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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread



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tarumo
17.03.2020, 11:04
GB hat sich für die Wirtschaft und gegen die Alten entschieden. Ich habe von denen auch nichts anderes erwartet.

Sieht die Situation in Deutschland denn grundlegend anders aus? Einfach mal nachzählen, wie oft bei Söder und Merkel das Wort "Wirtschaft" vorkam. Und ohne effektive Ausgangssperren werden die Alten auch nicht geschützt, auch wenn man natürlich anders "barmt"....

Christoph_A
17.03.2020, 11:11
Naja, der Ansatz der Briten war schon fundamental anders, solltest sogar Du mit Deinem pathologischen Merkel- und Regierungshaß anerkennen können.

tarumo
17.03.2020, 11:27
Naja, der Ansatz der Briten war schon fundamental anders, solltest sogar Du mit Deinem pathologischen Merkel- und Regierungshaß anerkennen können.

Der deutsche Ansatz war, erst mal alles weiterlaufen zu lassen (Karneval, Fabriken) , kleinzureden (Jens Spahn Ende Januar "bestens vorbereitet" "aufmerksame Gelassenheit"), die Ausrüstung tonnenweise zu verschenken (letztes Flugzeug mit 9t. Masken am 18.2 nach China https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/maas-hilfsgueter-coronavirus/2307756) und jetzt haben wir keine drei Wochen eine zweistellige Anzahl verstorbender Älterer. Und eine veritable Gesundheitskrise.

Den britischen Ansatz muß man ja trotzdem nicht gut finden. Aber man darf auch den spanischen oder österreichischen Ansatz mit Ausgangssperren gut finden, oder den japanischen, ohne lockdown aber mit entschlossenen Schulschließungen und strikten Hygienemaßnahmen, erfolgreich trotz der Grenznähe zu China. Bitte die japanischen Statistiken anschauen.
Wenn (in meinen Augen berechtigte) Regierungskritik gleich zu "Hass" umgemünzt wird, dann verlassen wir den Boden einer sachlichen Diskussion. Und bei einer Regierungszeit von 16 Jahren ist es ganz normal, daß immer die gleiche Person kritisiert wird.

Ich stelle auch ganz zwanglos fest, daß ohne mit der Wimper zu zucken von der Bundesregierung gestern Maßnahmen verkündet wurden, die die hier anwesenden Staatsrechtler noch vor zwei Wochen mangels Kompetenz und föderalistischer Regelungen schlicht in Abrede gestellt haben (Ladenöffnungszeiten sind auch Landessache).

Ob der deutsche Ansatz der bessere war, oder ob jeder Tag zögern ein paar hundert weitere Tote bringt, werden wir noch mitbekommen.

EDIT: RKI hat im übrigen gerade die Gefährdungsstufe von "Mittel" auf "Hoch" erhöht

Feuerblick
17.03.2020, 11:59
Gerade? Das ist schon Stunden her..... incl. Pressekonferenz. Und ja, wenn man dich so liest, möchte man von Regierungshass in pathologischer Form reden Denn was anderes als Kritisieren tust du nicht. In keinem Posting.

tarumo
17.03.2020, 12:26
Gerade? Das ist schon Stunden her..... incl. Pressekonferenz. Und ja, wenn man dich so liest, möchte man von Regierungshass in pathologischer Form reden Denn was anderes als Kritisieren tust du nicht. In keinem Posting.

Sorry, ich war noch ein paar Hamsterkäufe machen. Ja, ich kritisiere. Umgekehrt, heißt das, daß Du das Kleinreden und Verschenkung eines Großteils der letzten Masken an China gut findest? Und die nächste Reaktion, nämlich die Beschlagnahmung einer ähnlichen Ladung, die für die Schweiz bestimmt, und bezahlt war, auch? Nicht kritisieren heißt billigen. Zumindest, solange Kritik nicht verboten ist...

Für die Lösung der Coronaprobleme bin ich nur in meinem Umfeld zuständig. Ansonsten ist das der Sache der Politiker, die hierfür gewählt wurden. Den meisten Leuten, Dir eingeschlossen, scheint es ja zu gefallen. Und wenn Dir was nicht an der Strategie gefällt, warum äußerst Du es nicht?

Okulomot
17.03.2020, 12:34
Hallo ich bin Facharzt und neu hier (eigentlich war ich schon vor >10 Jahren mal hier im Forum aktiv als Student).
Ich habe gerade von 2 verschiedenen Quellen beunruhigende Neuigkeiten gehört. Demnach soll es sowohl in Zürich als auch im Elsass mehrere Fälle von jungen Gesunden (in den 30 - 40 Jahre alt) geben, welche intubiert werden mussten und zum Teil auch schon gestorben sind. In beiden Fällen handelt es sich um sehr seriöse Quellen, einerseits um ein Arzt dessen Tochter auf dem NF arbeitet, andererseits um eine Pflegefachfrau auf einer NF-Station.
Es handelt sich also jeweils um Information nur aus 2. Hand. Gibt es jemand hier im Forum, welche aus erster Hand davon berichten können?

Gesocks
17.03.2020, 12:36
[...] Ich stelle auch ganz zwanglos fest, daß ohne mit der Wimper zu zucken von der Bundesregierung gestern Maßnahmen verkündet wurden, die die hier anwesenden Staatsrechtler noch vor zwei Wochen mangels Kompetenz und föderalistischer Regelungen schlicht in Abrede gestellt haben (Ladenöffnungszeiten sind auch Landessache). [...]Stimmt ja auch weiterhin, mangels Kompetenz sind es nach wie vor Einigungen mit den Ländern, Vorschläge an die Länder und Umsetzung durch die Länder.
Kurzfristig werden einzelne Zuständigkeiten vielleicht/wahrscheinlich durch irgendwelche Notstandregelungen übertragen. Solang aktuell sowieso alle an einem Strang ziehen, es weder Zuständigkeitsprobleme noch Flickenteppich gibt, scheint mir dieser Aspekt - ob Länderkompetenzen kurzfristig übertragen würden - völlig irrelevant.

tarumo
17.03.2020, 12:51
Hallo ich bin Facharzt und neu hier (eigentlich war ich schon vor >10 Jahren mal hier im Forum aktiv als Student).
Ich habe gerade von 2 verschiedenen Quellen beunruhigende Neuigkeiten gehört. Demnach soll es sowohl in Zürich als auch im Elsass mehrere Fälle von jungen Gesunden (in den 30 - 40 Jahre alt) geben, welche intubiert werden mussten und zum Teil auch schon gestorben sind. In beiden Fällen handelt es sich um sehr seriöse Quellen, einerseits um ein Arzt dessen Tochter auf dem NF arbeitet, andererseits um eine Pflegefachfrau auf einer NF-Station.
Es handelt sich also jeweils um Information nur aus 2. Hand. Gibt es jemand hier im Forum, welche aus erster Hand davon berichten können?

Eine Altersaufschlüsselung der verstorbenen Patienten findet sich nach Ländern sortiert im Internet (verschiedene Seiten). Demzufolge müßten die beiden Fälle im Tagesvergleich dort auftauchen.


Interessanterweise


Die Mehrheit der bestätigten Coronavirus-Fälle in der Schweiz betrifft Personen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Amt hat für die Statistik die ersten 210 bestätigten Infizierungen unter die Lupe genommen. Aufgrund dieses Befunds sind erst wenige Personen in der Risikogruppe der über 75-Jährigen betroffen.

Feuerblick
17.03.2020, 13:10
Sorry, ich war noch ein paar Hamsterkäufe machen. Ja, ich kritisiere. Umgekehrt, heißt das, daß Du das Kleinreden und Verschenkung eines Großteils der letzten Masken an China gut findest? Und die nächste Reaktion, nämlich die Beschlagnahmung einer ähnlichen Ladung, die für die Schweiz bestimmt, und bezahlt war, auch? Nicht kritisieren heißt billigen. Zumindest, solange Kritik nicht verboten ist...

Für die Lösung der Coronaprobleme bin ich nur in meinem Umfeld zuständig. Ansonsten ist das der Sache der Politiker, die hierfür gewählt wurden. Den meisten Leuten, Dir eingeschlossen, scheint es ja zu gefallen. Und wenn Dir was nicht an der Strategie gefällt, warum äußerst Du es nicht?Weil ständiges Äußern von Kritik 24/7 in absolut monothematischen Postings in einem Medizinerforum einfach niemanden weiterbringt. NIEMANDEN!

pineapple
17.03.2020, 13:13
Ich finde tarumos Kritik angebracht und bin auch der Meinung, sämtliche Maßnahmen hätten schon vor >8 Tagen durchgeführt werden müssen. Ich gehe auch soweit zu sagen, dass es Einschränkungen vor allem nur deshalb gibt, weil ein essentieller Teil der Wähler sterben wird. Aber auch das hat die Regierung scheinbar nur halbwegs verstanden, sonst hätte man es konsequenter wie andere Länder durchgezogen.

geisterhome
17.03.2020, 13:13
Ibu soll jetzt doch nicht gut sein, also keine Fakenews mehr. In Frankreich gabs übrigens seit dem 15.01 verkaufsbeschränkungen
für das Medikament.

Gesocks
17.03.2020, 13:21
[...] Ich gehe auch soweit zu sagen, dass es Einschränkungen vor allem nur deshalb gibt, weil ein essentieller Teil der Wähler sterben wird. [...]
Reverse genocide oder was? Sowas gilt es unbedingt mit mehr als den zufälligen und erwartbaren Risikofaktoren eines schweren Erkrankungsverlaufs zu belegen (Spoiler: Versuch's erst gar nicht), sonst ist es einfach nur eine unterirdisch billige, ekelhafte Verschwörungstheorie.

Christoph_A
17.03.2020, 13:26
Reverse genocide oder was? Sowas gilt es unbedingt mit mehr als den zufälligen und erwartbaren Risikofaktoren eines schweren Erkrankungsverlaufs zu belegen (Spoiler: Versuch's erst gar nicht), sonst ist es einfach nur eine unterirdisch billige, ekelhafte Verschwörungstheorie.

Ich bin wahrlich nicht immer einer Meinung mit Dir, aber dem ist nichts hinzuzufügen. Ekelhaft ist bzgl. der Äußerung von pineapple allerdings noch zu milde ausgedrückt.

Christoph_A
17.03.2020, 13:33
Ibu soll jetzt doch nicht gut sein, also keine Fakenews mehr. In Frankreich gabs übrigens seit dem 15.01 verkaufsbeschränkungen
für das Medikament.

Die von der WHO zitierte Quelle fußt allerdings auf einem sehr dünnen Eis, da ausgeprochen geringem Patientenkollektiv, zusätzlich schließt der Artikel im Lancet, auf den sich die Warnung ja bezieht auch sehr ausgeprägte Covidverläufe mit ARDS und DIC ein, wo eine dtl. erhöhte Blutungsneigung ja per se schon aufgrund der reduzierten Koagulobilität gegeben ist. Meineserachtens eigtl. medizinisch nicht seriös, hier eine Warnung zu äußern, auch, wenn man das so schwammig wie die WHO in diesem Fall macht.

GelbeKlamotten
17.03.2020, 13:38
Die von der WHO zitierte Quelle fußt allerdings auf einem sehr dünnen Eis, da ausgeprochen geringem Patientenkollektiv, zusätzlich schließt der Artikel im Lancet, auf den sich die Warnung ja bezieht auch sehr ausgeprägte Covidverläufe mit ARDS und DIC ein, wo eine dtl. erhöhte Blutungsneigung ja per se schon aufgrund der reduzierten Koagulobilität gegeben ist. Meineserachtens eigtl. medizinisch nicht seriös, hier eine Warnung zu äußern, auch, wenn man das so schwammig wie die WHO in diesem Fall macht.

Da stimme ich dir zu. Generell scheint mir gerade Lancet derzeit so gut wie alles zu publizieren, was mit corona zu tun hat und dadurch gut für den Impact Factor ist.
Auch diese Spekulationen über ACE Hemmer halte ich für daneben. Solche schlüsse rein aus theoretischen Pathomechanismen oder sehr kleinen einzelstudien abzuleiten hat in der Medizin noch nie funktioniert und sowas hat in hochrangigen peer reviewten journals nichts zu suchen.

Atya
17.03.2020, 13:41
Der Arzt, mit dem angeblich feak News kenne ich nicht, ob er Pat angefasst hat oder nicht weiß man nicht. Die Virologen in der Uni fassen ja auch keine Pat an.

Das war eine Meinung und wir leben hoffe ich doch in einer Meinungsfreie Stadt.

Ich habe gehofft auf mehr als nur --> Lösch die Links, feak, und ähnliche Kommentare. Ich wundere mich auch nicht, wenn uns jemand nennt SCHULMEDIZINER

Die Wirtschaftskrise, die gerade wegen der Virus herrscht wird große Schaden anrichten und das ist viel relevanter als ein Atemwegvirus, der erstmal nicht in EU sonderen in einem asiatischen Land aufgetreten ist.

Ich bin gespannt was auf uns noch zukommen wird.

Feuerblick
17.03.2020, 13:45
Da stimme ich dir zu. Generell scheint mir gerade Lancet derzeit so gut wie alles zu publizieren, was mit corona zu tun hat und dadurch gut für den Impact Factor ist.
Auch diese Spekulationen über ACE Hemmer halte ich für daneben. Solche schlüsse rein aus theoretischen Pathomechanismen oder sehr kleinen einzelstudien abzuleiten hat in der Medizin noch nie funktioniert und sowas hat in hochrangigen peer reviewten journals nichts zu suchen.Ich beobachte auch schon die ganze Zeit, was Lancet so an „Studien“ raushaut. Angesichts der Tatsache, dass Corona nun noch nicht wirklich lange bekannt ist, erscheint mir die Menge der Publikationen doch irgendwie... seltsam :-nix
Ja, vielleicht ist was dran. Aber das dürfte man zum aktuellen Zeitpunkt schlichtweg nicht sicher wissen. Insofern sollten Hypothesen klar und deutlich als solche gekennzeichnet werden - damit auch die Nicht-Fachöffentlichkeit da nicht schnurstracks eine bewiesene Tatsache draus macht.

@Atya: Es ist wie bei jeder Doktorarbeit auch: Verbreite nur Dinge, bei denen du eine VALIDE Quelle hast. Kannst du nicht nachverfolgen, woher die Infos kommen oder wer sie verbreitet, dann teile sie nicht!

arwen_
17.03.2020, 13:49
Hallo!

So sehr ich vieles auch kritisch sehe (wieso werden Flüge aus dem Iran nicht kontrolliert/ forcierte Quarantäne? Wie sieht es mit der Schutzausrüstung aus? etc) muss ich angesichts der Hintergrundinformationen, die Drosten in seinem Podcast gibt sagen dass ich zwar insgesamt besorgt bin, aber nicht panisch. Man könnte fast meinen dass der Podcast sobald absehbar war dass es zumindest eine Epidemie gibt (wahrscheinlich als klar war dass Patient "0" in Nordrhein-Westfalen nicht bekannt war und nicht recherchiert werden konnte und im Rahmen der Grippe-Surveillance Zufallsdiagnosen von Sars-CoV2 gestellt wurden), PR-mäßig geplant war. Der aufmerksame/ interessierte Teil der Bevölkerung fungierte als Multiplikator, so dass das Thema nicht mehr belächelt wurde und weitere Aufmerksamkeit folgte. Ich glaube dass da auch schon im Hintergrund zunehmend klar wurde dass die aktuell beschlossenen Maßnahmen nötig sind, man die Bevölkerung mitziehen muss und dass das nur über Information und Aufklärung geht. Manche Reaktionen/ menschlichen Abgründe (crazy Hamsterkäufe und die verabscheuenswürdigen Diebstähle von Schutzkleidung und Desinfektionsmittel) waren so denke ich nicht vorhersehbar. Sinnvoll wäre da in meinen Augen gewesen, mal früher auf die Notfallvorsorge-Liste hinzuweisen, in der immerhin 3,5 kg Getreide/Kartoffeln/Nudeln pro Person empfohlen werden (das wäre in meinem pastaphilen Haushalt selbst wenn man den Mini rausrechnet 14 Packungen, die ich natürlich nicht vorrätig habe).

Dass das Tempo jetzt etwas erhöht wird sehe ich als positiv an, denke aber weiterhin dass jdrastische Maßnahmen von einem auf den anderen Tag von der Allgemeinheit nicht getragen werden würden und es zu unnötiger Panik käme. So aber werden weiter viele "Influencer" aus der Bevölkerung, die checken dass das jetzt alles sein muss (und zwar für länger!), den sozialen Druck erhöhen, Familie und Freunde informieren und weitere Maßnahmen werden eingefordert werden.

Was man wirklich hier in D berücksichtigen muss ist dass die Dunkelziffer niedriger scheint als in anderen Länder (außer wir hätten auch eine hohe Dunkelziffer an COVID19-Todesfällen): insgesamt scheint das Verhältnis Erkrankte/ Tote eher der "echten" Fallsterblichkeitsrate zu entsprechen (worauf ja auch Drosten hinweist), wohingegen viele andere Länder mit weitestgehend vergleichbarer intensivmedizinischer Versorgung ganz andere Zahlen haben. Das heißt aber auch dass wir trotz der hohen Fallzahlen (glaube/ hoffe ich) mit den regulierenden Maßnahmen früher dran sind als viele anderen in Europa. Österreich ist zugegebenermaßen nochmal flotter (das geht aber glaub ich in einem kleineren Land auch besser).

Was ich schade an der Risikokommunikation finde ist, dass in meinen Augen viel zu wenig gesagt wird wie viele Menschen denn schon in Kliniken/ auf Intensivstationen (beatmet/ nicht beatmet) liegen mit COVID19 und welche Altersstruktur es da gibt. So hört man (zB wie ich als hausärztlich tätige Internistin) nur von den Todesfällen bei multimorbiden älteren Patienten. Es fällt mir dadurch schwer, auch Jüngere für die Gefahr nicht nur für andere, als auch für sich selbst zu sensibilisieren. Auch ohne Beatmung ist ja ein längerer Intensivaufenthalt oder auch Krankenhausaufenthalt generell mit längerer Bettlägrigkeit etc verbunden und nicht wünschenswert weil eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität auftritt.

Auch würde mich interessieren, wie viele Tests denn überhaupt aktuell erfolgen (das würde ja Rückschlüsse erlauben, wie sinnvoll die Test-Ressourcen eingesetzt werden).

Ich bin erstaunt wie viele gerade Ältere das mal so garnicht interessiert (für die man ja das ganze macht) und mir gegenüber eher sagen: "wenn ich jetzt zu Hause bleibe, werde ich ja depressiv" - ich kläre sie dann auf dass dann Ärzte und Pflege vor eine schwierigen Entscheidung stehen wenn zB der jüngere Patient mit akutem Schädel-Hirn-Trauma kommt und sie dann evtl keine Intensivmedizin mehr bekommen können. Diese Patienten sagen dann nonchalant "ja, ich will doch eh keine Beatmung". Im akuten Fall wenn die Luft dann aber knapp wird rufen sie den Notarzt und wir wissen alle was dann weiter passiert. Für diesen Fall hat natürlich keiner der Patienten seine Patientenverfügung spezifiziert...

Viele Grüße!

arwen_
17.03.2020, 13:55
Dass das Tempo jetzt etwas erhöht wird sehe ich als positiv an, denke aber weiterhin dass jdrastische Maßnahmen von einem auf den anderen Tag von der Allgemeinheit nicht getragen werden würden und es zu unnötiger Panik käme. So aber werden weiter viele "Influencer" aus der Bevölkerung, die checken dass das jetzt alles sein muss (und zwar für länger!), den sozialen Druck erhöhen, Familie und Freunde informieren und weitere Maßnahmen werden eingefordert werden.
Viele Grüße!
Zum Thema "sozialer Druck" grad zugeschickt bekommen: 32358

arwen_
17.03.2020, 13:57
Zu ACE-Hemmern: Es gibt diese Zusammenfassung/ Einschätzung dazu mit Erklärung (patho)physiologischer Hintergründe:
https://www.youtube.com/watch?v=1vZDVbqRhyM