Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Egal ob man nun an eine zweite Welle glaubt oder nicht, er hätte eine Maske aufsetzen sollen. Der Schaden durch die Symbolwirkung ist entscheidend, nicht ob er selbst irgendjemand anstecken könnte.
Ja, das fürchte ich auch, dass er damit möglicherweise kein gutes Zeichen gesetzt hat...
@firebird:
Hast du da genauere Daten dazu? Und wer sagt, dass man die Nichtunterlegenheit "beweisen" muss?
Habe mir schon ein paar mal gedacht, dass die Schutzwirkung weniger vom Maskentyp als eher davon abhängt wie korrekt die Maske sitzt...man sieht es zumindest hier nicht selten dass diese einfach locker im Kinnbereich rumbaumelt - ist ja auch eine Form von "Tragen"...
GelbeKlamotten
05.09.2020, 09:36
@firebird:
Hast du da genauere Daten dazu? Und wer sagt, dass man die Nichtunterlegenheit "beweisen" muss?
Habe mir schon ein paar mal gedacht, dass die Schutzwirkung weniger vom Maskentyp als eher davon abhängt wie korrekt die Maske sitzt...man sieht es zumindest hier nicht selten dass diese einfach locker im Kinnbereich rumbaumelt - ist ja auch eine Form von "Tragen"...
Hast du schon mal im OP einen Chirurgen gesehen, der mit selbst mitgebrachter Stoffmaske operiert hat? Oder anders gefragt: Wenn du selbst operiert werden würdest, würdest du dann wollen, dass der Operateur eine Stoffmaske verwendet, die er zu Hause aus einem alten Bettlaken genäht hat? Oder darfs dann doch eher eine sein, die bestimmten definierten Qualitätsstandards entspricht?
Dass die Maske nichts bringt, wenn man sie nur übers Kinn zieht ist richtig, hat aber mit der anderen Frage nichts zu tun.
FirebirdUSA
05.09.2020, 13:41
@firebird:
Hast du da genauere Daten dazu? Und wer sagt, dass man die Nichtunterlegenheit "beweisen" muss?
Habe mir schon ein paar mal gedacht, dass die Schutzwirkung weniger vom Maskentyp als eher davon abhängt wie korrekt die Maske sitzt...man sieht es zumindest hier nicht selten dass diese einfach locker im Kinnbereich rumbaumelt - ist ja auch eine Form von "Tragen"...
Prüfkriterien und Anforderungen kannst du in der entsprechenden Norm nachlesen (kostenpflichtig vermutlich) und im Rahmen eines Risikomanagments bei Medizinprodukten (auch dazu gibt es eine Norm) musst du natürlich nachweisen, dass dein Produkt die Anforderungen erfüllt. Wenn es dich wirklich interessiert fang mit der MDR bzw MDD (medical device directive) an.... oder hier https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html
... und chirurgischer MNS hat geladene Stoffe, d.h. Partikel "kleben" daran. Korrekter Sitz ist aber natürlich immer erforderlich. Wenn du es einfach aber gut erklärt haben willst, such dir die Sendung mit der Maus. Die haben vor 2-3 Wochen den Aufbau von chirurgischen MNS, FFP2 und 3 Maske genau erklärt und auch den Unterschied zu Stoffmasken. Haben sogar meine Kinder verstanden.
Choranaptyxis
05.09.2020, 14:56
Dauz die Frage, ob jmd auf diesen Aritkel (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-wissenschaftler-testen-medizinische-und-alltagsmasken-16936372.html) bei der FAZ Zugriff hat, oder weiß, um welche Studie es sich handelt?
Ich habe mich dabei nicht auf den OP sondern auf die peripheren Bereiche bezogen. Der OP ist natürlich immer was anderes.
GelbeKlamotten
06.09.2020, 08:05
Ich habe mich dabei nicht auf den OP sondern auf die peripheren Bereiche bezogen. Der OP ist natürlich immer was anderes.
Das ist mir schon klar. Aber wenn der chirurgische MNS im OP besser ist als eine Stoffmaske, warum sollte er es in den peripheren Bereichen nicht sein?
https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/extrabetrag-fur-hygienemassnahmen-abzocke-in-der-arztpraxis-1.10408589 "Eigentlich finde ich es einfach schäbig, dass sich eine Berufsgruppe klammheimlich zusätzlich Maßnahmen vergüten lässt, die in fast jedem Betrieb zurzeit vorausgesetzt werden."
Juhu, die bösen Ärzte können endlich mal wieder unschuldige Patienten abzocken :-keule
Da die allerwenigsten Patienten es selber zahlen müssen, wird der Sturm der Entrüstung eher ausbleiben und gKV Versicherte bekommen ja eh keine aufgeschlüsselte Rechnung. Selbst die überteuerte Pauschale von meinem privat versicherten Mann von über 30€ ohne Arztkontakt beim Vertretungsarzt als er nur ein Rezept brauchte wurde übernommen.
GelbeKlamotten
06.09.2020, 10:59
Ob ein niedergelassener Arzt tatsächlich 14 Euro zusätzliche Hygienekosten pro Patient hat, ist natürlich schon etwas fraglich. Vielleicht wenn er sich bei jedem Patient völlig neu einkleidet mit Ffp2 Maske, Kittel, speziellen Handschuhen, etc
Eine Risiko- und Hygienepauschale für alle Ärztinnen und Ärzte, egal ob angestellt oder selbstständig, in Höhe von 500 Euro im Monat wäre angemessener, fairer und billiger.
Und wer soll die bezahlen?
GelbeKlamotten
06.09.2020, 13:51
Und wer soll die bezahlen?
Wie gesagt, das wäre vermutlich nicht teurer als den Niedergelassenen pro Patient 15 Euro Hygienepauschale zu zahlen. Rechne das mal durch, wie viel das im Monat ist.
Einen gewissen Ausgleich für erhöhte Hygieneaufwendungen in den Arztpraxen (auf welche Art auch immer) halte ich für angemessen, muss man schließlich beim Friseur und bei anderen Dienstleistungen auch bezahlen. In der Gastronomie ist das bestimmt auch mit eingerechnet worden. Deswegen verstehe ich das gejammer von der Dame in dem vorher genannten Artikel nicht und vor allem könnte ich über den Satz "Zahnärzte haben vorher auch schon mit mundschutz und handschuhe gearbeitet" kotzen :-keule da hat jemand keine Ahnung von der Materie und vor allem von den Kosten...Wir Zahnärzte wurden aus allen rettungsschirmen rausgeschmissen und sollen jetzt auch noch so weiter machen als wäre nie was passiert.
Der Pöbel soll bei den Ärzten halt nur die Porsche fahrenden Klinikdirektoren, Plastischen Chirurgen und Kieferorthopäden vor Augen haben, nicht den Idioten der Nachts für Geld arbeitet, für das ein Arbeiter mit IG-Metall Tarif sich nur lachend im Bett rumdrehen würde.
Ja panisch
06.09.2020, 15:49
da wird wahrscheinlich der zeitliche/ personelle Aufwand mit einberechnet sein?
die schutzmaßnahmen betreffen auch nicht nur den Arzt, sondern alle Mitarbeiter.
zusätzlicher wartebereich, räumliche und organisatorische Trennung von Verdachtspatienten, jeden Patientin nach Corona- Symptomen abfragen etc. ist ja auch alles mehraufwand.
Ob ein niedergelassener Arzt tatsächlich 14 Euro zusätzliche Hygienekosten pro Patient hat, ist natürlich schon etwas fraglich. Vielleicht wenn er sich bei jedem Patient völlig neu einkleidet mit Ffp2 Maske, Kittel, speziellen Handschuhen, etc
Eine Risiko- und Hygienepauschale für alle Ärztinnen und Ärzte, egal ob angestellt oder selbstständig, in Höhe von 500 Euro im Monat wäre angemessener, fairer und billiger.
Aber wenn der chirurgische MNS im OP besser ist als eine Stoffmaske, warum sollte er es in den peripheren Bereichen nicht sein?
- wer hat bewiesen dass ersterer tatsächlich besser ist und es sich nicht nur um eine über die Jahre hinweg entstandene Konvention handelt?
- habe (bei Hospitationen an anderen Kliniken) bei der Pflege zumindest private Kopfbedeckungen gesehen.
- vor Corona hätte fast niemand gewusst wo man private Masken kaufen kann und wäre folglich war nicht auf die Idee gekommen.
- private Masken kosten mehr als einfach was zu nehmen was ohnehin schon da ist und müssen selbst besorgt werden; vor Corona war es absolut unüblich so was zu besitzen. Mittlerweile ja nicht mehr...
- im OP ist es entscheidend den Übertritt von Bakterien zu verhindern; das trifft bei "Corona-Masken" in den peripheren Bereichen ja nicht wirklich zu.
Wollte auch eigentlich weder für das eine noch für das andere Partei argumentieren. Seit der ubiquitären Maskenpflicht habe ich mir eben ein paar Fragen gestellt auf die ich vorher gar nicht gekommen wäre...es handelt sich tatsächlich nicht um rhetorische sondern echte Fragen...mich würde die objektive Datenlage zum Thema Masken tatsächlich interessieren...
Feuerblick
07.09.2020, 05:52
Der Alltags-MNS ist einfach für die Zwecke, für die er eingesetzt wird, AUSREICHEND. Dazu gibt es übrigens Untersuchungen aus den letzten Monaten.
Und empfehlenswert sowieso , damit 1. medizinische Kreise den OP-MNS überhaupt in ausreichender Menge erhalten und 2. weil mit Einweg-MNS für alle immense Müllberge entstehen würden, die nicht notwendig sind.
FirebirdUSA
07.09.2020, 06:09
- wer hat bewiesen dass ersterer tatsächlich besser ist und es sich nicht nur um eine über die Jahre hinweg entstandene Konvention handelt?
Noch ein letztes mal: Bei einer Schutzmaßnahme ist eine schlechtere Funktionsweise ein relevantes Risiko für den Träger bzw. seine Umgebung, d.h. du musst bei entsprechender Risikokonstellation als Arbeitgeber erstmal davon ausgehen, dass eine nicht getestete Maske schlechter ist. Ansonsten hänge ich mir jetzt ein Sieb ins Gesicht und behaupte es schützt, es hat keiner bewiesen das es nicht besser ist... außerdem gibt es dazu tatsächlich auch Publikationen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24229526/ oder https://bmjopen.bmj.com/content/5/4/e006577
- habe (bei Hospitationen an anderen Kliniken) bei der Pflege zumindest private Kopfbedeckungen gesehen.
Ist eine Kopfbedeckung eine rein mechanische Barriere gegen herunterfallende Haare, die Funktionsweise eines chir. MNS (im Gegensatz zu selbstgenähten Masken) habe ich dir oben versucht zu erklären.
- vor Corona hätte fast niemand gewusst wo man private Masken kaufen kann und wäre folglich war nicht auf die Idee gekommen.
Entsprechende Masken waren früher der Standard, es gab schon Gründe warum man sie ausgetauscht hat. Auch im asiatischen Raum sind sie weiterhin weit verbreitet, deswegen gibt es auch von dort aktuelle Literatur (s.o.)
- im OP ist es entscheidend den Übertritt von Bakterien zu verhindern; das trifft bei "Corona-Masken" in den peripheren Bereichen ja nicht wirklich zu.
Was ist dann die Aufgabe von Masken in peripheren Bereichen? Natürlich wäre es am besten wenn alle chirurgischen MNS tragen würden. Es ist nur eine Frage von Kosten und Risiko (kein MNS im OP verfügbar, wenn alle ständig wechselnd chirg. MNS tragen würden) warum es nicht allgemein empfohlen wird. Natürlich vermindert auch eine selbstgenähte Maske die Reichweite von Aerosolen, jedoch ist die Filterwirkung für kleine Partikel vermutlich in den meisten Fällen schlechter.
Wollte auch eigentlich weder für das eine noch für das andere Partei argumentieren. Seit der ubiquitären Maskenpflicht habe ich mir eben ein paar Fragen gestellt auf die ich vorher gar nicht gekommen wäre...es handelt sich tatsächlich nicht um rhetorische sondern echte Fragen...mich würde die objektive Datenlage zum Thema Masken tatsächlich interessieren...
Google und Pubmed hätten dir die Antworten in 3 Minuten gegeben, auch die DIN die ich oben verlinkt hatte, hätte dir dazu einiges an Infos geliefert. Warum hast du nicht einfach mal die ersten Antworten genutzt um dich zu informieren? Fragen zu stellen ist ja gut, aber man kann die Antworten eigentlich einfach finden.
Evidence based
07.09.2020, 11:16
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19
So langsam müssten Politik und Medien darauf mal reagieren, sonst gibt das weitere Sprengkraft für die Corona-Proteste...
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