Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Kackbratze
16.01.2021, 20:14
Am Ende bleibt vermutlich, wie bei vielen Infektions-Krankheiten, immer nur die Impfung, als wirksame Primärprävention.
Primärpravention, Schutz von Risikogruppen, Vorsorge. Wie auch bei Karzinomen und anderen Erkrankungen.
1. Die große Mehrzahl der Menschen schränkt sich seit nunmehr einem Jahr massiv ein was persönliche Kontakte zu Familien, Freunden, Fremden betrifft, aber auch bezüglich Kultur, Freizeit und anderen Faktoren die Lebensqualität ausmachen. Nicht wenige stehen am Rande ihrer wirtschaftlichen Existenz. Nicht von ein paar lauten Idioten auf alle schließen!
Wie passt das aber zu den konstant hohen Infektionszahlen wenn sich alle so massiv einschränken?
Ach, eigentlich ist es mir mittlerweile auch egal.
GelbeKlamotten
16.01.2021, 21:42
Wie passt das aber zu den konstant hohen Infektionszahlen wenn sich alle so massiv einschränken?
Ach, eigentlich ist es mir mittlerweile auch egal.
Hat sie geschrieben „alle“ oder hat sie geschrieben „die meisten“? Es ist echt ziemlich nervig, dass hier scheibar viele nicht lesen können.
Das stand tatsächlich "die große Mehrzahl", das stimmt. Inhaltlich ändert das aber nichts.
FirebirdUSA
16.01.2021, 22:17
Naja, eigentlich ist es ganz einfach: Lockdown ist bei niedrigen Infektionszahlen effektiv, nur dann meist nicht richtig umgesetzt. Bei hohen Infektionszahlen ist es eben nicht mehr effektiv... wenn dann bräuchten wir auch ein gemeinsames europäisches Vorgehen (oder Grenzen konsequent zu... beides aktuell unwahrscheinlich).
Auch mit härterem Lockdown werden die Zahlen vermutlich erst im Frühjahr sinken...
Choranaptyxis
16.01.2021, 22:18
Wie passt das aber zu den konstant hohen Infektionszahlen wenn sich alle so massiv einschränken?
Ach, eigentlich ist es mir mittlerweile auch egal.
Ich könnte mir vorstellen, dass einige da auch "unbewusst" es fördern. Ich kenne auch Personen, die sich an alle Regeln halten, und sich selbst wohl auch als ziemlich eingeschränkt bezeichnen würden. Wenn man sich allerdings immer noch mit einer handvoll Leute trifft (also indoor, mehrere Stunden etc), und das an verschiedenen Tagen die Woche und zudem nicht alleine wohnt, stecke ich schnell auch mal mehrere Leute an (oder bringe zumindest einige in Quarantäne),
GelbeKlamotten
16.01.2021, 22:33
https://youtu.be/twb_f7rj16g
Vielleicht hätte es dann wirklich einen exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen gegeben, von dem immer wieder alle möglichen mathematischen Analphabeten erzählen.
Naja, es gab im Oktober einen exponentiellen Anstieg der Neu-Fall-Zahlen. Kann man https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/
Hier auch schön sehen, wenn man die logarithmische Darstellung weiter unten einschaltet. Dort ist eine "lineare" Zunahme ja eine exponentielle Zunahme in Wirklichkeit. Und die gab es. Oder nicht?
GelbeKlamotten
17.01.2021, 01:30
Naja, es gab im Oktober einen exponentiellen Anstieg der Neu-Fall-Zahlen. Kann man https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/
Hier auch schön sehen, wenn man die logarithmische Darstellung weiter unten einschaltet. Dort ist eine "lineare" Zunahme ja eine exponentielle Zunahme in Wirklichkeit. Und die gab es. Oder nicht?
Gäbe es wie du behauptest einen exponentiellen Anstieg der Neu-Fall-Zahlen, dann hätten wir ein richtig großes Problem. Die Neu-Fall-Zahlen sind ja schon die erste Ableitung der Gesamtfallzahlen.
Wenn wir überhaupt irgendwo realistisch nach einem exponentielles Wachstum suchen wollen, dann bei den Gesamtfallzahlen.
Um bei den Gesamtfallzahlen überhaupt erstmal ein quadratisches Wachstum zu erreichen, bräuchten wir bei den neuen Fällen ein lineares Wachstum. (wir erinnern uns an die Schulzeit: Die Ableitung von x^2 ist 2x, also linear).
Schauen wir uns das Wachstum der Neu-Fall-Zahlen aus deiner Quelle an:
32811
Tatsächlich, wir haben teilweise über einige Wochen ein lineares Wachstum der Neuen Fälle, und damit vereinzelt ein quadratisches Wachstum der Gesamtfälle. Unterbrochen von Zeiträumen, in denen die neuen Fälle fast konstant bleiben oder abnehmen, in diesen haben wir ein lineares bis degressives Wachstum der Gesamtfälle.
Für ein exponentielles Wachstum der Gesamtfälle bräuchten wir ein progressives Wachstum der neuen Fälle, d.h. das Wachstum der neuen Fälle müsste systematisch überlinear sein. Einen solchen Zeitraum gibt es in dem Schaubild nicht. Man kann jetzt natürlich zu Beginn des höheren linearen Wachstums Mitte Oktober vereinzelt mal zwei Wochen finden, in denen das Delta der Neufallzahlen zur Vorwoche geringfügig größer wird. Das ist aber auch einfach die Voraussetzung, damit ein lineares Wachstum seine Steigung ändern kann. Daraus ein überlineares Wachstum der neuen Fälle (und damit ein exponentielles Wachstum der Gesamtfälle) herleiten zu wollen ist schon recht weit hergeholt.
Dann müsste man auch jeden Prozess der linear wächst, aber nicht über den gesamten Zeitraum die exakt gleiche Steigung hat als quadratisch bezeichnen. Da hätte es früher im Matheunterricht direkt eine 4 gehagelt ;-)
Wir erinnern uns auch noch mal aus der Schule:
Eine Funktion heißt quadratisch wenn sie ungefähr so schnell wächst wie die Funktion "x^2".
Eine Funktion heißt exponentiell wenn sie ungefähr so schnell wächst wie die Funktion "a^x" (für ein bestimmtes a).
Im Übrigen wurde bereits lange vor Oktober von Seiten der Politik und Medien inflationär das Wort "exponentiell" verwendet, unter anderem von der Kanzlerin, die es als Physikerin sicherlich eigentlich besser weiß. Aber exponentielles Wachstum klingt halt so schön wissenschaftlich, daher verwendet man es offenbar seit Covid einfach gerne als Synonym für "schnelles Wachstum". Wissenschaftlich korrekt muss sowas schon lange nicht mehr sein, Hauptsache es macht Angst.
//edit:
Um das ganze noch mal einfacher zu veranschaulichen: Nimm dir zwei beliebige Datenpunkte, egal ob auf Tages- oder Wochenbasis. Konstruiere daraus eine Formel für ein exponentielles Wachstum. Dann rechne dir die nächsten 4 y-Werte mit der Formel aus und vergleiche sie mit den realen Zahlen. Du wirst sehen: die realen Infektionszahlen bleiben weit hinter dem errechneten exponentiellen Wachstum zurück. Habe ich übrigens vor ein einigen Wochen mal gemacht und hier gepostet.
DrSkywalker
17.01.2021, 05:24
Oh dear, ich hoffe du bist zufrieden mit deinem Leben.
GelbeKlamotten
17.01.2021, 05:59
Oh dear, ich hoffe du bist zufrieden mit deinem Leben.
Schade eigentlich, dass hier weiterhin keine sachliche Diskussion möglich ist, weil Leute wie du sofort persönlich werden, wenn sie inhaltlich überfordert sind.
Meine Nichte reagiert ähnlich trotzig, wenn sie etwas nicht versteht. Die ist im grundschulalter.
Wie passt das aber zu den konstant hohen Infektionszahlen wenn sich alle so massiv einschränken?
Es gibt immer noch die Felder öffentlicher Personenverkehr und Arbeit, die kaum reglementiert sind. In meinem Bundesland (BaWü) besteht auch in den Altersheimen noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Ich halte es einfach für nur noch schwer erträglich, wenn man immer der Bevölkerungsgruppe die Schuld gibt, die zum einen sich mehrheitlich an alle Regeln hält, egal ob sie im Einzelfall sinnvoll sind oder nicht und zum anderen die größte Last an den Einschränkungen trägt.
Und selbst wenn es so sein sollte, dass das unvernünftige Verhalten von sagen wir mal 20% an den hohen Infektionszahlen schuld ist, dann ist es dennoch falsch, die übrigen 80% auch ständig dafür verantwortlich zu machen.
Oh dear, ich hoffe du bist zufrieden mit deinem Leben.
Wobei sie in diesem Fall grundsätzlich richtig argumentiert, auch GK darf differenziert betrachtet werden. Dieses Mal hat sie durchaus Recht.
Allerdings streift sie nur am Schluss kurz eine relevante Fragestellung, die eigentlich viel entscheidender ist, als diese genau genommen völlig belanglose Frage, ob wir uns nun im Bereich eines exponentiellen Wachstums befinden oder nicht.
Um das ganze noch mal einfacher zu veranschaulichen: Nimm dir zwei beliebige Datenpunkte, egal ob auf Tages- oder Wochenbasis. Konstruiere daraus eine Formel für ein exponentielles Wachstum. Dann rechne dir die nächsten 4 y-Werte mit der Formel aus und vergleiche sie mit den realen Zahlen. Du wirst sehen: die realen Infektionszahlen bleiben weit hinter dem errechneten exponentiellen Wachstum zurück. Habe ich übrigens vor ein einigen Wochen mal gemacht und hier gepostet.
Das ist zu stark vereinfacht.
Grundsätzlich kannst Du mit einer Exponentialfunktion problemlos Phasen linearen Wachstums oder sogar Plateaubereiche abbilden, wenn Du bei f(x)= a*e^(b*x) die beiden Koeffizienten a und b entsprechend wählst oder in der Potenz gar einen Term einfügst (zum Verständnis: * bedeutet eine Multiplikation, ^bedeutet Potenzierung).
Das ist im Grunde aber Haarspalterei und ändert nichts an der Situation, ist also völlig irrelevant.
Die eigentlich spannende Frage ist, in welchem Bereich von x befinden wir uns? Und muss das zwingend die Dimension Zeit sein?
Wenn man sich die aktuellen Neuansteckungszahlen anschaut, so sinken die langsam, d.h. die Maßnahmen zeigen durchaus Wirkung. Aber wie lang halten wir das durch? Und bleibt die Wirkung auch erhalten bei ansteckenderen Virusmutanten? Und könnte man durch gezieltere Maßnahmen eine deutlich höhere Effektivität erreichen und dafür uneffektive und somit schädliche Maßnahmen beenden?
Entscheidend ist die Kontaktreduktion. Wie kann man den Leuten auf einfache Weise überzeugend rüberbringen, diese eben in allen Bereichen umzusetzen?
Die Intention unserer Politiker ist gut, Organisationsleistung und Kommunikation dagegen beschämend schlecht. Aber wie war das, womit ist der Weg zur Hölle gepflastert?
Kackbratze
17.01.2021, 10:29
Entscheidend ist die Kontaktreduktion. Wie kann man den Leuten auf einfache Weise überzeugend rüberbringen, diese eben in allen Bereichen umzusetzen?
"In allen Bereichen", bedeutet entweder, dass wir französische Verhältnisse haben, wobei auch dort noch weiter gearbeitet wird.
Letztendlich ist die einzige Möglichkeit ein via Aerosol übertragbares Virus, was sich scheinbar nicht auf Oberflächen hält, nur durch 3 Wochen Isolation ALLER Menschen "besiegen" lässt.
Das bedeutet alle Familien/Sozialverbände bleiben isoliert, im Krankenhaus/Pflegeheim passiert genau das Gleiche. Damit ist die Wirtschaft erstmal richtig erschlagen, die Grundversorgung muss gesichert sein, aber es gibt formal keinen Kontakt, auch nicht bei den systemrelevanten Arbeitsplätzen.
Dann könnte man die verbliebenen "Wackelkandidaten" unter strengen Hygienenauflagen abstreichen und hat eine knallharte Kontrolle.
Das funktioniert auf dem Papier, wird die Selbstmordrate und auch die Komplikationen in der Medizin hochjagen (Eigenmedikation, Verschleppung von anderen Krankheiten), aber kann sofort nach hinten losgehen, wenn z.B. Katzen, Vögel oder andere Tiere weiterhin die Krankheit übertragen können, was ja bislang nicht ausgeschlossen wurde.
Katzen tragen es von Napf zu Napf (die Freiläufer), in der Viehzucht wird das entsprechend von Bauernhof zu Verarbeitungsbetrieb zu Zuchtbetrieb weitergefahren. Die Katzen waren jetzt ein Beispiel, es gibt genug Haustiere/Wildtiere die nah am Menschen sind und wechselnde Kontakte haben.
Die FFP2-Empfehlung die jetzt kommt, kommt mal wieder zu spät und ohne, dass die erforderlichen Kapazitäten an Masken vorliegen. Wieder eine Chance vergeudet und vor allem zu spät wahrgenommen.
Wenn ich jetzt Herrn Maas von "Grundrechten die Zurückgegeben werden" nach Impfung schwadronieren höre und sehe, dass ich selber in der letzten Gruppe der zu Impfenden bin, freue ich mich schon wenn ich (zynisch betrachtet) erst zuschaue, wie die Rentner wieder Essen gehen und dann bis zum Ende des Jahres erstmal der gesamte Rest der Bevölkerung. Ich kann damit umgehen, Andere sind nicht so reflektiert.
Und wenn ich mich nicht impfen lassen kann, was ist dann?
Dann ist man also endgültig ein Pariah in diesem Land?
Durch diesen halbgaren Maßnahmen und die total bekloppten Vorschläge entsteht Verwirrung und danach Abwehr.
Dass das Alle toll finden bei Umfragen ist logisch, und am Ende hat keiner die AfD gewählt, ne?
ehem-user-02-08-2021-1033
17.01.2021, 10:33
Die Intention unserer Politiker ist gut, Organisationsleistung und Kommunikation dagegen beschämend schlecht.
Das kann ich so nicht bestätigen. Die Werkzeuge der Politik werden zu 100 % sauber umgesetzt. Das heißt es werden Verordnungen und Gesetze erlassen. Das ist das, was die Exekutive und Legislative können.
Die Menschen füllen diese Dinge allerdings im Alltag nicht mit Leben.
Leider auch viele Politiker. Schade ist, dass die Menschen dann in Talkshows oder auf Pressekonferenzen oder vor der Kamera ohne Maske rumsitzen.
Das setzt die falschen Signale... auch in den Unterhaltungssendungen... Bussi hier... Bussi da...
Das ist alles leider gelebte Halbherzigkeit. Und das ist schade!
Thomas24
17.01.2021, 10:38
"Wenn ich jetzt Herrn Maas von "Grundrechten die Zurückgegeben werden" schwadronieren höre und sehe, dass ich selber in der letzten Gruppe der zu Impfenden bin, freue ich mich schon wenn ich (zynisch betrachtet) erst zuschaue, wie die Rentner wieder Essen gehen und dann bis zum Ende des Jahres erstmal der gesamte Rest der Bevölkerung.
Wenn der Konfirmandenanzug schon davon salbadert, jemandem großzügig seine Grundrechte "zurückzugeben"...
https://www.deutschlandfunk.de/lockdown-verschaerfung-zero-covid-ist-ein-sinnvolles-ziel.676.de.html?dram:article_id=490910
Passend dazu trendete auf Twitter vor ein paar Tagen der Hashtag Zerocovid. Lanciert von "Wissenschaftlern und Aktivisten", auf Twitter sekundiert und garniert mit ein paar herrlich unterkomplex gedachten Ideen von den üblichen Verdächtigen. Kompletter ökonomischer Selbstmord aus Angst vor dem Tod?
Und wenn ich mich nicht impfen lassen kann, was ist dann?
Dann ist man also endgültig ein Pariah in diesem Land?
Durch diesen halbgaren Maßnahmen und die total bekloppten Vorschläge entsteht Verwirrung und danach Abwehr.
Dass das Alle toll finden bei Umfragen ist logisch, und am Ende hat keiner die AfD gewählt, ne?
Für ganz Uneinsichtige gibt es die Option einer Zwangseinweisung in eine Lager, äh, Quarantäneeinrichtung.
https://www.welt.de/politik/plus224367844/Quarantaenebrecher-Laender-schaffen-Zentralstellen-zur-Zwangseinweisung.html
ABCDEF12345
17.01.2021, 10:40
Ich dachte erst dieses Zerocovid wäre eine Trollbewegung oder so......
Für ganz Uneinsichtige gibt es die Option einer Zwangseinweisung in eine Lager, äh, Quarantäneeinrichtung.
https://www.welt.de/politik/plus224367844/Quarantaenebrecher-Laender-schaffen-Zentralstellen-zur-Zwangseinweisung.html
Das hat mit dem Lockdown allerdings Nüsse zu tun. Dass man gegen Leute, die zu rücksichtslos sind, sich an die Quarantäne zu halten, Maßnahmen ergreifen muss, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Das war schon bei vielen historischen Epidemien der Fall, und das zu Recht.
Thomas24
17.01.2021, 10:46
Das hat mit dem Lockdown allerdings Nüsse zu tun. Dass man gegen Leute, die zu rücksichtslos sind, sich an die Quarantäne zu halten, Maßnahmen ergreifen muss, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Das war schon bei vielen historischen Epidemien der Fall, und das zu Recht.
Aha. Na dann...:-keks
WackenDoc
17.01.2021, 10:49
Die Zwangsunterbringung von Quarantänebrechern gibt es schon immer im Infektionsschutzgesetz.
Das ist doch nichts neues.
Wobei das in den letzten Jahren (Jahrzehnten) eigentlich nur für einzelne Tuberkulosekranke umgesetzt wurde. In Parsberg gibt/gab es dafür extra eine Fachklinik.
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