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Bonnerin
21.12.2021, 09:38
@cartablanca: Ich halte erstmal auch überhaupt nichts von einer generellen Impfpflicht. Politisch bin ich liberal und mich schaudert es bei dem Gedanken an noch mehr Zwang durch den Staat.
Aber - für eine generelle Impfpflicht bin ich trotzdem, und das auch ganz offen. Denn offensichtlich hat in D (wie auch in anderen Ländern) jeder Appell an Verantwortung für sich und andere + Freiwilligkeit nicht geholfen. Dann bleibt eben nichts übrig außer Zwang. Denn letztlich wird jede:r früher oder später Covid-19 bekommen, und die Chancen stehen nach der Impfung halt einfach besser, es gut zu überstehen. Die Impfpflicht ist letztlich auch eine deutlich weniger schlimme Maßnahme, als dieses ätzende Lockdown-Gefordere. Man wird sich halt entscheiden müssen: alle 6 Monate eine Impfung, oder wieder andauernd in den Lockdown. Da ist die Impfung mit weitem Abstand das kleinere Übel für wirklich alle!

China ist natürlich auch ein super Beispiel, weil a) der Impfstoff von Sinopharm halt eher mäßig abschneidet und b) auch ohne das Wort "Impfpflicht" ein Großteil der Bürger:innen geimpft werden kann...

Fr.Pelz
21.12.2021, 10:06
So grundsätzlich bin ich theoretisch auch für eine Impfpflicht, aber das Wort sagt sich ungleich leichter, als dass es sich durchsetzen lässt. Die unfassbar langsamen staatlichen Strukturen inkl Faxgeräte wurden ja hier schon angesprochen. Natürlich würde das auch nochmal einen ganzen Schwung zur Impfung bringen, die dann nicht zugeben müssten, dass sie sich verrannt haben oder wie meine letzte ungeimpfte Patientin, es dann tun würden, um "nicht kriminell zu werden".
Aber vielleicht geht es schneller, statt auf die trägen staatlichen Strukturen zu setzen, eine Sonderzahlung von Impfgegnern durch die Krankenkassen zu verlangen. Schließlich haben wir x Krankenkassen, deren Verwaltungsangestellte sich damit beschäftigen könnten, von jedem Mitglied entweder den Impfausweis oder die unterschriebene Zahlungsvereinbarung (oder halt ein unimpfbar-Attest) zu fordern. Das muss ja nicht irre viel sein, aber es würde sicher viele dazu motivieren, sich jetzt doch impfen zu lassen. Man kann das auch gut damit begründen, dass man mittlerweile belastbare Daten hat, dass Ungeimpfte zu höheren Behandlungskosten durch zb häufigere Hospitalisierungen führen.
Man spart sich damit auch weitere Probleme wie "haftet der Staat für Impfschäden bei einer Impfpflicht" und belässt die Sache eben noch quasi-freiwillig. Dies plus strenge Zugangsregelungen für Ungeimpfte haben sicherlich einen ähnlichen Effekt wie eine Impfpflicht.

Feuerblick
21.12.2021, 10:12
Das Problem ist, dass aus Datenschutzgründen die Krankenkassen eigentlich keine medizinischen Unterlagen anfordern dürfen (also eigentlich auch weder Atteste noch Impfnachweise). Kontrollieren können normale Sachbearbeiter Atteste auf Richtigkeit auch nicht. Das sind einfache kaufmännische Angestellte ohne jegliche medizinische Vorbildung. Diese Prüfung müssten damit die MD durchführen und ich glaube nicht, dass den dortigen Kollegen grade so wirklich langweilig ist. :-nix
Die Idee ist charmant, aber auch nicht so wirklich umsetzbar, fürchte ich. Da müsste man die Bürokratie wieder etwas zurückfahren.

Fr.Pelz
21.12.2021, 10:29
Hm, dann müsste man es andersrum aufziehen: Alle KK erhöhen die Preise - außer man schickt freiwillig sein Impfzertifikat hin. (Allerdings gibt's dann sicher eine Querdenker-KK, die nicht mitzieht und dahin wechseln dann alle :-oopss ) Und die Prüfung: auf die würde ich zugunsten der Schnelligkeit verzichten, das ist ja eh kaum möglich, das umfassend zu prüfen. Die Polizei ist ja schon dabei, Fälscher auszuheben und das sollen sie auch weiterhin tun. Man kann sich diese Prüfung ja vorbehalten für später, sodass etwaige Fälscher Angst vor hohen Nachzahlungen haben müssten und somit auf Abschreckung setzen)

Feuerblick
21.12.2021, 10:38
So ne Querdenker-Kasse wäre dann aber schnell pleite. ITS-Behandlungen und Long-Covid kosten richtig Geld. :-))

Evidence based
21.12.2021, 11:02
Elon Musk (auch ein Hansel?) spricht sich klar gegen eine allgemeine Impfpflicht aus. Der würde dann in Deutschland auch zur Querdenkertruppe gehören. Otto Schily warnt, dass selbst in China keine allgemeine Impfpflicht herrscht. Genau, alle die dagegen sind, sind unanständig, dumm, rechtsradikal... Meint ihr nicht, dass ihr manchmal ein wenig intolerant urteilt?

So ein Quatsch. Es gibt zig Leute, die sich offen gegen eine Impfpflicht aussprechen und dafür teilweise auch nachvollziehbare Gründe benennen. Deswegen zählt die niemand zu den "Querdenkern" oder bezeichnet sie als rechtsradikal.

Es gibt hier schon auch differenzierte Betrachtungen dieses Sachverhalts. Dass es differenziert und kritisch betrachtet wird, zeigt sich ja schon alleine daran, dass sie immernoch nicht eingeführt wurde...

Was an einer Impflicht gegen Covid für den Einzelnen so wahnsinnig schlimm sein soll, hat sich mir tatsächlich aber noch nie erschlossen.

Evil
21.12.2021, 11:10
Das ist sicherlich eine deutliche Minderheitsmeinung. Aber zu meinen das man das mal eben in den Taschenrechner eintippen kann und dann ein auch nur minimal aussagekräftiges Ergebnis rauszubekommen ist schon abenteuerlich.
Nope, nicht abenteuerlich sondern nur ziemlich zugespitzt. Trotzdem geeignet, die Verhältnisse zu veranschaulichen.

Was die mögliche Minderintelligenz mancher User (Wen meinst Du damit? Fragst Du für einen Freund?) angeht, so ist das den Moderatoren relativ egal.
Wir greifen bei Verstößen gegen die Forenregeln ein.

anignu
21.12.2021, 11:58
Hast Du auch was substantielles zum Thema anzubieten oder willst Du einfach nur rumtrollen?
Offensichtlich will arbeiter79 nur trollen/provozieren. Zwei Posts ohne Inhalt zum Thema...

So grundsätzlich bin ich theoretisch auch für eine Impfpflicht, aber das Wort sagt sich ungleich leichter, als dass es sich durchsetzen lässt.
Für mich sind "Impfpflicht haben" und "Impfpflicht durchsetzen" zwei verschiedene Dinge. Selbst wenn man sich beim Zweiten schwer tut sollte die Impfpflicht an sich schonmal einen deutlichen Schub zu einer höheren Impfquote bringen.

Was an einer Impflicht gegen Covid für den Einzelnen so wahnsinnig schlimm sein soll, hat sich mir tatsächlich aber noch nie erschlossen.
Weil wir damit quasi automatisch in einer faschistischen polizeistaatlichen Diktatur sind. Oh, sind wir ja schon, merkt nur keiner... ;-)
Gurtpflicht wurde damals auch abgelehnt. (Zitat aus einem Artikel zu dem Thema "Selbst logische Argumente halfen damals nicht weiter, Sympathien für den Gurt (für die eigene Sicherheit) zu wecken.")

Wie schon mehrfach geschrieben: jeder darf gern Lösungsvorschläge nennen. Meiner lautet allgemeine Impfpflicht.
Wer die Impfung ablehnt soll sich halt genau überlegen was er/sie will. Ständig Lockdown? Dezimierung der Bevölkerung + Triage?
Apropos Dezimierung, diejenigen die den Ursprung des Wortes nicht genau kennen sollten ihn mal googlen. Nur damit man versteht wie krass so ein Vorschlag ist. Aber es läuft irgendwie auf sowas raus wenn man die Pandemie grassieren lässt und nichts tut.

Fr.Pelz
21.12.2021, 12:57
Vor allem kann selbst der abgebrühteste Zyniker kaum sagen "ach sollen die doofen Impfgegner doch sterben, mir doch egal" - wenn da eben noch so viel dranhängt wie ICU-Behandlung vorm Tod oder auch das Leid, das in den Familien dadurch erzeugt wird, weitere vulnerable Menschen, die vom Impfgegner vielleicht angesteckt werden bis er daran stirbt.

Ja, die Impfpflicht wird kommen, aber es wird für viele zu spät sein. Erst im Januar wird darüber verhandelt. Bis das dann beschlossen wird, dauert es wieder. Buschmann sagte heute im dlf, er würde sich entscheiden, wenn er die weiteren Vorschläge (ein gestaffeltes Vorgehen zb) angehört hat und darüber nachgedacht hat.... Und bis das also entschieden und in Kraft ist, bis dann die ersten widerwillig zu ihren Ärzten schlurfen und bis sich bei denen dann ein ausreichender Immunschutz ausgebildet hat...

Endoplasmatisches Reticulum
21.12.2021, 12:58
Naja, Dezimierung würde bedeuten, dass wir 8 Millionen zufällige Coronatote in der dt. Bevölkerung bekämen. Derartige Szenarien auf Impfablehner zu projizieren trägt in der gegenwärtigen Situation vielleicht auch nicht unbedingt zu einer Deeskalation der Fronten bei.

Was mich vielmehr ärgert, ist die Handhabung der Gesamtsituation. Die Impfflicht wird letztlich kommen, da bin ich mir sicher. Warum man das aber Monate über Monate in die Länge ziehen muss, während derer man in neuen Lockdowns die Wirtschaft weiter ausbluten lässt, die Bevölkerung zermürbt, im Krankenhaus nachhaltig Pesonal verheizt und letztlich irgendwo auch mit Menschenleben jongliert, bleibt mir ein Rätsel. Ich bin aber natürlich auch kein Jurist. Was ich kulturell als problematisch empfinde, sind moralisierende Schuldzuweisungen. Ja, ich ärger mich auch über Impfgegner. Dennoch: Man kann nicht explizit von einer Impflicht absehen und dann sauer werden, dass nicht vergleichbar viele Menschen sich freiwillig impfen lassen wie wenn es eine Pflicht hierzu gegeben hätte. Wenn man Menschen eine Freiwilligkeit einräumt, dann muss man akzeptieren, wenn sie davon Gebrauch machen - und wenn dieses Szenario von vornherein nicht tragbar ist, dann muss man eben gleich die Pflicht verkünden. Dieses politische Etappenstolpern ist einfach wenig richtungsweisend und damit kaum vertrauenserweckend.

Thomas24
21.12.2021, 13:14
Naja, Dezimierung würde bedeuten, dass wir 8 Millionen zufällige Coronatote in der dt. Bevölkerung bekämen. Derartige Szenarien auf Impfablehner zu projizieren trägt in der gegenwärtigen Situation vielleicht auch nicht unbedingt zu einer Deeskalation der Fronten bei.

Hinzu kommt ja noch das polarisierende Wording. Dieses unsägliche "Wir vernünftigen/solidarischen Geimpften" gegen "die unvernünftigen/radikalisierten usw." Rethorik, die wieder im Diskurs Einzug gehalten hat. Schön begleitet von einem medialen Framing, in dem jeglicher öffentliche Protest sofort als von "radikal/rechts unterwandert" gelabelt wird, während die Omikron Variante quasi der Untergang des Abendlandes darstellt... Man kann sich nur wundern:-?.

Gleichzeitig schotten wir uns aufgrund von UK aufgrund der Verbreitung der Omikron Variante von UK ab.https://www.imperial.ac.uk/news/232698/modelling-suggests-rapid-spread-omicron-england/

Schön, wenn selbst der Moderatorin kurz sprachlos bleibt, bei den Aussagen der englischen Gesundheitsministerin.
https://www.youtube.com/watch?v=QEt8t2XTWYk Ab Minute 5:42. :-((

Und Südafrika bleibt als Ursprungsland der Omicron Variante auf Corona Warnlevel 1 (von 6) :-???
Hm.

Fr.Pelz
21.12.2021, 13:24
Jetzt hat das RKI kurz vor der MPK noch mal einen drauf gelegt "So fordert das Institut zusätzlich:
•die Verlängerung der Weihnachtsferien von Schulen und Kitas
•die Schließung von Restaurants, Bars und Sportstätten im Innenbereich
•die Umstellung des Unterrichts in Universitäten und anderen Hochschulen auf Distanzunterricht"

Ich würde jetzt gern einen emotionalen Ausbruch darüber verfassen, wie sehr mich das mitnimmt, wenn die Schulen nach den Ferien zu bleiben. Nicht nur wegen der Lernrückstände, der sozialen Folgen etc - sondern weil es für mich wirklich der Gipfel der Ausnahmesituation ist - aber das Wüten hilft ja auch keinem weiter.

Matzexc1
21.12.2021, 13:35
Jetzt hat das RKI kurz vor der MPK noch mal einen drauf gelegt "So fordert das Institut zusätzlich:
•die Verlängerung der Weihnachtsferien von Schulen und Kitas
•die Schließung von Restaurants, Bars und Sportstätten im Innenbereich
•die Umstellung des Unterrichts in Universitäten und anderen Hochschulen auf Distanzunterricht"


Na super, 2 Jahre Pandemie und das sind mal wieder die Konzepte. Ich hab zwar keine Kinder kann dich aber sehr gut verstehen, vor allem warum man nicht die Sommerferien genutzt hat...ach halt da mussten ja alle schön in Urlaub fahren.
Wenn wenigstens ein ordentliches E-Learning für Schüler existieren würde, aber da hat man auch geschlafen.

@Thomas:
Haben wir endlich eine Einreisesperre oder spielen wir wieder: "heutzutage kann man seine grenzen nicht mehr schützen"



Die Impfflicht wird letztlich kommen, da bin ich mir sicher. Warum man das aber Monate über Monate in die Länge ziehen muss, während derer man in neuen Lockdowns die Wirtschaft weiter ausbluten lässt, die Bevölkerung zermürbt, im Krankenhaus nachhaltig Pesonal verheizt und letztlich irgendwo auch mit Menschenleben jongliert, bleibt mir ein Rätsel.

Bin ich mir nicht so sicher, die Regierung würde damit das tun was sie vermeiden will: Verantwortung übernehmen.

Christoph_A
21.12.2021, 13:39
Ich warne bereits eindrücklich davor, was ein erneuter Lockdown v.a. psychologisch anrichten wird.
Erstens wird er vielen Leuten, insbesondere den geboosterten egal sein, eine Durchsetzbarkeit ist dann quasi nicht mehr gegeben und 2. würde dies die Impfkampagne massivst beschädigen. Viele Leute ließen sich impfen unter der Prämisse der Wiedererlangung persönlicher Freiheiten, ist dies nun nicht mehr gegeben, bei einer, wie Thomas bereits schön anfügte, höchst zweifelhaft stärker pathogenen Virusvariante, würde das einer notwendigen 4. Impfkampagne im Frühjahr wohl den Garaus machen.

DrSkywalker
21.12.2021, 14:33
Das hier ist ein aktuelles Stimmungsbild der Gesellschaft:

https://www.n-tv.de/politik/Mehrheit-fuer-Impfpflicht-und-Lockdown-article23013221.html

Ich bin grundsätzlich auch für eine Impfpflicht Hund für stark einschränkende Maßnahmen. Für mich wäre allerdings eine Maxime aktuell eine möglichst geringe Beeinträchtigung für Kinder bei gleichzeitigem möglichst hohem Schutz. Tägliche Pooltests an Schulen wäre z.b. ein Anfang.

Christoph_A
21.12.2021, 15:05
Na, wenn ntv das sagt, dann wirds wohl so sein....
Fraglich ist nur, ob sich dann wirklich alle an den lockdown halten werden, wenn er denn kommt, da hätte ich, gerade hier in BY, doch so meine Zweifel, aber wenn alles klar ist, ists ja fein :-party
Persönlich lehne ich einen erneuten lockdown für alle kategorisch ab und fühle mich, als längst Geboosterter auch nicht daran gebunden. Kenne auch in meinem Umfeld praktisch niemanden, der sich noch an einen lockdown oder Ausgangsbeschränkungen halten würde.

Evidence based
21.12.2021, 15:12
Na, wenn ntv das sagt, dann wirds wohl so sein....
Fraglich ist nur, ob sich dann wirklich alle an den lockdown halten werden, wenn er denn kommt, da hätte ich, gerade hier in BY, doch so meine Zweifel, aber wenn alles klar ist, ists ja fein :-party
Persönlich lehne ich einen erneuten lockdown für alle kategorisch ab und fühle mich, als längst Geboosterter auch nicht daran gebunden. Kenne auch in meinem Umfeld praktisch niemanden, der sich noch an einen lockdown oder Ausgangsbeschränkungen halten würde.
Ob man sich letztendlich daran hält oder nicht, hängt dann aber auch in hohem Maße von der Strafe bei Verstoß und der Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ab.

DrSkywalker
21.12.2021, 15:18
Na, wenn ntv das sagt, dann wirds wohl so sein.....

Typische Vorgehensweise des postfaktischen Trumpismus. Seriöse Quellen werden in Frage gestellt wenn es einem gerade nicht in den Kram passt.

Für mich sind auch nach den langen zwei Jahren Wörter wie Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Vernunft in meinem Wortschatz vorhanden und mit Sinn gefüllt.

Was mich wirklich zunehmend frustriert ist die Tatsache, dass ich weiß dass wenn sich jeder verhalten würde wie die vernünftige Hälfte der Bevölkerung wir bei weitem keine Probleme hätten.

Stattdessen wird gejammert und sich in seinem Besserwissertum gesuhlt, auch hier zum Teil zur Schau gestellt. Damit meine ich explizit nicht konstruktive Kritik an politischen Maßnahmen sondern diese nervige, fast schon ekelhaft, Antihaltung.

Christoph_A
21.12.2021, 15:25
Ob man sich letztendlich daran hält oder nicht, hängt dann aber auch in hohem Maße von der Strafe bei Verstoß und der Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ab.

Was würdest Du so als Strafe vorschlagen, daß es wirksam abschreckend ist? Und wie willst Du flächendeckend eine Kontrolle durchführen? Und, v.a. wofür? Daß man als komplett durchgeimpfter und alle Regeln befolgender Bürger kriminalisiert würde? Interessanter Ansatz.

Christoph_A
21.12.2021, 15:29
Typische Vorgehensweise des postfaktischen Trumpismus. Seriöse Quellen werden in Frage gestellt wenn es einem gerade nicht in den Kram passt.

Für mich sind auch nach den langen zwei Jahren Wörter wie Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Vernunft in meinem Wortschatz vorhanden und mit Sinn gefüllt.

Was mich wirklich zunehmend frustriert ist die Tatsache, dass ich weiß dass wenn sich jeder verhalten würde wie die vernünftige Hälfte der Bevölkerung wir bei weitem keine Probleme hätten.

Stattdessen wird gejammert und sich in seinem Besserwissertum gesuhlt, auch hier zum Teil zur Schau gestellt. Damit meine ich explizit nicht konstruktive Kritik an politischen Maßnahmen sondern diese nervige, fast schon ekelhaft, Antihaltung.

Appelierst Du auch an die Solidarität der Ungeimpften? Oder suhlst nicht Du Dich gerade in dem von Dir so schön postulierten Besserwissertum?
Und was ist jetzt genau die vernünftige Hälfte der Bevölkerung? Die, die 3 fach geimpft sind und sich an AHA und alle Tests halten, aber dennoch die Nase voll haben von Kollektivmaßnahmen, die ein durchrauschen von Omega eh nicht werden verhindern können, wenn es nur halb so kontagiös ist, wie es jetzt erscheint? Klingt irgendwie jetzt nicht so ganz unvernünftig und unsolidarisch, oder?