Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Dabei gibt's doch schon ein Statement von Lauterbach:-D
Nur ein Scherz, abwarten.
Mir persönlich wird in dieser Pandemie viel zu viel gewartet. Ein wenig Dynamik täte vielleicht mal ganz gut.
Feuerblick
17.03.2021, 12:56
Aktionismus hilft auch nicht weiter.
Hände in den Schoß legen und abwarten aber auch nicht.
Was hätte jetzt dagegen gesprochen, AZ zumindest an die Altersgruppe 70+ weiter zu verimpfen? Der weit überwiegende Teil der nun abgesagten Termine dürfte diese Gruppe betroffen haben.
Aber nein, wir wollen es wie immer sauber, ordentlich und mit Durchschlag für die Akte. Und natürlich mit 100% Sicherheit und Garantie. Und auch nur zu den Sprechzeiten. Nachdem das zuständige Gremium dann irgendwann seine nächste turnusmäßige Sitzung hatte.
Feuerblick
17.03.2021, 13:38
Es sprechen ganz simpel haftungsrechtliche Gründe dagegen. Der Staat hat nach der Warnung des PEI schlicht keine Lust, für mögliche Folgen einer Sinusvenenthrombose als Impfnebenwirkung zu haften und damit unter Umständen lebenslang für einen Patienten mit schwerer Behinderung zu zahlen. Wäre ich derjenige, der haftet, hätte ich es gerne auch sauber und noch lieber mit Durchschlag für die Akte, dass Sinusvenenthrombosen mit den beschriebenen Laborauffälligkeiten nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sind.
Daher wartet man einfach die zeitnah angekündigte Stellungnahme der entsprechenden Behörden ab. Das wird nicht ewig dauern und bei der momentanen Impfgeschwindigkeit und unter der Voraussetzung, dass AstraZeneca seine Lieferungen schon wieder gekürzt hat, wird das nicht so riesige Auswirkungen haben. Zumindest hier in der Ecke betraf der überwiegende Teil der AZ-Termine jüngere Menschen (Erzieher, Leute mit schweren Vorerkrankungen) und eben nicht die Ü70-Generation. Die haben ihre Impftermine mit Biontech bekommen, weil AZ noch gar nicht für dieses Alter zugelassen war.
roxolana
17.03.2021, 13:39
Auf die 1-2 Wochen kommt es nun auch nicht an, v.a. weil AZ im nächsten Quartal eh nur die Hälfte liefern will. Die sind ja noch damit beschäftigt, mit der niederländischen Fabrik GB statt die EU zu versorgen.
Auf die 1-2 Wochen kommt es nun auch nicht an, v.a. weil AZ im nächsten Quartal eh nur die Hälfte liefern will. Die sind ja noch damit beschäftigt, mit der niederländischen Fabrik GB statt die EU zu versorgen.
Wieviel kostet der Lockdown am Tag?
Ja gut, noch etwas mehr warten.
Mir persönlich wird in dieser Pandemie viel zu viel gewartet. Ein wenig Dynamik täte vielleicht mal ganz gut.
:-dafür
Es sprechen ganz simpel haftungsrechtliche Gründe dagegen.
Genau noch etwas warten, und es muss auch handschriftlich auf den Aufklärungen vermerkt sein aus haftungsrechtlichen Gründen.
Auch bei Novalgin muss die Agranulocytose handschriftlich vermerkt werden. Wer zahlt, wenn es zur Sepsis kommt?
Aufklärungsbogen, ebenso bei Ibuprofen: Magenulcus und Nierenversagen. Wer zahlt dann, wenn es zur Dialyse kommt?
roxolana
17.03.2021, 14:36
Wieviel kostet der Lockdown am Tag?
Ja gut, noch etwas mehr warten.
Genau, weil die <1% der deutschen Bevölkerung, die wir diese Woche sonst mit AZ geimpft hätten, ja so viel am Lockdown geändert hätten.
GelbeKlamotten
17.03.2021, 14:49
Es sprechen ganz simpel haftungsrechtliche Gründe dagegen. Der Staat hat nach der Warnung des PEI schlicht keine Lust, für mögliche Folgen einer Sinusvenenthrombose als Impfnebenwirkung zu haften und damit unter Umständen lebenslang für einen Patienten mit schwerer Behinderung zu zahlen. Wäre ich derjenige, der haftet, hätte ich es gerne auch sauber und noch lieber mit Durchschlag für die Akte, dass Sinusvenenthrombosen mit den beschriebenen Laborauffälligkeiten nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sind.
Daher wartet man einfach die zeitnah angekündigte Stellungnahme der entsprechenden Behörden ab. Das wird nicht ewig dauern und bei der momentanen Impfgeschwindigkeit und unter der Voraussetzung, dass AstraZeneca seine Lieferungen schon wieder gekürzt hat, wird das nicht so riesige Auswirkungen haben. Zumindest hier in der Ecke betraf der überwiegende Teil der AZ-Termine jüngere Menschen (Erzieher, Leute mit schweren Vorerkrankungen) und eben nicht die Ü70-Generation. Die haben ihre Impftermine mit Biontech bekommen, weil AZ noch gar nicht für dieses Alter zugelassen war.
Da bin ich ausnahmsweise mal zumindest teilweise deCapos Meinung: Um Angst vor finanzieller Haftung wird es hier seitens der Bundesregierung nicht gehen. Selbst wenn das Aussetzen der Impfungen den Lockdown nur um wenige Tage verlängern würde, bräuchte es hunderte, vermutlich sogar tausende Sinusvenenthrombosen um einen ähnlich hohen finanziellen Schaden anzurichten. Eine Woche Lockdown kostet ja anscheinend um die 5 Mrd Euro. Wie viele SVTs kann man damit wohl "finanzieren"?
Ich finde trotzdem die Aussetzung der Impfungen seit Bekanntwerden der Häufung an SVTs richtig. 6 (bzw. 7?) SVTs vs. eine zu erwartende ist eindeutig. Da wird ein realer Zusammenhang bestehen. Und jetzt ist unter anderem auch die Frage, wie viele weitere nicht gemeldete Vorfälle es gab. Auch bei uns im Haus gab es z.B. Anfang der Woche eine Hirnblutung bei einer jungen Patientin in zeitlichem Zusammenhang mit einer Covid-Impfung. Ob das vor 3 Wochen überhaupt gemeldet worden wäre bzw. jemand einen Zusammenhang vermutet hätte? Ich denke eher nicht...
Ich denke auch, dass die AZ Impfung trotzdem vertretbar ist. Aber man muss das genau Prüfen. Sonst verspielt man unter Umständen viel mehr als nur die Haftungskosten für ein paar SVTs.
GelbeKlamotten
17.03.2021, 14:55
Genau, weil die <1% der deutschen Bevölkerung, die wir diese Woche sonst mit AZ geimpft hätten, ja so viel am Lockdown geändert hätten.
Die Aussetzungen der AZ Impfungen werden durchaus die gesamte Impfkampagne nachhaltig verzögern. Da geht es um mehr als nur die direkten Auswirkungen von ein paar Tagen Impfstopp.
Aktionismus hilft auch nicht weiter.
Es gibt Zeiten zum Nachdenken und Abwägen, und es gibt Zeiten zum Handeln.
Nach > 1 Jahr Nachdenken und Abwägen sollte mal so langsam die Zeit zum entschlossenen und konsequenten Handeln gekommen sein, meinst Du nicht?
Es kommen kontinuierlich neue Erkenntnisse auf, wenn man erst dann handeln will, wenn alle Informationen vorliegen, wird das erst nach dem natürlichen Ende der Pandemie sein.
Die Zeit läuft, die 3. Welle rollt durch, der 4. Lockdown rückt näher, es sterben mehr Menschen an Corona als an Impfschäden, die wirtschaftlichen Schäden wachsen von Tag zu Tag.
Wir müssen JETZT zügig impfen. Auch in den Hausarztpraxen. Wir warten.
GelbeKlamotten
17.03.2021, 15:07
Es gibt Zeiten zum Nachdenken und Abwägen, und es gibt Zeiten zum Handeln.
Nach > 1 Jahr Nachdenken und Abwägen sollte mal so langsam die Zeit zum entschlossenen und konsequenten Handeln gekommen sein, meinst Du nicht?
Es kommen kontinuierlich neue Erkenntnisse auf, wenn man erst dann handeln will, wenn alle Informationen vorliegen, wird das erst nach dem natürlichen Ende der Pandemie sein.
Die Zeit läuft, die 3. Welle rollt durch, der 4. Lockdown rückt näher, es sterben mehr Menschen an Corona als an Impfschäden, die wirtschaftlichen Schäden wachsen von Tag zu Tag.
Wir müssen JETZT zügig impfen. Auch in den Hausarztpraxen. Wir warten.
Die Menschen, die an Corona sterben, sind aber andere als die, die potentiell an einer SVT sterben. Wie war das noch gleich mit dem Menschenleben gegeneinander aufwiegen? Richtig, soll man nicht.
"Entschlossen und konsequent handeln" ist nicht drin, wenn man dabei Menschenleben in unbekanntem Ausmaß riskiert, ganz einfach.
Wenn sich herausstellt, dass ein Medikament sehr schwerwiegende Nebenwirkungen hat, dann muss das erst genau geprüft werden, bevor man es weiter im großen Stil an gesunden Menschen (!) einsetzt.
Es gibt Zeiten zum Nachdenken und Abwägen, und es gibt Zeiten zum Handeln.
Nach > 1 Jahr Nachdenken und Abwägen sollte mal so langsam die Zeit zum entschlossenen und konsequenten Handeln gekommen sein, meinst Du nicht?
Es kommen kontinuierlich neue Erkenntnisse auf, wenn man erst dann handeln will, wenn alle Informationen vorliegen, wird das erst nach dem natürlichen Ende der Pandemie sein.
Die Zeit läuft, die 3. Welle rollt durch, der 4. Lockdown rückt näher, es sterben mehr Menschen an Corona als an Impfschäden, die wirtschaftlichen Schäden wachsen von Tag zu Tag.
Wir müssen JETZT zügig impfen. Auch in den Hausarztpraxen. Wir warten.
Sehr schön, sind wir einer Meinung!
Feuerblick
17.03.2021, 15:13
Es gibt Zeiten zum Nachdenken und Abwägen, und es gibt Zeiten zum Handeln.
Nach > 1 Jahr Nachdenken und Abwägen sollte mal so langsam die Zeit zum entschlossenen und konsequenten Handeln gekommen sein, meinst Du nicht?
Es kommen kontinuierlich neue Erkenntnisse auf, wenn man erst dann handeln will, wenn alle Informationen vorliegen, wird das erst nach dem natürlichen Ende der Pandemie sein.
Die Zeit läuft, die 3. Welle rollt durch, der 4. Lockdown rückt näher, es sterben mehr Menschen an Corona als an Impfschäden, die wirtschaftlichen Schäden wachsen von Tag zu Tag.
Wir müssen JETZT zügig impfen. Auch in den Hausarztpraxen. Wir warten.
Da hat man mal gehandelt (bei jedem anderen Medikament hättet ihr alle das gefordert) und nun ist es auch wieder falsch. Ja, die Hausärzte sollten zeitnah einbezogen werden, ja, die Impfkampagne sollte weitergehen. Aber wenn sich in allen Ländern Meldungen zu sehr seltenen Krankheitsbildern häufen, dann sollte es doch möglich sein, zwei Tage innezuhalten und die Prüfung abzuwarten.
Die Probleme mit dem Impfen sind doch nicht durch die jetzige Problematik entstanden sondern schlichtweg durch mieses Management und Bürokratie im Vorfeld. Das ist doch nur ein kleiner Nebenschauplatz, der grade aufgebauscht wird, als wäre er Grund allen Übels.
habichnicht
17.03.2021, 15:30
Ich finde trotzdem die Aussetzung der Impfungen seit Bekanntwerden der Häufung an SVTs richtig. 6 (bzw. 7?) SVTs vs. eine zu erwartende ist eindeutig.
Und bei 3 ganz sicheren SVTs (davon ein Todesfall) und einem vierten Fall (Tod durch Hirnblutung, der noch weiter untersucht wird) nach "nur" ca, 120 000 AZ-Impfungen in Norwegen ist das Missverhältnis sogar noch größer als bei den bisher in Deutschland bekannt gewordenen Fällen. .
Und jetzt ist unter anderem auch die Frage, wie viele weitere nicht gemeldete Vorfälle es gab. Auch bei uns im Haus gab es z.B. Anfang der Woche eine Hirnblutung bei einer jungen Patientin in zeitlichem Zusammenhang mit einer Covid-Impfung. Ob das vor 3 Wochen überhaupt gemeldet worden wäre bzw. jemand einen Zusammenhang vermutet hätte? Ich denke eher nicht...
Das fürchte ich auch.
Ich denke auch, dass die AZ Impfung trotzdem vertretbar ist. Aber man muss das genau Prüfen. Sonst verspielt man unter Umständen viel mehr als nur die Haftungskosten für ein paar SVTs.Das sehe ich auch so.
Feuerblick
17.03.2021, 16:27
Sie wird sicher am Ende auch wieder als vertretbar eingestuft. Aber wie bei anderen Medikamenten auch kennt man dann vielleicht ein paar Risikofaktoren oder weiß genauer, bei wem man auf was genau achten muss.
Ich denke auch, dass einige Fälle gar nicht gemeldet wurden, weil man den Zusammenhang nicht gesehen hat. Verständlicherweise.
Melina93
17.03.2021, 18:56
Aktionismus hilft auch nicht weiter.
In meinem Augen ist die deutsche Herangehensweise in dieser Pandemie ein falscher Aktionismus. Klar, haben alle Länder irgendwo unwissend gepokert. Aber ich verstehe bis heute nicht wie man nicht den Impfstoff vor der Haustür favorisieren konnte. Hätte damit sicher auch passieren können, bzw kann ja noch folgen. Aber da hätte man die Bevölkerung ganz anders auf seiner Seite gehabt. Das war taktisch wieder mal komplett undurchdacht.
Feuerblick
17.03.2021, 18:58
Es war taktisch schon schwierig, die Verhandlungen auf EU-Ebene zu führen und nicht als einzelnes Land. Und es war taktisch unklug, dass das wohl Leute Verträge gemacht haben, die schon einfachste Vorgaben nicht beachtet haben.
In meinem Augen ist die deutsche Herangehensweise in dieser Pandemie ein falscher Aktionismus. Klar, haben alle Länder irgendwo unwissend gepokert. Aber ich verstehe bis heute nicht wie man nicht den Impfstoff vor der Haustür favorisieren konnte. Hätte damit sicher auch passieren können, bzw kann ja noch folgen. Aber da hätte man die Bevölkerung ganz anders auf seiner Seite gehabt. Das war taktisch wieder mal komplett undurchdacht.
Wir reden hier von einer Generation der reinen Berufspolitiker die in ihrer völlig eigenen Welt leben. Die haben null aber so wirklich null komma gar keinen Bezug zur Realität des normalen Wählers und können das ganze entsprechend auch nicht realisieren.
Feuerblick
17.03.2021, 19:37
Das ist leider wahr.
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