Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Evidence based
11.12.2020, 17:24
Das UKD sagt alles an elektivem Programm ab.
https://lokalklick.eu/2020/12/11/uniklinik-duesseldorf-stoppt-vorerst-planbare-behandlungen/
58 Fälle auf 1200 Betten - deswegen ist die Lage so angespannt, dass nur noch Notfälle behandelt werden können? Kann das jemand erläutern?
GelbeKlamotten
11.12.2020, 17:34
Das sind die Auswirkungen des Viruses allgemein. Ob jetzt konkret dieser absolut nötige Weihnachtslockdown, das Zünglein an der Waage ist, sei mal dahin gestellt. Das Euro und EU Problem ist ein politisches, es hängt nur indirekt mit Corona zusammen. Das Prinzip worauf du anspielst ist schon seit fast einem Jahrzehnt in der Kritik.
1. Nein, der Weihnachtslockdown allein ist vielleicht nicht das Zünglein an der Waage. Ich habe auch nicht exklusiv den Weihnachtslockdown kritisiert, sondern alle vergangenen und folgenden Lockdowns.
Der Weihnachtslockdown ist nur „notwendig“, weil man es nicht für nötig hielt und hält, endlich alternative gezielte Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. In der Folge wird dann ein Januar-, Februar- und März-Lockdown „nötig“. Da kann man dann jedes mal sagen „Naja auf das kleine zusätzliche Lockdöwnchen kommts jetzt auch nicht mehr an“. Super Argument. Wie der Alkoholiker, der seit 3 Jahren jeden Tag ne Flasche Vodka säuft. „Auf die eine Flasche kommts jetzt auch nicht mehr an“. Irgendwann dekompensiert es dann leider doch zwangsläufig so sehr, dass jede Hilfe zu spät kommt.
2. Bisher gab es keine so direkte Vergemeinschaftung von EU Schulden, das ist eine direkte Coronamaßnahmenfolge. Gleichzeitig hat man den EU Schuldenberg extrem aufgebläht bzw. ist weiterhin dabei das zu tun. In einem Ausmaß, das vor Corona undenkbar war. Das ist sowohl eine direkte, als auch eine indirekte Coronamaßnahmenfolge. Ich bin mal gespannt wie viele von denen, die jetzt jeden anschnauzen, der es wagt was gegen den Lockdown zu haben, in 5 Jahren immer noch so denken.
Feuerblick
11.12.2020, 18:48
Ich warte ja immer noch auf Vorschläge zu funktionierenden alternativen Maßnahmen, die sich nicht alleine auf „wir kontrollieren einfach in den Altenheimen häufiger“ beschränken. Irgendwie habe ich noch nichts, aber wirklich gar nichts gehört, was auch nur halbwegs funktionieren würde.
Evidence based
11.12.2020, 18:52
Ich warte ja immer noch auf Vorschläge zu funktionierenden alternativen Maßnahmen, die sich nicht alleine auf „wir kontrollieren einfach in den Altenheimen häufiger“ beschränken. Irgendwie habe ich noch nichts, aber wirklich gar nichts gehört, was auch nur halbwegs funktionieren würde.
Zum Glück funktionieren die Maßnahmen wie der Lockdown light ja super, deswegen muss man sich ja auch keine Gedanken über Alternativen machen.
Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Lockdowns werden eklatant sein und sich zweifellos wesentlich schlechter absehbar und nicht minder gefährlich als die direkten Pandemiefolgen.
Du übersiehst, daß es eben NICHT die Alternative gibt "kein Lockdown und die Wirtschaft brummt". Die Krankheit frisst sich genauso oder noch schneller durch, wenn ganze Belegschaften erkranken, dann kollabieren die Fabriken auch in Nullkommanichts und wenn sich keiner mehr zum Einkaufen oder in die Gastronomie traut, dann war es das dann auch. Und erkrankte oder verstorbene Arbeitnehmer können auch nicht konsumieren, reisen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Natürlich gibt es in diesem Fall keine Entschädigungen...weil es ja nicht von oben verordnet wurde.
Das ganze kann man sehr schön in den von Coronaleugnern regierten Ländern wie Belarus oder Brasilien, oder in von trumphörigen Gouverneuren regierten US-Bundesstaaten sehen. In Belarus wackelt sogar der Präsidentenstuhl, Brasilien ist wirtschaftlich komplett abgestürzt und in USA wird weiterhin gestorben wie die Fliegen, parallel dazu geht die Wirtschaft den Bach runter.
Hingegen floriert in "Hardcore"-Lockdownländern wie VR China die Wirtschaft mittlerweile wieder.
cartablanca
11.12.2020, 19:10
1. Modell Tübingen übernehmen
2. Notfallzulassing für den DEUTSCHEN Impfstoff, der grad in GB verteilt wird
3. mit dem Impfstoff nicht junge gesunde Polizisten impfen, sondern die Risikogruppe der Ü60 Jährigen
4. Ü60 Jährige sollten auf freiwilliger Basis angehalten werden das Haus nicht zu verlassen bis alle durchgeimpft sind, auf jeden Fall dieser Risikogruppe kostenlos FFP2 Masken zur Verfügung stellen
GelbeKlamotten
11.12.2020, 19:20
Ich warte ja immer noch auf Vorschläge zu funktionierenden alternativen Maßnahmen, die sich nicht alleine auf „wir kontrollieren einfach in den Altenheimen häufiger“ beschränken. Irgendwie habe ich noch nichts, aber wirklich gar nichts gehört, was auch nur halbwegs funktionieren würde.
Ok, 5 Minuten Brain-Storming
- Kostenlose FFP2 Masken für alle Risikogruppen
- Zeiten, in denen nur Senioren einkaufen sollen/dürfen (die dürfen auch zu anderen Zeiten einkaufen, aber ihnen wird halt eine Zeit angeboten, in der dann wenig los ist)
- Taxifahrten kostenlos oder zum Preis von Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Schnelltest für jeden, der ein Altenheim oder Krankenhaus betritt
- Übernahme der Kosten für moderne leistungsstarke Lüftungsanlagen für alle Restaurants, Hotels, Fitnesstudios, usw.
- Übernahme der Kosten für "Heizpilze" für die Gastronomie
- Hilfen für den Einzelhandel, um Kassenbereiche sicherer zu gestalten. Z.B. Plexiglasschutz für Kassierer und auch für die wartende Kundschaft oder unkomplizierte Zuschüsse für den schnellen Aufbau von mehr Selbstzahlerterminals
- Technische Hilfe bzw. Zurverfügungstellen von Online-Systemen zum Besuchermanagement für alle Betriebe, die das brauchen
- Hilfe für Fitnessstudios um z.B. Geräte baulich voneinander abzuschirmen
- In Gebieten, in denen Regeln nicht eingehalten werden (z.B. Brennpunkte in Berlin oder Frankfurt), könnte man für Betreiber privater Einrichtungen (Kinos, Gyms, sonstige Sportstätten, uws.) von Kurzarbeit betroffene als "Aufpasser" zur Verfügung stellen, die im Problemfall das Hausrecht des Betreibers durchsetzen und Störenfriede rauswerfen (ja, man findet dafür Leute, ist nur eine Frage des Geldes)
- Kostenlose Hotline für Angehörige: Wie schütze ich meine Oma effektiv, wenn ich sie besuche?
- Engmaschige staatliche Kontrollen in Hochrisikobetrieben (wieso ist bei Tönnies gefühlt alle 3 Wochen ein neuer Corona-Massenausbruch möglich?)
- Kostenlose Mietautos für alle, die nachweislich kein eigenes Auto haben und deshalb bisher auf den ÖPNV angewiesen sind, bevorzugt für Risikogruppen.
- Geldprämien für eine lückenlose Benutzung der Corona-App. Hierfür auch kostenloses Leih-Smartphone für diejenigen, die keins haben.
geisterhome
11.12.2020, 19:20
Rede mal mit ein paar Menschen, die Corona hatten. Da hält niemand die Maßnahmen für übertrieben... ich denke du hast die Situation einfach nicht vollständig erfasst und gibst hier deine nicht sehr durchdachte Meinung zum Besten
Also auf Berichte von Einzelnen gebe ich eigentlich nichts, aber da ich doch einige Personen ziemlich gut kenne die vor kurzem Corona hatten kann ich gerne auch berichten.
Mein Schwager war betroffen, an seinem Arbeitsplatz waren einige Kollegen betroffen. Das Ganze war bei ihm eine relativ starke Erkältung, aber nichts was er als bisher Grippe bezeichnet hätte. Fieber hatte er nie. Nach ca. 10 Tagen war er wieder arbeiten. Ich hatte ihn auch nach seinen Kollegen gefragt und er wohl der Letzte der wieder arbeitsfähig war.
Bei ihm hatten sich dann, oh Schreck, auch meine Schwiegereltern angesteckt, beide ziemlich deutlich in der Risikogruppe. V.a. meine Schwiegermama ist zudem ein totaler Hypochonder, sie war sich auch seit langem vollkommen sicher das sie eine Coronainfektion niemals überleben würde. Und siehe da, sie hatte genauso wie mein Schwiegervater eigentlich gar keine wirklichen Symptome (vllt. ein bisschen Husten, vllt. aber auch nicht, ein Anflug von Halsschmerzen, mal Kopfschmerzen die sie sonst aber auch oft haben), obwohl sie natürlich 2 Wochen lang damit gerechnet hatten das ihr Ableben kurz bevor stand.
Der Bruder von einer guten Bekannten ging es wohl 3 Wochen relativ schlecht, im Sinne einer schwereren Grippe die man zu Hause im Bett auskuriert, war in etwa so lange auch krankgeschrieben aber arbeitet jetzt auch wieder und hat keine Einschränkungen mehr.
Dass das mit den Risikogruppen nicht (alleine) funktioniert, hat inzwischen sogar Schweden eingesehen.
Und ja, wenn du hier mal mitliest, dann ist das deine selektive Wahrnehmung. Oder wie erklärst du dir, dass andere Häuser ihre Intensivstationen voll mit Covid-Patienten haben? Incl. Bauchlage, ECMO...
Ja, in Tübingen funktioniert das. Flankiert von allen anderen, bundeslandweiten Maßnahmen.
Blöderweise sterben auch junge Menschen.
Schweden verfolgt weiter einen deutlich liberaleren Weg. Statistiken lassen sicherlich Interpretationsspielraum aber an der in Schweden nicht vorhandenen Übersterblichkeit kann man schon sehen das es dort zumindest zu keiner totalen Katastrophe kam. In der 2. Welle Moment scheinen sie zudem besser dazustehen als Deutschland. Die Zahl der ITS Patienten pro 100.000 Einwohner ist dort im Moment weniger als halb so hoch wie bei uns, es gibt in Deutschland mehr Beatmungsfälle als Covid ITS Patienten in Schweden. Die Sterbefälle liegen in etwa gleich auf. Vor allem gibt es dort aber keine scheinbar unüberbrückbaren innergesellschaftlichen Konflikte bezüglich des Handlings der Coronasituation, keine Großdemonstrationen gegen irgendwelche Einschränkungen, etc... Das allein ist schon eine menge Wert. Ob ein ähnlicher Weg hier möglich gewesen wäre weiß ich nicht, jedoch wirkt es mittlerweile mehr als realitätsfern Schweden zu kritisieren und z.B. Deutschland als Beispiel anzubringen wie man es hätte besser machen können. Und wer hier Maßnahmenverweigerer und Coronaleugner als Hauptverantwortliche für die andauernde Verbreitung des Virus ausmacht dem muss man sagen das Schweden es geschafft hat das sich solche Gruppen gar nicht erst bilden.
Schweden hat noch nicht einmal die dreifache Einwohnerzahl von Berlin, verteilt auf eins der größeren europäischen Flächenländer. Ein erheblicher Anteil im ländlichen Schweden lebt sowieso in einer Art permanenten lockdown, wenn der nächste Nachbar 10km weiter weg wohnt, der nächste Laden 20km entfernt ist und auch nur alle vier Wochen zu größeren Einkäufen oder kulturellen Events in die Stadt gefahren wird. Die durchschnittliche Schüleranzahl pro Klasse im ländlichen Raum dort zu rechercherien spare ich mir jetzt...Ansonsten hat sich der schwedische Virologe ja durchaus selbstkritisch zu seinem damals eingeschlagenem Kurs geäußert. Und wie gesagt, abgerechnet wird immer zum Schluß.
Außerdem sollte man nicht Schweden mit Deutschland oder Belgien vergleichen, sondern mit Norwegen und Finnland, schon aufgrund der Geographie und Bevölkerungsstruktur, und da schaut es eben gar nicht so gut aus.
GelbeKlamotten
11.12.2020, 19:35
Das setzt aber eine hohe Compliance voraus. In einer Studentenstadt wie Tübingen evtl. gegeben, aber in den Städten wie Berlin oa. wird das nix bringen.
Deswegen bräuchte man wie erwähnt in Brennpunkten Leute, die das kontrollieren. Ist ja nicht so, als könnte man halb Berlin wegen den Araberclans nur noch mit einem Maschinengewehr betreten, auch wenn die Bildzeitung manchmal den Eindruck erweckt. Mit 20 Mrd. Euro im Monat könnte man so einiges durchsetzen.
- Kostenlose FFP2 Masken für alle Risikogruppen
CHECK
- Zeiten, in denen nur Senioren einkaufen sollen/dürfen (die dürfen auch zu anderen Zeiten einkaufen, aber ihnen wird halt eine Zeit angeboten, in der dann wenig los ist)
hat sich in Spanien als wenig sinnvoll herausgestellt. es leiden dann nämlich die Schichtarbeiter
- Schnelltest für jeden, der ein Altenheim oder Krankenhaus betritt
CHECK. Haben noch nicht alle, gibt aber auch zuwenig Tests
- Übernahme der Kosten für moderne leistungsstarke Lüftungsanlagen für alle Restaurants, Hotels, Fitnesstudios, usw.
CHECK- indirekte Hilfe
- Hilfen für den Einzelhandel, um Kassenbereiche sicherer zu gestalten. Z.B. Plexiglasschutz für Kassierer und auch für die wartende Kundschaft oder unkomplizierte Zuschüsse für den schnellen Aufbau von mehr Selbstzahlerterminals
haben die ganz alleine geschafft, stell Dir mal vor...
- Technische Hilfe bzw. Zurverfügungstellen von Online-Systemen zum Besuchermanagement für alle Betriebe, die das brauchen
Haben die Firmen auch alleine bewerkstelligt. Außerdem, wer will schon EDV vom Staat geschenkt?
- Hilfe für Fitnessstudios um z.B. Geräte baulich voneinander abzuschirmen
Plexiglas? Oder gleich eine Mauer?
- In Gebieten, in denen Regeln nicht eingehalten werden (z.B. Brennpunkte in Berlin oder Frankfurt), könnte man für Betreiber privater Einrichtungen (Kinos, Gyms, sonstige Sportstätten, uws.) von Kurzarbeit betroffene als "Aufpasser" zur Verfügung stellen, die im Problemfall das Hausrecht des Betreibers durchsetzen und Störenfriede rauswerfen (ja, man findet dafür Leute, ist nur eine Frage des Geldes)
auch das haben die Betriebe schon selbst organisiert. Im Frühjahr gab es vor jedem Laden Security
- Kostenlose Hotline für Angehörige: Wie schütze ich meine Oma effektiv, wenn ich sie besuche?
CHECK. Dummerweise hotline überlastet...
- Engmaschige staatliche Kontrollen in Hochrisikobetrieben (wieso ist bei Tönnies gefühlt alle 3 Wochen ein neuer Corona-Massenausbruch möglich?)
Mittlerweile wird ja kontrolliert, warum vorher nicht, mußt Du Deine FDP-buddies in der Landesregierung NRW fragen..ach ja, Grüße auch von Siggi
- Kostenlose Mietautos für alle, die nachweislich kein eigenes Auto haben und deshalb bisher auf den ÖPNV angewiesen sind, bevorzugt für Risikogruppen.
CHECK. Im Frühjahr z.B. in NRW für Krankenhauspersonal.
- Geldprämien für eine lückenlose Benutzung der Corona-App. Hierfür auch kostenloses Leih-Smartphone für diejenigen, die keins haben.
Vielleicht erst mal eine brauchbare app?
Normalerweise bin ich von Dir bessere Beiträge gewohnt als ein Vorschlagmix aus längst etablierten Maßnahmen, feuchten Träumen der FDP, Blödsinn (Plexiglas und Kartenterminal vom Staat?) und linken Ideen (Staat zahlt bitte alles)
WackenDoc
11.12.2020, 19:58
Plexiglasscheiben bringen nichts, wenn die einfach völlig unsinnig angebracht sind und die Verkäufer keine Masken tragen und dann auch noch den Kunden auf die Pelle rücken.
Und ist ja schön, wenn du irgendwelche Alten mit gesonderten Einkaufszeiten schützen willst, hilft mir aber nichts, wenn in den Supermärkten die Maskenpflicht nicht konsequent umgesetzt wird und ÄRzte weiter Befreiungsatteste wie Kamelle verteilen.
Und wer bitte erlaubt eine Propagandabustour quer durch Deutschland. Mit Menschen die den Bus als "ein Haushalt deklarieren", aber an jeder Station munter ihre Tröpfchen verteilen und die Anhänger ohne Masken und ohne Abstände da stehen und ihren Gurus huldigen.?
GelbeKlamotten
11.12.2020, 21:24
CHECK
Check? Bisher wurde, nach einem Jahr Pandemie, keine kostenlose Maske an eine private Risikoperson ausgegeben. Die Masken müssen dann selbst abgeholt werden, wenn alles gut läuft ab Januar, und es wird unnötigerweise eine Zuzahlung fällig.
hat sich in Spanien als wenig sinnvoll herausgestellt. es leiden dann nämlich die Schichtarbeiter
Habe aus Tübingen (wo der Anteil an Schichtarbeitern vermutlich relativ hoch ist) bisher keine Beschwerden gehört.
CHECK. Haben noch nicht alle, gibt aber auch zuwenig Tests
Check? Noch nicht alle? Ich habe bei mir im Krankenhaus noch nicht einen einzigen Mitarbeiter getroffen, der getestet wurde, außer es bestand an konkreter Infektionsverdacht.
CHECK- indirekte Hilfe
Is klar, indirekte Hilfe. Die Betriebe brauchen direkt für die entsprechenden Umrüstungen finanzielle Hilfen. Und die Garantie, dass sie mit entsprechenden Maßnahmen dann auch öffnen dürfen.
haben die ganz alleine geschafft, stell Dir mal vor...
Viele Supermärkte haben inzwischen Plexiglasverkleidungen an der Kasse von unterschiedlicher Qualität. Eine gute Lösung, um die Kunden in der Warteschlange auf Abstand zu halten habe ich noch nirgends gesehen. Vom übrigen Einzelhandel haben viele noch gar nichts.
Haben die Firmen auch alleine bewerkstelligt. Außerdem, wer will schon EDV vom Staat geschenkt?
Habe ich in einzelnen Gyms gesehen. Im übrigen Einzelhandeln noch nirgends. Die Motivation, ein gutes und dadurch uU teures Konzept zu entwickeln dürfte auch gering sein, wenn quasi wöchentlich irgendein Politiker frei nach eigener Meinung neu entscheidet, wer öffnen darf oder schließen muss.
Plexiglas? Oder gleich eine Mauer?
z.B. Plexiglas.
auch das haben die Betriebe schon selbst organisiert. Im Frühjahr gab es vor jedem Laden Security
Wenn die das so wunderbar selbst organisiert haben, warum mussten dann Betriebe geschlossen werden? Sind so viele Ansteckungen trotz konsequenter Einhaltung von Maskenpflicht und 1,5m Abstand entstanden?
CHECK. Dummerweise hotline überlastet...
Überlastet, obwohl kaum beworben und in der Bevölkerung wenig bekannt.
CHECK. Im Frühjahr z.B. in NRW für Krankenhauspersonal.
Check? Ernsthaft? Weil es in NRW mal eine Zeit lang Mietautos für Krankenhauspersonal gab? Damals war die Zielsetzung, dass das Personal überhaupt zur Arbeit kommen kann, nicht die Entzerrung des ÖPNV.
Bist du in letzter Zeit mal in einem Stadtgebiet Bus gefahren? Die sind zum Teil vollgestopft bis an die Tür. Wenn ich kein Auto hätte, würde ich mir lieber kostenlos eins Mieten oder sehr günstig Taxi fahren, als mich da reinzuquetschen und da dürfte ich nicht die einzige sein.
Vielleicht erst mal eine brauchbare app?
So schlecht wäre die App nicht, wenn so gut wie jeder sie benutzen würde. Die flächendeckende (weil dort verpflichtende) App-Nutzung ist übrigens auch ein Grund, warum China die Pandemie scheinbar ganz gut im Griff hat (andere Maßnahmen dort sind teils nicht so harmlos).
Normalerweise bin ich von Dir bessere Beiträge gewohnt als ein Vorschlagmix aus längst etablierten Maßnahmen, feuchten Träumen der FDP, Blödsinn (Plexiglas und Kartenterminal vom Staat?) und linken Ideen (Staat zahlt bitte alles)
Kaum einer der Vorschläge ist tatsächlich etabliert. Und "linker" als das, was im Moment passiert, kanns kaum mehr werden. Man muss hier bei den auf den ersten Blick sehr teuren Geschenken immer die Kosten des Lockdowns als Vergleich sehen.
Das Problem ist doch auch, das Risikopersonen nicht nur in Altenheimen oder allein zu Hause leben. Ich kenne schon in der engeren Verwandschaft (die zugegebenermaßen groß ist) locker zwei Dutzend formale Risikopersonen, die, wenn sie mit Kindern und Enkelkindern nicht sogar unter einem Dach leben, in die Betreuung von Enkeln fest eingebunden sind. Haben die einfach Pech gehabt?
Dazu die seltenen, aber möglichen schweren Verläufe bei Jüngeren. Da ist Herdenimmunität ein schwieriges Ziel.
Das Problem ist doch auch, das Risikopersonen nicht nur in Altenheimen oder allein zu Hause leben.
genau, 92% der zukünftigen Impfärzte in den Impfzentren gehören auch zur Risikogruppe- willst Du die alle wegsperren? *duckundweg*
arbeiter79
11.12.2020, 22:57
Das kann man so nicht stehen lassen. Der Anteil der Landbevölkerung in Schweden ist grade mal 12% niedriger als in Deutschland (15%). Ein äußerst geringer Anteil lebt wie von dir beschrieben. Zudem verteilen sich ganz 40% der Bevölkerung auf die großen Ballungsräume Malmö, Göteborg und Stockholm. Über 20% leben allein in der Metropolregion Stockholm. Von dern Kultur und Mentalität mögen sie sich sehr ähneln aber was reale Wohnverhältnisse, Arbeitsbedingungen soziale Belange angeht kann ist Schweden weiter entfernt von Norwegen als von so manchem Kontinentaleuropäischem Land.
arbeiter79
12.12.2020, 00:09
Du übersiehst, daß es eben NICHT die Alternative gibt "kein Lockdown und die Wirtschaft brummt". Die Krankheit frisst sich genauso oder noch schneller durch, wenn ganze Belegschaften erkranken, dann kollabieren die Fabriken auch in Nullkommanichts und wenn sich keiner mehr zum Einkaufen oder in die Gastronomie traut, dann war es das dann auch. Und erkrankte oder verstorbene Arbeitnehmer können auch nicht konsumieren, reisen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Natürlich gibt es in diesem Fall keine Entschädigungen...weil es ja nicht von oben verordnet wurde.
Das ganze kann man sehr schön in den von Coronaleugnern regierten Ländern wie Belarus oder Brasilien, oder in von trumphörigen Gouverneuren regierten US-Bundesstaaten sehen. In Belarus wackelt sogar der Präsidentenstuhl, Brasilien ist wirtschaftlich komplett abgestürzt und in USA wird weiterhin gestorben wie die Fliegen, parallel dazu geht die Wirtschaft den Bach runter.
Hingegen floriert in "Hardcore"-Lockdownländern wie VR China die Wirtschaft mittlerweile wieder.
Es würden doch niemals genug Menschen im arbeitsfähigem Alter ernsthaft erkranken oder gar sterben um Unternehmen derartig lahm zu legen.
Wenn man sich an den Ausbruch bei Tönnies erinnert, am Ende hatte es dort über 2100 Infizierte. Gut 30 waren hospitalisiert. gestorben sind exakt NULL. Geht die Infektion schnell rum in einem Betrieb hat man für 3 oder 4 Wochen einen merklich erhöhten Krankenstand, dann sind fast alle genesen. Dauert es eine Weile bis die meisten es hatten sind eben über einen etwas längeren Zeitraum, dafür aber weniger gleichzeitig Arbeitsunfähigkeit.
Brasilien hat übrigens den niedrigsten Wirtschaftseinbruch in ganz Südamerika erlitten. Und bist du dir sicher das die Menschen in Belarus wegen Lukaschenkos Umgang mit Corona auf die Straßen gehen?
Und was das sterben wie die Fliegen betrifft, die USA liegen bei Covid Toten in etwa auf dem Niveau von Frankreich und haben weniger Tote/100.000 zu beklagen als z.B. Belgien Italien oder Spanien.
Ob man jetzt Krankmeldungen von scheinselbstständigen Werksvertraglern bei Subsubsubunternehmern als Maßstab hernehmen sollte? Daß 27jährige Fleischereihelfer vom Balkan mit COVID nicht gleich tot umfallen, weiß ich auch.
Bei 2100 Infizierten z.B. bei BMW in Dingolfing läuft da kein Auto mehr vom Band- ganz abgesehen davon, daß nach deutschem Sozialrecht Erkrankte zuhause bleiben oder auf der Arbeit aus dem Verkehr gezogen würden. Und wieviele Schnitzel entsprechen einem Mittelklasse -BMW?
Brasiliens Wirtschaftsleistung muß man nicht mit den Nachbarländern, die vorher schon pleite waren (wie Argentinien und Venezuela) , vergleichen, sondern vom Ausgangspunkt her. Aber Du kannst auch Indien nehmen- da sind zwar keine Coronaleugner an der Macht, die Ausgangsbeschränkungen wurden aber von einer Mehrzahl der Bevölkerung aus blanker Not ignoriert. Nun ist Indien auch aus dem BRIC draußen...
Das Verspotten und Ingnorieren von Corona durch Lukaschenka war der Strohhalm, der dem Kamel das Kreuz brach. Natürlich sind die Zahlen auch nicht verläßlich
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Aerzte-kaempfen-gegen-Corona-und-Diktator-Lukaschenko-415407.html
cartablanca
12.12.2020, 08:22
Das Problem ist doch auch, das Risikopersonen nicht nur in Altenheimen oder allein zu Hause leben. Ich kenne schon in der engeren Verwandschaft (die zugegebenermaßen groß ist) locker zwei Dutzend formale Risikopersonen, die, wenn sie mit Kindern und Enkelkindern nicht sogar unter einem Dach leben, in die Betreuung von Enkeln fest eingebunden sind. Haben die einfach Pech gehabt?
Natürlich nicht. Dann muss man eben was organisieren. Nachbarschaftshilfe oder Sozialdienst oder sowas. Ich denke, dass man das gut organisieren kann. Immer noch besser als ein Lockdown nach dem Anderen ohne Rücksicht auf Verluste. Früher hatten wir mal Zivis für solche Fälle bevor die Politik ohne Rücksicht auf den damals bereits existierenden Pflegenotstand die Wehrpflicht abschaffte.
Es ist übrigens auch nicht greade solidarisch der Jugend ein ruiniertes Land und Schuldenberge von der Höhe des Mount Everest zu hinterlassen.
Natürlich nicht. Dann muss man eben was organisieren. Nachbarschaftshilfe oder Sozialdienst oder sowas. Ich denke, dass man das gut organisieren kann.
Wird den arbeitenden Angehörigen der Risikogruppe dann auch das Gehalt weiter gezahlt oder wie stellst du dir das vor?
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