Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Alles klar, keine weiteren Fragen.... aber sonst ist alles okay so im Norden?
Aber wenn Seitenlang über Putin und Korruption geschrieben wird, ist das aus Mod-Sicht natürlich viel besser für einen Corona-Thread als aktuelle Corona-Intensiv-Fälle. Da hat jemand seine Rolle gut verstanden :-party
Hoppla-Daisy
13.10.2020, 23:13
Wir lesen hier nicht hauptberuflich den ganzen Tag kreuz und quer alle Beiträge. Und wenn uns etwas auffällt (oder etwas gemeldet wird), reagieren wir. Nicht mehr und nicht weniger hab ich getan. Mehr muss ich zu unserer Mod-Tätigkeit glaube ich nicht sagen.
Finde es bemerkenswert dass jemand in seiner Freizeit überhaupt so eine Moderatorentätigkeit übernimmt. Immerhin ist es Arbeit von der man nichts hat. Ich denke auch dass die Moderatoren hier wirklich mehr als genug leisten.
GelbeKlamotten
14.10.2020, 22:06
8-stündige Beratung und dann erklärt Merkel: „Im prinzip bleibt alles wie es ist.“
Die Genialität ist unverkennbar.
DrSkywalker
14.10.2020, 22:11
8-stündige Beratung und dann erklärt Merkel: „Im prinzip bleibt alles wie es ist.“
Die Genialität ist unverkennbar.
Bist du nicht zu jung um schon so verbittert auf die Politik zu schimpfen? Das geht doch eigentlich erst ü50 los in der Regel lol
Kackbratze
14.10.2020, 22:20
Sie hätte es gerne Anders. Das habe ich noch rausgehört.
Warum die sich in Berlin und nicht bei Zoom getroffen haben erschließt sich mir nicht.
Sogar nach 22 Uhr... Wenigstens gab es keinen Alkohol. :-)
Thomas24
14.10.2020, 23:32
Annualisierter GDP Einbruch über Minus 5%, stärker als noch im März angenommen.
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/sondergutachten-2020.html
Noch immer über 4 Mio in Kurzarbeit, aber -immerhin- Tendenz fallend.
https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt-2020
Der Bankensektor hat die Rückstellungen für voraussichtlich ausfallende Kredite mittlerweile vervierfacht.
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/bundesbank-anstieg-der-zahl-der-pleiten-wird-banken-treffen-17000120.html
Die Lufthansa stellt den Betrieb ihrer Flugschule in Bremen ein und bittet alle Flugschüler, ihre Ausbildung abzubrechen. Man werde 'auf Jahre' voraussichtlich keinen Bedarf an den neuen Piloten haben.
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/lufthansa-an-flugschueler-pilotenausbildung-in-bremen-wird-eingestellt-a-4e574ed5-37da-4814-aef2-63e9f1a048fc
Und sonst so?
Ca. 90 Mio Menschen sind als Folge der Lockdown Maßnahmen und der unterbrochenen Handelswege nochmal von 'arm' zu 'extremer Armut' gerutscht.
https://www.imf.org/en/News/Articles/2020/10/13/tr101320-transcript-of-october-2020-world-economic-outlook-press-briefing
Lateinamerika und andere Emerging Markets bekommen es mit Hunger zu tun, auch weil die Geldüberweisungen von Verwandten aus dem Ausland ausbleiben.
https://de.wfp.org/pressemitteilung/un-world-food-programme-muss-so-viele-hungernde-wie-nie-unterstuetzen
Boeing hat im September übrigens 0 Flugzeuge verkauft. Null.
Währenddessen ziehen seit Monaten die Preise für Mais, Soja, Hafen, Weizen und Schwein stark an- und das bei vergleichsweise immer noch niedrigen Energiepreisen. Wenn sich die Ölpreise jenseits von 60 USD stabilisieren sollten, dann verteuert es den Anbau und Transport von Nahrungsmitteln weiter. Die Zeche zahlen aber nicht wir Bewohner der ersten Welt- die im Zweifel genug Kaufkraft haben, um immer noch genug zu essen zu bekommen- sondern Afrika, Lateinamerika und Teile von Asien. Bei uns wird bestenfalls genölt werden, warum plötzlich der Einkauf deutlich teurer wird...:-oopss
Aber ja: global bitte immer weiter mit rigiden Lockdowns und Missmanagement.
Dann haben wir als nächstes Unruhen und neue Konfliktherde, die ein vielfaches mehr an Menschenleben kosten werden.
'Si les marchandises ne traversent pas les frontières, les soldats le feront.' (F. Bastiat)
Feuerblick
15.10.2020, 05:37
Ich glaube nicht, dass Millionen Erkrankte und Tote Wirtschaft oder Weltfrieden helfen würden...
Und ja, auch ich bin genervt, dass das Prinzip „Mehrheitsabstimmung“ in der Politik offenbar nicht mehr zählt und die Poliitk mal wieder nur an den Wahlkampf denkt. Die Mehrheit der Minister ist für XY, aber Z wird gemacht, weil ein paar von den Vögeln dagegen sind. Irgendwas haben wir damals in der Schule falsch gemacht bei unseren demokratischen Abstimmungen....
DrSkywalker
15.10.2020, 05:43
Mich wundert es sehr, dass nach wie vor nicht wirklich ausführlich diskutiert wird Warum aktuell trotz extrem hohe Infektionszahlen in Deutschland, aber auch anderen europäischen Ländern, diese Katastrophenbilder wie im Frühjahr komplett ausgeblieben sind bisher.
liegt es nur daran dass junge Menschen infiziert sind oder liegt es daran dass das Virus sich verändert hat? oder ist das Immunsystem besser nach einem langen Sommer oder sind die aufgenommenen Virus Mengen geringer dann Masken? Gab es besonders anfällige Personen im Frühjahr?
FirebirdUSA
15.10.2020, 05:46
Ich frag mich das gleiche und glaube am ehesten an eine Mischung aus deinen Vorschlägen. Gefühlt erkranken aktuell (die seltener infizierten) Ältere auch milder wie im Frühjahr
Feuerblick
15.10.2020, 05:53
Wenn ich das richtig sehe, dann ist es gar nicht so viel anders. Man testet mehr und es haben sich in den letzten Monaten mehr junge Menschen infiziert. Daher hohe Zahlen ohne hohe Hospitalisationszahlen. Aber der Wert der Hospitalisationen und Intensivpatienten steigt offenbar auch wieder langsam und stetig an.
Gedankenspiel: Was wäre, wenn wir Covid schon Ende 2019 im Land hatten, das aber als „Ist halt Erkältungssaison“ durchging und wir quasi auch erst dann angefangen haben zu zählen, als die Menschen plötzlich häufiger schwerer krank wurden, weil es nicht mehr die junge arbeitende Bevölkerung betraf sondern massiv bei den älteren Menschen mit Risikofaktoren ankam? Und weil wir da auch schon von Covid wussten. Dann wäre das, was jetzt abläuft, einfach schon letzten November oder Dezember abgelaufen und keiner hätte das registriert, weil es für sich noch nicht auffällig war. :-nix
Keine Ahnung, ob das diskutiert wurde und wird. Bisher scheint ja niemand so wirklich auf den Zug aufspringen zu wollen, dass Covid lange vor dem Ausbruch bzw. dessen Meldung in China schon in Europa nachgewiesen wurde. Das wurde zwar veröffentlicht, aber mehr habe ich dazu bisher nicht gelesen. Okay, auch nicht aktiv gesucht.
Wäre ja schön, wenn das Virus sich zum für uns Positiven verändert hätte... aber so ganz glaube ich das noch nicht.
ehem-user-02-08-2021-1033
15.10.2020, 06:32
Ich glaube nicht, dass Millionen Erkrankte und Tote Wirtschaft oder Weltfrieden helfen würden...
https://www.welthungerhilfe.de/hunger/
Bereits jetzt leiden 2 Milliardenmenschen unter Mangelernährung... 600 Millionen Menschen unter Hunger.
So zynisch es klingt: deren Aufstände habe ich noch nicht gesehen.
Wir scheißen uns gerade ein, weil wir Angst vor einer Erkrankung haben, die bei den meisten Menschen asymptomatisch bzw. mit milden Erkältungssymptomen auftritt.
Dafür haben die genannten 2,6 Milliardenmenschen voll Verständnis. Ich habe gehört, dass die täglich für uns beten... sie machen sich sorgen, weil es uns so schlecht geht...
Sie beten dafür, dass wir auch noch weiterhin teure PCR-Tests in Massen machen können.
Da fühlen sie sich gleich viel sicherer...
Feuerblick
15.10.2020, 06:33
Nun... diese „Milliardenmenschen“ vielleicht nicht, aber wenns die Nationen betrifft, die bisher eben nicht abgehängt waren? Dann wird es krachen, mach dir keinen Kopf. Was dann wieder deinen „Milliardenmenschen“ auch nicht helfen wird. Weil denen primär schon eine gute Weltwirtschaftslage nicht geholfen hat.
In niederländischen Großstädten werden Notaufnahmen wegen Überlastung durch Corona-Patienten geschlossen (!) auch weil die Intensivbetten überbelegt sind.
Aber ja, lasst es uns weiter relativieren :) Es sind ja nur Erkältungssysmptome meistens!
NL hat auch einfach extrem wenig Intensivbetten im Vergleich zu Deutschland (auf die Einwohner bezogen). Das ist vor Corona ja immer gelobt worden wie toll und effizient das Gesundheitssystem in NL arbeitet. :-)
Feuerblick
15.10.2020, 08:20
@t0rchy: Es SIND meistens nur Erkältungssymptome, das wollen wir nun nicht unterschlagen. Allerdings, wenn es eben nicht nur Erkältungssymptome sind, dann läuft das Ganze unter Umständen richtig blöd. Ergo... Erkältung, die bei nicht ganz wenigen Menschen ziemlich schiefgehen kann.
Absolute Arrhythmie
15.10.2020, 08:59
Bei uns ist die Anzahl der stationären Patienten schon deutlich gestiegen. Zwischen Mai und September nur vereinzelt Mal jemand, jetzt wieder durchgehend ca. Fünf Personen, darunter auch beatmete auf Intensivstation. Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr auf den bevorstehenden Winter, die reihenweise sterbenden Senioren im Frühjahr haben mir gereicht. Das war wirklich furchtbar, und ich möchte das eigentlich nicht nochmal erleben.
habichnicht
15.10.2020, 09:29
[...] Gefühlt erkranken aktuell (die seltener infizierten) Ältere auch milder wie im Frühjahr
Schön wär's!
[...]
liegt es nur daran dass junge Menschen infiziert sind oder liegt es daran dass das Virus sich verändert hat? oder ist das Immunsystem besser nach einem langen Sommer oder sind die aufgenommenen Virus Mengen geringer dann Masken? Gab es besonders anfällige Personen im Frühjahr?
Solche Fragen beschäftigen mich auch sehr, weil ich ü70 bin, zum Glück aber außer meinem Alter keine weiteren der vermuteten Risikofaktoren habe.
Ich habe keine Angehörigen, die für mich einkaufen gehen, und versorge mich mit allem selbst.
Ich bin seit März nach wie vor mehrmals pro Woche Lebensmittel und sonstige Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen gegangen, habe ab und zu im Baumarkt etwas geholt, das ich dringend für Reparaturen gebraucht habe, war regelmäßg beim Frisuer und habe im Kaufhaus einige Klamotten gekauft.
In dieser Hinsicht ist also alles „business as usual“.
Die Unterschiede zu meinem „Vor-SARS-CoV-2-Leben“ bestehen darin,
---dass ich beim Einkaufen und beim Friseur immer eine FFP2-Maske trage.
---dass ich seither in keinem Restaurant mehr gegessen habe.
(Früher habe ich ein- bis zweimal pro Woche in einem Restaurant zu Mittag gegessen, in das auch einige jüngere Berufstätige und einige Senioren regelmäßg zu einer bestimmten Zeit zum Essen kommen. Man kennt sich vom Sehen und klönt ein bisschen. Das Fehlen dieser Kommunikation bedaure ich sehr.)
---dass ich seither keine Reise zu Freunden gemacht habe.
---dass ich seither – bis auf eine Ausnahme - keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzt habe, obwohl ich kein Auto mehr habe.
---dass die Wandergruppe meines Sportvereins seither keine Wanderungen mehr gemacht hat.
Früher haben wir uns zweimal pro Monat zu einer 12-18 km langen Wanderung getroffen.
Die Gruppe ist vor 30 Jahren gegründet worden und alle Mitglieder sind nun zwischen 70 und 80 Jahren alt, haben also alle mindestens einen Risokofaktor.
Ich vermisse sowohl die sportliche, als auch die soziale Komponente dieser Treffen.
---dass ich seither an keiner kulturellen Veranstaltung mehr teilgenommen habe.
---dass ich dieses Jahr keine Wanderreise machen konnte, sondern stattdessen zuhause am PC sitze und virtuell Wandern gehe, indem ich die Bilder früherer Wanderreisen zu Fotobüchern verarbeite.
---dass ich nicht in meine Muckibude gehen möchte. Die hat zwar wieder geöffnet, aber ich wage momentan nicht, dort hinzugehen. Ein gleichaltriger Bekannter hat da weniger Bedenken und trainiert wieder regelmäßig.
Trotz der Einschränkungen geht es mir eigentlich ganz gut.
Etliche Senioren aus meinem Bekanntenkreis führen ein wesentlich eingeschränkteres Leben. Einige, die alle Einkäufe durch Angehörige erledigen lassen (können), haben seit März ihre Wohnung nicht mehr verlassen.
Ich würde das nicht ertragen und bin fast froh darüber, dass ich „gezwungen“ bin, alles selbst zu erledigen.
Fazit aus meinem Bekannten- und Freundeskreis:
Die Mehrzahl meiner Bekannten, die in einem eigenen Haushalt leben und aufgrund ihres Alters (und gegebenenfalls auch anderer Risikofaktoren) zur Risikogruppe gehören, schützen sich durch deutlich eingeschränkte soziale Kontakte.
Meine Stichprobe ist sicher zu klein, um repräsentativ zu sein, aber ich halte es für möglich, dass ein wesentlicher Teil der gefährdeten Gruppe sein Infektionsrisiko durch Verhaltensänderungen so gut wie möglich selbst minimiert bzw. wenigstens reduziert.
Christoph_A
15.10.2020, 09:48
NL hat auch einfach extrem wenig Intensivbetten im Vergleich zu Deutschland (auf die Einwohner bezogen). Das ist vor Corona ja immer gelobt worden wie toll und effizient das Gesundheitssystem in NL arbeitet. :-)
Pssst, nicht zu laut sagen, sonst wacht DaCapo aus seinem beginnenden Winterschlaf auf und erklärt uns, warum das gelobte (flache) Land uns in allen Punkten medizinisch überlegen ist. :-blush
Spaß beiseite, in den Niederlanden und Belgien scheints grad wieder richtig abzugehen, ma gucken, ob das super super medizinische System dort hält, was sich viele hier davon versprechen, die ersten Notaufnahmen mussten ja wohl schon geschlossen werden.
@t0rchy: Es SIND meistens nur Erkältungssymptome, das wollen wir nun nicht unterschlagen. Allerdings, wenn es eben nicht nur Erkältungssymptome sind, dann läuft das Ganze unter Umständen richtig blöd. Ergo... Erkältung, die bei nicht ganz wenigen Menschen ziemlich schiefgehen kann.
Eine Erkältung ist eine Erkältung.
Eine Erkrankung die in allen Altersstufen in relevanter Zahl auch bei milden Symptomen bleibende Schäden verursacht (die noch nicht absehbar sind), die zu disseminierten Thrombosierungen und schweren neurologischen Störungen sowie massiven Lungenschäden und wochenlang beatmungspflichtigen Intensivpatienten führt, ist keine Erkältung. Sondern eine sehr schwere Erkrankung, die in vielen Fällen auch glimpflich ausgehen kann.
Die Klassifizierung als Erkältung, ist schlichtweg eine Relativierung auf Attila-Hildmann-Niveau. Oder wie viele Patienten musstest du bisher intensivmedizinisch in Folge einer Infektion mit banalen Rhinoviren behandeln?
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