Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
DrSkywalker
14.02.2021, 12:23
Wenn jemand in einem Akademikerforum die Bild Zeitung regelmäßig zitiert, was ist die Intention? will er nicht ernst genommen werden? Ist das eine gezielte Provokation? Will man die anderen Foristen verschaukeln?
Ich meine, ernsthaft solche Artikel als Diskussionsgrundlage hernehmen, dass kann ja nicht der Sinn und Zweck sein, so schlau ist auch der ungebildeste Akademiker, oder?
Choranaptyxis
14.02.2021, 13:11
Könnten wir vielleicht etablieren, dass (insbesondere bei paywall-Artikeln) eine kurze Beschreibung des Inhalts hinter dem Link beigefügt wird?
ich finde das für eine Diskussion wenig hilfreich, einfach Links hinzuschmeißen.
:-dafür
Vorallem bild+, das wird etwas sein, was ich definitiv nie haben werde.
WackenDoc
14.02.2021, 13:15
GK ist halt reich- die kann sich sowas leisten.
GK ist halt reich- die kann sich sowas leisten.
Wer sagt, dass das ihr Account ist? :-winky
FirebirdUSA
14.02.2021, 18:28
Heult, motzt und meckert gerne weiter. Ich bin hier raus. Das ist mir alles einfach zu blöd.
Dein Diskussionstil war auch schon besser. Nicht umsonst zählt soziale Isolation als Folter und die meisten Menschen vertragen sie schlecht. Auch das Bildung nachholen ist gerade in der Grundschule frommes Wunschdenken, meine Kinder haben es Dank Umfeld und Notbereuung gut, ist aber sicher nicht die Regel. Du redest die Probleme schon sehr klein und beendest dann die Diskussion mit "heul doch". Inhaltlich kann ich den meisten deiner Aussagen davor aber zustimmen.
Ich kann im Moment die Südafrikavariante schlecht einschätzen, wenn alle Impfstoffe aber vermutlich nur mäßig davor schützen und jetzt gerade Kinder häufiger betroffen sind, ist es tatsächlich besorgniserregend. Ich halte Kontaktbeschränkung durchaus für sinnvoll, aber eigentlich sollten die Gesundheitsämter auch langsam in der Lage sein rasche Kontaktnachverfolgung sicherzustellen. Dann könnte man aktuell vermutlich doch auch weiter lockern.
Choranaptyxis
14.02.2021, 19:22
Um mal was positives zu posten, in Israel zeigt Biontech wohl gute Ergebnisse: 523.000 Geimpfte, keine Corona-Toten (https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-02/biontech-impfstoff-wirksamkeit-studie-israel-corona-impfung-virusvarianten)
News aus dem Impfzentrum:
1. Die MTA arbeitet dort noch, darf aber nur noch Dokumentation machen.
2. Es ist wohl eine niedrige zweistellige Anzahl betroffen, die eine "geschüttelte Doppeldosis" bekam. Diesen wurde eine Drittimpfung angeboten.
3. Es ruft inzwischen ein nicht unerheblicher Teil (angeblich ein Drittel) vor dem Termin an und fragt, welchen Impfstoff es gebe. Bei AstraZeneca sind plötzlich viele krank... es ist nun die Anweisung an die Telefonisten ergangen, dass die Aussage "Wir haben Impfstoffe von Biontech, Moderna und AstraZeneca. Welchen sie erhalten entscheidet der Arzt vor Ort" treffen sollen...
Ist eine zweischneidige Sache: Jetzt haben wir wieder die A-Karte, dafür sagen deutlich weniger Leute ihren Termin ab und ca. 66% der Personen, die sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen wollen, können doch noch überzeugt werden.
WackenDoc
20.02.2021, 09:12
Meine Probanden, mit denen ich in den letzten 1-2 Wochen gesprochen habe, sind relativ entspannt, was die AZ-Nebenwirkungen angeht. Auch wenn man das aktiv thematisiert. Die sagen eigentlich alle "naja- lieber 2,3 Tage mit Nebenwirkungen krank, auch wenn das mal höheres Fieber ist. Das ist doch kein Drama." Die verstehen auch, dass das ein organisatorisches Problem für Kliniken, Pflegedienste, Rettungsdienst etc. ist- also dass man halt besser nicht alle auf einmal impft. Aber dass das eben kein medizinisches Problem für den einzelnen Geimpften ist. Die kennen auch die grobe Regelung "na, dann reagiert das Immunsystem offenbar drauf, ist doch gut".
Edit: Kurioserweise hatte ich jetzt sogar einen, der recht heftige Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein nach Havrix-Impfung beschrieben hat. Er wollte die zweite Dosis trotzdem und fand es auch nicht so schlimm, dass er damit rechnen muss, dass es ihm wieder nicht gut geht. War auch nach einem Tag wieder weg.
Meine Probanden, mit denen ich in den letzten 1-2 Wochen gesprochen habe, sind relativ entspannt, was die AZ-Nebenwirkungen angeht. Auch wenn man das aktiv thematisiert.
Das ist meiner Erfahrung nach auch gar nicht das Problem.
Die Mehrzahl glaubt, sie würden mit einem Impfstoff zweiter Klasse geimpft, der im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen "nur" 60% Schutz bietet und gegen die laut Medien allgegenwärtigen Mutationen sogar noch weniger während der 90jährige, bettlägrige Pflegefall das gute Zeug bekommt.
Ich führe dann immer folgenden Dialog:
"Was erhoffen sie sich vom Impfstoff?"
"Ich will nicht krank werden."
"Was heißt für sie krank? Drei Tage im Bett liegen oder im Krankenhaus landen, vielleicht beatmet werden müssen oder sterben?"
Wenn man dann erklärt, dass AZD1222 letzteres zuverlässig verhindert, ist das für die meisten akzeptabel.
WackenDoc
20.02.2021, 10:06
Ich hab fast nur Probanden, die nicht im Hochrisikobereich arbeiten. Die Art der Aufklärung ist bei meinen nicht ganz so wichtig. Die sind froh, wenn sie überhaupt mal mit irgendwas geimpft werden können.
Ich hab ja kein medizinisches Personal. Aber deine Rückfrage finde ich gut.
Interessant, dass wir unterschiedliche Zielgruppen haben, die unterschiedliche Informationen brauchen.
Danke für das Update! Find ich auch interessant eure Tipps zur Kommunikation zu lesen. Mich nervt die Stimmungsmache gegen AstraZeneca und ich find es gut, dass bei euch die Ablehnung doch nicht so heftig ist, wie man als Laie denken könnte. Ich hab den Eindruck, dass die Probleme mit AstraZeneca hauptsächlich von Leuten aufgebauscht werden, die sich ohnehin bereits gegen eine Impfung entschieden haben und sich nun alles raussuchen, was ihre Entscheidung rechtfertigt und dass es weniger darum geht, eine Meinung zu bilden. Die Situation mit den Impfstoffen ist halt auch schwierig. :/ Ich hab erst im Verlauf der Woche meinen Impftermin erhalten und mir vorab auch Gedanken machen müssen und entschieden, dass ich jeden verfügbaren Impfstoff genommen hätte.
Gibt's eigentlich Signale, ob es nach einer Impfung zu einem Post-covid-Syndrom kommen kann? Das soll bei einer Wildinfektion ja selbst bei leichtesten bis asymptomatischen(?) Verläufen vorkommen, dann könnte das bei einer "Erkältung" nach Impfung ja auch auftreten theoretisch?
Würde denken, dass das im Sinne einer dysregulierten Immunantwort in einem eher engen zeitlichen Abstand zur Impfung entstehen würde und daher schon längst beschrieben wäre.
Ich hab den Eindruck, dass die Probleme mit AstraZeneca hauptsächlich von Leuten aufgebauscht werden, die sich ohnehin bereits gegen eine Impfung entschieden haben und sich nun alles raussuchen, was ihre Entscheidung rechtfertigt und dass es weniger darum geht, eine Meinung zu bilden.
Nicht zwangsläufig. Meiner Erfahrung nach steckt häufig eine gewaltige Form der Gruppendynamik dahinter. Ich impfe hauptsächlich im pflegerischen Bereich. Es gibt Gruppen wie von WackenDoc beschrieben: Man ist dankbar, geimpft zu sein. Es gibt aber auch Gruppen, da reicht ein "Querdenker" aus, der Zweifel und Ängste säht.
Mein persönliches Aha-Erlebnis war, als ich mobil in einer eher impfskeptischen Einrichtung im Einsatz war, in der nächsten Woche darauf eine dort Angestellte abet zufällig zu mir ins Impfzentrum kam um sich impfen zu lassen. Sie erzählte mir, dass die Chefin eine Impfgegnerin sei und viele Kollegen sich impfen lassen wollten, aber vor Ort Angst vor Repressalien hatten.
Thomas24
20.02.2021, 11:56
Nicht zwangsläufig. Meiner Erfahrung nach steckt häufig eine gewaltige Form der Gruppendynamik dahinter. Ich impfe hauptsächlich im pflegerischen Bereich. Es gibt Gruppen wie von WackenDoc beschrieben: Man ist dankbar, geimpft zu sein. Es gibt aber auch Gruppen, da reicht ein "Querdenker" aus, der Zweifel und Ängste säht.
Mein persönliches Aha-Erlebnis war, als ich mobil in einer eher impfskeptischen Einrichtung im Einsatz war, in der nächsten Woche darauf eine dort Angestellte abet zufällig zu mir ins Impfzentrum kam um sich impfen zu lassen. Sie erzählte mir, dass die Chefin eine Impfgegnerin sei und viele Kollegen sich impfen lassen wollten, aber vor Ort Angst vor Repressalien hatten.
Was für Repressalien denn? Das geht die Kolleginnen in der betreffenden Einrichtung gar nichts an- und falls da wirklich so eine pathologisch anmutende Gruppendynamik herrschen sollte, in der man für eine Impfung (!!) geächtet wird, dann kann sich die betreffende Person doch woanders impfen lassen, ohne dass das die Chefin erfährt.
Hat sie ja letztendlich getan: Sie hat sich einen Termin im Impfzentrum geben lassen.
Thomas24
20.02.2021, 12:01
Eben. Man muss pragmatisch sein :-oopss
Boah also diese Pandemie bringt echt die Hässlichkeit der Menschen hervor. Was für eine anstrengende Stimmung herrscht dort? Das ist pure Dominanz, die Leute haben ja nicht mal Angst oder Zweifel an der Impfung sondern vor der Chefin. Und welche Ressourcen verschwendet werden. Das mobile Impfteam, das umsonst dort aufläuft, und die Angestellten, die sich extra Zeit nehmen müssen.
Würde denken, dass das im Sinne einer dysregulierten Immunantwort in einem eher engen zeitlichen Abstand zur Impfung entstehen würde und daher schon längst beschrieben wäre.
Da hab ich mich leider unklar ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass die Impfung zu post covid führt, sondern dass man sich ja trotz Impfung anstecken kann und vielleicht nen leichten Verlauf hat. In einer Wildinfektion führen ja auch leichte Verläufe zu post-covid, weiß man, ob das auch bei leichten Infekt-Verläufen, nachdem man geimpft ist, auftritt oder nicht? "sicherer Schutz vor long-covid" wäre ja ein weiteres Argument für die Impfung.
roxolana
20.02.2021, 14:02
Das ist eine wichtige Frage, aber leider bislang nicht untersucht. Tatsächlich führen wohl vor allem leichte Verläufe bei jungen Patienten zu Long Covid: https://m.tagesspiegel.de/wissen/fatigue-kopfschmerzen-und-konzentrationsstoerungen-long-covid-betrifft-vor-allem-unter-60-jaehrige/26925098.html
Ich persönlich habe auch wenig Angst vor einer Intubation (die ist in meinem Alter ja bekanntermaßen sehr selten), sondern vor allem vor diesen sog. "leichten Verläufen" mit Long Covid.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.