Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Maske getragen=keine Infekte
keine Maske getragen=viele Fieberhafte Infekte
Konsequenz: keine Maske mehr tragen. Verstehe ich das richtig?
Ich habe 2019 in meinem Fachbereich angefangen zu arbeiten, ich hatte jeden Tag Halsschmerzen, bis dann COVID kam und ich konsequent Maske getragen haben. Zahnärzte haben schon immer Maske getragen. Mein Fachgebiet arbeitet in einem ähnlichen Bereich. Ich wüsste nicht warum ich keine Maske mehr tragen sollte. Ich habe einfach keine Lust auf Tröpfchen anderer Menschen auf meiner Haut. Bzw. möchte ich selbst bestimmen von wem. Patienten gehören nicht dazu.
Autolyse
28.08.2023, 18:01
Maske getragen=keine Infekte
keine Maske getragen=viele Fieberhafte Infekte
Konsequenz: keine Maske mehr tragen. Verstehe ich das richtig?
[...]
Alles Immunschuldaufholeffekte. Die werden diesen Winter noch fröhlich weitergehen, las ich heute. (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/coronainfektionen-krankenhausgesellschaft-100.html)
Vor COVID hatte ich 2006 das letzte Mal einen fieberhaften Infekt. Da kann ich mich noch so gut dran erinnern weil das eigentlich bei mir eine Seltenheit war. Sonst hatte ich zweimal im Jahr eine typische Erkältung, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. 2020 mit Beginn der Hygienemaßnahmen wurde es dann noch weniger. November 2021 hatte ich dann den ersten richtigen Infekt mit zehn Tagen Fieber (non-Covid). Seitdem immer wieder Infekte, immer wieder auch mit Fieber. Allein 2023 bisher 7 Infekte, davon zwei mit Fieber, alle non-Covid. (Grippeweb sei dank hab ich die Daten). Abgesehen davon 3x gegen Covid geimpft, zweimal gehabt.
Insgesamt liegen die Werte in der Gesamtbevölkerung für Atemwegsinfekte durchgehend über den vorpandemischen Werten.
Leider gibt's dazu noch wenig wissenschaftliche Untersuchungen aber meiner Meinung nach liegt es an den fehlenden Antigenkontakten während der Pandemie. Kann natürlich auch was anderes sein.
Feuerblick
28.08.2023, 20:20
Könnte auch sein, dass Covid das Immunsystem nachhaltig beeinträchtigt. Läge irgendwie näher als fehlende Antigenkontakte bei Erwachsenen, deren Immunsystem eigentlich so ziemlich alles gesehen haben dürfte. :-nix
Moorhühnchen
28.08.2023, 21:00
Zudem hast Du doch auch mittlerweile kleine Kinder, die sicher jede Menge Keime anschleppen. ;-)
Ich will nicht bestreiten, dass es sicher auch einen Zusammenhang mit dem Tragen von Masken gibt und ggf. noch weitere Faktoren reinspielen.... aber für mich persönlich war die Covid-Erkrankung im Januar 2023 so unangenehm (Erstmanifestation festgetackerte HF von 145/min zwei Tage vor positivem Test, dann noch lange sehr starken Husten für mehrere Wochen), dass ich im Arbeitsalltag im OP sicher auch bald wieder auf FFP2 umsteigen werde. Privat allerdings eher nicht.
FirebirdUSA
28.08.2023, 22:22
Könnte auch sein, dass Covid das Immunsystem nachhaltig beeinträchtigt. Läge irgendwie näher als fehlende Antigenkontakte bei Erwachsenen, deren Immunsystem eigentlich so ziemlich alles gesehen haben dürfte. :-nix
Naja, aber Ak Konzentrationen sinken ja schon schnell. Es geht ja nur um mehr, klinisch bemerkte Infekte. Ich finde den Zusammenhang schon möglich... aber natürlich ist auch dein Ansatz eine mögliche Erklärung. Vermutlich ist die Welt mal wieder grau und beides spielt eine Rolle.
thequeenofcells
28.08.2023, 22:43
Ich hatte Covid erst im April 2022 und das war schon eine krasse Nummer, kurz vor Einweisung. Hat mich gut zwei Wochen gehalten, danach war Ruhe. Was ich aber seitdem habe, sind schwer verlaufende bakterielle Bronchitiden. Alles, was nur im Ansatz einer Erkältung ähnelt, endet in einem bakteriellen Befall mit Atemnot, schwerem Husten, reagiert schlecht auf Antibiotika. Ich gehe eher davon aus, dass diese relativ schwere Covid-Infektion mein Immunsystem angeknackst hat, denn davor hatte ich solche Bronchitiden nie. Man muss dazu sagen, dass außer mir erkrankt nie einer, also wird es so sein, dass ich was an der Uni fange oder meine Kids schleppen was an, und mein Körper bekommt es nicht weg.
Von daher, werde ich mich sicherlich noch einmal mit dem neuen Impstoff impfen lassen, muss jetzt nicht unbeding noch einmal Covid haben.
Alles Immunschuldaufholeffekte. Die werden diesen Winter noch fröhlich weitergehen, las ich heute. (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/coronainfektionen-krankenhausgesellschaft-100.html)
Mein letzter Stand war, dass es diese "Immunschuld" eigentlich nicht gibt oder geben kann. Da ist meine letzte Info aber definitiv nicht mehr aktuell. Gab es da mal was Handfestes zu?
Mir ging es zwar auch so, dass ich seit 2020 gefühlt acht bis zehn Infekte habe, wobei COVID munter zweimalig eingestreut und vom Verlauf nicht dramatisch war. Ich schieb die Schuld aber ganz klar an meine beiden neuen Mitbewohner, die mich teilweise an den Ohren festhalten, um mir ins Gesicht niesen zu können.
Ich kann bei mir tatsächlich keine relevante Veränderung feststellen. Ich bin allgemein nicht sehr infektanfällig, bin alle 3-5 Jahre mal erkältet. Vor Covid zuletzt im Herbst 2017, jetzt hatte ich dieses Jahr im Februar wieder eine Erkältung. War aber auch wirklich nur 3-4 Tage Husten, Schnupfen, Halsschmerzen ohne Fieber o.ä. Dazu halt noch zweimal
Covid, einmal im Mai 2022 mit wirklich voller Symptomatik und 10 Tagen richtig krank und dieses Jahr im März nochmal mit 3 Tagen Halskratzen und laufender Nase. So gesehen sind 3 Infekte innerhalb eines Jahr für mich schon viel aber zwei waren halt mehr oder weniger symptomatische Covid-Infektionen, da bleibt dann letzten Endes nur die turnusmäßige Erkältung übrig, die nach fast 5 Jahre mal wieder fällig war. Mal schauen, was dieser Winter so mit sich bringt.
Meine Mitbewohner sind halt aber auch flauschig, habe 4 Pfoten und bringen keine Kitakeime mit nach Hause, das könnte von Vorteil sein.
Insgesamt liegen die Werte in der Gesamtbevölkerung für Atemwegsinfekte durchgehend über den vorpandemischen Werten.
Auf welche Quelle beziehst du dich? Vielleicht haben die Leute aber auch ein bisschen was gelernt und schleppen sich mehr krank zur Arbeit. Das würde ich mir wünschen.
Zu deiner persönlichen Erfahrung gibt es Zahlen:
In Haushalten mit 0 Kindern, wurde mindestens ein Atemwegsvirus in 4 Wochen eines Jahres nachgewiesen.
1 Kind=18 Wochen
2 Kinder=29 Wochen
Gab das auch mit symptomatischen Tagen, aber die Zahlen habe ich nicht mehr greifbar.
29 Wochen! Krass. Bummelig hochgerechnet kommt das bei uns tatsächlich hin-
Hast du da eine Quelle, das würde ich gerne mal nachlesen.
Autolyse
29.08.2023, 16:49
Mein letzter Stand war, dass es diese "Immunschuld" eigentlich nicht gibt oder geben kann. Da ist meine letzte Info aber definitiv nicht mehr aktuell. Gab es da mal was Handfestes zu?
Natürlich nicht. Das ist Humbug. Der Begriff hat vor 2020 auch nicht existiert.
Das war schon evident als im gelobten Schweden die kumulative Häufigkeit von RSV-Infektionen pro Jahr ständig nach oben ging, auch und gerade im Geburtsjahrgang 2022. In anderen Ländern war die beobachtete Häufigkeit auch konstant höher als Differenz zum langjährigen Mittelwert + regulärer Mittelwert und mir wäre nicht bekannt, dass sich intrauterines Maskentragen oder Aufziehen von Säuglingen als Gnotobioten durchgesetzt hätte.
Auf welche Quelle beziehst du dich? Vielleicht haben die Leute aber auch ein bisschen was gelernt und schleppen sich mehr krank zur Arbeit. Das würde ich mir wünschen.
Zu deiner persönlichen Erfahrung gibt es Zahlen:
In Haushalten mit 0 Kindern, wurde mindestens ein Atemwegsvirus in 4 Wochen eines Jahres nachgewiesen.
1 Kind=18 Wochen
2 Kinder=29 Wochen
Gab das auch mit symptomatischen Tagen, aber die Zahlen habe ich nicht mehr greifbar.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Sentinel/Grippeweb/grippeweb_ergebnisse_node.html#doc15368638bodyText 2
Ich war fast 2 Jahre überhaupt nicht krank und so fit wie vermutlich noch nie. Dann habe ich mich letztes Jahr September auf einer Feier mit irgendwas üblem (zumindest lt Tests nicht Covid) angesteckt. Ab da war ich inkl 2x Covid (dank Paxlovid jedesmal sehr milder Verlauf, aber beim zweiten Mal trotzdem wochenlanger Husten danach) mehr oder weniger durchgehend krank bis Ostern. Teilweise auch wirklich fieberhafte Infekte, was ich früher nie hatte. Gleichzeitig habe ich ja in der Praxis angefangen, also keine Ahnung ob das nur das normale "erste Jahr" als Kinderärztin war oder ob da auch in gewisser Weise eine Immunsuppression mit reingespielt hat. Maske hab ich immer getragen, allerdings wurde mir von der Arbeit keine M3 Aura gestellt sondern die normalen Dreiecksmasken, die mir dank offenbar ungewöhnlicher Gesichtsgröße weder in der Erwachsenen- noch in der Kinderversion ordentlich passen :-nix Muss da für diesen Winter nochmal energischer drauf bestehen fürchte ich.
In meiner Erfahrung haben die Leute überhaupt nichts gelernt, im Gegenteil.
29 Wochen! Krass. Bummelig hochgerechnet kommt das bei uns tatsächlich hin-
Hast du da eine Quelle, das würde ich gerne mal nachlesen.
Ich hatte es hier gelesen, allerdings nicht frei verfügbar (https://www.zeit.de/gesundheit/2023-02/atemwegserkrankungen-kinder-immunsystem-fieber-immunschwaeche/komplettansicht)
Das ist er Originalartikel (https://academic.oup.com/cid/article/61/8/1217/376653?login=true)
Kandra, das war das erste Jahr als Kinderärztin! Bei uns waren die Anfänger auch andauernd krank.
Kandra, das war das erste Jahr als Kinderärztin! Bei uns waren die Anfänger auch andauernd krank.
Ich bin ja keine Anfängerin, hatte nur während Corona auf Neo-ITS in der Psychosomatik und im SPZ ohne Notaufnahmedienste wenig Kontakt zu infektiösen Kindern + Maske. Aber halt der erste Winter in einer Praxis, das ist vermutlich nochmal eine neue Dimension fürs Immunsystem :-))
Feuerblick
13.09.2023, 11:32
Juhuuu… Die Frage nach einer Auffrischungs-Impfung hat sich für mich dann auch erstmal erledigt. So sieht also ein positiver Test aus. Hätte nicht sein müssen. :-kotz
Och nöööö, gute Besserung! Mein eigener Termin ist in zwei Wochen, hoffentlich schaffe ich den noch, für den Rest der Familie suche ich noch.
Feuerblick
13.09.2023, 15:33
Hätte einfach nur beim Hausarzt vorbeigehen müssen. *seufz* Okay, dann halt nicht.
Drücke dir die Daumen!
Oh nee, gute Besserung. Wie geht es dir? Ist denn der neue Impfstoff schon da? Ich lass mich immer so gegen Mitte-Ende November gegen Grippe impfen, das scheint mir für die Covid Impfung zu spät zu sein. Covid verläuft anders, als Influenza, weniger saisonal. Wenn der Impfstoff schon da ist, würde ich mich direkt gegen Covid impfen lassen aber unsere Betriebsmedizin hat noch nichts gemeldet.
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