Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Kackbratze
14.11.2020, 10:45
Welchen von Beiden? Die Tiefkühlkost oder das aus dem Kühlschrank?
GelbeKlamotten
14.11.2020, 11:06
Covid führt wohl zu weniger Spermien... https://www.thelancet.com/journals/eclinm/article/PIIS2589-5370(20)30348-5/fulltext
Natürlich geringe fallzahl und chinesische Studie, aber spannend. Wobei ich nicht weiß, wie das nach einer normalen Grippe-Hospitalisierung aussehen würde...
Lancet fällt schon seit Beginn der Pandemie damit auf, ständig solche völlig minderwertigen Studien zu Corona-Themen zu publizieren. Hauptsache es geht um Covid und treibt den Impact-Factor hoch. Schade um die Qualität der Wissenschaft.
Es gibt sicher noch mehrere 100 weitere Parameter, die nach einem schweren Infekt regelmäßig verändert sind. Die kann man jetzt alle noch mal bei Covid-Patienten untersuchen. Kann also munter weitergehen mit der Panikmache.
Relaxometrie
14.11.2020, 11:41
Was haltet ihr von der RNA-Vakzine?
Lasst ihr euch die mit gutem Gefühl applizieren?
Sehe ich auch so wie Evil ---> weitere Studienergebnisse abwarten.
Wobei die nicht unbedingt objektiv sein werden, weil ja ein immenser gesellschaftlicher Druck auf der erfolgreichen Impfstoffherstellung liegt.
Was mich skeptisch stimmt, ist die Tatsache (wenn das so nicht stimmt, bitte verbessern), dass mRNA-Impfstoffe schon lange erforscht, aber in der Humanmedizin bisher noch nie zugelassen worden sind. Insofern ist es jetzt in der Pandemiesituation zumindest sehr erklärungsbedürftig, warum der mRNA-Impfstoff doch sicher sein soll.
Theoretisch ist es ja ein geniales Konzept: die Impf-mRNA (braucht aber wohl Hilfsstoffe, um überhaupt in die Zellen einzudringen) wird in der Zelle in ein Protein translatiert und dann wieder abgebaut. Die Proteinherstellung geschieht im Zytolsol der Zelle und nicht im Zellkern. Nach erfolgter Proteinherstellung wird die mRNA abgebaut. Aber wird sie das wirklich? Oder könnte sie doch mit reversen Transkriptasen in die menschliche DNA eingebaut werden und z.B. ein Onkogen anwerfen? Ich muss zugeben, dass ich da nicht so firm bin und erstmal nachgelesen habe, ob es die reverse Transkriptase überhaupt außerhalb von Retroviren gibt. Angeblich kommt dieses Enzym beim Menschen in den Telomer-Regionen vor?
Also, bevor ich mich mit mRNA impfen lasse, muss ich noch einige Knoten im Hirn lösen.
Feuerblick
14.11.2020, 11:52
Die Frage ist doch, warum ein mRNA-Impfstoff bisher nicht zugelassen wurde. Keine Notwendigkeit? Kein Zulassungsantrag, weil finanziell nicht attraktiv? Zu wenig Bedarf? Andere Impfstoffe möglich und vorhanden? Ehrlich gesagt habe ich mich damit noch nicht beschäftigt.
Ansonsten würde ich auch erst einmal die vollständige Publikation der abgeschlossenen Studie abwarten.
An sich ist es ja nicht so neu, Gene per Vektor in Zellen einzuschleusen. Zwar als Therapie, aber ganz neu ist das Prinzip eben nicht. Gut, mehr als fünf oder sechs Jahre Follow-up dürfte es da auch nicht geben.
Mal abwarten. Ich bin kritisch, aber zumindest nicht völlig abgeneigt.
Relaxometrie
14.11.2020, 11:59
An sich ist es ja nicht so neu, Gene per Vektor in Zellen einzuschleusen.
Vektorimpfstoffe und mRNA-Impfstoffe sind zwei Paar Schuhe.
Feuerblick
14.11.2020, 12:06
Ich meinte auch keine Impfstoffe...
GelbeKlamotten
14.11.2020, 12:08
Sehe ich auch so wie Evil ---> weitere Studienergebnisse abwarten.
Wobei die nicht unbedingt objektiv sein werden, weil ja ein immenser gesellschaftlicher Druck auf der erfolgreichen Impfstoffherstellung liegt.
Was mich skeptisch stimmt, ist die Tatsache (wenn das so nicht stimmt, bitte verbessern), dass mRNA-Impfstoffe schon lange erforscht, aber in der Humanmedizin bisher noch nie zugelassen worden sind. Insofern ist es jetzt in der Pandemiesituation zumindest sehr erklärungsbedürftig, warum der mRNA-Impfstoff doch sicher sein soll.
Theoretisch ist es ja ein geniales Konzept: die Impf-mRNA (braucht aber wohl Hilfsstoffe, um überhaupt in die Zellen einzudringen) wird in der Zelle in ein Protein translatiert und dann wieder abgebaut. Die Proteinherstellung geschieht im Zytolsol der Zelle und nicht im Zellkern. Nach erfolgter Proteinherstellung wird die mRNA abgebaut. Aber wird sie das wirklich? Oder könnte sie doch mit reversen Transkriptasen in die menschliche DNA eingebaut werden und z.B. ein Onkogen anwerfen? Ich muss zugeben, dass ich da nicht so firm bin und erstmal nachgelesen habe, ob es die reverse Transkriptase überhaupt außerhalb von Retroviren gibt. Angeblich kommt dieses Enzym beim Menschen in den Telomer-Regionen vor?
Also, bevor ich mich mit mRNA impfen lasse, muss ich noch einige Knoten im Hirn lösen.
All die theoretischen Überlegungen tragen letztlich sowieso kaum dazu bei, die sicherheit oder unsicherheit eines solchen Impfstoffes zu bestimmen. Letztenendes ist die Zellbiologie weiterhin so komplex, dass man die Wirkung eines neuen Stoffes oder Substanzgemisches nicht sicher vorhersehen kann, sondern weiterhin auf das Ausprobieren und Beobachten angewiesen ist. Da kann dann irgendjemand erzählen die RNA könnte eh nicht revers transkribiert werden weil xyz und ein halbes Jahr später findet jemand raus, dass das eben doch geht unter den Umständen abc, wenn die Kernporen durch Koinfektion mit Virus x erweitert sind oder was weiß ich.
Das kann kein Mensch in der Theorie überblicken. Daher werde ich mich, wenn ich mich irgendwie dagegen wehren kann, nicht mit einem quasi noch experimentellen Verfahren gegen ein Virus impfen lassen, das ich für mich selbst für ungefährlich halte. Jedenfalls nicht ohne Langzeit Follow Up Studien über mehrere Jahre.
Evidence based
14.11.2020, 12:20
All die theoretischen Überlegungen tragen letztlich sowieso kaum dazu bei, die sicherheit oder unsicherheit eines solchen Impfstoffes zu bestimmen. Letztenendes ist die Zellbiologie weiterhin so komplex, dass man die Wirkung eines neuen Stoffes oder Substanzgemisches nicht sicher vorhersehen kann, sondern weiterhin auf das Ausprobieren und Beobachten angewiesen ist. Da kann dann irgendjemand erzählen die RNA könnte eh nicht revers transkribiert werden weil xyz und ein halbes Jahr später findet jemand raus, dass das eben doch geht unter den Umständen abc, wenn die Kernporen durch Koinfektion mit Virus x erweitert sind oder was weiß ich.
Das kann kein Mensch in der Theorie überblicken. Daher werde ich mich, wenn ich mich irgendwie dagegen wehren kann, nicht mit einem quasi noch experimentellen Verfahren gegen ein Virus impfen lassen, das ich für mich selbst für ungefährlich halte. Jedenfalls nicht ohne Langzeit Follow Up Studien über mehrere Jahre.
Das kannst du als medizinsches Personal aber wahrscheinlich nicht selbst entscheiden, wenn du deinen Beruf weiter ausüben möchtest. Impfen von medizinischem Personal wird die erste große Phase4 Studie werden.
Thomas24
14.11.2020, 12:54
Das kannst du als medizinsches Personal aber wahrscheinlich nicht selbst entscheiden, wenn du deinen Beruf weiter ausüben möchtest. Impfen von medizinischem Personal wird die erste große Phase4 Studie werden.
Das ist der springende Punkt. Für bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer, Medizinisches Personal etc. wird es vermutlich, entgegen aller rehäugigen Beteuerungen unserer Kanzlerin- doch einen Impfzwang geben. Wenn man nicht so sehr an diesem Job hängt, dass man bereit ist als humanes Meerschweinchen an der Felderprobung eines -(unter politischem Druck eilig zu genehmigenden Impfstoffes) -mRNA Impfstoffes teilzunehmen, sollte man sich einen Plan B zurechtlegen.
pashtunwali
14.11.2020, 12:58
glaube kaum, dass ein krankenhaus die mitarbeiter kündigt, wenn sie sich nicht gegen corona impfen lassen wollen, dafür ist der personaldruck doch viel zu hoch
Thomas24
14.11.2020, 13:00
glaube kaum, dass ein krankenhaus die mitarbeiter kündigt, wenn sie sich nicht gegen corona impfen lassen wollen, dafür ist der personaldruck doch viel zu hoch
Es gibt ja schon einen Präzedenzfall. Das nach 1971 geborene med. Personal, genau wie Kitapersonal etc. muss bei Einstellung eine Maserimpfung (oder nat. Immunität) nachweisen. Kann man ebenso bei Covid 19 handhaben.
habichnicht
14.11.2020, 13:24
Das halte ich für nicht durchsetzbar, denn ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Impfung gegen SARS-CoV-2 und einer Masernimpflicht besteht auf jeden Fall darin, dass es für die Masernimpfung einen jahrzehntelang erprobten Impfstoff gibt.
Thomas24
14.11.2020, 13:26
Das halte ich für nicht durchsetzbar, denn ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Impfung gegen Sars-CoV2 und einer Masernimpflicht besteht auf jeden Fall darin, dass es für die Masernimpfung einen jahrzehntelang erprobten Impfstoff gibt.
Deswegen sagte ich ja bereits, dass sich jeder mal einen Plan B zurechtlegen sollte für den Fall, dass man genötigt wird den Betatester für einen mRNA Impfstoff zu spielen, von dem es naturgemäß noch keine Erfahrungswerte geben kann.
Gibt ja schon einige frühe Phase Studien zu mRNA-Impfungen, aber ich denke, die Lagerung ist einfach mit zu kompliziert, als dass man einfache Antigen-Impfungen wie bei Tollwut ersetzen könnte.
die Frage ist ja, ob man nicht wollen würde, dass sich die RNA einbaut um eine langfristige Wirkung zu erzielen? In der PM war ja nur Wirksamkeit nach einer Woche oder so der Endpunkt? Das sagt halt nicht so viel...
Richtig blöd wäre es natürlich, wenn das med. Personal RNA kriegen würde und die Politik und die Bundeswehr nen anderen, wie damals bei Pandemrix.
Die großen Herrscher der Vereinigten Staaten von Europa drücken diesen oder spätestens nächsten Monat im Eilverfahren unter Umgehung des EU-Parlamentes extrem weitreichende Einschärnkungen im Datenschutz durch, u.a. mit einem effektiven Verbot der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zwangs-Backdoors für "qualizifizerte Behörden". Natürlich alles zum Schutz vor Terroranschlägen und im Sinne des Urheberrechtes. Jeder Stasi-Offizier kriegt davon ein feuchtes Höschen.
Und ihr glaubt ernsthaft, dass man der Zwangsimpfung gegen Corona entgehen könnte wenn sie das durchsetzen wollen? Social-Score -1000, oh leider kein Job mehr für Sie.
roxolana
14.11.2020, 13:52
So eine Zwangsimpfung mit einem im Eilverfahren zugelassenen komplett neuartigem Impfstoff muss erstmal vor Gericht bestand haben. Da habe ich so meine Zweifel. Außerdem ist die Stiko, was neue Impfstoffe angeht, sehr konservativ. Zur Erinnerung: Der Impstoff gegen Meningogokken B wurde 2013 zugelassen und ist immer noch nicht von der Stiko empfohlen, da "zu wenig Daten, um Evidenz zu beurteilen". Da fress ich doch einen Besen, wenn die Stiko 2021 eine Empfehlung für einen kurz vorher zugelassenen Corona-Impfstoff raushaut. Und eine Zwangsimpfung mit einem nicht von der Stiko empfohlenen Impfstoff kann es meiner Meinung nach nicht geben, zumindest nicht gerichtsfest.
Melina93
14.11.2020, 13:54
Ich habe aktuell kein gutes Gefühl bezüglich der Impfung. Ich traue der ganzen Dynamik dahinter nicht. Selbst wenn da kein böser Wille dahinter ist, kann man vieles noch gar nicht abschätzen und obwohl ich medizinisches Personal bin, würde ich mich aktuell ungern impfen lassen.
Wir sind doch sowieso schon die Deppen vom Dienst und müssen wieder einmal alles zusammen halten. Und jetzt noch als Versuchskaninchen herhalten? Und wenn dann etwas schief geht, heißt es, dass ging ja nicht anders weil wir ja systemrelevant sind. Und wenn wir etwas sagen oder die Pflege mehr Geld möchte, schlägt man uns wieder das Wort "Solidarität" um die Ohren und wir haben still zu sein.
Ne, bei aller Liebe- aber ich bin noch jung und hab nicht vor mir wegen so etwas die Gesundheit versauen zu lassen. Später, bei einem besser erforschten Impfstoff gerne.
Feuerblick
14.11.2020, 13:58
So eine Zwangsimpfung mit einem im Eilverfahren zugelassenen komplett neuartigem Impfstoff muss erstmal vor Gericht bestand haben. Da habe ich so meine Zweifel. Außerdem ist die Stiko, was neue Impfstoffe angeht, sehr konservativ. Zur Erinnerung: Der Impstoff gegen Meningogokken B wurde 2013 zugelassen und ist immer noch nicht von der Stiko empfohlen, da "zu wenig Daten, um Evidenz zu beurteilen". Da fress ich doch einen Besen, wenn die Stiko 2021 eine Empfehlung für einen kurz vorher zugelassenen Corona-Impfstoff raushaut. Und eine Zwangsimpfung mit einem nicht von der Stiko empfohlenen Impfstoff kann es meiner Meinung nach nicht geben, zumindest nicht gerichtsfest.
Sehe ich ähnlich. Wenn man überlegt, dass viele Gerichte schon Pillepalle wie die Maskenpflicht und die Schließung von Fitnessstudios kippen, wäre es zumindest mehr als verwunderlich, dass eine solche Impfpflicht nicht gekippt würde.
Thomas24
14.11.2020, 14:02
Dein Wort in Gottes Ohr. Ich kann mir derzeit alles vorstellen (siehe Einblick in die private elektronische Kommunikation durch die EU, Ermächtigungsgesetzentwurf des BMG usw.), auch dass auf die STIKO erheblicher politischer Druck ausgeübt werden würde.
Da kann dann irgendjemand erzählen die RNA könnte eh nicht revers transkribiert werden weil xyz und ein halbes Jahr später findet jemand raus, dass das eben doch geht unter den Umständen abc, wenn die Kernporen durch Koinfektion mit Virus x erweitert sind oder was weiß ich.
Und wenns so wäre? Sehe das Problem nicht.
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