Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Ich hatte es noch nicht, will es auch nicht, hab immer noch Respekt vor dem Virus und bin vorsichtig, trotzdem sehe ich in Sachen Impfung die Dinge wie ChristophA. Man hofft natürlich die Impfung würde einen deutliche Vorteile bringen aber wenn ich die stikoempfehlung und auch die nhs-empfehlung anschaue sehe ich einfach keinen Grund für einen weiteren Booster.
Ohne Hintergedanken, ernst gemeint Feuerblick: weißt du da mehr als ich?
So grundsätzlich Situation denke ich, dass mittlerweile tatsächlich viele schon mehrfach kontakt mit dem Virus hatten und wie in der Gesellschaft doch eine gute Immunität aufgebaut haben. Ob du komplett recht hast, Christoph, dass das Virus zu einem banalen Schnupfen Virus mutiert.. das wäre schön.
Stimme dem zu.
Und tatsächlich impfen wir auch kaum Boosterimpfungen außerhalb der STIKO-Empfehlungen, außer auf ausdrücklichen Wunsch, allerdings mehr aus logistischen Gründen.
Wenn ich weiterhin nur Ampullen mit 7 oder 10 Impfdosen bekomme, diese mit einem gewissen Aufwand bereitstellen und aber spätestens nach 6h verwerfen muss, mache ich das nur mit Terminvergabe. Und dann natürlich vorrangig für diejenigen mit eindeutiger Indikation.
Christoph_A
21.11.2022, 23:50
Sorry, für Witze is das jetzt kein gutes Thema....
Nefazodon
25.11.2022, 20:10
Weil auch hier im Forum verschiedentlich darüber diskutiert wurde:
Impfung gegen SARS-CoV-2 geht nicht mit einem höheren Herpes-Zoster-Risiko einher
In kleineren Fallserien wurde über das erhöhte Risiko einer Varizella-Zoster-Virus (VZV)-Reaktivierung nach Impfung gegen SARS-CoV-2 berichtet. Eine aktuelle große US-amerikanische Kohortenstudie mit Auswertung von über 2 Mio. Geimpften zeigte nun kein erhöhtes Risiko einer impfassoziierten Herpes-Zoster-Erkrankung (Gürtelrose).
(...)
Im Ergebnis war die COVID-Impfung nicht mit einem erhöhten Risiko für eine VZV-Reaktivierung assoziiert (Inzidenzratenverhältnis IRR 0,91; p=0,08). Die Inzidenz war auch nicht erhöht im Vergleich zu Influenza-Impfungen in der Zeit vor der Pandemie (1. COVID-Impfung HR 0,78; p<0,001; 2. COVID-Impfung HR 0,79; p<0,001) oder in der frühen Pandemiephase (1. COVID-Impfung HR 0,89; p=0,05; 2. COVID-Impfung HR 0,91; p=0,09).
Quelle:https://dgn.org/artikel/2434
Nefazodon
06.01.2023, 12:19
Mir ist aufgefallen, dass die Daten zu den Impfquoten, die auf Zeit.Online nachzulesen sind, schon seit Tagen unverändert sind.
Die Impfquote für die Viertimpfung liegt bei 13,8%.
Ist das, weil die Daten nicht mehr erhoben bzw. aktualisiert werden?
Oder ist der Grund, dass sich Leute nicht mehr impfen lassen? Wenn ja, was ist der Grund? Sind die Leute alle akut infiziert gewesen innerhalb der letzten drei Monate und dürfen deshalb nicht, oder *will* kaum einer die vierte Impfung?
Würde mich interessieren.
Weiß da jemand Näheres zu?
Oder ist der Grund, dass sich Leute nicht mehr impfen lassen? Wenn ja, was ist der Grund? Sind die Leute alle akut infiziert gewesen innerhalb der letzten drei Monate und dürfen deshalb nicht, oder *will* kaum einer die vierte Impfung?
Würde mich interessieren.
Weiß da jemand Näheres zu?
Infos zur Datengrundlagen habe ich nicht, kann nur aus dem persönlichen Umfeld berichten.
Es gibt meines Wissen gar keine Indikation für die vierte Impfung außer hohes Alter oder Beruf mit vulnerablen Gruppen. Und für diese Gruppe ist es schon lange empfohlen. Wer wollte, der konnte sich schon lange impfen lassen. Wer es bis jetzt nicht getan hat, wird es auch eher nicht mehr tun.
Moorhühnchen
06.01.2023, 19:23
Infos zur Datengrundlagen habe ich nicht, kann nur aus dem persönlichen Umfeld berichten.
Es gibt meines Wissen gar keine Indikation für die vierte Impfung außer hohes Alter oder Beruf mit vulnerablen Gruppen. Und für diese Gruppe ist es schon lange empfohlen. Wer wollte, der konnte sich schon lange impfen lassen. Wer es bis jetzt nicht getan hat, wird es auch eher nicht mehr tun.
Meinen Eltern (74 und 75 Jahre) wurde von der Sprechstundenhilfe der Hausarztpraxis (keine MFA, hat früher bei Rewe an der Fleischtheke gearbeitet) gesagt, sie bräuchten keine 4. Impfung nach ihrer Covid-Infektion im Mai 2022. Nach dieser Aussage habe ich bei beiden leider gegen eine Wand geredet.
Mein Wort gilt leider nicht so viel wie das einer ungelernten Telefonkraft. :-keule
Hier in der Umgebung wurden auch alle Impfangebote außerhalb der Arztpraxen mangels Nachfrage eingestampft. Unser Hausarzt führt eine Impfliste und impft dann außer der Reihe, wenn er genügend zusammen hat, dass es sich lohnt. Das dauert aber derzeit wohl auch…
Moorhühnchen
07.01.2023, 18:28
Meinen Eltern (74 und 75 Jahre) wurde von der Sprechstundenhilfe der Hausarztpraxis (keine MFA, hat früher bei Rewe an der Fleischtheke gearbeitet) gesagt, sie bräuchten keine 4. Impfung nach ihrer Covid-Infektion im Mai 2022. Nach dieser Aussage habe ich bei beiden leider gegen eine Wand geredet.
Mein Wort gilt leider nicht so viel wie das einer ungelernten Telefonkraft. :-keule
Habe gerade mal den Corona-Impfcheck (https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/der-corona-impfcheck/) für meine Eltern durchgeklickt. Die letzte Frage vor Anzeige der Empfehlung lautet: "Lag ein Abstand von mindestens 3 Monaten zwischen der 3. Impfung und der Ansteckung?"
Antwortet man mit "Ja", wird keine weitere Impfung empfohlen in der Kombi >60 Jahre, keine Medikamente/Immunsuppression, 3 Impfungen erhalten, dann Infektion.
Antwortet man mit "Nein", so wird eine Auffrischung befürwortet.
Wieso ist die Zeit zwischen 3. Impfung und Ansteckung wichtiger als der Abstand der Infektion zum aktuellen Zeitpunkt, welcher >6 Monate beträgt? :-nix
Laut Impfcheck brauche ich tatsächlich auch keine 4. Impfung, was auch dem entspricht, was unser Betriebsarzt sagt.
Ich habe mir primär aus einer Mischung von Faulheit und Zeitnot noch nicht zum 4. Mal impfen lassen aber insgesamt scheint es dafür auch keine Indikation zu geben. Obwohl ich in einer medizinischen Einrichtung arbeite.
Wieso ist die Zeit zwischen 3. Impfung und Ansteckung wichtiger als der Abstand der Infektion zum aktuellen Zeitpunkt, welcher >6 Monate beträgt? :-nixIch beschäftige mich nicht mit der wissenschaftlichen Literatur bzgl. Covid und bekomme nur mit, was so in den allgemeinen Medien verbreitet wird. Ich habe dabei gelesen, dass es auf Basis von zweierlei Dingen so entschieden wurde. 1) derzeitiger wissenschaftlicher Konsens ist, dass ein zweiter Booster i. d. R. keinen relevanten Benefit hat 2) bei >60jährigen (u. a.) ist das Immunsystem leistungsschwächer und die Menschen erholen sich schlechter von Infektionen, insbesondere, wenn diese rasch aufeinander folgen, so dass relativ der Benefit bei älteren Menschen bei in kurzer Zeit aufeinanderfolgenden Infektionen steigt, nicht aber grundsätzlich bei einem zweiten Booster.
Ich hatte mich Mitte/Ende November auf Basis der STIKO Empfehlung und der Beratung unserer Betriebsärztin bei meiner Grippeimpfung gegen einen 2. Booster entschieden.
Wie ich mitbekommen habe, schauen gerade alle in die USA wg. der Variante XBB.1.5 und bisher scheint die auch ne ausgeprägte Immunflucht zu haben.
Feuerblick
08.01.2023, 14:39
Wobei aber der bivalente Booster, den es seit Oktober gibt, gute Chancen haben soll, gegen diese Variante auch zu wirken. So zumindest erste Berichte.
Ich frage mich, ob die Empfehlungen/Check-Seiten dahingehend überarbeitet wurden, dass es eben einen neuen bivalenten Impfstoff gibt. :-nix
Weiß ich nicht. Wird sich mit der Zeit, Re-Evaluation und größerer Datenmenge, zeigen. Zumindest empfiehlt sie bei Boostern den angepassten Impfstoff.
Feuerblick
08.01.2023, 15:21
Den angepassten oder den bivalenten?
Im Nature wurde jetzt ein sehr gutes Review über den aktuellen Wissensstand zu LongCovid inkl. Diagnostik und Therapie, aber such asymptomatische Folgen und Risiken nach Covidinfektion veröffentlicht. Lohnt sich zu lesen :
https://www.nature.com/articles/s41579-022-00846-2
Hochkarätig besetztes Webinar der Leopoldina (englisch) morgen:
https://www.leopoldina.org/en/events/event/event/3038/
Anne1970
23.01.2023, 06:50
Danke für die Verlinkungen.
Gern. Für alle, die es verpasst haben, jetzt auch zum nachträglichen Anschauen :
https://youtu.be/s05BsmIq8mo
Es gibt einen erneuten Preprint, dass Sars-cov-2 CD4 nutzt, um T-Helfer-Zellen zu infizieren. Und dass es deswegen virale Persistenz gibt und corona "airborne AIDS" sein soll.
Habt ihr schon davon gehört? Was ist eure Meinung dazu?
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