Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
WackenDoc
29.09.2020, 14:58
Hat von euch jemals jemand was von Problemen mit Masken (vor allem "OP"-Masken) in Verbindung mit Latexallergie gehört?
Feuerblick
29.09.2020, 15:00
Nö. Wo soll da Latex verbaut sein? Die OP-Dinger sind doch in der Regel zum Selberbinden und nicht mit Ohrgummi...
WackenDoc
29.09.2020, 15:20
Schon die mit Ohrgummi. aber auch da frag ich mich, wo da Latex sein soll.
Kackbratze
29.09.2020, 16:07
Gefühltes Latex. Oder die haben die falsche Maske gekauft.
Wenn die Schlange mit dem Würgen anfängt kann er nicht mehr atmen - also null Luftaustausch. Dann würde es vermutlich wieder als "Maske" zählen...
Matzexc1
29.09.2020, 20:04
Wenn die Schlange mit dem Würgen anfängt kann er nicht mehr atmen - also null Luftaustausch. Dann würde es vermutlich wieder als "Maske" zählen...
Unter der Rubrik Nebenwirkungen:
"Gelegentlich kann es zur Luftnot durch Muskelkontraktionen kommen, in diesem Fall empfehlen wir ihnen ein Messer oder Schnaps zu verwenden. Eine neue Maske können sie im nächsten Zoofachgeschäft erhalten, wir machen darauf aufmerksam das kein Geld zurückerstattet oder die Heilungs-Beerdigungskosten übernommen werden"
Wieso Schnaps?
Vermutlich braucht man von dem aber seehr viel um sich so ein Ding überhaupt um den Hals zu legen...da wird einem ja schon schlecht wenn man das Bild nur ansieht.
GelbeKlamotten
01.10.2020, 19:45
Die Fallsterblichkeit von Covid 19 bleibt übrigens weiter unter 0,1%, damit weniger als halb so hoch wie bei Influenza. Derweil überlegt man, welche weiteren Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen man beschließen will.
Offenbar haben wir Influenza Jahrzehnte lang unterschätzt und hätten schon lange jährliche Lockdowns und Kontaktverbote gebraucht.
WackenDoc
01.10.2020, 20:01
Ach, geht das dumme Getrolle mit "Corona ist so harmlos" wieder los?
Kommt es in Bezug auf diese Frage nicht eher darauf an um welche COVID-Variante es geht?
Oft hat man den Eindruck dass die tatsächliche Faktenlage so komplex ist dass es fast unmöglich scheint da durchzublicken und ein objektives Bild von der Sache zu erhalten. Vermutlich wurde noch nie so viel mit Statistiken und Zahlen herummanipuliert wie zur Zeit und in Bezug auf dieses Thema.
FirebirdUSA
02.10.2020, 05:31
Ach, geht das dumme Getrolle mit "Corona ist so harmlos" wieder los?
Die Todesrate ist ja zumindest in D eher ein Fakt, nur leider ist es eben was Impfstoff und saisonale Beschränkung angeht keine Influenza. Deswegen hinkt der Vergleich aus meiner Sicht.
Ich finds irgendwie sehr bedenklich, wie wenig Plan herrscht, was bei Atemwegsinfekten zu tun ist. Jedem Patienten einfach so ne PCR zu machen, ist irgendwie Kanonen auf Spatzen. Genauso ist teilweise die Teststrategie so komisch. Leute sollen sich bzw lassen sich einen Tag nach potentiellem Kontakt testen, weil das zB der Arbeitgeber fordert. Und andererseits bietet das Gesundheitsamt nach sicherem direkten Kontakt den Test teils erst nach 10 Tagen an. Das finde ich sowohl aus fachlicher als auch persönlicher Sicht sehr unbefriedigend.
Irgendwie scheint das blinder Aktionismus zu sein, was ich bei dem schon längeren Verlauf der Lage nicht nachvollziehen kann. Wenn ich Kontakte eh einfach 2 Wochen in Quarantäne setze, brauchen die eigentlich keinen Test, außer vielleicht sie kriegen Symptome.
Evidence based
02.10.2020, 05:47
Die Fallsterblichkeit von Covid 19 bleibt übrigens weiter unter 0,1%, damit weniger als halb so hoch wie bei Influenza. Derweil überlegt man, welche weiteren Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen man beschließen will.
Offenbar haben wir Influenza Jahrzehnte lang unterschätzt und hätten schon lange jährliche Lockdowns und Kontaktverbote gebraucht.
Ich glaube nicht, dass wir nochmal drastische Verschärfungen erleben werden. Das geben die Zahlen nicht her. Die Politiker sagen das mehr oder weniger auch alle durch die Bank weg. Ich habe mehr den Eindruck, dass die Medien sich noch an ihre große Sensation klammern.
Was bislang kaum beachtet wird, ist die eventuell folgende Morbidität nach durchgemachter Infektion. Das wären noch spannende Zahlen - wenn 10-20 % nach Monaten noch Folgeerscheinungen zeigen, dann gilt quch weiterhin die Infektionen möglichst zu vermeiden. Dazu hätte ich gerne valide Daten. Mortalität ist nicht alles.
Feuerblick
02.10.2020, 05:57
Ich finds irgendwie sehr bedenklich, wie wenig Plan herrscht, was bei Atemwegsinfekten zu tun ist. Jedem Patienten einfach so ne PCR zu machen, ist irgendwie Kanonen auf Spatzen. Genauso ist teilweise die Teststrategie so komisch. Leute sollen sich bzw lassen sich einen Tag nach potentiellem Kontakt testen, weil das zB der Arbeitgeber fordert. Und andererseits bietet das Gesundheitsamt nach sicherem direkten Kontakt den Test teils erst nach 10 Tagen an. Das finde ich sowohl aus fachlicher als auch persönlicher Sicht sehr unbefriedigend.
Irgendwie scheint das blinder Aktionismus zu sein, was ich bei dem schon längeren Verlauf der Lage nicht nachvollziehen kann. Wenn ich Kontakte eh einfach 2 Wochen in Quarantäne setze, brauchen die eigentlich keinen Test, außer vielleicht sie kriegen Symptome.
Doch... wegen der Kontaktpersonen brauchst du den Test.
Einen Tag nach Kontakt wird er aber wahrscheinlich sowieso negativ sein, fünf Tage nach Kontakt eher positiv.
Mich ärgert, dass die Gesundheitsämter oft komplett vorbei an jeglichen Empfehlungen ihr eigenes Süppchen kochen. Und dass irgendwie niemand weiß, wie es gerade läuft und wo man sich melden muss.
Die Fallsterblichkeit von Covid 19 bleibt übrigens weiter unter 0,1%, damit weniger als halb so hoch wie bei Influenza. Derweil überlegt man, welche weiteren Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen man beschließen will.
Offenbar haben wir Influenza Jahrzehnte lang unterschätzt und hätten schon lange jährliche Lockdowns und Kontaktverbote gebraucht.
Diese Aussage ist in dieser Form schlicht und ergreifend falsch, aus folgendem Grund:
Und bei der Influenza-Infektionssterblichkeit, da kursieren ganz unterschiedliche Nennungen. Das basiert darauf, dass Experten in den Medien weltweit immer diesen Vergleich mit der Influenza angestellt haben, schon ganz am Anfang. Da gab es immer die Leute, die gesagt haben: „Das ist alles so harmlos wie eine Grippe.“ Und seit dieser Zeit kursieren in der Öffentlichkeit jeweils so anekdotische Zahlen. Die beziehen sich aber manchmal nur auf ein Land und manchmal nur auf ein Jahr. Und die werden dann einfach übertragen und aufgeschnappt und weiter-geredet. Aber wenn man das mal ganz klar anschaut nach einer richtigen Datenauswertung für die USA, die haben ein sehr gutes Meldesystem, kann man sagen: Die Influenza hat über einen mehrjährigen Zeitraum eine Infektionssterblichkeit von 0,05 Prozent in den USA. Bei uns ist das übrigens etwas weniger. Und gleichzeitig nach dieser jetzt richtig gut gemachten Metaanalyse hat Covid-19, also die SARS-2-Infektion, eine Infektionssterblichkeit von 0,8 Prozent. Das ist 16-mal so viel wie die Influenza. Für jeden Influenza-Toten gibt es 16 Covid-19-Tote in den USA.
Anscheinend hängt das aber extrem stark von der Alterskohorte ab:
in der Altersgruppe zwischen 35 und 44, da liegen wir ungefähr so wie bei der Influenza. Also das ist so, wie wenn ein mittelalter Erwachsener eine Grippekriegt, eine echte Virusgrippe. Da liegt man auch häufig schon im Bett, aber einige haben auch nur ganz leichte Verläufe. Zwischen 45 und 54 ist es 0,2 Prozent Infektionssterblichkeit. Zwischen 55 und 64, also die letzten zehn Berufsjahre, die man so hat, ist das 0,7 Prozent. Das ist also je nach Vergleichssituation, ich würde jetzt mal sagen zehnmal so viel wie die Grippe. Oder sogar noch mehr. In anderen Ländern würde man auch sagen 15-mal so viel wie die Grippe.
Und weiter:
In der Altersgruppe von 65 bis 74, wo man gerade in Rente ist und das Leben noch mal richtig genießen kann, ist die Infektionssterblichkeit 2,2 Prozent, das ist 30-mal so viel wie bei der Influenza. Also in dieser Altersgruppe haben wir auf einen Grippetoten 30 Covid-19-Tote. Und die Zahlen, die dann höher sind, in den höheren Alters-gruppen, sind furchtbar. Bei über 75 bis 84 Jahren 7,3 Prozent und über 85 Jahren fast jeder Dritte. Das ist so viel wie die Pocken im Mittelalter oder einige Ebola-Ausbrüche in Afrika, die sich auch in diesen Bereichen bewegen.
Die Studie, auf die sich Drosten bezieht, ist diese:
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.23.20160895v5.full.pdf
Doch... wegen der Kontaktpersonen brauchst du den Test.
Einen Tag nach Kontakt wird er aber wahrscheinlich sowieso negativ sein, fünf Tage nach Kontakt eher positiv.
Mich ärgert, dass die Gesundheitsämter oft komplett vorbei an jeglichen Empfehlungen ihr eigenes Süppchen kochen. Und dass irgendwie niemand weiß, wie es gerade läuft und wo man sich melden muss.
Ja, das ist es ja zu einem Großteil, keine Richtlinien. Naja, wenn jemand aber 5 Tage nach Kontakt PCR+ ist, ist er das auch noch 11 Tage nach Kontakt? Ich meine, klar ist es sinnvoll, für KP 2. Grades zu testen, aber so? Wieso geht saß nicht vorher?
Feuerblick
02.10.2020, 06:14
Es gibt ein Zeitfenster (müsste ich nachschlagen jetzt), in dem der Test wahrscheinlich auch die Infektion nachweist. Zu früh bleibt er negativ, zu spät auch. Hat nicht nur Drosten schon oft genug gesagt - auch die anderen Infektiologen sind da mal einer Meinung. Weshalb ich diesen „Wir testen am Flughafen“-Aktionismus nicht verstanden habe. Denn wenns blöd läuft, haben sich die Heimkehrer im Flugzeug infiziert, bekommen ein negatives Ergebnis und gehen trotz eigentlich vorhandener Infektion drei Tage später fröhlich arbeiten. :-nix
https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-und-melania-trump-positiv-auf-corona-getestet-a-20559f6a-6e51-4492-94ca-74be0ea882e4?fbclid=IwAR2dSbmtNZ0-mJjPIDEwhs7b1qhCuxSZw0Dl0Bk0OERHdD1xGeUNw-2jwhg
"US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er auf Twitter mit."
Diese Aussage ist in dieser Form schlicht und ergreifend falsch, aus folgendem Grund ...
Verstehe ich das richtig, dass da jetzt die altersstratifizierte Mortalitätsrate von COVID mit der durchschnittlichen Gesamtmortalitätsrate der Influenza verglichen wurde?
Melina93
02.10.2020, 08:18
Ich bin da bei Evil- das Hauptproblem aktuell dürfte auch sein, dass man die Folgeschäden einer durchgemachten Infektion schlicht nicht ausreichend abschätzen kann.
Trotzdem sollte man den medialen Einfluss auch nicht ganz außer Acht lassen. 2018 sind durch die insuffiziente Impfung auch 10.000de an der Influenza gestorben und außerhalb der Kliniken hat man das vielleicht noch mitbekommen wenn man durch die Apotheken Umschau geblättert hat.
Ich finde es gefährlich, dass medial so auf sie Impfung gewartet wird. An sich logisch, aber in meinen Augen sollte der Fokus auf langfristigen Kompromissen und Lösungen liegen und wenn dann eine effektive Impfung kommt ist es schön. Aber man sollte auch ohne eine Impfung nächstes Jahr halbwegs als Gesellschaft handlungsfähig bleiben.
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