Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Jetzt hast du wieder die Virusmenge unterschlagen, die wahrscheinlich aufgrund der Vorsicht der Bevölkerung (bzw. der Maßnahmen) derzeit oft nur in geringer Menge aufgenommen wird. Wenn alle wieder rumsauen, haben wir leicht wieder 100 Tote pro 10K Infizierten.
Kackbratze
13.09.2020, 18:02
wieder 100 Tote pro 10K Infizierten
Wo gab es denn sowas unter realistischen Testbedingungen?
FirebirdUSA
13.09.2020, 18:27
Jetzt hast du wieder die Virusmenge unterschlagen, die wahrscheinlich aufgrund der Vorsicht der Bevölkerung (bzw. der Maßnahmen) derzeit oft nur in geringer Menge aufgenommen wird. Wenn alle wieder rumsauen, haben wir leicht wieder 100 Tote pro 10K Infizierten.
... und wo hast du denn Beleg von Virusmenge und schwere der Erkrankung her? Ist eine Theorie von vielen, für die es evtl im Tierversuch Hinweise gibt. Gesichert ist das aber nicht.
Insofern muss man schon diskutieren dürfen, was bei den aktuellen Zahlen sinnvoll möglich ist. Alles Aufheben finde ich persönlich nicht sinnvoll (ich halte Großveranstaltungen immer noch für relativ unkalkulierbar),... aber Gastronomie, meinetwegen auch Prostitution sind sicher diskutierbar. Nach potentiellen Nutzen vs Risiko bin ich auch für eine anhaltende Maskenpflicht...
Feuerblick
13.09.2020, 18:40
Die Gastronomie ist nicht „verboten“ sondern muss sich lediglich den allgemein gültigen Abstandsregeln anpassen. Prostitution (ja, liebe GelbeKlamotten) ist in vielen Bundesländern längst wieder erlaubt. Ja, sogar die Fans dürfen zurück ins Stadion. TROTZ immer noch eher hoher Infektionszahlen werden immer weitere Lockerungen gestattet. Insofern verstehe ich grade das Gejammer nicht. Es ist sehr sinnvoll, langsam zu lockern, weil man, wenn die Maßnahmen doch too much werden, sonst schnell wieder in den Lockdown geraten könnte. Und ja, dann ist bezahlter Sex auch wieder verboten. Also schön gemächlich und einfach schauen, wann das Problem wieder größer wird. Durch Herbst und Winter werden sich die Gegebenheiten nochmal ändern. Wenn dann weiterhin nur wenige schwer erkranken... freut euch und meckert nicht. :-wand
GelbeKlamotten
13.09.2020, 23:04
Die Gastronomie ist nicht „verboten“ sondern muss sich lediglich den allgemein gültigen Abstandsregeln anpassen. Prostitution (ja, liebe GelbeKlamotten) ist in vielen Bundesländern längst wieder erlaubt. Ja, sogar die Fans dürfen zurück ins Stadion. TROTZ immer noch eher hoher Infektionszahlen werden immer weitere Lockerungen gestattet. Insofern verstehe ich grade das Gejammer nicht. Es ist sehr sinnvoll, langsam zu lockern, weil man, wenn die Maßnahmen doch too much werden, sonst schnell wieder in den Lockdown geraten könnte. Und ja, dann ist bezahlter Sex auch wieder verboten. Also schön gemächlich und einfach schauen, wann das Problem wieder größer wird. Durch Herbst und Winter werden sich die Gegebenheiten nochmal ändern. Wenn dann weiterhin nur wenige schwer erkranken... freut euch und meckert nicht. :-wand
Wir haben seit 3 Monaten konstant extrem niedrige Intensiv-Zahlen und so gut wie keine neuen Coronatoten. Die angeblich "eher hohen Infektionszahlen" gehen sehr warhscheinlich zu großen Teilen auf falsch Positive zurück dank niederschwelliger Testungen mit sehr niedriger Prätestwahrscheinlichkeit.
Es gibt längst keinen Grund mehr für Maßnahmen, die über das Maskentragen hinausgehen.
Feuerblick
14.09.2020, 06:45
Kannst du das valide beweisen und vor allem: Würdest DU die Verantwortung übernehmen, wenn du falsch liegst, alles wieder aufmachst (die Zahlen steigen, seit man reisen darf, die Schulen offen haben und wieder gefeiert werden darf... nur mal so... und „falsch positive“ glaube ich einfach nicht) und es dann richtig in die Hose geht wie in den USA, in Italien, Brasilien etc? Würdest du? Nein? Dann mecker nicht an der Politik rum.
Oder lautet die Antwort ja? Dann bewirb dich um den Posten des Gesundheitsministers und machs besser. Aber nachher nicht jammern, wenns in die Hose geht und dein Kopf rollt...
Hoppla-Daisy
14.09.2020, 07:56
Wo ist der Schwurbler-Thread, wenn man ihn doch noch braucht ....
Feuerblick
14.09.2020, 08:07
Frage ich mich auch schon länger... :-nix
FirebirdUSA
14.09.2020, 10:37
Mit Schwurbel haben die Argumente erstmal nichts zu tun, aber die Argumentationsweise und vor allem der Ton (auf beiden Seiten).
Ich sehe es grundsätzlich ähnliche wie Feuerblick und finde wir lockern ja schon relativ viel und falsch positive finde ich nicht überzeugend. Ich wäre aktuell sehr zurück haltend mit den massiven Lockerungen die GK fordert.
Trotzdem stellt sich die Frage, wie lange man entsprechende Maßnahmen aufrecht erhalten will wenn die Hospitalisationsrate und Todesrate aktuell keine Anzeichen für einen relevanten Anstieg zeigen. Was passiert wenn wir in absehbarer Zeit keinen Impfstoff finden? Es Reinfektion bei Mutationen gibt? Wie lange sind entsprechende Maßnahmen gerechtfertigt oder wann muss man sagen man lebt damit?
Es ist kein einfaches Thema, es gibt kein Schwarz-Weiß und deswegen auch keine einfachen Antworten. Wenn jetzt alle mal wieder auf eine sachliche Ebene kommen sind wir beim eigentlichen Thema wieder.
Feuerblick
14.09.2020, 10:57
Wenn sich herausstellt, dass weitere Lockerungen die Hospitalisationszahlen nicht steigern, kann man auch noch weiter lockern. Einfach Schritt für Schritt vorgehen. Regelmäßig das Vorgehen evaluieren. So wie es doch jetzt auch passiert. Nur das macht doch Sinn. Es gibt jeden Tag neue Erkenntnisse. An die kann man ggf. das Vorgehen anpassen. Mit Augenmaß. Denn wenn man zu schnell vorgeht, muss man unter Umständen auch wieder auf einen Schlag alles einstampfen. Das wäre dann wirklich ein Problem. Für die Wirtschaft, für die Menschen, für die Akzeptanz.
Eigentlich ist die Antwort doch genau SO einfach. :-nix
Wenn ich in meinem nicht-medizinischen Bekanntenkreis sage, dass in meiner klinischen Tätigkeit (trotz Semi-Hotspot) Covid seit Mai de facto nicht mehr wahrnehmbar ist, gelte ich als gewissenloser Verharmloser.
Wenn ich von dem Altenheim berichte, dass seine Bewohner seit März in die Zimmer einsperrt und Besuch nur mit FFP3-Maske, Gesichtsvisier, Schürze und 24h altem Negativtest zulässt, wird das als verantwortungsvoll bezeichnet - obwohl die Menschen da drin psychisch am Ende sind und z.T. heulen, wenn man ihnen eine Viggo legt (weil man sie dazu anfassen muss!).
Wenn ich von der 14jährigen CF-Patientin erzähle, deren Mutter ihr seit einem halben Jahr jeden Kontakt zu ihren Freunden verbietet, dann bekomme ich als Antwort, dass ein junger Mensch das doch mal aushält.
In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es fast nur noch Covidioten, Schwurbler und Lockdown-Fetischisten. Die Facetten dazwischen existieren immer weniger.
Kackbratze
14.09.2020, 11:10
Habe ich schon erwähnt, dass das "Augenmaß" ein altes Wort aus dem Handwerk ist und von den Politikern gekapert wurde für emotionalen bull§hit?
Klassische Neudeutung eines Wortes um sich selber besser dastehen zu lassen, wenn man es Anders nicht ausdrücken kann.
Ich kann mit dem Auge eine Strecke oder ein Gewicht schätzen, wie ich mit "Augenmaß" eine politische Entscheidung begründe, bleibt mir Schleierhaft, aber Jeder der es hört schluckt es, fühlt sich warm und geborgen und jede Nachfrage erübrigt sich.
Ich dachte, Entscheidungen sind entweder auf Fakten (hier RKI-Daten, internationaler Vergleich, Studien) oder auf Ideen (Infektionstheorien) basiert und nicht auf Schätzungen die durch den individuellen Blickwinkel eines Politikers entstanden sind.
(Exkurs in die deutsche Grammatik, keine Wertung bzgl. der Korrektheit bestimmter Entscheidungen)
In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es fast nur noch Covidioten, Schwurbler und Lockdown-Fetischisten. Die Facetten dazwischen existieren immer weniger.
Weil insbesondere die Covidioten ein großes Interesse an Zu- und Überspitzung haben und teilweise sehr bewusst diese Facettierung unsichtbar machen wollen.
Und ja. Viele Maßnahmen in Alten- und Pflegeheimen sind maßlos überzogen.
Der Bruder einer guten Freundin (Trisomie 21) durfte über Wochen überhaupt keinen Besuch empfangen.
Bewohner mussten nach Arztbesuchen für 14 Tage in einen speziellen Quarantänebereich.
Und ich sehe da noch nicht mal als Motivation ernsthafte Bemühungen, Personal und Bewohner zu beschützen.
Sondern absurden Aktionismus, weil die Betreiber im typisch deutschen irrationalen Wahn, sie könnten ja verklagt werden, wenn sich jemand ansteckt, sich selbst vor frei erfundenen Haftungsrisiken schützen wollen.
Ernsthafte Überlegung:
Warum ersetzt man die strengen Besuchsregeln (nur 1 Besucher, z.T. innerhalb der ersten drei Tage überhaupt kein Besuch) nicht einfach durch eine Maskenpflicht für alle Besucher?
(Für Hochrisikobereiche - Intensivstationen, immunsupprimierte Patienten - könnte man immer noch darüber hinausgehende Maßnahmen diskutieren.)
Feuerblick
14.09.2020, 11:16
Zu Pflegeheimen habe ich keine Infos, aber die hiesigen Krankenhäuser haben alle eine Maskenpflicht für Besucher und eine Begrenzung der Besucherzahl pro Zimmer mit Angabe von Kontakten bzw. Voranmeldung.
Bei uns in der Klinik ist es immer noch so, dass Besuche erst ab dem 3. Aufenthaltstag erlaubt sind, maximal 2 Besuche pro Woche, je Besuch maximal eine Stunde. Jeder Patient darf maximal zwei zugelassene Besucher namentlich benennen.
Besuchszeiten werktags 15-19 Uhr, Feiertage 8-19 Uhr.
Geburtshilfe, Pädiatrie, Palliativ- und Intensivstationen haben Möglichkeiten für Sonderregeln.
Selbst ich halte diese Einschränkungen mittlerweile für überzogen.
tragezwerg
14.09.2020, 11:30
Hier in der Region sind Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen unter Maskenpflicht problemlos möglich, teils dürfen nur 2 Besucher pro Tag rein. Das finde ich akzeptabel für alle.
Feuerblick
14.09.2020, 11:32
Japp. Derart strenge Regeln gibt es hier nachweislich seit mindestens vier Wochen nicht mehr.
Hier in der Region sind Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen unter Maskenpflicht problemlos möglich, teils dürfen nur 2 Besucher pro Tag rein. Das finde ich akzeptabel für alle.
Klingt für mich auch vernünftig.
Alternativ könnte man mittlerweile vielleicht sogar über "maximal zwei Besucher gleichzeitig" nachdenken.
Rhiannon
14.09.2020, 11:48
Bei uns gibts 3h tägliche Besuchszeit. In der Zeit darf pro Patient 1 Besucher für max. 60 Minuten kommen, in Zweibettzimmern müssen die Patienten sich absprechen, weil nur 1 Besucher im Zimmer sein darf. Maskenpflicht herrscht sowieso. Und da unser KH nen Haufen Nebeneingänge hat, werden an der Pforte jetzt Besucherausweise ausgegeben, damit man zwangsläufig dort reingehen muss und sich registrieren lässt. Jeder ohne sichtbar getragenen Besucherausweis fliegt gnadenlos von Station.
Weil insbesondere die Covidioten ein großes Interesse an Zu- und Überspitzung haben und teilweise sehr bewusst diese Facettierung unsichtbar machen wollen.
Ich lehne die Bezeichnung "Covidiot" übrigens ab. Für den harten Kern der Demonstrationsteilnehmer ist das Corona-Virus nur ein weiterer Aufhänger, den Staat und seine Institutionen verächtlich zu machen. So wie es vorher Migration und Klimaschutz waren.
Mit der Folge, dass man, sobald man Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung äußerte, schnell in die rechte Ecke gestellt wurde und nun ein Covidiot ist, wenn man zu einzelnen Punkten eine abweichende Meinung hat.
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