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juho
02.10.2016, 15:11
Herzlichen Glückwunsch!!! :-top

*milkakuh*
02.10.2016, 15:39
Herzlichen Glückwunsch!!! :-top

Jetzt weiß ich auch endlich, wer die dritte bei uns im km-spiel ist. Du läufst ja auch echt viel. Seid wann läufst du denn und hast du irgendwelche Ziele? (Sorry, bin nur ein kleines bisschen neugierig...)

juho
02.10.2016, 17:58
Bin sonst eher der stille Mitleser... :-D
Laufe seit ca. 1,5 Jahren, aber habe dieses Jahr erst mit "längeren" Läufen um die 10km und der Teilnahme an Wettbewerben angefangen. Bin jetzt nicht megaschnell, aber ich finde, solche Events machen einfach total Spaß!
Das nächste große Ziel ist ein HM im Sommer - mal schauen wie's wird, angemeldet bin ich schonmal... :-oopss

Absolute Arrhythmie
03.10.2016, 13:07
So, dann will ich euch mal ausführlich von meinem Halbmarathon-Debut erzählen...

Mein Köfferchen hatte ich schon am Freitag gepackt, um abends zu meinen Eltern zu fahren, da diese noch ein Stück näher an Köln dran wohnen als ich selbst. Samstags sind wir recht früh zur Marathon-Messe aufgebrochen, da es hieß, es käme Richtung nachmittag immer zu ellenlangen Schlangen an der Startnummern-Ausgabe.
Am späten vormittag war jedoch noch gar nichts los, innerhalb von einer Minute hatten wir unsere Startunterlagen und den Kleiderbeutel samt Jubiläumsbeilagen (Jubiläumsmagazin, Kölschglas, etc.) und hatten noch genug Zeit über die Messe zu schlendern.

Am Nachmittag haben wir dann noch nen netten Familienausflug unternommen, so dass alles ganz entspannt war

Ich bin dann früh schlafen gegangen, aber am Abend schlug die geballte Nervosität dann so richtig zu. Ich kam überhaupt nicht zur Ruhe und wälzte mich nur von einer Seite zur anderen. So gegen halb zwei Uhr nachts fand ich in den Schlaf, der Wecker klingelte leider schon um 5:45 Uhr nach kurzer Zeit wieder...
Morgens gab es dann ein schönes Läufer-Frühstück mit Kaffee, Toast und Marmelade, der Kleiderbeutel war schon vom Vorabend gepackt, also konnte es gegen 7 Uhr los gehen Richtung Köln.
In Ermangelung einer guten Verbindung der nahe gelegenen öffentlichen Verkehrsmittel sind wir dann mit dem Auto nach Köln gefahren, das war allerdings auch eine gute Entscheidung denn auf den Straßen war nichts los, wir fanden dank Ortskenntnis einen geeigneten Parkplatz fußläufig zum Startbereich und hatten genug Zeit in aller Ruhe zum Ottoplatz ind Deutz zu gehen, die Beutel abzugeben und unseren Startblock zu suchen.

Natürlich sollten wir im letzten Block starten, weil wir recht lange an den Dixies anstehen mussten kamen wir dann leider auch wirklich ins letzte Viertel des letzten Startblocks.

Start (ganz vorne) war um 8:30 Uhr mit großem Getöse, die Stimmung war grandios, es wurde Karnevalsmusik gespielt, die Sonne schien und es war einfach alles herrlich.
Unser Block durfte dann leider erst 25 Minuten später, anlaufen, so dass ich in leichtem Trab gegen 8:55 Uhr die Startlinie überqueren konnte und der Lauf für mich begann.

Mein Vater wollte mit mir zusammen Laufen (auch wenn er eigentlich viel schneller ist als ich) und wir hatten überlegt erstmal auf 6:45 min/km anzulaufen und zu gucken wie es sich entwickelt.
Meine Stimmung war super, die Muskeln waren zwar recht kalt vom langen Warten im Startblock, aber wir konnten eh nicht wirklich Laufen, da es ständig durch die Menschenmassen so langsam wurde, dass man Gehen musste. Über die Deutzer Brücke vor traumhaftem Panorama ging es dann wieder im Trab, am anderen Rheinufer in Kurven und engen Gassen ging dann aber wieder stellenweise gar nichts mehr. An frei Laufen war also nicht im Ansatz zu deken auf den ersten beiden Kilometern, wir versuchten die Lücken zu nutzen (es gab aber eigentlich keine) und ein bisschen in einen Laufrhythmus und ein Tempo zu finden.
Nach den ersten beiden laaaaaangsamen Kilometern (kein Risiko zu überpacen an dieser Stelle ) konnten wir etwas Fahrt aufnehmen, aber ich muss sagen, dass mich das ewige Gas geben und Zwischensprinten und dann wieder bremsen und Ausweichen extrem geschlaucht hat. Vielleicht wäre es im Endeffekt klüger gewesen schon zu diesem Zeitpunkt jegliche Zeitvorstellung aufzugeben und mitzufließen, aber hinterher ist man immer schlauer...

Es ging nun Richtung Sülz und durch die Unterführung auf der Universitätsstraße (Uff!), wir liefen nette 6:30-6:45/min und ich fühlte mich eigentlich ganz gut dabei durch bekannte Straßen zu laufen. Auch der Teil der Strecke der durch Lindenthal und Braunsfeld führte, wo ich früher gewohnt habe, war wirklich schön.

Doch leider rächte sich dann nach dem ersten Drittel der Strecke der verkorkste Start. Ich hatte von Beginn an Schwierigkeiten gehabt in einen Atemrhythmus zu finden weil ich kein konstantes Tempo laufen konnte. So wurde es schnell anstrengender als es hätte sein dürfen. Auf Kilometer 10 ereilte mich schlagartig, wirklich wie aus dem Nichts das ungute Gefühl, dass ich das so gar nicht schaffen kann. Panik ob der noch bevorstehenden Kilometer machte sich breit und ich begann zu hyperventilieren .
Nach lockerem Traben und gutem Zureden durch meinen Vater konnte ich die Situation aber rasch in den Griff kriegen und das Laufen über die Aachener Straße, das Jubeln des Publikums am Rudolfplatz und den Schwenk nach Ehrenfeld ganz gut genießen.
Auf Kilometer 14 war dann aber mental endgültig Schluss. Ich hatte das Gefühl kämpfen zu müssen, die Uhr stand auf 7 min/km, ich war irgendwie innerlich enttäuscht und hab plötzlich keine Luft mehr bekommen. Kurzzeitig dachte ich ans Aufgeben , bin dann aber doch weiter gegangen und hab versucht mich wieder zu beruhigen. Meinem Vater hab ich angeboten doch ohne mich etwas flotter zu Laufen, was er aber vehement ablehnte. Er hat dann wieder auf mich eingeredet dass es egal ist welche Zeit wir Laufen, dass es Spaß machen soll, und so weiter.
Ich hab mich dann wieder berappelt, an der nächsten Verpflegungsstation ein Energy-Getränk und Wasser getrunken und bin brav weiter getrabt. Ein paar Kilometer konnte ich noch gute Miene zum bösen Spiel machen, bin immer schön weiter gelaufen, aber in meinem Kopf war einfach alles vorbei. Ich war enttäuscht von mir selbst, es begann zu regnen und Kölns ganze Hässlichkeit kam zum Vorschein. Selbst der Lauf über die Venloer Straße, vorbei am Fernsehturm, an der Moschee und am Mediapark hat mich innerlich irgendwie kalt gelassen.

Erst auf den Ringen gab es dann wieder ein bisschen anfeuerndes Publikum, ich musste mittlerweile aber trotzdem immer wieder kurze Gehpausen einlegen und ließ mich nur noch unter gutem Zureden zum Weitertraben bewegen. Auf dem Hohenzollernring dann endlich das 19-km-Schild, ein bisschen Publikum am Neumarkt, die Marathonis kamen uns bereits auf der anderen Straßenseite entgegen, ich fasst also wieder ein bisschen Mut. Nach einer letzten Gehpause konnte ich die letzten Meter über die Hohe Straße, den Blick auf den Dom und vor allem den Lauf Richtung Ziel durch die Komödienstraße wieder richtig genießen. Ich hatte richtig Tränen in den Augen und ein debiles Dauergrinsen im Gesicht. Ins Ziel gelaufen bin ich bei ~3 Stunden 5 Minuten, da ich 25 Minuten später gestartet war kam eine Nettozeit von 2:40:04 raus. Leider nach 21 und nicht nach 42 km...

Im Ziel war ich einfach nur noch froh nicht mehr weiter Laufen zu müssen. Der Nieselregen hatte sich in richtiges Platschen verwandelt, ich war nass, mir war kalt und die Beutelausgabe einen gefühlten weiteren Halbmarathon weit weg.
Da die Finischer-Medaillen aus waren ließen wir uns in die Liste eintragen um sie später zugeschickt zu bekommen und versorgten uns im Verpflegungsdorf mit Wasser, Schorle, Brühe und einem alkoholfreien Kölsch. An der Kleiderbeutel-Ausgabe ging alles reibungslos (es waren ja auch schon fast alle dort gewesen ) und ich war sehr froh in die warmen, trockenen Kleider zu kommen.
Da das Wetter so eklig war entschlossen wir uns nicht auf den Zieleinlauf der ersten Marathonis zu warten, sondern direkt den Heimweg anzutreten. In der Bahn nach Deutz hab ich mir dann doch noch den Sieger im Livestream angeschaut und die Glückwünsche von Freunden un Bekannten genossen. Zu Hause wurden wir dann von der ganzen Familie in Empfang genommen und versorgt, bevor ich dann am frühern Nachmittag sehr erschöpft wieder zu mir nach Hause gefahren bin.

Zusammenfassend denke ich, dass folgende Punkte dazu geführt haben dass der Lauf ab der Hälfte so eine ungünstige Wendung nahm: allem voran ganz sicher mein unzureichendes Training, aber da ich vorher relativ locker 2 Stunden am Stück Laufen konnte, denke ich, dass ich eigentlich schon in der Lage gewesen sein müsste, den HM durchzulaufen.
Der Start und das Sprinten/Bremsen auf den ersten Kilometern hat mich sicherlich sehr viel Kraft gekostet, die ich mir besser für später aufgehoben hätte. Aber auch das war sicher nicht der ausschlagebende Punkt. Am Ende war es mein Kopf, der mir einen Strick durch die Rechnung gemacht hat.
Ich war vor dem Rennen schon erschöpft, hatte in den letzten Wochen und vor allem bis zum letzten Tag vor dem HM viel zuviel Stress und hab mich letztendlich selbst auch viel zu sehr unter Druck gesetzt irgendwas erreichen zu wollen.
Davon bin ich jetzt wohl hoffentlich geheilt!
Beim nächsten Halbmarathon möchte ich natürlich etwas schneller, vor allem aber lockerer, kontinuierlicher und mit mehr Spaß Laufen.

Denn immerhin hat mir die Aktion nicht den Spaß verdorben, insgesamt war es nämlich trotzdem ein tolles Erlebnis und die Planungen für den nächsten großen Lauf manifestieren sich langsam. Mein Papa will unbedingt im Frühjahr in Berlin zum Halbmarathon starten, ich denke, darauf kann ich mich einlassen

Jetzt mache ich erstmal ein paar Tage Pause, mir tut zwar bis auf ein paar verspannte Muskeln nichts weh , aber ein bisschen Erholung brauche ich jetzt trotzdem. Dann gehts in den Urlaub und danach werde ich laaaangsam wieder mit dem Laufen starten.
Bis zum Ende des Jahres werd ich versuchen den Wochenumfang zu erhöhen und im nächsten Jahr dann neu angreifen !

Miss_H
03.10.2016, 13:40
Auch von mir noch herzlichen Glückwunsch :-) Nach dem Bericht finde ich es eine noch größere Leistung, dass du den HM gefinisht hast! Der Bericht erinnert mich Stimmungsmäßig gerade an meine Examenslernphase, die in einer Woche vorbei ist. Wenn du im nächsten Jahr wieder in Köln startest, dann werde ich versuche an der Strecke zu stehen. Du hast eine (aus meiner Sicht) sehr gute Leistung gebracht. Viel Spaß weiterhin beim Laufen und jetzt erstmal eine gute Erholung

WackenDoc
03.10.2016, 13:57
Herzlichen Glückwunsch AA!!!
Super dass du durchgehalten hast.

@Liel: Für die Liegestütze: Da geht an sich alles: Drinnen: Fensterbank, Tisch und Stuhl- die aber an die Wand stellen, damit sie nicht rutschen. Balkongeländer. Holzkisten/Truhen. Draußen: Mauern, Bänke, Geländer.
Genauso wenn es irgendwann an die erhöhten Füße geht. Bei kleinen Höhen gehen auch Bücher ,wenn man etwas vorsichtig ist.


Mit dem Ziehen ist das so eine Sache: Also die normalen deutschen Türen halten das. Aber es kann sein, dass sich die Klinke nach und nach etwas lockert. Da gibt es aber nicht viele Alternativen in der Wohnung. Du brauchst ja immer einen stabilen Anker. Geländer jeglicher Art gehen, draußen auch Bäume, Straßenlaternen etc.
Man muss auch kein Handtuch nehmen, wenn man einen Sling-Trainer hat, geht der auch.

Kinderspielplätze eignen sich oft auch. Notfalls die Übung überspringen und gleich mit Klimmzugstangen anfangen- da kann man z.B. erst die Abwärtsbewegung üben oder sich aus vorgebeugten Armen hoch ziehen und nach und nach den Winkel vergrößern.

Heerestorte
03.10.2016, 16:24
So, nach ewig langer Sportabstinenz habe ich gerade wieder mal Sport gemacht.
20 Minuten aufm Hometrainer. 6 Minuten warm gefahren, dann 8 Minuten Intervall (30 Sek. absolutes Vollgas, 30 Sek. langsam) und nochmal 6 Minuten ausgefahren. Nachdem die 8 Minuten Intervall vorbei waren, war ich kurz davor vom Rad zu kippen :-))
Nächstes Mal sollte ich die Intervalle vielleicht kürzer machen :D

Aber HIIT ist auf jeden Fall gut, denke ich. Lieber 20 Minuten bis zum Erbrechen als ne Stunde Radeln auf Halbgas.

Sebastian1
03.10.2016, 17:20
Ich mach weiter mit meinem Programm mit vor allem Laufen (Samstag 5 km, heute 6,5 km) und Fitnesstudio. Ab und an Radfahren. Schwimmen ist dank Ende der Freibadsaison grad nicht mehr, und Handball läuft noch, aber durch Dienste hab ich es jetzt leider 3 Wochen lang nicht geschafft. @AA: Starke Leistung! Ich verstehe aber sehr gut, dass du das Gefühl hast, das die ersten km dir mit dem Hin und Her das ganze unnötig schwer gemacht haben; ich hab's etwas anders Samstag so gehabt...auf dem ersten km überpaced, danach war der Rest des Laufs total verkorkst und ich musste ständig Gehpausen machen... war heute besser. Aber was mich echt freut: Das Abnehmen klappt super, ohne dass ich wirklich aufpassen muss, was ich esse.

Eilika
03.10.2016, 17:23
Nachdem ich ewig GAR NIX gemacht hatte, war ich gerade schwimmen. Nicht ewig weit (1km) und ziemlich langsam (fast 40 Minuten) aber immerhin... die Idee wäre eigentlich, dass über den Winter wenigstens einmal pro Woche zu machen. Mal sehen, was daraus wird...

WackenDoc
03.10.2016, 17:29
Mir hat heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Morgen ist nichts mit Laufen wegen Dienst.

teletubs
03.10.2016, 18:49
@AA: Danke für deinen Bericht und ehrlich Hut ab, dass du es geschafft hast :-top Dieses emotionale Auf und Ab kostet allein soviel Kraft und daher kannst du echt stolz auf dich sein. Es erinnert mich so ein bissl an den Frankfurt-Marathon letztes Jahr...das grosse Ziel sub4h...anfangs ein ständiges Sprinten, Stoppen, Pippi-Pause etc.pp...und im Hinterkopf, dass das Ziel die 4 Stunden sind. Und Frankfurt ging halt schon auf und ab und zwischendurch einfach die Krise...ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, GEHT NICHT MEHR!!! Und immer wieder dieses Aufraffen...ich sage daher auch: einen Marathon zu schaffen ist reine Kopfsache :-oopss Klar man brauch eine gewisse Grundlage an Ausdauer...aber einen Marathon zu schaffen ohne ein bestimmtes Zeitziel ist kein Thema...und du hast Willen gezeigt...doch letztendlich den Schweinehund besiegt und hast gefinisht. Du kannst verdammt stolz auf das sein :knuddel: Erhol dich gut.

Hier weiterhin Zwangspause...aber spätestens im Januar geht es wieder los :-))

*milkakuh*
03.10.2016, 21:34
@AA: Ich finde auch, dass du vorallem unter diesen Bedingungen super stolz auf dich sein kannst! Und toll, dass dein Vater dich so unterstützt hat. Ich habe ja die Zeiten live verfolgt und habe mir schon gedacht, dass es Probleme auf der Strecke gegeben haben muss. Aber wie du schon schreibst: Daraus lernst du (und auch andere). Beim nächsten Mal gehst du einen Wettkampf dann schon ganz anders an. Ich hatte im Sommer ja bei so einem 6km-Spaß-Firmenlauf mitgemacht und da genau den gleichen Fehler gemacht. Ich bin mit einem Bekannten gelaufen und der wollte möglichst schnell sein und deshalb sind wir am Anfang ständig um alle herumgelaufen und mussten oft wieder abbremsen. Das war super kräftezerrend und ich bin nur noch mit Müh und Not ins Ziel gekommen. Habe meinen Bekannten nach der Hälfte ziehen lassen und bin alleine weiter. Im Ziel wäre ich aber fast umgekippt. 15 weitere Kilometer hätte ich da ganz sicher nicht mehr geschafft. Also Hut ab! :-) Danke für deinen Bericht, der hat mir auch wieder in's Bewusstsein gerufen, dass so ein Stop & Run scheiße ist.

Ich war jetzt ein paar Tage nicht laufen, konnte mich einfach nicht zum langen Lauf aufraffen. Heute habe ich es dann endlich geschafft. Hab mir ein Hörbuch auf den iPod gezogen. Das hat am Anfang ganz gut geklappt aber so nach ner Stunde Laufen bin ich immer wieder abgeschweift und hab ein bisschen den Faden verloren. Gegen die Langeweile hat es aber schon etwas geholfen. :-) Beim nächsten Mal probiere ich ein kürzeres Hörbuch (vielleicht so 45 min) aus und höre danach lieber Musik. Wie verbringt ihr denn eure langen Läufe?
Meine Bilanz heute: 14,65 km @ 7:13 min/km 229 Höhenmeter (für mich Bergwertung!!!) leider durchschnittlich 175 bpm (bei Steigungen bekomme ich einfach meine HF nicht runter...)

Sebastian1
03.10.2016, 22:24
Ich höre auch Musik oder Hörbücher. Neueste überflüssige Errungenschaft (echt...kein Mensch braucht eine Smartwatch. Aber ist leider geil...) für mich technikverliebtes Spielkind ist eine Polar M600 (erst mit A300 in Probemonat angefangen, dann schnell auf die M400 umgestiegen. Die habe ich jetzt noch für fast Neukaufpreis auf Ebay losbekommen :-), hat den Vorteil, dass ich kein Handy mehr mitschleppen muss...nur noch Uhr und Bluetooth-Kopfhörer. Tut mir auch wirklich gut, ich muss nur ein bisschen aufpassen, was ich für Musik höre....ich steh' ja grade beim Sport eher auf die härtere Gangart, aber es ist umso schwerer, sich auf einen ruhigen Lauf zu konzentrieren, wenn man sich schnellen Death Metal um die Ohren blasen lässt :-))

@Milka und @Heerestorte: Geht mir ja ähnlich, sobald Steigung da, bin ich sofort annähernd an meiner MaxHF. Ebene kann ich gut bei ~155 bpm durchlaufen, Steigungen bis 165 bpm gehen (inzwischen!) auch dauerhaft, ohne dass ich kurzatmig werde, aber ich frage mich, ob da nicht mal ein HIIT helfen könnte? Wenn ich demnächst mal weniger Zeit habe, werde ich das versuchen.

@Wacken: Die Daily Workouts bei Darebee finde ich im Übrigen super. Kann ich sogar in einem langweiligen Dienst nebenher machen, ohne dass ich was dabei haben muss. Allerdings traue ich mich nicht an Türrahmen und -klinken.... Versuche mich auch grade am Strength Protocol.

Heerestorte
03.10.2016, 22:33
Ich werde HIIT auf jeden Fall mal die nächsten 2 Wochen probieren und dann mal schauen wie es weiter geht, da ich dann nicht mehr bei meinen Eltern bin und der Hometrainer dann wegfällt.
Aufm Hometrainer ist es halt leichter die Intervalle einzuhalten als beim Joggen.
Da muss man dann alle 30 Sekunden auf die Uhr schielen oder halt ein Handy mit Timer mitnehmen.
Aber ich hatte bisher nie mein Handy beim Joggen dabei und eigentlich habe ich es auch nicht vor :D

Truba hat ja, so weit ich mich erinnern kann, schon mal HIIT hier empfohlen.
Der kann sicherlich mehr zu den Vorteilen sagen und wie genau man das Thema HIIT angehen soll.

Sebastian1
03.10.2016, 22:44
Naja, ich würd jetzt erstmal dillettantisch angehen: Laufen auf der Aschenbahn, 30 Sekunden Vollgas, 30 Sekunden Laufen/Gehen, wiederholen bis gehtnichtmehr. Im Startbereich dürfte das so bei 8 Minuten oder so liegen. Das kann man mal eben nebenher machen, wenn man sonst an dem Tag nix zu tun hätte. Zu Hause habe ich nur so ein altes Indoorfahrrad stehen, was ich über Ebay Kleiunanzeigen für schmales Geld geschossen habe. Immer noch besser als ein Tag Trainingspause ;-)

JanApp
04.10.2016, 07:50
@ AA, voll krass. :-)

Ich hatte mich ja hier schon mal als Sportmuffel gemeldet wegen Laufschuhen.

Ich will das wohl ernsthaft angehen. Hab halt nur Sportsachen noch aus der Schulzeit xD

Ich frage mich jetzt gerade, was man sich da für eine Hose zum Laufen zulegen soll - als Mann?

Ich meine ja sonst habe ich immer so eine normale kurze Sporthose getragen .... aber das ist jetz so zu kalt. So ne schlabbriger Baumwollhose käme infrage ... weiß aber nicht, ob die allzu funktional ist :D

Wäre über Rat der Sportler dankbar! :-)

Absolute Arrhythmie
04.10.2016, 08:10
@Sebastian: nimm es mir nicht übel, aber mit weiterhin Übergewicht und wenig Kilometern würde ich an deiner Stelle noch kein Intervalltraining/Tempotraining beim Laufen machen. Du hattest schon Probleme mit den Knien und die Orthopädie muß sich wirklich langsam an diese belastende Sportart gewöhnen.
Ich habe selbst in der Vergangenheit immer zu schnell gesteigert und mich jedes mal so zerschossen, dass ich wochenlang nicht laufen konnte.
In der aktuellen Phase habe ich es das erste mal geschafft die Sehnen und Bänder nicht zu überlasten und ohne jegliche Beschwerden in den letzten Monaten zu Laufen.

Schau doch lieber erstmal dass du deine Grundlagen-Ausdauer gut aufbaust. Mit regelmäßigem Laufen, mit längeren Läufen und weiterem Gewichtsverlust wirst du ohne weiteres Zutun noch viel schneller werden.

@milka: bei dir wird es ja auch wirklich klasse mit den längeren Distanzen :-) Aber oben genanntes gilt natürlich auch für dich, dein Lauftraining hat immer was von Hauruck-Methode (0km-30km-6km-35km-0km-15km-...), versuch doch mal deine Einheiten konstanter zu verteilen (jede Woche 3 Mal,wenn es geht). Ich denke dass ist für den Körper weniger belastend.
Welche Distanz wirst du bei der Marathon-Staffel laufen?

@me: ich bin gestern ein paar Kilometer spazieren gegangen. Ich hab ordentlich Muskelkater in Hüfte und Gesäß und vor allem den Schultern (anscheinend ziehe ich die hoch beim laufen, muss ich mir abgewöhnen). Fürs nächste Jahr hab ich schon ein paar Laufveranstaltungen geplant, ich hoffe ich kann das Training im Winter noch besser durchziehen :-)

abi07
04.10.2016, 08:43
@Intervalltraining: Das bringt aber auch was für die Grundlagenausdauer, für die maximale Sauerstoffaufnahme, für die Lauftechnik, natürlich für die Kraft, verbraucht mehr Energie...ich hab das die ganzen ersten Jahre auch nie gemacht, finde aber, dass es von Anfang an einen festen Platz im Training (z. B. 1 x pro Woche) haben sollte. Und, ganz, ganz wichtig: es macht riesen Spaß, manchmal einfach zu ballern...

@AA: Super, dass du trotz allem durchgehalten hast! Ist eine unschätzbare Erfahrung! Bei meiner zweiten Teilnahme in Roth bin ich das erste Mal nach 2 km im abschließenden Marathon gegangen...da lagen noch 40 km vor mir und die Schmerzen von den bereits durchgestandenen 8 Stunden Schwimmen und Radeln waren offenkundig...kann deine Gedanken und Kämpfe also wirklich gut nachvollziehen! Hut ab!

Mich hat es leider jetzt völlig zerbröselt und ich bin krankgeschrieben. Werde daher leider nicht in Frankfurt teilnehmen können. @milka: Tut mir echt leid, aber ich werde bei dir mitfiebern! Und du triffst ja prominentere Menschen als mich, insofern dürfte es zu verschmerzen sein...;-)

Wenn jemand den Startplatz vergünstigt haben möchte (Marathon, aktueller Normalpreis 85 Euro), soll er sich bitte schnell bei mir per PN melden...sonst würde ich ihn anderweitig versuchen loszuwerden, ummelden geht nur noch diese Woche.

Euch fröhliches Sporteln!

Sebastian1
04.10.2016, 12:31
@AA Natürlich nehm ich es dir nicht übel. Ich bin ja dankbar für jede Form der Anregung. Allerdings möchte ich es nicht ganz unwidersprochen lassen... wie Abi schon schreibt, das Intervalltraining bringt ja durchaus auch Grundlagenausdauer und ist offenbar auch extrem effektiv bei der Fettverbrennung, jedenfalls effektiver als lange Läufe. Das Argument mit dem Knie ist allerdings berechtigt. Ist aber nach wie vor "nur" die Patellarsehne, die gereizt ist, keine Schädigung von Gelenk, Meniskus oder Bandapparat. Ich probier es einfach mal aus, ich denke mal, mit Einheiten in der Größenordnung von 8-10 Minuten sollte man hoffentlich nicht so viel falsch machen ;-)

@Abi: Gute Besserung!

Absolute Arrhythmie
04.10.2016, 12:56
Ich würde an deiner Stelle eher auf Krafttraining und lange langsame Läufe setzen, zumindest im ersten Laufjahr. Wenn dir das zu langweilig ist, kannst du ja einmal die Woche ein Fahrtspiel oder nen Tempolauf machen. Aber vielleicht verträgst du es ja auch, von Anfang an Intervalle auf der Bahn zu kloppen.