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FirebirdUSA
24.08.2020, 19:46
Unsere Kinderklinik hat mal gemeint, dass die Kinder dort alle vor allem GI Probleme hatten.

GelbeKlamotten
24.08.2020, 19:51
Erkältungsvirus passt eh nicht, eher Multiorgan betreffend. Unsere COVID haben neurologische und GI- Probleme... ich geb zu, es sind „nur“ 2 Patienten, aber gerade die untypischen Verläufe erschrecken mich

Auch andere Erkältungsviren können bei Immunsupprimierten verschiedene Organe befallen.

Kackbratze
24.08.2020, 20:53
Die neue Reiseregelung macht Reisen in den Herbstferien technisch unmöglich.
Wie soll man Quarantäne einhalten, wenn diese automatisch als Fehltage in der Schule gerechnet werden?
Da kann man mit Kindern nicht mehr wegfahren, da eine plötzliche Statusänderung des Landes automatisch mit unlösbaren Problemen einhergeht.

Feuerblick
24.08.2020, 20:56
Dann wäre es vielleicht in vielerlei Hinsicht einfach klüger, NICHT zu verreisen. :-nix

Thomas24
24.08.2020, 20:58
Aktuell schaut es tatsächlich so aus, daß die Verläufe im Durchschnitt weniger schwer sind bei trotz allem steigenden Fallzahlen. Aber ist das jetzt schon die Abschwächung von SARS-CoV-19 zum harmlosen Erkältungsvirus hin? Das Risiko würde ich noch nicht eingehen wollen.

Genaugenommen ist der Anteil der positiv Getesteten an der Gesamtzahl der Getesteten ansteigend, was ja das Argument widerlegt, daß die höheren Zahlen nur durch das vermehrte Testen kommen.

Und die Frage nach der Abwägung zwischen Wirtschaft und Gesundheit wird hier ganz gut erörtert, nämlich daß sie sich gar nicht in dem Sinne stellt:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-wirtschaft-lockdown-1.5006067

Dein Link ist leider hinter der Süddeutsche Paywall verschwunden :-?

Aber mal eine Zahl, um den globalen wirtschaftlichen Impact von Covid 19 (und den fast noch größeren Impact der staatlichen Reaktionen auf die Pandemie) abzuschätzen: 85 Nationen haben mittlerweile Notfallkreditlinien beim internationalen Währungsfond beantragt.

https://www.imf.org/en/News/Articles/2020/04/07/sp040920-SMs2020-Curtain-Raiser

Das sind in der Mehrzahl keine wohlhabenden Industrienationen mit mehr oder weniger gut ausgebautem Sozialsystem, die ihre Bürger im Notfall auch für eine gewisse Zeit über Transferleistungen ernähren könnten. Weitere Lockdowns in Deutschland und Europa bedeuten allenfalls steigende Arbeitslosigkeit, Insolvenzwelle und als Konsequenz (bei schwacher Eigenkapitaldecke) ein wackelndes Bankensystem mit Rückkoppelungseffekt auf die Kreditvergabe und daran hängende Bereiche der Wirtschaft (z.B. Immobilien, vor allem Gewerbeimmobilien), daraus folgen sehr unangenehme politischen und sozialen Konsequenzen für einen Großteil der Bevölkerung.
Aber in den ärmeren Ländern der Welt bedeutet eine Fortsetzung des Lockdowns konsequent zu Ende gedacht: Hunger und Aufstände und wachsende politische Instabilität.

Fortsetzung der Lockdown Politik? Seh ich derzeit nicht, wie das gehen sollte- die ersten Regierungen kippen auch schon.

GelbeKlamotten
24.08.2020, 21:00
Die neue Reiseregelung macht Reisen in den Herbstferien technisch unmöglich.
Wie soll man Quarantäne einhalten, wenn diese automatisch als Fehltage in der Schule gerechnet werden?
Da kann man mit Kindern nicht mehr wegfahren, da eine plötzliche Statusänderung des Landes automatisch mit unlösbaren Problemen einhergeht.

Und was soll dann passieren, wenn dein Kind wegen Quarantäne Fehltage in der Schule hat? Schreibste halt ne Entschuldigung. „Die kleine Kackbratze kann leider von x bis y nicht in die Schule kommen, weil sie in gesetzlich vorgeschriebener Quarantäne ist.“ Was soll die Schule jetzt machen? Ihn rauswerfen? Wohl kaum..

Evil
24.08.2020, 21:04
Das nicht, aber die Versetzung gefährden wegen zu vieler Fehlzeiten.

Letztendlich läuft die Quarantäne-Regelung darauf hinaus, die Reisetätigkeit genauso wie Grenzschließungen zu unterbinden; letztere sind dabei ehrlicher.

@Thomas: der SZ-Autor beruft sich auf Paul Krugman und dessen Argumentation, daß nicht der Lockdown die wirtschaftlichen Schäden verursacht, sondern schon zuvor das Virus selber. Demnach stand man nicht vor der Wahl Gesundheit oder Wirtschaft, sondern mehr oder weniger Tote, Wirtschaft so oder so beeinträchtigt.

GelbeKlamotten
24.08.2020, 21:06
Das nicht, aber die Versetzung gefährden wegen zu vieler Fehlzeiten.

Wegen 5 Tagen??

Feuerblick
24.08.2020, 21:12
@Evil: Ehrlicher wären Grenzschließungen, aber dann kommen ja wieder die Verschwörungstheoretiker, die behaupten, man wolle sie ihrer Grundrechte berauben. :-wand

@GelbeKlamotten: Wegen 5 Tagen sicher nicht. :-nix

Thomas24
24.08.2020, 21:21
@Thomas: der SZ-Autor beruft sich auf Paul Krugman und dessen Argumentation, daß nicht der Lockdown die wirtschaftlichen Schäden verursacht, sondern schon zuvor das Virus selber. Demnach stand man nicht vor der Wahl Gesundheit oder Wirtschaft, sondern mehr oder weniger Tote, Wirtschaft so oder so beeinträchtigt.

Würde Krugman zustimmen. Ja, eine Pandemie hat zeitgleich Angebot und Nachfrage nach Waren, Dienstleistungen und Rohstoffen einbrechen lassen- die Frage ist nur, was fällt schneller und weiter? Aber im Regelfall kollabieren nicht beide Seiten gleichzeitig (wie oft sieht man einen negativen Ölpreis ?...).

Vielleicht noch folgende Anmerkung: die globale Reaktion auf die Pandemie hat bislang ein nie gekanntes Ausmaß angenommen, in den letzten größeren Pandemien (also nicht SARS und H5N1), sondern Hong Kong Grippe und Spanische Grippe wurde nicht so (über-) reagiert. Gut, wir sind heutzutage auch wesentlich enger miteinander verflochten als vor 50 Jahren- dennoch.

Mittlerweile zeichnet sich ja ab, dass COVID 119 zwar hochkontagiös ist, aber bei weitem nicht so tödlich wie angenommen. Globale Todesfälle liegen bei ca. 700 K (selbst wenn man den Fakt diskontiert, dass viele mit aber nicht unbedingt an COVID sterben- und in einigen Fällen sogar Verkehrsunfalltote in die COVID Statistik gekommen sind).

Jetzt gelangt man an den Punkt, wo man abwägen muss: wo ist der Schaden größer? Weitermachen (und in den Schwellenländern Hungersnöte und Aufstände riskieren), oder mit COVID leben lernen und die Beschränkungen wieder aufheben. Meine Annahme: die Armen dieser Welt werden nicht so weitermachen, auch ohne Impfstoff oder Herdenimmunität.

GelbeKlamotten
24.08.2020, 21:51
Würde Krugman zustimmen. Ja, eine Pandemie hat zeitgleich Angebot und Nachfrage nach Waren, Dienstleistungen und Rohstoffen einbrechen lassen- die Frage ist nur, was fällt schneller und weiter? Aber im Regelfall kollabieren nicht beide Seiten gleichzeitig (wie oft sieht man einen negativen Ölpreis ?...).

Vielleicht noch folgende Anmerkung: die globale Reaktion auf die Pandemie hat bislang ein nie gekanntes Ausmaß angenommen, in den letzten größeren Pandemien (also nicht SARS und H5N1), sondern Hong Kong Grippe und Spanische Grippe wurde nicht so (über-) reagiert. Gut, wir sind heutzutage auch wesentlich enger miteinander verflochten als vor 50 Jahren- dennoch.

Mittlerweile zeichnet sich ja ab, dass COVID 119 zwar hochkontagiös ist, aber bei weitem nicht so tödlich wie angenommen. Globale Todesfälle liegen bei ca. 700 K (selbst wenn man den Fakt diskontiert, dass viele mit aber nicht unbedingt an COVID sterben- und in einigen Fällen sogar Verkehrsunfalltote in die COVID Statistik gekommen sind).

Jetzt gelangt man an den Punkt, wo man abwägen muss: wo ist der Schaden größer? Weitermachen (und in den Schwellenländern Hungersnöte und Aufstände riskieren), oder mit COVID leben lernen und die Beschränkungen wieder aufheben. Meine Annahme: die Armen dieser Welt werden nicht so weitermachen, auch ohne Impfstoff oder Herdenimmunität.

Man muss ja die Beschränkungen, die nur einen relativ geringen Kollateralschaden verursachen, nicht aufheben. Maske tragen im Supermarkt und im Bus, Hände schütteln vermeiden, nicht in Gruppen singen, etc. Das kann man alles beibehalten.

Aber erneute Grenzschließungen? Verbot sämtlicher größerer Veranstaltungen inkl. Fortbildungen u.ä.? Verbot von allem, was in Deutschland als Prostitution gewertet wird? Verbote von Besuchen in Altenheimen? All so etwas ist weder sinnvoll, noch akzeptabel.

Ein durchschnittlicher Altenheimbewohner hat eine Lebenserwartung von vielleicht einem jahr (je nachdem welche statistik man liest teils auch weniger). Ihn zum Schutz vor Covid davon mehrere Monate lang vereinsamen zu lassen ist und war nie sinnvoll.

Ebenso wenig ist es sinnvoll, diese Menschen ungefiltert mit in die Covid Todesstatistiken aufzunehmen. Tut man das nicht, ists auf einmal vorbei mit dem schlimmen Killer-Image des Virus.

So ist das eben mit Statistiken, man kann daraus oft genau das ableiten, was einem gerade passt. Und im Moment ist die Politik auf Panik aus.

Kackbratze
24.08.2020, 21:53
Dann wäre es vielleicht in vielerlei Hinsicht einfach klüger, NICHT zu verreisen. :-nix

Nicht jeder hat seine Verwandten im eigenen Land. In der Schule sind unmaskierte Kontakte okay, mit der eigenen Familie im eigenen Land auch, sowie man entweder nach MeckPomm oder in ein anderes Land muss, ist es also klüger es zu lassen... Ich sehe da keine Vergleichbarkeit mehr.

Thomas24
24.08.2020, 21:58
Das ist der Preis, den man in einem föderalen System wie Deutschland hat: ein Flickenteppich an Regelungen.

Feuerblick
24.08.2020, 22:05
Nicht jeder hat seine Verwandten im eigenen Land. In der Schule sind unmaskierte Kontakte okay, mit der eigenen Familie im eigenen Land auch, sowie man entweder nach MeckPomm oder in ein anderes Land muss, ist es also klüger es zu lassen... Ich sehe da keine Vergleichbarkeit mehr.
Innerhalb Deutschlands ist es ja nun nicht SO unterschiedlich, was die Regelungen angeht.
Und was Auslandsreisen angeht, da muss man sich halt mal kritisch fragen, ob ein Verwandtenbesuch unter diesen Bedingungen wirklich sein muss. Auch zum Wohle der Verwandten, denen man ja nicht so gern was Virales mitbringen möchte. Gibt ja schon einige Länder, die Einreisende unter 14 Tage Quarantäne stellen.

Kackbratze
24.08.2020, 22:06
Die Reisenummer ist ziemlich zentral veranschlagt worden und ändert Nichts an der Tatsache, dass Länder auf der no-travel-Liste stehen, die besser dastehen als wir. Die Erkrankung betrifft bestimmte Risikogruppen und nicht die Mehrheit der Bevölkerung, warum werden dann Alle eingesperrt, sorry, nicht rausgelassen? (ist ja ein riesiger Unterschied, nicht wahr?)

Feuerblick
24.08.2020, 22:07
Weil die Nicht-Risikogruppe mit der Risikogruppe in Kontakt kommen und sie infizieren kann. Möchtest du lieber alle Alten und Kranken einsperren, damit du reisen darfst? Im Übrigen DARFST du ja reisen. Auch in die Risikogebieten. Ist gar nicht verboten. Du musst halt damit leben, dass du in manchen Ländern entweder nicht reinkommst oder 14 Tage Stubenarrest hast und bei der Rückreise hier das gleiche.

Kackbratze
24.08.2020, 22:21
Möchtest du lieber alle Alten und Kranken einsperren, damit du reisen darfst?

Wer redet von einsperren, wenn es genug Hygienemaßnahmen gibt, die ohne abgeschlossene Türen auskommen?
Es gibt genug Erkrankungen und Bakterien, die für vulnerable Gruppen letal sind, ich sehe weiterhin keine Gesetzesänderungen oder Quarantänemaßnahmen zu den anderen Erkrankungen.

Ausserdem sind das damit 10 Fehltage an der Schule, 10 unbezahlte Arbeitstage. Bei einem selbstinduziertem Bronchialkarzinom, einer beidseitigen Radiusfraktur durch betrunken Autofahren erhalte ich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, meine Urlaubstage zurück und muss nicht mal die Diagnostik selbst bezahlen.

Ich sehe unser Solidarsystem da gerade am Ende, was aber unter Jubel zur Kenntnis genommen wird, aber auf lange Sicht Tür und Tor für andere Erkrankungen oder Verletzungen, die dann "nicht mehr darunter fallen" öffnet.


Und was Auslandsreisen angeht, da muss man sich halt mal kritisch fragen, ob ein Verwandtenbesuch unter diesen Bedingungen wirklich sein muss.

Und das entscheidet jetzt wer genau, was ich machen darf und will?

Wenn ich in Thailand im Brummipuff ohne Gummi spielen gehe, ist das okay, weil ich ja das Risiko in Kauf nehme mich und andere zu infizieren. Das finden alle doof und unverantwortlich, aber da wird höchstens mit dem Kopf geschüttelt.
Wenn ich eine Reise mache und potentiell vielleicht bei nicht-Einhaltung von vorgegebenen *sic* Hygienemaßnahmen jemanden infizieren könnte mit einer Erkrankung die aktuell keine hohe Letalität bietet.
Wir sind nicht mehr im März, als noch keine Zahlen vorlagen, die Ausprägung der Erkrankung hat sich verändert, die Therapie hat sich verändert und deutlich verbessert.

Ich sehe da nicht die Verhältnismäßigkeit.

Feuerblick
24.08.2020, 22:26
Wie willst du denn ohne Wegsperren der Risikogruppe erreichen, dass alle anderen fröhlich feiern und reisen können und trotzdem nicht in Kontakt mit denen kommen, die es umbringt? Mal abgesehen davon, dass es auch Nicht-Risikopatienten platt bis tot machen kann?
Ich finde es echt traurig, dass so viele Leute ihren Freizeitspaß, ihren Urlaub und ihre Vorlieben über den Schutz der anderen (gerne der eigenen Großeltern, Eltern...) stellen. Einfach nur aus Solidarität mit denen, die potentiell gefährdet sind. :-nix

Kackbratze
24.08.2020, 22:36
Ich finde es echt traurig, dass so viele Leute ihren Freizeitspaß, ihren Urlaub und ihre Vorlieben über den Schutz der anderen (gerne der eigenen Großeltern, Eltern...) stellen. Einfach nur aus Solidarität mit denen, die potentiell gefährdet sind.

Ich finde es echt traurig, dass man die Eigenverantwortung der Menschen und den Einzelfall über das Wohlergehen einer gesamten Gesellschaft stellt, weil man es nicht schafft aus der berechtigten Panikreaktion beim initialen Auftreten der Erkrankung sich auf dem Boden der epidemiologischen Daten und Krankheitsverläufe wieder den Tatsachen widmet.
Bei anderen Erkrankungen passen sich Therapie und Präventionsmaßnahmen an, bei Corona ist die Scheuklappe "alter Mensch kann sterben" die dogmatische Begründung für Alles.

Feuerblick
24.08.2020, 22:43
Ist es nicht... aber wenn mans so sehen möchte... :-nix