Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Ja, ich erwarte das auch nicht. Wo sollen die Leute denn hin? So nen Ausstieg muss man sich ja auch erst mal leisten können. Ab einem gewissen Alter und Lebensumständen schwinden die Chancen auf nen besseren Job doch schon enorm. Wenn überhaupt, ist doch derzeit das Gesundheitswesen das Eldorado für Spätzünder. Sowieso halte ich einen Ausstieg nur aus Solidarität oder aus Prinzip für noch unwahrscheinlicher. Die meisten sind ja wirklich geimpft und die Ungeimpften sind oft nicht solche mit denen man sich solidarisieren möchte.
Mich betrifft das ganze leider. Ich bin zweifach geimpft und nach den Nebenwirkungen bin ich nicht geboostert und habe auch nicht vor, das noch machen zu lassen. Ist mir auch irgendwie nicht gelungen, mich anzustecken, um wenigstens noch etwas Genesenenschutz zu haben. Ende Juni laufen meine 9 Monate aus, wobei es eine Übergangsfrist bis Ende August gibt. Ab 1.9. braucht man die 3. Impfung für den vollständigen Impfschutz. Ich hoffe immer noch, dass sich das Thema erledigt, aber wenn es im Herbst wieder losgeht, wird es wohl eher unwahrscheinlich. Ich denke schon über Alternativen nach, aber letzten Endes bleibt wohl nur Auswandern.
Bisher hab ich keinen Arzt gefunden für ein Attest (wobei ich auch nicht gesucht habe), meine Probleme sind nach mehreren Monaten glücklicherweise auch abgeklungen, aber selbst wenn ich eins hätte, ist es auch fraglich, dann noch irgendwo eingestellt zu werden. Ernst genommen wurde ich bisher nicht (im Übrigen auch keine Pat., die bei uns in der (Reha)klinik Impfnebenwirkungen oder Long-Covid angeben ... mein Chef ignoriert es, letztens kam bei einem Pat. die "Auflage", dessen Beschwerden auf keinen Fall im Zusammenhang mit der Impfung zu erwähnen, nicht dass unser "Gutachten" dann noch als Grundlage genommen wird ...).
Sehr frustrierend ... die Hoffnung stirbt zuletzt.
Bisher hab ich keinen Arzt gefunden für ein Attest (wobei ich auch nicht gesucht habe), meine Probleme sind nach mehreren Monaten glücklicherweise auch abgeklungen, aber selbst wenn ich eins hätte, ist es auch fraglich, dann noch irgendwo eingestellt zu werden.Meinst du echt, mit einem anständigen Attest hättest du Probleme bei einer Neueinstellung? Das wäre aber nicht richtig und scheiße.
Hatte vor ein paar Wochen ein Bewerbungsgespräch, da war mein Impfstatus nicht Thema. Bei meiner Einstellung (wo anders) wurde der Impfstatus auch das erste Mal durch die Betriebsärztin erfragt (aber nicht weitergeleitet) und erst nach der Einstellung wurden die entsprechenden Nachweise wg. der Impfpflicht zentral durch die Klinik erhoben. Hatte hierbei den Eindruck, dass es nicht relevant ist, um welche Art Nachweis es ging.
Würde dich dein Chef dich dann nicht weiterbeschäftigen oder willst du das nicht?
Meinst du echt, mit einem anständigen Attest hättest du Probleme bei einer Neueinstellung? Das wäre aber nicht richtig und scheiße.
Hatte vor ein paar Wochen ein Bewerbungsgespräch, da war mein Impfstatus nicht Thema. Bei meiner Einstellung (wo anders) wurde der Impfstatus auch das erste Mal durch die Betriebsärztin erfragt (aber nicht weitergeleitet) und erst nach der Einstellung wurden die entsprechenden Nachweise wg. der Impfpflicht zentral durch die Klinik erhoben. Hatte hierbei den Eindruck, dass es nicht relevant ist, um welche Art Nachweis es ging.
Würde dich dein Chef dich dann nicht weiterbeschäftigen oder willst du das nicht?
Wie gesagt, erstmal jemanden finden, der eines ausstellt wegen Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen und noch paar Monaten jetzt wieder soweit weg sind und nicht wirklich dokumentiert wurden. Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht und warte erstmal ab. Mein Chef würde mich prinzipiell sicher behalten wollen, ich würde auch erstmal noch ca. 1 bis 1.5 Jahre bleiben wollen, aber wir sind Öffentlicher Dienst und haben eine Hauptverwaltung mehrere 100 km weg, die da sehr streng ist.
Laut Infektionsschutzgesetz darf niemand nach dem 15.2.22 mehr eingestellt werden ohne gültigem kompletten Impfstatus.
Ich dachte die möglichen Nachweise wären Impfung, Genesen oder ärztliches Attest.
Keine Ahnung, wie schwer es ist ein Attest zu erhalten, wenn gute Gründe vorliegen. Bei ner ehemaligen Kommilitonin ging das noch im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes wg. der UAW. Abwarten kann man aber wohl auch. Bin auch gespannt.
Laut Infektionsschutzgesetz darf niemand nach dem 15.2.22 mehr eingestellt werden ohne gültigem kompletten Impfstatus.
Vielleicht irre ich mich, aber Du bist doch komplett geimpft mit 2 mal? (Nach aktuellem Stand)
Relaxometrie
31.05.2022, 13:41
Vielleicht irre ich mich, aber Du bist doch komplett geimpft mit 2 mal? (Nach aktuellem Stand)
Kenne ich auch so. 2x geimpft = bürokratisch gesehen für die einrichtungsbezogene Impfpflicht: komplett geimpft
Bis zum 30.9. reichen zwei Impfungen aber es geht um die Zeit danach
Christoph_A
31.05.2022, 14:17
Ab da braucht man den Booster, ist so fixiert. Inwieweit das dann wirklich stringent umgesetzt wird, wird sich weisen, allerdings hätten bei allen, die nicht geboostert sind, die Verwaltungen so ein ordentliches Druckmittelchen in der Hand, wenn es mal zu Problemen kommen sollte.
Ja derzeit. Aber ich halte es für denkbar, dass das wieder reevaluiert werden muss und die Teilimpfpflicht ist ja auch nicht endlos gültig. Und es werden doch auch Genesenenzertifikate und Atteste akzeptiert?
Vielleicht irre ich mich, aber Du bist doch komplett geimpft mit 2 mal? (Nach aktuellem Stand)
Kenne ich auch so. 2x geimpft = bürokratisch gesehen für die einrichtungsbezogene Impfpflicht: komplett geimpft
Das Infektionsschutzgesetz wurde im Dezember (als die ganzen Lockerungen beschlossen wurden und das schön im TV und den Medien breitgetreten wurde) auch insofern gleich mitgeändert, dass man ab jetzt 3 Impfungen braucht, also inkl. Booster. Es gibt bis Ende September eine Übergangsfrist, ab 1. Oktober muss man dann die 3 Impfungen nachweisen. Das wurde in den Medien nicht berichtet, es gibt ziemlich viele in meinem Bekanntenkreis, die das noch nicht wissen.
Behandlung brauchte ich nicht bzw. konnte ich nicht wirklich nehmen (Zunahme von Herzrhythmusstörungen gepaart mit Hypotonien um 80/60, so dass ich Betablocker nicht erhöhen wollte), von daher hab ich es ausgesessen und daher ist es bisher schwierig mit Attest.
Behandlung brauchte ich nicht bzw. konnte ich nicht wirklich nehmen (Zunahme von Herzrhythmusstörungen gepaart mit Hypotonien um 80/60, so dass ich Betablocker nicht erhöhen wollte), von daher hab ich es ausgesessen und daher ist es bisher schwierig mit Attest.Ich hab keinen Kontakt mehr zu dieser Kommilitonin, darum kann ich dir nur von dem Stand von letztem Jahr berichten. Die Erkrankung wurde zu dem Zeitpunkt auch nicht offiziell als Impfschaden eingestuft. Wegen der aber dann festgestellten Vorerkrankung (u. a. Z. n. SVT) sollte sie sich nicht das zweite mal impfen lassen. Ich würde an deiner Stelle beim nächsten Termin wg. der Rythmusstörungen dieses Thema ansprechen.
Für alle, die auch so ein bisschen ratlos vor den LongCovid Patienten stehen, gibt es hier eine gute Videofortbildung zu LongCovid und mecfs (u. a. mit dm Neurologen Dr. Stingl und Frau Prof. Scheibenbogen von der LongCovid Ambulanz der Charité.
https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/informationen-fuer-aerztinnen-und-aerzte/
No shit Sherlock. ._. „Ballweg könnte laut Ermittlungsstand Geld eingesammelt und für sich selbst benutzt haben, ohne das den Geldgebern zu sagen“. Hab ich heute im Radio gehört mit dem Verweis auf den SWR.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/hausdurchsuchung-festnahme-michael-ballweg-querdenken-711-100.html
Gibt es aktuell eigentlich noch echte schwere COVID-19-Verläufe? Also nicht nur irgendwas anderes + Nebenbefund COVID sondern Hauptdiagnose COVID.
Auf unserer ITS haben wir immer wieder jemanden, der nebenbefundlich pos. ist, meist asymptomatischer Zufallsbefund.
Speranza100
23.08.2022, 07:38
In der Praxis wo ich tätig bin sind es Einzelfälle bei gefühlter Zahl Pos PCR wie im Winter, die Infektsprechstunde war so rappelvoll wie eigentlich noch nie (nur dass kaum noch wer drüber spricht plus zu dem Zeitpunkt keine telef AU mehr möglich...).
Eine Altenheimbewohnerin Ü80 ist im Juli gestorben nach ITS AUfenthalt, Einweisung war durch mich erfolgt (Corona Ausbruch im Heim, sie war die Einzige die im KH gelandet ist von meinen Patienten, war ungeimpft).
Ein weiterer Patient , Immunsupprimiert, im Juli auf ITS gelandet ebenfalls mit akuter Corona Infektion, der hat es am Ende gut überstanden, war 4x geimpft.
Naja irgendwoher müssen diese 120 Coronatoten täglich ja kommen.
Ist das nicht immer noch gemischt "an" und "mit"?
Kackbratze
23.08.2022, 12:39
Ja, ist es.
Holthusen
23.08.2022, 13:05
Der ganze Verlauf der Viruspandemie spricht für ein nahendes Ende derselben.
Durch die Impfung sind viele geschützt, durch die Infektionen (auch wiederholt) hat sich eine Durchseuchung ergeben. Das Virus mutiert ganz evolutionär zu Varianten mit milderen Verläufen, so dass Mensch und Virus miteinander leben können und nicht das Virus seinen Verteilerwirt umbringt. Und bitte jetzt nicht wieder LongCovid als Weltuntergangsszenario/Panikmache. Auch andere Viren verursachen in einer Minderzahl der Fälle chronische Erkrankungen oder lösen Autoimmunerkrankungen oder sogar Krebs aus. Liegt in der Natur dieser infektiösen organischen Strukturen.
Natürlich haben wir unendliche Resourcen und Geld in unserem Gesundheitssystem, die Beiträge kann man ja noch etwas erhöhen, aber es wird zu diskutieren sein, wann es ein endlich ein Ende von kostenlosen/subventionierten Tests gibt (mit denen vielfach Abrechnungsbetrug betrieben wird), ein Ende der Testpflicht, ein Ende der Maskenpflicht sowohl im ÖPNV, aber auch mal in Krankenhäusern/Praxen bzw. ein Ende aller Coronamaßnahmen. Das kostet auch alles und gerade im Hinblick auf die zunehmende Inflation, Energie- Materialmangel sollte die Abschaffung langsam geprüft werden. Nebenbei ist es eine auf Dauer nervige Belastung im Arbeitsalltag.
Ich gehe davon aus, dass wir die letzten sind in Europa, wo die Maßnahmen endlich fallen.
Ist halt immer die Frage wie man "Ende der Pandemie" definiert.
Glaubt irgendjemand dass man in baldiger Zukunft (paar Wochen, wenige Monate) im Krankenhaus keine Covid-Tests mehr machen braucht? Dass es keine Covid-Stationen mehr gibt? Dass man Covid-Patienten nicht mehr am Ende des Programms operiert oder die OPs verschiebt? Dass man keine FFP2-Masken mehr quasi dauerhaft tragen muss? Dass sämtliche Türen wieder offen sind und keiner mehr der ins Krankenhaus will einen Test braucht? Dass wieder Angehörige aus gewissen Kulturkreisen als Großfamilie mit 20 Leuten Krankenbesuche machen dürfen? Usw...
Ganz ehrlich: ich nicht!
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