pandemie und die ständigen neuen Virusmutationen entweder an sich nicht besiegen kann oder nicht ohne, dass der Schaden den Nutzen übersteigt. "Wenn es das Pandemiegeschehen zulässt" kann theoretisch auch "nie" bedeuten.
Zu 1. Der militärische Wert eines Wehrpflichtigen ist negativ. Der bindet mehr Personal als er an Nutzen erbringt und wird in vertretbarer Zeit ohnehin niemals den Status combat ready erlangen, dazu dauert bereits die vernünftige Ausbildung einer infanteristischen Schmierwurst zu lange. Ohne Wehrdienst keinen Wehrersatzdienst, nur dann ist er zulässig, ohne korrespondierende militärische Dienstpflicht wäre es ein Verstoß gegen das Verbot der Zwangsarbeit.
Zu 3. Ein Zeitmoment ist in der Verhältnismäßigkeitsprüfung nicht angelegt, weil er der Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers zuwiderliefe. Anderes behaupten nur führende Vertreter der 4A-Partei. Und der blaubraunen, klar.
FirebirdUSA
30.12.2021, 09:11
https://m.focus.de/gesundheit/news/nur-zum-teil-durch-corona-erklaerbar-uebersterblichkeit-in-deutschland-ist-viel-hoeher-als-sie-nach-berechnung-sein-sollte_id_24502908.html
Erwartungsgemäß hat das schon jemand gemacht.
Und dein Argument ist, wenn wir die anderen Maßnahmen beenden haben wir weniger Übersterblichkeit? Da verstehe ich dein Argument nicht, die Zahl wäre ohne Maßnahmen noch viel höher aller Wahrscheinlichkeit nach...
Leucovorin
30.12.2021, 12:53
1. Wehr- und Zivildienst wieder einführen.
Aber dann auch bitte für Frauen. Wegen Fairness und Gleichberechtigung.
Insgesamt halte ich jedoch die Berufsarmee für sinnvoller. Das Militär muss einfach attraktiver werden.
:-oopss
Bonnerin
30.12.2021, 13:43
Aber dann auch bitte für Frauen. Wegen Fairness und Gleichberechtigung.
Insgesamt halte ich jedoch die Berufsarmee für sinnvoller. Das Militär muss einfach attraktiver werden.
:-oopss
Ja. Finde ich als Frau richtig. Bzw. halt statt Wehrdienst verpflichtendes BuFDi-Jahr für alle Personen, geschlechtsunabhängig.
Christoph_A
30.12.2021, 13:59
Die Sinnhaftigkeit einer Freiwilligenarmee hat sich doch in der heutigen Zeit komplett erledigt. Erstens einmal existiert keine reale Bedrohungssitutaion konventioneller Natur, die in Deutschland eine Armee von 500000 Mann und mehr unter Waffen erforderlich machen würde, wie im kalten Krieg und zweitens hat sich ja auch die Kriegsführung die letzten Jahrzehnte komplett verändert, hin zu eher asymmetrischen, hybriden Kriegen und weg von großen Materialschlachten.
Bzgl der angeregten Austriagierung bestimmter Altersgruppen hatte ja Autolyse schon alles gesagt.
Und einfach mal ein Ende aller Maßnahmen mit Erreichen einer gewissen Impfquote zu verknüpfen wäre unlauter und populistisch, da sich in einem dynamisch pandemischen Geschehen die Ausgangslage binnen kürzester Zeit wieder verschieben kann.
Nichtsdestotrotz sind wir mit dem Degenrationsverlauf des Virus sowie den steigenden Impfquoten auf dem richtigen Weg. Aber der ist noch etwas länger, leider.
cartablanca
30.12.2021, 17:06
Aber dann auch bitte für Frauen. Wegen Fairness und Gleichberechtigung.
Insgesamt halte ich jedoch die Berufsarmee für sinnvoller. Das Militär muss einfach attraktiver werden.
:-oopss
Ja und die Pflege auch. Und das Virus soll nicht mehr mutieren. Man muss sich die Dinge nur ganz fest wünschen und viel klatschen, dann geschehen Wunder.
Können sie meinetwegen gerne wieder einführen, sofortiges, dauerhaftes und unzweifelhaftes T5 lässt grüßen. :-))
Ein Zeitmoment ist in der Verhältnismäßigkeitsprüfung nicht angelegt, weil er der Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers zuwiderliefe.
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können ;-)
cartablanca
31.12.2021, 03:55
Zu 1. Der militärische Wert eines Wehrpflichtigen ist negativ. Der bindet mehr Personal als er an Nutzen erbringt und wird in vertretbarer Zeit ohnehin niemals den Status combat ready erlangen, dazu dauert bereits die vernünftige Ausbildung einer infanteristischen Schmierwurst zu lange. Ohne Wehrdienst keinen Wehrersatzdienst, nur dann ist er zulässig, ohne korrespondierende militärische Dienstpflicht wäre es ein Verstoß gegen das Verbot der Zwangsarbeit.
Zu 3. Ein Zeitmoment ist in der Verhältnismäßigkeitsprüfung nicht angelegt, weil er der Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers zuwiderliefe. Anderes behaupten nur führende Vertreter der 4A-Partei. Und der blaubraunen, klar.
1. Geht es bei Wehrpflicht nicht um militärischen Nutzen, sondern um Demokratie. Die Bevölkerung muss im Zweifel am Hebel der Macht bleiben. Ein kürzliches Beispiel: In Syrien waren desertierte Wehrpflichtige die letzte Bastion gegen die Schergen Assads. Eine Berufsarmee rebelliert im Zweifel nicht so stark gegen die Regierung wie eine Wehrpflichtarmee (vgl. Irak und Vietnam). Demokratie ist historisch gesehen eher die Ausnahme als die Regel. In Deutschland ist sie nie eigenständig entwickelt worden. Noch schlimmer als Berufsheere ist aktuell die Entwicklung zu autonomen Waffensystemen, die Machtmissbrauch Tür und Tor öffnet. Man kann mal eben Drohnenkriege im Ausland führen ohne, dass es irgendwer mitkriegt oder rebelliert.
3. Dass das Parlament entscheidet, ändert nichts daran, dass ich meine Meinung dazu geben darf. Das ist einfach nur "ich geh auf deine Argumente nicht ein und bezeichne dich als Nazi". Sehr billig.
Zu 3. Ich versuch es dir nochmal zu erklären, weniger juristisch, vielleicht in einfacheren Worten:
Du willst einerseits dass Maßnahmen zeittechnisch begrenzt sind in deiner Forderung mit "Allgemeine Impfpflicht ist okay, aber es muss eine deadline für die restlichen Maßnahmen geben.". Andererseits willst du dass die Maßnahmen verhältnismäßig sind. Letzteres will ich auch, bei einer strikten deadline hab ich verstanden dass diese Forderung einfach unrealistisch ist. Also was wenn man sich eine Verhältnismäßigkeit überlegt hat, auf Basis derer die Maßnahmen beendet wurden und dann die Dynamik des Pandemiegeschehens einen wieder dazu nötigt eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung ist dann konkret: behalte ich meine Prinzipien der Verhältnismäßigkeit bei oder meine zeittechnische Festlegung. Beides geht dann ggf. nicht gleichzeitig. Wenn ich mich bei meiner zeittechnischen Festlegung kann es sein dass die Maßnahmen oder fehlenden Maßnahmen einfach nicht verhältnismäßig sind...
cartablanca
31.12.2021, 06:32
Zu 3. Ich versuch es dir nochmal zu erklären, weniger juristisch, vielleicht in einfacheren Worten:
Du willst einerseits dass Maßnahmen zeittechnisch begrenzt sind in deiner Forderung mit "Allgemeine Impfpflicht ist okay, aber es muss eine deadline für die restlichen Maßnahmen geben.". Andererseits willst du dass die Maßnahmen verhältnismäßig sind. Letzteres will ich auch, bei einer strikten deadline hab ich verstanden dass diese Forderung einfach unrealistisch ist. Also was wenn man sich eine Verhältnismäßigkeit überlegt hat, auf Basis derer die Maßnahmen beendet wurden und dann die Dynamik des Pandemiegeschehens einen wieder dazu nötigt eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung ist dann konkret: behalte ich meine Prinzipien der Verhältnismäßigkeit bei oder meine zeittechnische Festlegung. Beides geht dann ggf. nicht gleichzeitig. Wenn ich mich bei meiner zeittechnischen Festlegung kann es sein dass die Maßnahmen oder fehlenden Maßnahmen einfach nicht verhältnismäßig sind...
Tja das ist jetzt die entscheidende Frage. Was verhältnismäßig ist oder nicht, ist teilweise subjektiv. Teilweise nicht.
Ich poste hier nur meine Meinung so wie jeder seine Meinung äußern können sollte ohne um seine berufliche Existenz zu fürchten zu müssen was leider heutzutage nicht mehr der Fall ist.
Es wäre nur ganz gut, wenn die Parteien vor der Wahl ihre Vorhaben z.B. "allgemeine Impfpflicht", oder "zeitlich unbegrenzt Lockdowns" ehrlich kommunizieren würden. Das ist aber leider nicht der Fall. Tatsächlich wurde im Vorfeld gesagt es würde z.B. keine allgemeine Impfpflicht geben. Damit besteht eine pseudodemokratische Legitimierung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Hier ist mit Täuschung gearbeitet worden.
Demokratien gehen übrigens in aller Regel unter, weil man Ausnahmezustände erschafft in denen Rechte für die Dauer des Ausnahmezustands abgeschafft werden. Der Ausnahmezustand wird dann immer weiter geführt.
Feuerblick
31.12.2021, 07:22
Ist dir vielleicht schon mal der Gedanke gekommen, dass deine gefühlte „Täuschung“ ein Umdenken ist, weil man sich von den Menschen mehr erhofft und die Dynamik des Geschehens einer Pandemie (die wir auch nach zwei Jahren noch nicht wirklich verstanden haben) falsch eingeschätzt hatte?
Vielleicht haben die bösen Politiker sich einfach nur geirrt und sich nicht gegen alle verschworen…
Vielleicht können böse Politiker nicht hellsehen?
Btw: Einen echten Ausnahmezustand haben wir nicht, hatten wir nie. Und welche „Rechte“ werden denn deiner Meinung nach „abgeschafft“?
Endoplasmatisches Reticulum
31.12.2021, 09:18
"Zwangsarbeit von Ärzten in der Pandemie ist ein Unding"
"Zwangsarbeit im Militär und Gesundheitswesen für alle dient dem Demokratieerhalt"
Hmmm ...
Evidence based
31.12.2021, 10:36
Tja das ist jetzt die entscheidende Frage. Was verhältnismäßig ist oder nicht, ist teilweise subjektiv. Teilweise nicht.
Ich poste hier nur meine Meinung so wie jeder seine Meinung äußern können sollte ohne um seine berufliche Existenz zu fürchten zu müssen was leider heutzutage nicht mehr der Fall ist.
Es wäre nur ganz gut, wenn die Parteien vor der Wahl ihre Vorhaben z.B. "allgemeine Impfpflicht", oder "zeitlich unbegrenzt Lockdowns" ehrlich kommunizieren würden. Das ist aber leider nicht der Fall. Tatsächlich wurde im Vorfeld gesagt es würde z.B. keine allgemeine Impfpflicht geben. Damit besteht eine pseudodemokratische Legitimierung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Hier ist mit Täuschung gearbeitet worden.
Demokratien gehen übrigens in aller Regel unter, weil man Ausnahmezustände erschafft in denen Rechte für die Dauer des Ausnahmezustands abgeschafft werden. Der Ausnahmezustand wird dann immer weiter geführt.
Wer kann denn nicht mehr seine Meinung äußern, ohne um seine berufliche Existenz zu bangen?
Autolyse
31.12.2021, 11:10
1. Geht es bei Wehrpflicht nicht um militärischen Nutzen, sondern um Demokratie. Die Bevölkerung muss im Zweifel am Hebel der Macht bleiben. Ein kürzliches Beispiel: In Syrien waren desertierte Wehrpflichtige die letzte Bastion gegen die Schergen Assads. Eine Berufsarmee rebelliert im Zweifel nicht so stark gegen die Regierung wie eine Wehrpflichtarmee (vgl. Irak und Vietnam). Demokratie ist historisch gesehen eher die Ausnahme als die Regel. In Deutschland ist sie nie eigenständig entwickelt worden. Noch schlimmer als Berufsheere ist aktuell die Entwicklung zu autonomen Waffensystemen, die Machtmissbrauch Tür und Tor öffnet. Man kann mal eben Drohnenkriege im Ausland führen ohne, dass es irgendwer mitkriegt oder rebelliert.
3. Dass das Parlament entscheidet, ändert nichts daran, dass ich meine Meinung dazu geben darf. Das ist einfach nur "ich geh auf deine Argumente nicht ein und bezeichne dich als Nazi". Sehr billig.
Zu 1. Mit der Argumentation sollten wir auch dringend die Gerichte abschaffen und zurück zum Thing an der großen Linde am Dorfanger kommen, schließlich ist Recht durch Berufsrichter mit der "richtigen" Intention problemlos in die richtige Richtung zu biegen (instruktiv dazu die Habilitationsschrift von Bernd Rüthers (https://www.beck-shop.de/ruethers-unbegrenzte-auslegung/product/10951171).
Zu 3. Hat Dich dein Kneipenkumpel Kubicki dazu beraten? Wer was von Verhältnismäßigkeit erzählt, der sollte wissen was das ist und welche Inhalte in die Prüfung derselben gehören. Das ist seit Jahrzehnten etablierte Dogmatik, die kann man nachlesen; es ist jetzt nicht gerade Jura am Hochreck.
Ich poste hier nur meine Meinung so wie jeder seine Meinung äußern können sollte ohne um seine berufliche Existenz zu fürchten zu müssen was leider heutzutage nicht mehr der Fall ist.
Ach weißt: Meinungsfreiheit bedeutet, dass ich dir widersprechen muss weil du Stuss schreibst. Ohne Meinungsfreiheit... ;-)
Es wäre nur ganz gut, wenn die Parteien vor der Wahl ihre Vorhaben z.B. "allgemeine Impfpflicht", oder "zeitlich unbegrenzt Lockdowns" ehrlich kommunizieren würden.
Der Einzige der von "zeitlich unbegrenztem Lockdown" spricht bist du. Vielleicht machst du dir darüber mal Gedanken. Könnte bedeuten dass der Lockdown in deinem Kopf stattfindet und nicht außerhalb. Das ist übrigens nicht so bös gemeint wie es klingt. Vielleicht hast du einfach das Problem dass du den echt winzigen Lockdown (ich müsste grad erstmal googlen was ich grad nicht dürfen soll) in deinem Kopf so aufbauscht, dass du das geistig mit Hochsicherheitsgefängnis vergleichst.
Tatsächlich wurde im Vorfeld gesagt es würde z.B. keine allgemeine Impfpflicht geben. Damit besteht eine pseudodemokratische Legitimierung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Hier ist mit Täuschung gearbeitet worden.
Politiker werden gewählt weil man ihnen zutraut das Land in eine bessere Zukunft zu führen. Ihnen wegen irgendwelcher Wahlversprechen die Legitimierung abzusprechen verkennt den Demokratie-Gedanken. Die aktuellen Politiker und Parteien sind lange bekannt und man hat sich im Vorfeld lange darüber Gedanken machen können ob und wie sie Wahlversprechen einhalten und wie sie das Land in eine bessere Zukunft bringen. Und dafür wurden sie demokratisch gewählt und damit legitimiert. Und dann entscheiden Sie anhand der Dynamik des Geschehens über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Demokratisch legitimiert. Wenn du lieber eine andere Partei hättest ist das dein absolutes Recht. Wir sind ja in D. Weißt schon, is ne Demokratie und so.
Btw: Einen echten Ausnahmezustand haben wir nicht, hatten wir nie. Und welche „Rechte“ werden denn deiner Meinung nach „abgeschafft“?
Absolutes Querdenker/Coronaleugner-Tum. Dieser ständige Vergleich von bissl Lockdown, der in unserem Land eh relativ mild ausgefallen ist im Vergleich zu teilweise den Nachbarländern, mit einer Diktatur.
Und was ich noch sagen wollte:
- Allgemeine Impfpflicht rulez ;-)
- Gutes Neues Jahr allen hier !
cartablanca
01.01.2022, 04:56
Politiker werden gewählt weil man ihnen zutraut das Land in eine bessere Zukunft zu führen. Ihnen wegen irgendwelcher Wahlversprechen die Legitimierung abzusprechen verkennt den Demokratie-Gedanken. Die aktuellen Politiker und Parteien sind lange bekannt und man hat sich im Vorfeld lange darüber Gedanken machen können ob und wie sie Wahlversprechen einhalten und wie sie das Land in eine bessere Zukunft bringen. Und dafür wurden sie demokratisch gewählt und damit legitimiert. Und dann entscheiden Sie anhand der Dynamik des Geschehens über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.
Um dich noch mal wiederzugeben: Vor der Wahl werden Wahlversprechen abgegeben, die unmittelbar nach der Wahl nicht eingehalten werden. Offenbar werden Politiker nicht wegen Wahlversprechen sondern wegen ihrer Charaktereigenschaften oder Vertrauen in ihre Person gewählt. Das insinuiert ja eigentlich, dass das Wahlprogramm egal ist. Vor allem vor dem Hintergrund der Biographien nicht weniger Politiker verwundert diese Annahme doch sehr.
Kann man dann analog diese Logik auch auf andere Bereiche anwenden:
- vor der Wahl: keine Erhöhung des Rentenalters, nach der Wahl Erhöhung des Rentenalters
- vor der Wahl: keine Steuererhöhungen, nach der Wahl Steuererhöhungen
etc. pp.
Wozu gibt es dann überhaupt noch Wahlprogramme wenn alles abhängig von der "Dynamik des Geschehens" ist und wir trotz gebrochener Versprechen vollstes Vertrauen in unsere komptenten Politiker haben können.
Hast du mal überlegt bei Titanic anzufangen? Ich mein jetzt nicht das Schiff.
Also ich wähle seit ich wahlberechtigt bin das kleinere Übel, nicht weil mich die Partei oder der Kandidat irgendwie überzeugt...
Um dich noch mal wiederzugeben: Vor der Wahl werden Wahlversprechen abgegeben, die unmittelbar nach der Wahl nicht eingehalten werden.
Es gibt Wahlprogramme und Koalitionen. Nimmt man eine Dreier-Koalition an, wird nicht jeder der drei Parteien ihre "Wahlversprechen" einhalten können, oder? Oder glaubst du das tatsächlich?
Das insinuiert ja eigentlich, dass das Wahlprogramm egal ist.
Nicht egal, aber eben auch nicht wortwörtlich. Siehe oben.
Das Problem ist dass deine Welt offensichtlich weiterhin schwarz-weiß ist. Es gibt nur die 1 und die 0, sonst nichts. Entweder wird alles zu hundert Prozent erfüllt oder es werden Wahlversprechen gebrochen. Das macht die Sache sehr einfach im Denken. Versuch mal die Anzahl deiner Schubladen auf mehr als 2 zu erhöhen.
Wozu gibt es dann überhaupt noch Wahlprogramme wenn alles abhängig von der "Dynamik des Geschehens" ist und wir trotz gebrochener Versprechen vollstes Vertrauen in unsere komptenten Politiker haben können.
Überleg dir einfach mal was in den vielen Merkel-Jahren passiert ist:
- Finanzkrise
- Euro-Krise
- Corona-Pandemie
- Flüchtlings-Krise
- Klima-Krise
Wurde sie dafür gewählt? Nicht wirklich. Du wählst, es passiert was und die Politiker müssen damit umgehen.
Ich persönlich hab nicht damit gerechnet dass wir bei uns im Kreis zum Beispiel nur eine Impfquote von 60% haben. Dass die Leute da gar so ... vorsichtig sind. Und wenn Kombinationen dann wie neue Varianten und hohe Quote an "vorsichtigen" Menschen zusammenkommt, dann muss man eben reagieren. Allgemeine Impfpflicht wäre mein Vorschlag...
@freak1: so kann man es auch machen, meist ist es bei mir ähnlich. Vor allem meine Motivation zur Wahl zu gehen ist die, diejenigen Parteien nicht zu wählen, deren Denkweise nur aus 2 Schubladen besteht. ;-)
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