Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
][truba][
14.03.2020, 20:58
Das dürfte für manche Kollegen fast ne Verbesserung sein ...
roxolana
14.03.2020, 21:15
Katastrophenschutzgesetz spricht von Ruhezeit:Arbeitszeit von 12:12
Also 84 Wochenstunden?
geisterhome
14.03.2020, 21:33
Also 84 Wochenstunden?
Sowas würde doch viele die z.B. noch Kinder zu hause haben kaum lange durchhalten, grade wenn der Partner auch noch in dem Bereich tätig ist. Und das wird dann bestimmt auch kein entspanntes Arbeiten sein oder ein paar ruhige 24h Dienste.
WackenDoc
14.03.2020, 21:46
Ach Leute- das ist das MAXIMUM was ein spezielles Gesetz hergibt. das heisst doch nicht ,dass ab sofort alle 84h/Woche Dienst tun müssen ohne irgendeine Rücksicht auf die private Situation.
schnix25
14.03.2020, 21:59
Momentan ist es doch eher so, dass man weniger als sonst zu tun hat. Elektives abgesagt und kaum Corona Patienten.
FirebirdUSA
14.03.2020, 22:37
Jetzt hoffen wir einfach mal, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen und die Zahl der positiven Fälle langsam nicht mehr exponentiell wächst. Ich befürchte aber der Effekt wird erst in 10-14 Tagen messbar sein.
geisterhome
14.03.2020, 22:51
Italien hat etwa 3500 neue Fälle, schöner Mist. Die letzten Tage waren es immer um die 2500 Fälle mehr pro Tag, dachte vllt. ist der der Anfang einer Verlangsamung aber jetzt scheint es doch wieder exponentiell anzusteigen. Zeigen sich die Effekte der Einschränkungen erst später? In einer Woche sind wir dann da.
Todesfälle sind zum Glück ein paar weniger geworden.
Bei einer mittleren Inkubationszeit von 5-6 Tagen und dem Beginn der Abriegelungsmaßnahmen vor 5 Tagen sollten die Effekte nun sichtbar werden - vorausgesetzt, es wurde nichts an der Testpopulation geändert (z.B. mehr Tests an asymptomatischen Personen)
geisterhome
14.03.2020, 23:04
Bei einer mittleren Inkubationszeit von 5-6 Tagen und dem Beginn der Abriegelungsmaßnahmen vor 5 Tagen sollten die Effekte nun sichtbar werden - vorausgesetzt, es wurde nichts an der Testpopulation geändert (z.B. mehr Tests an asymptomatischen Personen)
Ja hab auch noch mal geguckt, erst 5 Tage her, fühlte sich für mich schon wie eine Ewigkeit an. Der Norden ist seit 7 Tagen abgeriegelt. Vllt. war heute nochmal ein Ausrutscher nach oben.
Kann mir nicht vorstellen das mehr getestet wird, die asymptomatischen bleiben doch sicher zu hause. Ist aber eine reine Vermutung.
Nessiemoo
14.03.2020, 23:17
Ich reihe mich hier mal aus der eher ungeilen Situation als Risikoperson in der "sozialen Isolation" im Frei ein. Weitergearbeitet wird nach "Aachener Modell" dann natürlich, falls symptomfrei. Gibt es Leidensgenossen?
Jup -.- hier. Ich hatte auch privat große Schwierigkeiten, die ich mit sehr viel Sport und ausgehen verarbeitet habe. Das fällt jetzt weg. Kann ich mir gut vorstellen, dass aktuelle Situation auch für psychiatrisch erkrankten Patienten extrem hart und gefährlich ist.
Hoppla-Daisy
14.03.2020, 23:41
Exakt! NOCH darf ich/darf man raus. Sollte das allerdings jetzt auch noch wegfallen, könnte es sein, dass meine Therapeutin bald wieder ziemlich von vorne anfangen darf... noch bin ich zwar zuversichtlich, aber ich weiß auch leider genau, wie schnell die Situation wieder kippen kann.
Du bist ja systemrelevanter Funktionsträger und mußt raus dürfen!
tragezwerg
15.03.2020, 05:56
Bei einer mittleren Inkubationszeit von 5-6 Tagen und dem Beginn der Abriegelungsmaßnahmen vor 5 Tagen sollten die Effekte nun sichtbar werden - vorausgesetzt, es wurde nichts an der Testpopulation geändert (z.B. mehr Tests an asymptomatischen Personen)
Wichtig ist auch, dass die PCR je nach Laborauslastung bis zu 48h dauern kann. Je nachdem sind die jetzt positiven Fälle also die von vor 2 Tagen. Von daher ist es schwer zu sagen...abwarten!
Hoppla-Daisy
15.03.2020, 06:59
Du bist ja systemrelevanter Funktionsträger und mußt raus dürfen!
Langzeit-AU.......
Zu den Antikörpertests.
Aus dem Skript von Drosten: „Ich will noch eine Sache ganz kurz sagen. Es sind im Moment so ein paar verwirrende Meldungen unterwegs, dass schon Schnelltests existieren, dass man die schon kaufen kann – da wird schon Werbung für gemacht. Diese Tests sind keine Antigen-Tests, keine Tests auf das Virus, sondern das sind Tests auf Antikörper, also auf unsere Immunreaktion gegen das Virus. Diese Tests können erst allerfrühestens am Ende der ersten Krank- heitswoche positiv werden. Sie sind nicht austausch- bar gegen die PCR. Die können nicht das leisten, was die PCR erleichtert.„
https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript124.pdf
Jup -.- hier. Ich hatte auch privat große Schwierigkeiten, die ich mit sehr viel Sport und ausgehen verarbeitet habe. Das fällt jetzt weg. Kann ich mir gut vorstellen, dass aktuelle Situation auch für psychiatrisch erkrankten Patienten extrem hart und gefährlich ist.
Ein Grund, warum wir bei uns in der psychiatrischen Praxis schon daran arbeiten, unsere Krisenbereitschaft zu erhalten und aus zu bauen. Elektive Dinge, Supervision und interne Fortbildung zu verschieben/abzusagen. Wir verzichten auf Ausfallhonorare für die PT, damit erkrankte Patienten und Risikopatienten nicht aus primär monetären Gründen die Praxis aufsuchen und niederschwellig zu Hause bleiben können. Dazu kommt die Betreuungsproblematik, die aber bei uns zum Glück nur einen Kollegen und mich betrifft. Dafür finden wir interne Regelungen. Ich habe diese Woche viele Kriseninterventionen wegen der Corinakrise gehabt. Aber es hält sich noch in Grenzen. Wichtig ist das auch allen in der ambulanten Behandlung fortlaufende medikamentöse Behandlung, Krisenbereitschaft und nahtlose AU zur Verfügung steht. Größte Angst ist eher was passiert mit unseren vielen Patienten, wenn wir einen infektiösen Fall in der Praxis haben. Zwei Wochen geschlossene Praxis wird für die umliegenden Praxen schwierig (große Gemeinschaftspraxis mit 4,5 Sitzen) zu kompensieren und mit Mundschutz bei unserem Klientel zu arbeiten ist auch eher suboptimal. Vom wirtschaftlichen Schaden für die Praxis ganz zu schweigen.
Vielen Dank für die Infos und Meinungen zu diagnostischen Mitteln.
Mir schon klar, dass man Antikörper erst nachweisen kann, wenn man welche hat. Es geht mir ja auch nicht um die Früherkennung der Krankheit. Überhaupt nicht.
mir geht es um die Erkenntnis der durchgemachten Erkrankung (ohne dass man es weiß). Wenn ich vermuten würde, dass ich krank wäre, könnte ich ja nicht arbeiten gehen.
Ja panisch
15.03.2020, 07:43
Hier hatte jemand geschrieben, Personen, die bereits mit einem ähnlichen Erreger infiziert waren, hätten bei Covid schlimmere Verläufe gehabt?
Wenn es nur eine kurze Immunität gibt, kann man bei einer Reinfektion durch Covid auch von einer überschießenden Immunreaktion ausgehen?
Jup -.- hier. Ich hatte auch privat große Schwierigkeiten, die ich mit sehr viel Sport und ausgehen verarbeitet habe. Das fällt jetzt weg. Kann ich mir gut vorstellen, dass aktuelle Situation auch für psychiatrisch erkrankten Patienten extrem hart und gefährlich ist.
Mein Mann fällt auch gerade wieder ab in der Genesung. Bei der reaktiven Depression auf die unabänderliche Pflegesituation unserer Großen hatte sich gerade so viel Verbesserung gegeben, jetzt steht die Versorgung durch das Team wieder in Frage und ich werde in den kommenden Wochen ja eher mehr als weniger arbeiten, d.h. es fällt wieder alles auf ihn zurück. Und das war und ist der Auslöser. Da kann er danach gerade wieder von vorne anfangen.
Hier hatte jemand geschrieben, Personen, die bereits mit einem ähnlichen Erreger infiziert waren, hätten bei Covid schlimmere Verläufe gehabt?
Wenn es nur eine kurze Immunität gibt, kann man bei einer Reinfektion durch Covid auch von einer überschießenden Immunreaktion ausgehen?
Das war ich - das hat sich wohl zum Glück nicht bestätigt.
Die Immunität bei SARS habe wohl um die fünf Jahre angehalten und sei dann weg gewesen, aber bis dahin war das Virus ja auch weg. (Quelle für die fünf Jahre weiß ich grad leider nicht mehr.)
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